{"id":1660,"date":"2015-06-04T05:00:00","date_gmt":"2015-06-04T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/06\/04\/viele-preise-am-immobilienmarkt\/"},"modified":"2015-06-04T05:00:00","modified_gmt":"2015-06-04T05:00:00","slug":"viele-preise-am-immobilienmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/viele-preise-am-immobilienmarkt\/","title":{"rendered":"Viele Preise am Immobilienmarkt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Nein, der Eindruck t&auml;uscht nicht, es ist ruhiger geworden um die omin&ouml;se Schweizer Immobilienblase. Obwohl kaum eindeutige Zeichen einer Entspannung im Sinne der Warner vorliegen, halten diese sich momentan eher zur&uuml;ck&#8230;.<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das liegt aber nicht daran, dass sich am Markt die Konstellationen grunds&auml;tzlich ge&auml;ndert h&auml;tten, sondern daran, dass man heute mit Negativzinsen und Wechselkurschock f&uuml;r mehr Schlagzeilen sorgt. Dabei war das was am 15. Januar 2015 passierte ein durchaus immobilienmarktrelevanter Grossanlass. Denn mit der Einf&uuml;hrung der Negativzinsen als Ersatz f&uuml;r die fallengelassene Wechselkursuntergrenze sind Immobilienanlagen relativ gesehen noch einmal lukrativer geworden. Die Bewertungen der an der B&ouml;rse kotierten Immobiliengesellschaften, ebenso wie die Agios der meisten Immobilienfonds sind im Sog der Negativzinsen auf neue Rekordh&ouml;hen geklettert. Die vor&uuml;bergehend &uuml;ber alle Laufzeiten negative eidgen&ouml;ssische Zinskurve hat eine wahre Flucht in Immobilien ausgel&ouml;st und vor allem kommerziellen Immobilien nochmals Aufwind verliehen. Da die Hypothekarzinsen den Zinsschritt nach unten nur bedingt nachvollzogen haben, fiel die Reaktion im Eigenheimmarkt zun&auml;chst verhaltener aus. Aber auch da machen sich derzeit offenbar viele Gedanken, ob sie ihre keine Rendite mehr eintragenden Spareinlagen nicht besser gegen Immobilienverm&ouml;gen eintauschen: trotz der mittlerweile hohen Niveaus haben die Preise im ersten Quartal &ndash; je nach Quelle &ndash; wieder angezogen, ein Signal, das darauf hindeutet, dass auch private Haushalte in der Falle der Negativzinsen gefangen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Preise sind zu diskutieren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Monat publiziert das Bundesamt f&uuml;r Statistik den Landesindex der Konsumentenpreise, die offizielle Inflationsrate der Schweiz. Dieser Wert ist amtlich best&auml;tigt, weitgehend unbestritten und wird daher kaum hinterfragt. H&ouml;chstens aktuell, wo an der Schwelle zur Null von Experten &uuml;ber Deflation oder Inflation gestritten wird und die Daten etwas genauer unter die Lupe genommen werden, stellen die einen oder anderen Fragen, etwa, ob der Index wirklich das richtige Mass ist, oder in wie weit &#8220;AnlagenInflation&#8221; wie steigende Aktien- oder Immobilienpreise mitber&uuml;cksichtigt warden sollte. Doch als offizielles Teuerungsmass f&uuml;r unser Land bleibt der Index wohl bis auf weiteres unumstritten und es gibt keine Alternativen. Ganz anders im heiss laufenden Immobilienmarkt, f&uuml;r dessen Preisentwicklung es gleich mehrere Quellen gibt. Die verschiedenen Anbieter stehen mehr oder weniger in Konkurrenz zueinander, da sie zum Teil &auml;hnliche Dienstleistungen rund um die Immobilienm&auml;rkte anbieten. Das ist nicht weiter zu beanstanden, Wettbewerb ist ja in der Regel gut f&uuml;r das Marktergebnis, nur in diesem Falle f&uuml;hrt der Wettbewerb leider dazu, dass die Transparenz &ndash; nicht nur f&uuml;r den Laien &ndash; abhandenkommt. Die Preise sind daher nicht nur wegen ihrer stolzen Niveaus zu diskutieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wachstum Stockwerkeigentum<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen&uuml;ber Vorjahresquartal<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/NOTIZIE\/04-06-15_raiffei.png\" alt=\"04 06 15 raiffei\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen: W&amp;P, FPRE, IAZI<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abweichungen modellnicht marktbedingt Nehmen wir das erste Quartal 2015 und vergleichen die Preissch&auml;tzungen der drei relevanten Anbieter f&uuml;r Transaktionspreise im Eigenheimmarkt. Gem&auml;ss W&uuml;st und Partner (W&amp;P) stiegen die Preise f&uuml;r Stockwerkeigentum (STWE) im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3.3%, die f&uuml;r Einfamilienh&auml;user (EFH) um 3.6%. Fahrl&auml;nder und Partner (FPRE) gelangen zu Werten von 0.2% (STWE) und -0.7% (EFH) und ein weiteres Immobilienberatungsunternehmen (IAZI) publizierte f&uuml;rs erste Quartal einen Anstieg von je 2.4% f&uuml;r STWE und EFH. Diese Bandbreite ist eindeutig zu gross und vom Markt nicht gewollt. Die Abweichungen der Preissch&auml;tzungen liegen in der Systematik der angewandten Modelle begr&uuml;ndet, die daf&uuml;r benutzt werden, aus real beobachteten Transaktionen Preisindizes zu generieren. Da es bei Immobilien nicht m&ouml;glich ist, einmal im Monat eine Preisetikette anzuschauen und so die Teuerung sozusagen vom Z&auml;hler abzulesen, ist man auf recht komplexe Modelle angewiesen, &uuml;ber deren Qualit&auml;t die Experten sich &#8211; gelinde gesagt &#8211; zumindest mal nicht einig sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wettbewerb der Sch&auml;tzungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Markt, an dem derart heterogene G&uuml;ter gehandelt werden wie Immobilien, ist es zweifellos kaum m&ouml;glich, einen eindeutigen Marktpreis f&uuml;r jedes Objekt zu bestimmen. Letztendlich ist der Marktpreis der, zu dem die Transaktion notariell beurkundet wird, doch w&auml;re ein h&ouml;herer oder tieferer Preis oft auch m&ouml;glich gewesen. Je nach Konstellation von Angebot und Nachfrage oder Mikro- und Makrolage werden f&uuml;r ein Haus oder eineWohnung stark abweichende Preise bezahlt. Das ist sonst bei &#8220;Marktpreisen&#8221; nicht der Fall. Die Milch kostet plus minus schweizweit gleich vi el, genauso wie ein Automo- bil oder Treibstoff. Die Heterogenit&auml;t der Immobilie macht sie daher zu einem sehr speziellen Investitionsob- jekt. Man spricht im Immo bilienmarkt seltener von Marktpreisen als von Sch&auml;tzungen, was dies unter- streicht. Sch&auml;tzungen sind die Wegbereiter der Preisfin- dung am Markt. Innerhalb ihrer Bandbreiten verhandeln K&auml;ufer und Verk&auml;ufer, wobei j&uuml;ngst gerade bei Rendi- teliegenschaften die Bandbreite nach oben zum Teil so- gar durchbrochen wird. Damit wird klar, dass es sich bei den in der Schweiz verf&uuml;gbaren Preisindizes letztlich auch &#8220;nur&#8221; um Sch&auml;tzungen handelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je nach Gr&ouml;sse und Zu- sammensetzung der Stichprobe und &ouml;konometrischem Modell resultieren f&uuml;r den Experten zwar plausible, f&uuml;r die Praxis aber leider wenig taugliche Preisreihen. Dieser unbefriedigende Befund ist bis auf weiteres nicht weg zu diskutieren und zwar aus einem einfachen Grund. Der Immobilienmarkt ist n&auml;mlich gerade deshalb f&uuml;r viele Akteure so attraktiv, weil er mit 3 Billionen Franken der gr&ouml;sste Markt f&uuml;r Investitionen &uuml;berhaupt ist und so vieles &#8220;vage&#8221; ist, wie der Begriff der Sch&auml;tzung ja bereits nahelegt. Das f&auml;ngt schon auf der Baustelle an, wo Uni- kate gefertigt werden und &Uuml;berraschungen nie ausge- schlossen werden k&ouml;nnen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich alle Investoren dessen bewusst sind &#8211; eigentlich er- staunlich, wenn man sich vor Augen f&uuml;hrt, von welchen Summen wir hier sprechen .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, der Eindruck t&auml;uscht nicht, es ist ruhiger geworden um die omin&ouml;se Schweizer Immobilienblase. 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