{"id":1661,"date":"2015-06-04T05:00:00","date_gmt":"2015-06-04T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/06\/04\/m-g-warum-sind-anleihen-abverkauft-worden-und-warum-haben-sie-zunaechst-sogar-noch-zugelegt\/"},"modified":"2015-06-04T05:00:00","modified_gmt":"2015-06-04T05:00:00","slug":"m-g-warum-sind-anleihen-abverkauft-worden-und-warum-haben-sie-zunaechst-sogar-noch-zugelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-warum-sind-anleihen-abverkauft-worden-und-warum-haben-sie-zunaechst-sogar-noch-zugelegt\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Warum sind Anleihen abverkauft worden \u2013 und warum haben sie zun\u00e4chst sogar noch zugelegt?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Ben Bernanke hat sich viel Zeit genommen, um auf seinem Blog zu erl&auml;utern, weshalb die Zinsen seiner Meinung nach so niedrig sind (ein Thema, mit dem sich Martin Wolf in seiner Kolumne bereits zu Beginn dieser Woche besch&auml;ftigt hat)&#8230;..<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><span class=\"byline\">von&nbsp;<\/span><\/span><\/span><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\">Mike Riddell<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"entry-content\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"entry-content\">Extrem kurz und knapp zusammengefasst lassen sich die niedrigen Nominalzinsen und Renditen demnach durch die moderate Inflation erkl&auml;ren. Weshalb die realen Zinsen aber gleichzeitig ebenfalls niedrig sind, erschlie&szlig;t sich aus dieser Begr&uuml;ndung nicht. Nach Auffassung von Bernanke war es jedoch nicht das manipulative Eingreifen der US-Notenbank, das die realen Zinsen nach unten getrieben hat (h&auml;tten die W&auml;hrungsh&uuml;ter die Zinsen bewusst zu deutlich gesenkt, w&auml;re es zu einer dramatischen &Uuml;berhitzung der Konjunktur gekommen &ndash; in Wirklichkeit war aber genau das Gegenteil der Fall) &ndash; vielmehr schreibt er die niedrigen Zinsen dem insgesamt schwachen Wachstum in der industrialisierten Welt zu. Seiner Einsch&auml;tzung nach hat das allerdings vermutlich weniger mit einer organischen Stagnation als vielmehr mit den anhaltenden globalen Ungleichgewichten zu tun. <\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Als Rentenfondsmanager interessiert uns die Frage, wodurch die Entwicklung l&auml;nger laufender Anleihen bestimmt wird, mindestens ebenso sehr wie jene Faktoren, die Einfluss auf die Zinsentscheidungen der Notenbanken und die Tendenz der kurzfristigen Renditen haben. Und in letzter Zeit haben sich die Kurzfristzinsen v&ouml;llig anders entwickelt als die langfristigen Renditen: Obwohl die Erwartungen des Marktes auf die erste US-Zinsanhebung seit Anfang 2014 im Wesentlichen stabil geblieben sind, haben die Renditen 10-j&auml;hriger US-Staatsanleihen von vormals 3 Prozent aus dem Januar 2014 zu Beginn dieses Jahres auf fast 1,6 Prozent nachgegeben &ndash; bevor sie zuletzt dann wieder auf 2,2 Prozent nach oben geklettert sind. Wie Bernanke erl&auml;utert, ist dies &uuml;brigens ausschlie&szlig;lich auf die j&uuml;ngste Entwicklung des Laufzeitenaufgeldes zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/p>\n<p>Die Renditen von US-Staatsanleihen mit langen Laufzeiten lassen sich in drei Komponenten aufsplitten: die erwartete Inflation, die Erwartungen hinsichtlich der weiteren Tendenz der Kurzfristzinsen sowie das Laufzeitenaufgeld. Bei der Laufzeitenpr&auml;mie handelt es sich um die Zusatzrendite, die ein Anleger verlangt, um anstatt in eine Reihe kurz laufender Anleihen in ein Papier mit einer langen Laufzeit zu investieren. Eigentlich w&uuml;rde man davon ausgehen, dass dieses Laufzeitenaufgeld positiv ist. Schlie&szlig;lich sollen die Anleger als Kompensation f&uuml;r die Risiken, die mit Engagements in l&auml;nger laufenden Anleihen einhergehen (wie etwa eine unerwartete inflation&auml;re Entwicklung oder eine &uuml;berraschende konjunkturelle Tendenz, Unsicherheit um die zuk&uuml;nftige Zinsstrategie der Notenbank etc.), ja eine Extra-Rendite erhalten. Allerdings ist die Laufzeitenpr&auml;mie im vergangenen Jahr eingebrochen, und diverse Kennzahlen belegen, dass sie in den ersten Monaten des Jahres 2015 sogar negativ war. Dem ACM-Modell* der Notenbank des Staates New York zufolge war die Rallye, die US-Staatsanleihen im Jahr 2014 vorgelegt haben, sogar ausschlie&szlig;lich auf diesen R&uuml;ckgang des Laufzeitenaufgeldes zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, denn wenn dieser nicht gewesen w&auml;re, h&auml;tte die Rendite 10-j&auml;hriger US-Staatsanleihen im Dezember 2014 ihr h&ouml;chstes Niveau seit 2008 erreicht. Und wenn die Laufzeitenpr&auml;mie seit Februar dieses Jahres nicht wieder angestiegen w&auml;re, w&auml;ren die Renditen von US-Staatsanleihen in den letzten drei Monaten wohl nicht abverkauft worden, sondern h&auml;tten vielmehr sogar eine erneute Rallye verzeichnet!<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/Slide13.png\" alt=\"Slide1\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2651\" \/> <\/p>\n<p>Deshalb stellt sich nun also die gro&szlig;e Frage, wodurch die Entwicklung des Laufzeitenaufgeldes bestimmt wird. In der Vergangenheit waren die Inflation sowie das vermeintliche Risiko einer unerwarteten inflation&auml;ren Tendenz der f&uuml;r die Entwicklung der Laufzeitenpr&auml;mie ma&szlig;gebliche Faktor. Demnach spricht das derzeit niedrige Laufzeitenaufgeld daf&uuml;r, dass die Anleger das Risiko in diesem Zusammenhang momentan f&uuml;r lediglich gering halten. Dar&uuml;ber hinaus entwickelt sich die Laufzeitenpr&auml;mie tendenziell antizyklisch und ist in rezessiven Phasen sowie bei einem unsicheren volkswirtschaftlichen Umfeld grunds&auml;tzlich h&ouml;her. In solchen Phasen sind die Investoren n&auml;mlich &auml;u&szlig;erst unsicher, welchen geldpolitischen Ansatz die US-Notenbank in Zukunft wohl umsetzen wird.<\/p>\n<p>Was die Nachfrage betrifft, so sinkt das Laufzeitenaufgeld tendenziell immer dann, wenn es am Markt zu einer &bdquo;Flucht in Qualit&auml;t&ldquo; kommt. Beispiele daf&uuml;r waren der Zahlungsausfall Russlands sowie die Long-Term Capital Management (LTCM)-Krise im Jahr 1998 (obwohl die Laufzeitenpr&auml;mie unmittelbar nach der globalen Finanzkrise sogar kr&auml;ftig angestiegen ist). Das quantitative Lockerungsprogramm der Fed hat das Laufzeitenaufgeld vermutlich ebenfalls nach unten getrieben. Gleiches gilt auch f&uuml;r jene aufsichtsrechtlichen &Auml;nderungen, die Banken, Wertpapierh&auml;ndler, Versicherer sowie Pensionsfonds dazu ermutigt haben, mehr Anleihen zu erwerben.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich haben in diesem Zusammenhang auch angebotsspezifische Faktoren eine Rolle gespielt. So f&uuml;hrte ein R&uuml;ckgang der Laufzeitenpr&auml;mie w&auml;hrend des sogenannten &bdquo;Greenspan-Mysteriums&ldquo; dazu, dass die 10-j&auml;hrigen Renditen sanken, obwohl die US-Notenbank die Kurzfristzinsen gleichzeitig anhob. Diese Tendenz l&auml;sst sich zum Teil aber dadurch erkl&auml;ren, dass sich die Neuemissionsaktivit&auml;ten am Markt f&uuml;r US-Staatsanleihen zwischen 2001 und 2006 in hohem Ma&szlig;e auf Papiere mit kurzen Laufzeiten konzentriert haben (obwohl ein reges Kaufinteresse an US-Staatsanleihen aus dem Ausland wahrscheinlich ebenfalls zu dem niedrigeren Laufzeitenaufgeld beigetragen hat &ndash; gleiches gilt auch f&uuml;r die hohen Sparraten sowie nat&uuml;rlich den Umstand, dass die Geldpolitik der Fed seinerzeit ziemlich berechenbar war, nachdem die W&auml;hrungsh&uuml;ter die Zinsen auf 17 aufeinanderfolgenden Sitzungen um jeweils 0,25 Prozent nach oben geschleust hatten).<\/p>\n<p>Was Bernanke aber ebenso irritiert hat wie viele andere Investoren auch, war der Einbruch der Laufzeitenpr&auml;mie im Verlauf des Jahres 2014 &ndash; einer Phase, in der die US-Wirtschaftsdaten robust ausfielen, die QE-Anleihenk&auml;ufe zur&uuml;ckgefahren wurden und sich die Unsicherheit ebenso stark ver&auml;ndert hatte wie die Risikoscheu. Als eine m&ouml;gliche Erkl&auml;rung f&uuml;hrt er zum einen an, dass die konjunkturelle Schw&auml;che au&szlig;erhalb der USA und die daraus resultierenden Ma&szlig;nahmen der entsprechenden Notenbanken auch die M&auml;rkte f&uuml;r US-Staatsanleihen beeinflusst haben k&ouml;nnten. Ein weiterer Erkl&auml;rungsversuch ist der R&uuml;ckgang der &Ouml;lpreise, der ungef&auml;hr zur gleichen Zeit erfolgt ist wie der Einbruch der Laufzeitenpr&auml;mie. Allerdings h&auml;lt er keine dieser beiden Erkl&auml;rungen f&uuml;r &bdquo;wirklich zufriedenstellend&ldquo; (was so viel hei&szlig;t wie &bdquo;&uuml;berhaupt nicht zufriedenstellend&ldquo;).<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu vertrete ich allerdings die Auffassung, dass es letztlich doch die Entwicklungen auf internationaler Ebene waren, die das US-Laufzeitenaufgeld haben einbrechen lassen.<\/p>\n<p>Zun&auml;chst einmal zeigt die nachfolgende Grafik, dass die US-Renditen, die im letzten Vierteljahrhundert h&ouml;her waren als die Renditen in Deutschland und Gro&szlig;britannien, offenbar einen R&uuml;ckgang der US-Laufzeitenpr&auml;mie ausgel&ouml;st haben &ndash; und umgekehrt. Dies ist auch darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die Renditen lang laufender US-Anleihen, die (m&ouml;glicherweise wegen der vergleichsweise festen konjunkturellen Tendenz in den USA) relativ hoch waren, ausl&auml;ndische Kapitalzufl&uuml;sse in US-Staatsanleihen angezogen haben. Und diese Mittelzufl&uuml;sse haben das US-Laufzeitenaufgeld beeintr&auml;chtigt, w&auml;hrend niedrigere US-Renditen genau den umgekehrten Effekt haben.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/Slide23.png\" alt=\"Slide2\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2652\" \/> <\/p>\n<p>Diese Erkl&auml;rung erscheint umso plausibler, wenn man die seit 2009 recht enge Korrelation zwischen der US-Laufzeitenpr&auml;mie einerseits und dem Wechselkurs des Euro gegen&uuml;ber dem US-Dollar andererseits ber&uuml;cksichtigt (siehe nachfolgende Grafik). Dies bezieht sich auch auf den oben erl&auml;uterten Aspekt, dass die Renditedifferenz kurz laufender Anleihen f&uuml;r die Entwicklung der Wechselkurse tendenziell ein wichtiger Faktor ist. Es spricht auch daf&uuml;r, dass die divergierenden konjunkturellen Entwicklungen sowie die unterschiedlichen monet&auml;ren Strategien der Fed und der EZB das Laufzeitenaufgeld 10-j&auml;hriger US-Staatsanleihen ma&szlig;geblich beeinflusst haben.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/Slide32.png\" alt=\"Slide3\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2653\" \/> <\/p>\n<p>Konzentriert man sich lediglich auf die letzten Monate, so hat die Verkaufswelle an den Anleihenm&auml;rkten weltweit viele Beobachter &uuml;berrascht, da die US-Wirtschaftsdaten ja eigentlich durchweg m&auml;&szlig;ig ausgefallen sind. Wie bereits erl&auml;utert, l&auml;sst sich diese Verkaufswelle aber ausschlie&szlig;lich auf den j&uuml;ngsten Anstieg der Laufzeitenpr&auml;mie zur&uuml;ckf&uuml;hren. Ich w&uuml;rde vermuten, dass Europa in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle gespielt haben k&ouml;nnte. Angesichts anhaltend schwacher Wirtschaftsdaten in der Eurozone sowie wegen der Erwartungen auf ein QE-Programm der EZB (die sich ja letztlich auch als zutreffend erwiesen haben), haben europ&auml;ische Staatsanleihen im Jahr 2014 eine kr&auml;ftige Rallye vorgelegt. Als sich die Lage in Griechenland im Oktober sowie insbesondere seit Dezember dann wieder versch&auml;rft hat, scheint die Nachfrage nach &bdquo;sicheren H&auml;fen&ldquo; und damit auch nach Staatsanleihen aus den Kernl&auml;ndern der Eurozone jedoch wieder deutlich angestiegen zu sein. Darauf deutet zumindest die sehr negative Korrelation zwischen den Renditen deutscher Bundesanleihen und denen griechischer Staatspapiere hin.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/Slide42.png\" alt=\"Slide4\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2654\" \/> <\/p>\n<p>Welche Folgen hat das alles? Die wichtigste Schlussfolgerung ist die, dass eine Vielzahl von Faktoren das US-Laufzeitenaufgeld nach oben oder nach unten treiben kann. Dar&uuml;ber hinaus haben die oben dargelegten Analysen zwar die Korrelation der Laufzeitenpr&auml;mien an diversen M&auml;rkten aufgezeigt, doch die Entwicklungen in Europa sowie die Strategie der EZB haben in diesem Zusammenhang offenbar ebenfalls eine entscheidende Rolle gespielt. Ebenso wie die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Geldpolitik, welche die US-W&auml;hrungsh&uuml;ter bis letztes Jahr noch betrieben haben, auch Auswirkungen auf internationaler Ebene (allen voran auf die Schwellenl&auml;nder) hatte, wirkt sich die monet&auml;re Lockerungsstrategie der EZB (sowie in geringerem Ma&szlig;e auch die der Bank of Japan) nun auch auf die USA aus.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Anleger bedeutet dies wiederum, dass die Renditen l&auml;nger laufender US-Anleihen zumindest zuletzt kaum noch durch f&uuml;r den US-Markt spezifische Faktoren bestimmt wurden. Gleichzeitig ist auch die Tendenz der Staatsanleihenrenditen in der Eurozone nicht nur auf die QE-Ma&szlig;nahmen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Vielmehr k&ouml;nnte auch der Umstand, dass die Anleger in diesen Papieren zuletzt extrem stark engagiert waren, die j&uuml;ngste Verkaufswelle noch intensiviert haben. Allerdings hat die Lage in Griechenland in den vergangenen sechs Monaten wahrscheinlich einen wesentlich gr&ouml;&szlig;eren Einfluss auf die weltweiten Risikoaufgelder gehabt als viele vermuten. Was die Fed betrifft, so sind die USA derzeit noch weit davon entfernt, die Geldpolitik wieder vollst&auml;ndig unter Kontrolle zu haben, zumal es dabei ja nicht nur um die Kurzfristzinsen (allen voran den Leitzins), sondern auch um die langfristigen Zinsen geht (Matt hat zu diesem Thema bereits 2013 einen Blog-Beitrag &uuml;ber einen wirklich hervorragenden BIS-Artikel verfasst). Falls die US-Langfristzinsen durch globale Faktoren &uuml;berm&auml;&szlig;ig stark nach unten getrieben werden sollten, h&auml;tte dies eine exzessive Ankurbelung der Wirtschaft zur Folge (was sich wohl insbesondere auf den Immobilienmarkt niederschlagen w&uuml;rde). Dann aber m&uuml;sste die Fed handeln. Entweder m&uuml;ssten die W&auml;hrungsh&uuml;ter die Zinsen dann durch entsprechende &Auml;u&szlig;erungen wieder nach oben treiben &ndash; und genau das scheint Janet Yellen vor einigen Wochen versucht zu haben (so fand das Laufzeitenaufgeld auch im Protokoll der gestrigen Sitzung des Offenmarktausschusses Erw&auml;hnung). Falls das nicht jedoch funktionieren sollte &ndash; und diese M&ouml;glichkeit besteht, falls die Laufzeitenpr&auml;mie wirklich durch globale Faktoren bestimmt wird &ndash; m&uuml;ssten die Kurzfristzinsen m&ouml;glicherweise aggressiver angehoben werden als es ansonsten notwendig gewesen w&auml;re. Sollten sich die US-Wirtschaftsdaten allerdings wieder verbessern und die Fed in der Folge tats&auml;chlich einen Anstieg des Laufzeitenaufgeldes herbeif&uuml;hren wollen, k&ouml;nnten die W&auml;hrungsh&uuml;ter andeuten, ihren Bestand an US-Staatspapieren schrittweise wieder abbauen zu wollen. Mit diesem Gedanken hat sich Richard k&uuml;rzlich auf diesem Blog besch&auml;ftigt.<\/p>\n<p>*Das Laufzeitenaufgeld l&auml;sst sich nicht &bdquo;direkt&ldquo; beobachten. Es gibt eine Vielzahl von Definitionen und Modellen, die das Laufzeitenaufgeld beschreiben und abbilden sollen. Das Kim-Wright-Modell des Laufzeitenaufgeldes &ndash; ein weiteres g&auml;ngiges Modell &ndash; hat &auml;hnliche Ergebnisse zur Folge wie das ACM-Modell, w&auml;hrend BIS ein Modell verwendet, das f&uuml;r Anfang 2015 mit -2 Prozent ein wesentlich niedrigeres Niveau ausweist. Allerdings ist der allgemeine Trend auch bei diesem Modell derselbe.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<p> Quelle: BONDWorld.ch<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ben Bernanke hat sich viel Zeit genommen, um auf seinem Blog zu erl&auml;utern, weshalb die Zinsen seiner Meinung nach so niedrig sind (ein Thema, mit dem sich Martin Wolf in seiner Kolumne bereits zu Beginn dieser Woche besch&auml;ftigt hat)&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-1661","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1661","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1661"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1661\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1661"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1661"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1661"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}