{"id":16653,"date":"2023-11-06T12:11:05","date_gmt":"2023-11-06T11:11:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=16653"},"modified":"2023-11-06T12:11:05","modified_gmt":"2023-11-06T11:11:05","slug":"bny-mellon-im-die-zerlegung-der-zinsgleichung-eine-rueckkehr-in-vergangene-jahrzehnte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bny-mellon-im-die-zerlegung-der-zinsgleichung-eine-rueckkehr-in-vergangene-jahrzehnte\/","title":{"rendered":"BNY Mellon IM: Die Zerlegung der Zinsgleichung &#8211; Eine R\u00fcckkehr in vergangene Jahrzehnte"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>BNY Mellon IM<\/strong> : Eine Generation von Arbeitnehmern wird sich an ein globales Zinsumfeld gew\u00f6hnen m\u00fcssen, das bis zu f\u00fcnfmal h\u00f6her ist als das, was sie bisher gewohnt waren.<\/h5>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\"><strong><a href=\"http:\/\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Shamik Dhar, Chef\u00f6konomen von BNY Mellon IM<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zinsen werden sich wahrscheinlich zwischen 4,5% und 5,5% einpendeln \u2013 eine Spanne, die es seit 2008 nicht mehr gegeben hat und die sicherlich eher an die 1980er und 1990er Jahre erinnert. Viele Think Tanks sind der Meinung, dass die Zinsen wieder sinken werden, sobald sich die Auswirkungen von COVID-19 auf das globale Finanzsystem bemerkbar machen. Die heutige Situation ist jedoch nicht nur eine Folge der jahrelangen quantitativen Lockerungsprogramme nach der Finanzkrise, sie ist und auch nicht alleine auf die Auswirkungen der globalen Pandemie zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weltwirtschaft geht wahrscheinlich in ein Umfeld h\u00f6herer Zinss\u00e4tze \u00fcber<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierf\u00fcr gibt es eine Vielzahl von Faktoren, zu denen nicht zuletzt die anhaltenden Auswirkungen der Inflation, des h\u00f6heren Produktivit\u00e4tswachstums und der Kosten des klimaneutralen Umbaus der Wirtschaft geh\u00f6ren. Zu diesen Faktoren kommen die schwierige demografische Situation und die hohe Staatsverschuldung in der westlichen Welt hinzu. In der Summe erh\u00f6hen diese Aspekte die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen l\u00e4ngere Zeit h\u00f6her sein werden. Dies wird sich entsprechend auf die Investitionschancen und -risiken auswirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der langfristige Durchschnittszinssatz ist eine enorm wichtige wirtschaftliche Variable, sowohl f\u00fcr die Wirtschaftspolitiker als auch f\u00fcr die Anleger. F\u00fcr Anleger ist der \u201asichere Zinssatz\u2018 der Leitzins, von dem sich die Einpreisung aller anderen Verm\u00f6genswerte ableitet. Daher ist es f\u00fcr wirtschaftspolitische Entscheidungstr\u00e4ger und Finanzinvestoren von entscheidender Bedeutung, das langfristige Durchschnittsniveau der Zinss\u00e4tze prognostizieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Inflationsschocks Zukunft eventuell h\u00e4ufiger als in den vergangenen zwei Jahrzehnten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Infolgedessen k\u00f6nnte auch der zur Gew\u00e4hrleistung der Preisstabilit\u00e4t erforderliche Nominalzins h\u00f6her ausfallen. Das Gesetz der unbeabsichtigten Folgen besagt, dass die Umstellung auf Inflationsziele in den 1980er Jahren neben den vorherrschenden langfristigen Disinflationstrends auch zu einer Senkung der Leitzinsen f\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Generell m\u00fcssen die Inflationsziele m\u00f6glicherweise \u00fcberpr\u00fcft und in Zukunft sogar angehoben werden. Selbst wenn die Ziele nicht de jure angehoben werden, k\u00f6nnten die Zentralbanken bereit sein, Inflationsabweichungen vom Ziel l\u00e4nger zu tolerieren, insbesondere wenn die wirtschaftlichen Kosten f\u00fcr das Erreichen des Inflationsziels steigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Inflationsziel k\u00f6nnte ausgedient haben und die politische Einmischung in die Zentralbanken zunehmen. Es gibt eine v\u00f6llig legitime Debatte \u00fcber die richtige H\u00f6he des Inflationsziels. Schliesslich argumentierten viele \u00d6konomen w\u00e4hrend eines Grossteils der Zeit nach der Finanzkrise, dass das Zwei-Prozent-Ziel zu niedrig sei, weil negative Nachfrageschocks uns zu leicht und h\u00e4ufig in Richtung der Nullgrenze treiben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fat Tails<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Jahren gab es mehrere aussergew\u00f6hnliche Ereignisse, die die M\u00e4rkte und die Weltwirtschaft beeinflusst haben, etwa ein Krieg und eine Pandemie. Solche St\u00f6rungen des normalen Funktionierens von Handel und Wirtschaft f\u00fchren oft zu einer h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit extremer Ergebnisse, die \u00d6konomen als \u201eFat Tails\u201c bezeichnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Volatilit\u00e4t k\u00f6nnte in einer Welt wie der heutigen, die von \u201eFat-Tail-Schocks\u201c gepr\u00e4gt sei, zwar pr\u00e4senter sein, sich aber als weniger wirksam als D\u00e4mpfer f\u00fcr die Zinss\u00e4tze erweisen. Da die Weltwirtschaft eine Reihe von technologischen, demografischen, geopolitischen und klimatischen Ver\u00e4nderungen durchl\u00e4uft, ist davon auszugehen, dass sich die Wachstumsrisiken in einer Weise ver\u00e4ndern, die den Abw\u00e4rtsdruck auf die Realzinsen verringert. Das Wachstum d\u00fcrfte aufgrund der H\u00e4ufigkeit und des Ausmasses der Schocks sowie der proaktiven Fiskal- und Geldpolitik der Beh\u00f6rden k\u00fcnftig wahrscheinlich gr\u00f6\u00dferen Schwankungen unterworfen sein. Zeitgleich best\u00fcnde allerdings auch ein gr\u00f6sseres Gleichgewicht zwischen Abw\u00e4rts- und Aufw\u00e4rtsrisiken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcbergang zu umweltfreundlicheren Technologien &amp; Energiequellen wirkt sich auf Zinss\u00e4tze aus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ersetzung von \u201everschmutzendem\u201c durch gr\u00fcnes Kapital in den kommenden Jahren h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab, und viele sind schwer vorherzusagen. Die Dynamik des Gesamttrends l\u00e4sst jedoch darauf schliessen, dass die Auswirkungen in den n\u00e4chsten 20 bis 30 Jahren zu einem bescheidenen Aufw\u00e4rtsdruck auf die realen Zinss\u00e4tze f\u00fchren werden, der sich bis in die 2030er Jahre vorverlagern wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BNY Mellon IM : Eine Generation von Arbeitnehmern wird sich an ein globales Zinsumfeld gew\u00f6hnen m\u00fcssen, das bis zu f\u00fcnfmal h\u00f6her ist als das, was sie bisher gewohnt waren.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9419,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[137],"class_list":["post-16653","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-bny-mellon-im"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16653","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16653"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16653\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16654,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16653\/revisions\/16654"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9419"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16653"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16653"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16653"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}