{"id":16691,"date":"2023-02-23T15:32:07","date_gmt":"2023-02-23T14:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=16691"},"modified":"2023-02-23T15:32:07","modified_gmt":"2023-02-23T14:32:07","slug":"dws-focus-on-ein-jahr-krieg-in-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dws-focus-on-ein-jahr-krieg-in-der-ukraine\/","title":{"rendered":"DWS Focus on: Ein Jahr Krieg in der Ukraine"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>DWS<\/strong> : Ein Jahr Krieg in der Ukraine. Nicht nur der Krieg sollte an den Aktienm\u00e4rkten zur Vorsicht mahnen.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Marcus Poppe, Co-Head of European Equities DWS<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Morgen ist der Jahrestag des russischen Einmarsches in der Ukraine. Doch an den B\u00f6rsen spielt der Krieg keine Rolle mehr, trotz des unermesslichen Leids f\u00fcr Soldaten und Zivilisten beider Konfliktparteien. Immerhin ist das Problem einer m\u00f6glicherweise zusammenbrechenden Rohstoffversorgung in Europa weitgehend gel\u00f6st. Eine russische Fr\u00fchjahrsoffensive k\u00f6nnte aber schnell eine neue Situation schaffen. Und nicht nur diese Risikopr\u00e4mie, die in den Kursen v\u00f6llig fehlt, sollte die Anleger zur Vorsicht mahnen. Denn Inflation und Zinsen d\u00fcrften hoch bleiben, w\u00e4hrend gleichzeitig die Gewinne und Bewertungen weitgehend ausgereizt scheinen. &#8220;Anleger sollten daher nicht davon ausgehen, dass sich die Aktienrally der vergangenen Wochen in gleicher Form fortsetzt&#8221;, <strong>sagt Marcus Poppe, Co-Head of European Equities bei der DWS<\/strong>. Langfristig orientierte Anleger sollten sich nicht abschrecken lassen, sondern angesichts der in naher Zukunft zu erwartenden h\u00f6heren Zinsen etwas mehr auf die Qualit\u00e4t der Bilanzen achten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8211; Der russische Einmarsch in der Ukraine hat die wirtschaftliche Entwicklung in vielen L\u00e4ndern deutlich gebremst.<\/strong> Dennoch ist der Einbruch sowohl im gemeinsamen W\u00e4hrungsraum als auch in Russland moderater ausgefallen als zun\u00e4chst angenommen. Deutschland beispielsweise ist meilenweit von den minus 9,4 Prozent entfernt, die das Prognos-Institut im Sommer erwartet hatte. &#8220;Dazu hat sicherlich beigetragen, dass sich die Finanzpolitik wegen der Coronavirus-Pandemie ohnehin noch im Krisenmodus befand und deshalb noch dabei war, Rettungspakete zu schn\u00fcren&#8221;,<strong> sagt Poppe.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8211; Aber nicht nur die europ\u00e4ischen Volkswirtschaften, sondern auch die europ\u00e4ischen Unternehmen sind bisher relativ unbeschadet davongekommen.<\/strong> In dieser Hinsicht hat der Zeitpunkt der russischen Invasion eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Nach der Coronavirus-Krise zog die Nachfrage an, aber die Industrie hatte mit Schwierigkeiten in der Lieferkette zu k\u00e4mpfen und konnte die Nachfrage in vielen Bereichen \u00fcberhaupt nicht bedienen. Die Auftragsb\u00fccher waren also gut gef\u00fcllt, und die Unternehmen hatten allen Grund, die Produktion trotz der mit dem Krieg verbundenen Unsicherheiten aufrechtzuerhalten. Auf die Gewinn- und Verlustrechnungen hat sich der Konflikt daher noch nicht gravierend ausgewirkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8211; An den Kapitalm\u00e4rkten war das \u00fcbliche Muster zu beobachten:<\/strong> Angesichts des geopolitischen Schocks wurde zun\u00e4chst eine Risikopr\u00e4mie eingepreist, diesmal vor allem f\u00fcr europ\u00e4ische Verm\u00f6genswerte und die Gemeinschaftsw\u00e4hrung aufgrund der geografischen N\u00e4he zum Kriegsschauplatz und der hohen Abh\u00e4ngigkeit von russischer Energie. Als sich im Laufe des letzten Jahres immer deutlicher abzeichnete, dass das bef\u00fcrchtete Katastrophenszenario f\u00fcr Wirtschaft und Unternehmen nicht eintreten w\u00fcrde, begann die Risikopr\u00e4mie &#8211; begleitet von einer deutlichen Aufhellung der Stimmungsindikatoren &#8211; zu erodieren und damit die Unterbewertung gegen\u00fcber dem US-Markt abzubauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8211; L\u00e4ngerfristig z\u00e4hlen jedoch die absoluten Werte und nicht der Vergleich mit niedrigen Erwartungen<\/strong>. Und auch wenn der Einmarsch Russlands in der Ukraine nicht die anfangs bef\u00fcrchteten katastrophalen wirtschaftlichen Auswirkungen hatte, bleibt eine deutlich restriktivere Geldpolitik der Zentralbanken weltweit bestehen. Und die wird uns angesichts der hartn\u00e4ckigen Inflation wohl noch eine ganze Weile begleiten. Allerdings spielen die Marktteilnehmer derzeit das Szenario einer weiterhin nicht einbrechenden Wirtschaft, einer sich abschw\u00e4chenden Inflation und damit wieder sinkender Zinsen. Kurzum: eine Goldl\u00f6ckchen-Konjunktur, in der die Bewertungsniveaus wieder wie fr\u00fcher steigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8211; Weitaus realistischer ist jedoch die Prognose, dass bei unver\u00e4nderter Wirtschaftsdynamik die Zinsen hoch bleiben m\u00fcssen, um die Inflation wirksam zu bek\u00e4mpfen.<\/strong> Vor diesem Hintergrund w\u00e4re das Bewertungsniveau in Europa nach der Aufw\u00e4rtsbewegung der letzten Wochen weitgehend ersch\u00f6pft. F\u00fcr die USA w\u00fcrde dies dann erst recht gelten. &#8220;Und wenn es einen Wendepunkt f\u00fcr den Aktienmarkt gegeben hat, dann den, dass die immer weiter fallenden Anleiherenditen und damit die immer weiter steigenden Bewertungsniveaus zumindest vorerst pass\u00e9 sind&#8221;, <strong>so Poppe.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8211; Auch bei den Gewinnen &#8211; denen die Kurse langfristig immer folgen &#8211; d\u00fcrfte der Spielraum nach oben begrenzt sein.<\/strong> Bislang sind die Sch\u00e4tzungen seit dem H\u00f6chststand nur um etwa f\u00fcnf Prozent gesunken, doch sollte sich die Krise irgendwann manifestieren, k\u00f6nnten die Gewinne erheblich unter Druck geraten. Sollte sich das alte Muster fortsetzen, d\u00fcrfte ein ged\u00e4mpftes Wachstum in Verbindung mit einer starken Inflation und hohen Zinsen einen starken Anstieg verhindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Vor diesem Hintergrund erscheint es ratsam, dort zu investieren, wo die Gewinnsch\u00e4tzungen am ehesten realisierbar und gleichzeitig die Bewertungsniveaus akzeptabel sind. Gem\u00e4ss Poppe z\u00e4hlen dazu Banken, der Gesundheitssektor und \u2013 f\u00fcr mutigere Anleger \u2013 die Automobilindustrie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DWS : Ein Jahr Krieg in der Ukraine. 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