{"id":16697,"date":"2023-11-10T15:58:42","date_gmt":"2023-11-10T14:58:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=16697"},"modified":"2023-11-10T15:59:57","modified_gmt":"2023-11-10T14:59:57","slug":"allianz-gi-stimmungsbarometer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-stimmungsbarometer\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Stimmungsbarometer"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Wenn es um die Aussichten f\u00fcr die Konjunktur und um den InvestmentAusblick geht, stehen die <strong>USA<\/strong> naturgem\u00e4\u00df im Vordergrund.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Sean Shepley\u00a0 Senior Economist<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Vereinigten Staaten befinden sich der gr\u00f6\u00dfte und am weitesten entwickelte Kapitalmarkt sowie die US-Notenbank <strong>Federal Reserve<\/strong>, die das gr\u00f6\u00dfte Gewicht unter allen Zentralbanken besitzt. Folglich sind die Feedback-Effekte von den USA ausgehend auf andere L\u00e4nder in der Regel st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als in umgekehrter Richtung. Dar\u00fcber hinaus zeichnen sich die USA durch ein hohes Ma\u00df an technologischen Innovationen sowie eine Vielzahl an \u00fcberwiegend qualitativ hochwertigen Konjunkturdaten aus, die reichlich Ansatzpunkte zur Identifizierung von Vorlaufindikatoren f\u00fcr globale Trends bieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotzdem ist es auch wichtig, die \u00f6konomische Stimmung anderer Regionen der Welt zu erkunden und deswegen werfen wir in dieser Woche ein Auge auf die Gesamtheit der Industriel\u00e4nder. Schaut man auf die Entwicklung au\u00dferhalb der USA wird deutlich, dass sich derzeit die meisten G10-L\u00e4nder in einer konjunkturellen Abschw\u00e4chungsphase befinden. Im dritten Quartal stach insbesondere der <strong>Euroraum<\/strong> mit einer Schrumpfung seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) um gesch\u00e4tzte 0,1% im Vergleich zum Vorquartal hervor. Dieser r\u00fcckl\u00e4ufige Tendenz schlie\u00dft sich an eine Serie unterdurchschnittlicher konjunktureller Fr\u00fchindikatoren und Unternehmensumfragen an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anhand der Arbeitslosenquote als einfaches Indiz zur Erfassung der sich ver\u00e4ndernde Wirtschaftslage in den einzelnen L\u00e4ndern haben wir festgestellt, dass sich eine Abk\u00fchlung auf den Arbeitsm\u00e4rkten abzuzeichnen scheint. Demnach ist die Arbeitslosigkeit durchweg vom zyklischen Tiefpunkt gestiegen. Am auff\u00e4lligsten zeigt unsere Analyse, dass die Erwerbslosenquote in sechs L\u00e4ndern (<strong>den USA, Gro\u00dfbritannien, Deutschland, Schweden, Kanada und Neuseeland<\/strong>) um mindestens 0,5 % von diesem Tief angestiegen ist (siehe Grafik der Woche).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn die im Anbetracht der geldpolitischen Straffung zu Recht als ungew\u00f6hnlich robust geltende US-Wirtschaft bereits ausf\u00fchrlich thematisiert wurde, deutet ein derartig breit angelegter Anstieg der Arbeitslosenquoten darauf hin, dass sich die restriktive Geldpolitik immer noch negativ auf die Realwirtschaft auszuwirken scheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie lassen sich die unterschiedlichen Entwicklungen in den Industriel\u00e4ndern erkl\u00e4ren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Transmissionseffekte der Straffungsma\u00dfnahmen haben offenbar in den jeweiligen L\u00e4ndern in sehr unterschiedlichem Tempo stattgefunden. So haben sich vor allem in jenen L\u00e4ndern, wo die Hypothekenzinsen eng an die Leitzinsen der Zentralbanken gekoppelt sind, die Verbraucherausgaben und die Immobilienpreise erheblich gelitten. Da die privaten Haushalte weniger Geld zum Konsumieren haben, mussten sie ihre Ausgaben entsprechend zur\u00fcckschrauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ferner ist klar, dass manche der nach der Pandemie aufgetretenen Folgen, die sich nachteilig auf das Arbeitskr\u00e4fteangebot niederschlugen, im Laufe der Zeit wieder nachgelassen haben. Zum Teil ist dies auf eine gestiegene Erwerbsquote zur\u00fcckzuf\u00fchren. In manchen L\u00e4ndern spielt aber auch die Zuwanderung eine Rolle und trifft scheinbar z. B. auf die USA und Gro\u00dfbritannien zu. Im Zuge des Ukraine-Krieges haben zudem Deutschland und seine Nachbarl\u00e4nder einen rapiden Zuwachs an Einwanderern registriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um eine weitere Vermutung in den Raum zu stellen, w\u00e4re ebenfalls denkbar, dass produktivit\u00e4tssteigende, auf der Basis <strong>k\u00fcnstlicher Intelligenz<\/strong> (KI) entwickelte Technologien den Unternehmen erm\u00f6glichen, ihren Bedarf an gewissen Kategorien von Arbeitskr\u00e4ften zu reduzieren. Solche Technologien bieten n\u00e4mlich die Chance, den Output und damit die Profitabilit\u00e4t eines Unternehmens zu steigern, was wiederum dazu beitragen d\u00fcrfte, die Inflation zu senken und gleichzeitig die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu st\u00fctzen. Allerdings ist noch v\u00f6llig offen, in welchem Ausma\u00df und Tempo dieser Effekt zum Tragen kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut unserem Stimmungsbarometer verl\u00e4uft die Konjunkturdynamik jenseits der USA und China eher schleppend. In der breiteren Volkswirtschaft der entwickelten Industriel\u00e4nder entfalten sich weiter die Auswirkungen der monet\u00e4ren Straffungsma\u00dfnahmen auf einer Weise, die die Teuerung im Laufe des n\u00e4chsten Jahres dem Ziel der Notenbanken n\u00e4her bringen k\u00f6nnte. Eine gro\u00dfe Rolle d\u00fcrfte das Verh\u00e4ltnis zwischen nachfraged\u00e4mpfenden und angebotssteigernden Faktoren bei den \u00dcberlegungen geldpolitischer Entscheidungstr\u00e4ger spielen, wie schnell und in welchem Umfang sie die Folgen niedriger Inflationsraten im kommenden Jahr antizipieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kommenden Woche werden <strong>Daten aus den USA<\/strong> die dortigen M\u00e4rkte vor die erste gro\u00dfe Bew\u00e4hrungsprobe seit der November-Sitzung der <strong>Federal Reserve<\/strong> stellen. Zwar wird angesichts r\u00fcckl\u00e4ufiger Benzinpreise mit einer moderateren Gesamtinflation gerechnet. Doch der Ausblick f\u00fcr die Kerninflation f\u00e4llt eher gemischt aus und d\u00fcrfte ma\u00dfgeblich die Einsch\u00e4tzungen der Marktteilnehmer beeinflussen, ob der Straffungszyklus der Fed tats\u00e4chlich beendet ist. Ebenfalls in den USA werden die Einzelhandelsums\u00e4tze ver\u00f6ffentlicht, die bereits seit l\u00e4ngerem f\u00fcr positive \u00dcberraschungen gesorgt haben, sowie die ersten Daten zum Gesch\u00e4ftsklima im November.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der <strong>Eurozone<\/strong> werden die Sch\u00e4tzungen zum Bruttoinlandsprodukt f\u00fcr das dritte Quartal auf der Grundlage aktualisierter Daten revidiert. Hier war bis zuletzt die Stimmung der Unternehmen gedr\u00fcckt. In den Prognosen zu den Besch\u00e4ftigungszahlen f\u00fcr das dritte Quartal wird sich zeigen, inwieweit der leichte Anstieg der Arbeitslosenquote im Euroraum auf eine geringere Nachfrage bzw. ein gr\u00f6\u00dferes Angebot an Arbeitskr\u00e4ften zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem au\u00dferordentlich starken Wachstum im zweiten Quartal wird in <strong>Japan<\/strong> mit einer Verlangsamung der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal gerechnet. Bei den Ein- und Ausfuhren d\u00fcrfte der negative Trend anhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im <strong>Vereinigten K\u00f6nigreich<\/strong> scheint die Inflation endlich die Kurve gekriegt zu haben. Im Gegenzug haben die teuerungsd\u00e4mpfenden Ma\u00dfnahmen der <strong>Bank of England<\/strong> vor dem Hintergrund einer leicht steigender Arbeitslosigkeit f\u00fcr eine gewisse Abk\u00fchlung am Arbeitsmarkt gesorgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zusammenfassend<\/strong> ist festzuhalten, dass die Daten zur USInflation eine wichtige Entscheidungshilfe daf\u00fcr liefern d\u00fcrfte, ob wir unser Stimmungsbarometer einer Nachbearbeitung unterziehen m\u00fcssen oder ob erst einmal eine Ruhepause ausreichen sollte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Wenn es um die Aussichten f\u00fcr die Konjunktur und um den InvestmentAusblick geht, stehen die USA naturgem\u00e4\u00df im Vordergrund.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":16437,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-16697","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16697"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16697\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16698,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16697\/revisions\/16698"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16437"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}