{"id":1670,"date":"2015-06-12T08:00:00","date_gmt":"2015-06-12T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/06\/12\/12-06-unruhe\/"},"modified":"2015-06-12T08:00:00","modified_gmt":"2015-06-12T08:00:00","slug":"12-06-unruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/12-06-unruhe\/","title":{"rendered":"12.06 : \u201eUnruhe\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Zu Wochenbeginn zeichneten die Leitb&ouml;rsen in den USA, Asien und Europa ein bestenfalls durchwachsenes Bild. Inmitten einer wogende See scheinen sich die Aktienanleger weiter auf der Richtungssuche zu befinden. Zwischenzeitlich fiel der Dax unter die Marke von 11.000 Punkten, erstmals seit Mitte Februar&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ann-Katrin Petersen Assistant Vice President, Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wieder st&auml;rkere Euro-Wechselkurs und die Sorge &uuml;ber zur&uuml;ckschwappende Liquidit&auml;t d&uuml;rften eine Rolle gespielt haben. US-Anleger standen derweil noch unter dem Eindruck der st&auml;rker als erwarteten Arbeitsmarktdaten im Mai, die ein Hissen der zinspolitischen Segel durch Fed-Pr&auml;sidentin Janet Yellen im September wahrscheinlicher werden lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Rentenm&auml;rkte? Der j&uuml;ngste Ausverkauf hat gezeigt, dass Renditer&uuml;ckg&auml;nge keine Einbahnstra&szlig;e sind (siehe auch unseren QE Monitor) &ndash; nachdem das massive Ankaufprogramm der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) anf&auml;nglich fundamentale Einflussfaktoren weitgehend au&szlig;er Kraft gesetzt hatte. Nun werden die Euro-Anleihem&auml;rkte zwischen den Antipoden hin- und hergeschoben: Dem Nachfrage&uuml;berhang im Umfeld des EZB-Kaufprogramms auf der einen Seite stehen fundamentale Renditetreiber wie Konjunkturoptimismus, steigende Inflationserwartungen und die nahende US-Leitzinswende auf der anderen Seite gegen&uuml;ber. So hat sich der zehnj&auml;hrige Transatlantik-Spread in den vergangenen Wochen wieder eingeengt (siehe Grafik der Woche).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EZB scheint unterdessen &uuml;ber den Renditeanstieg &ndash; zwischenzeitlich kletterte die Bundrendite &uuml;ber 1% &ndash; hinwegzuschauen. Marktteilnehmer m&uuml;ssten sich an Phasen h&ouml;herer Volatilit&auml;t gew&ouml;hnen, so Mario Draghi. Vielmehr zeigen sich die W&auml;hrungsh&uuml;ter optimistisch in Bezug auf die realwirtschaftliche Wirkung des QE-Programms.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F&uuml;r zus&auml;tzliche Ruhelosigkeit sorgte die Griechenland-Odyssee, die sich unver&auml;ndert &bdquo;zwischen Skylla und Charybdis&ldquo; abspielt, w&auml;hrend Europas Politiker, allen voran Angela Merkel und Fran&ccedil;ois Hollande, versuchen, das hellenische Boot im ruhigeren Fahrwasser des Euroraums zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wird sich die Unruhe in der kommenden Handelswoche legen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein positives Urteil des EuGH (Di) zur Rechtm&auml;&szlig;igkeit des OMT-Programms theoretisch unbegrenzter Staatsanleihek&auml;ufe k&ouml;nnte der EZB auch f&uuml;r die laufenden unkonventionellen Ma&szlig;nahmen R&uuml;ckhalt geben. Von Interesse f&uuml;r die EZB-Beobachter d&uuml;rfte zudem die Inanspruchnahme des vierten zielgerichteten langfristigen Refinanzierungsgesch&auml;fts (TLTRO) (Do) sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus&auml;tzlich stehen gleich drei Zinsentscheide auf der Agenda: die Sitzungen des US-Offenmarktausschusses (FOMC) und der Schweizerischen Notenbank (SNB) am Dienstag sowie jene der Bank of Japan (Fr).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US Federal Reserve wird als erste gro&szlig;e Notenbank den Exit aus den vormals unbekannten Gew&auml;ssern der unkonventionellen Geldpolitik zu meistern haben. US-Anleger d&uuml;rften ihr Augenmerk daher insbesondere auf die neuen FOMC-Projektionen zu Zinsen (Dots!), Wachstum, Inflation und Arbeitslosenquote legen. Einen Fingerzeig f&uuml;r die US-Konjunktur werden dar&uuml;ber hinaus der Empire State Manufacturing Index (Mo), die Industrieproduktion und Kapazit&auml;tsauslastung (Mo), Baubeginne (Di), Verbraucherpreise und Realeinkommen (Do) sowie der Philly-Fed Index (Do) liefern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W&auml;hrend die Inflation im Euroraum, wie von uns erwartet, wieder positives Terrain erreicht hat, d&uuml;rfte die SNB angesichts versch&auml;rfter Deflationstendenzen seit der Wechselkursfreigabe des Schweizer Franken ihre expansive Zinspolitik beibehalten (Di). Auch in China deuten die nachlassende Inflationsdynamik und schwachen Importdaten im Mai auf eine weniger robuste Binnenwirtschaft hin &ndash; und lassen weitere monet&auml;re und fiskalpolitische Ma&szlig;nahmen erwarten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Gro&szlig;britannien werden die Verbraucherpreis- (Di) und Arbeitsmarktdaten (Mi) f&uuml;r Mai ver&ouml;ffentlicht, bevor sich die Bank of England in die Karten schauen l&auml;sst (Sitzungsprotokoll, Mi). Im April war die britische Inflationsrate erstmals seit &uuml;ber 50 Jahren in den negativen Bereich abgedriftet (-0,1 % j\/j). Wenig &uuml;berraschend hielt der geldpolitische Rat am 4. Juni an seinem Kurs &ndash; Bank Rate von 0,5 % und Zielgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r das Anleihekaufprogramm von 375 Mrd. Pfund &ndash; fest. Die schwache Verbraucherpreisentwicklung d&uuml;rfte allerdings nur ein vor&uuml;bergehendes Ph&auml;nomen sein (aufkommender Lohndruck, &Ouml;lpreise erholen sich von ihren Tiefstst&auml;nden).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Wochenabschluss werden sich die Eurogruppe (Do) und der ECOFIN (Fr) erneut insbesondere mit der Situation in Griechenland befassen. Nachdem es Athen erm&ouml;glicht wurde, s&auml;mtliche im Juni anfallende Zahlungen an den IWF erst in einem Gesamtbetrag am Monatsende zu leisten, konzentrieren sich die Risiken wohl auf ein Tauziehen bis zum 30. Juni, wenn das verl&auml;ngerte Hilfsprogramm ausl&auml;uft. Wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, d&uuml;rften die Verhandlungsparteien jeden sich bietenden Handlungsspielraum ausreizen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gut nur, dass die Geldpolitik auf eine Fortsetzung des Bekannten setzen d&uuml;rfte, w&auml;hrend sich das Marktbild aus charttechnischer Sicht verbessert. Die deutlich &uuml;berverkaufte Marktlage (Relative St&auml;rke-Indikatoren) l&auml;sst zumindest eine Gegenbewegung erwarten.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Wochenbeginn zeichneten die Leitb&ouml;rsen in den USA, Asien und Europa ein bestenfalls durchwachsenes Bild. Inmitten einer wogende See scheinen sich die Aktienanleger weiter auf der Richtungssuche zu befinden. 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