{"id":1678,"date":"2015-06-18T05:00:00","date_gmt":"2015-06-18T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/06\/18\/kantone-jeder-ist-sich-selbst-der-naechste\/"},"modified":"2015-06-18T05:00:00","modified_gmt":"2015-06-18T05:00:00","slug":"kantone-jeder-ist-sich-selbst-der-naechste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/kantone-jeder-ist-sich-selbst-der-naechste\/","title":{"rendered":"Kantone: jeder ist sich selbst der N\u00e4chste"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die kantonalen Rechnungsab-schl&uuml;sse 2014 liegen seit ge-raumer Zeit vor. Sie teilen die Schweizer Kantonslandschaft in zwei H&auml;lften. Exakt 13 Kantone erzielten schwarze, 13 Kantone rote Zahlen&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit sind die Ab-schl&uuml;sse nicht ganz so schlecht ausgefallen wie budgetiert, denn es rechneten 16 Kantone f&uuml;r 2014 mit einem Defizit. Das liegt aber nicht etwa an sprudelnden Einnahmequellen oder vorbildlicher Sparsamkeit, sondern daran, dass Steuereinnahmen sehr schwer im Voraus einzusch&auml;tzen sind. Offensichtlich hat der eine oder andere Kanton sie f&uuml;r 2014 etwas zu hoch angesetzt. Die Einnahmen sind daher auch jeweils f&uuml;r die gr&ouml;ssten Abweichungen zwi-schen Rechnung und Budget verantwortlich. Stadt und Kanton Z&uuml;rich k&ouml;nnen davon ein Liedchen singen. Fallen die beiden Grossbanken als Steuerzahler aus, wie dies nach der Finanzkrise der Fall war, gibt es finanzielle Eng-p&auml;sse in der Limmatstadt, welche auch am Kanton nicht spurlos vor&uuml;bergehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was in der Gesamtsicht auf den ersten Blick eigentlich ganz gut aussieht, relativiert sich, wenn man ber&uuml;cksich-tigt, dass die Rechnungen der Kantone 2014 dank einem einmalig hohen Geldsegen ziemlich gesch&ouml;nt wurden. Viele Kantone sind n&auml;mlich davon ausgegangen, dass die Schweizerische Nationalbank nicht einmal die ordentliche Gewinnaussch&uuml;ttung in H&ouml;he von 1 Milliarde Schweizer Franken w&uuml;rde vornehmen k&ouml;nnen. Nun aber flossen den Kantonen gleich doppelt so viele Mittel zu. Nachdem die SNB 2014 einen Rekordgewinn von 40 Milliarden Franken ausgewiesen hatte, konnte sie den Aussch&uuml;t-tungsbetrag Anfang 2015 auf stolze zwei Milliarden Franken erh&ouml;hen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Teilen f&auml;llt selbst in guten Zeiten schwer <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts des unerwarteten Geldsegens sollte man meinen, die Kantone w&uuml;rden nicht zu Rappenspaltern und das Parlament etwas grossz&uuml;giger. Doch wer die Debatte im nationalen Parlament vorletzte Woche ver-folgt hat, muss zu anderen Schl&uuml;ssen kommen. Beim Seilziehen um die Beitr&auml;ge der Geberkantone an den kantonalen Finanzausgleich kam es im Rat nicht nur zu keiner Einigung sondern auch zu &auml;usserst hitzigen Dis-kussionen. Hauptstreitpunkt war die beabsichtigte Sen-kung der Beitr&auml;ge der Geberkantone um 67 und derjeni-gen des Bundes um 98 Millionen Franken, welche die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) vorgeschlagen hatte. Der Bundesrat wollte die Betr&auml;ge sogar jeweils doppelt so stark k&uuml;rzen. Aber selbst der moderate K&uuml;r-zungsvorschlag der KdK hatte im Parlament keine Chan-ce. Damit exerziert die Schweiz im Kleinen vor, was im Grossen gilt: Teilen f&auml;llt schwer. Auch der Ton hat sich versch&auml;rft. Gerade zwischen Geber und Nehmerkantonen herrscht eine grosse Missstimmung, die bisher zwar nur unterschwellig sp&uuml;rbar wird, aber jederzeit aufbrechen kann. Vor allem dann, wenn f&uuml;r alle gilt, den G&uuml;rtel en-ger zu schnallen. Das heutige Modell ist an sich ausge-reift, weil es die unterschiedliche Ausgangslage der Kan-tone ber&uuml;cksichtigt, in dem es auf die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit abstellt. Aber wenn auch die leistungs-f&auml;higeren Kantone weniger prosperieren, l&auml;sst sich auch weniger verteilen. Dann geht es nicht mehr allein um Leistungswilligkeit sondern auch um Leistungsf&auml;higkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Opfer des eigenen Erfolges <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kanton Zug beispielsweise liegt der Anteil der Zahlun-gen in den kantonalen Umverteilungstopf bei 20% der Gesamteinnahmen. Der Kanton Schwyz, der mit einem Referendum gegen die Neuausrichtung des bundeswei-ten Finanzausgleichs lieb&auml;ugelt, f&uuml;hrt seine schiefe Fi-nanzlage ebenso auf die Zusatzbelastungen der kantona-len Transfers zur&uuml;ck. Die Kantone, welche den Steuer-wettbewerb in der Schweiz erst richtig ins Rollen brach-ten, werden so indirekt Opfer ihres eigenen Erfolges oder doch eher ihrer Neider? Keine Frage, dass viele Kantone Anfang der Neunzigerjahre neidisch Richtung Zug blick-ten, wo die Steuereinnahmen nur so sprudelten, obschon die S&auml;tze noch so tief waren. Die einen &#8220;kopierten&#8221; das Steuermodell Zugs &ndash; tiefe Steuerlast &#8211; oder modifizierten es mit spezifischen Schwerpunkten auf der Besteuerung nat&uuml;rlicher oder juristischer Personen. Andere aber taten wenig bis gar nichts f&uuml;r ihre steuerliche Standortattrakti-vit&auml;t und setzten auf die bessere Vermarktung ihres Images. Die Neunziger waren nicht nur die Geburtsjahre des Steuerstreits, sondern auch der kantonalen Wirt-schaftsf&ouml;rderer, die dann bald einmal zu Standortf&ouml;rde-rern auswucherten und seitdem kleinr&auml;umig die Attrakti-vit&auml;t von Regionen oder sogar Gemeinden vermarkten. Doch im Standortwettbewerb z&auml;hlen noch immer harte Fakten. Steuerbelastung, Verkehrsanbindung, Verf&uuml;gbar-keit von Humankapital, Infrastruktur sind es, die den Standortentscheid ausmachen und zwar in dieser Reihen-folge. Die Schweiz t&auml;te gut daran, diesen Wettbewerb nicht abzuw&uuml;rgen. Denn h&auml;tte der sich seinerzeit nicht entfalten k&ouml;nnen, h&auml;tten wir heute vielleicht gar keine Geberkantone, sprich, nichts zu verteilen.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kantonalen Rechnungsab-schl&uuml;sse 2014 liegen seit ge-raumer Zeit vor. Sie teilen die Schweizer Kantonslandschaft in zwei H&auml;lften. 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