{"id":16808,"date":"2023-11-24T15:40:33","date_gmt":"2023-11-24T14:40:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=16808"},"modified":"2023-11-24T15:41:38","modified_gmt":"2023-11-24T14:41:38","slug":"dnca-2024-ein-jahr-der-geopolitischen-entspannung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dnca-2024-ein-jahr-der-geopolitischen-entspannung\/","title":{"rendered":"DNCA : 2024 &#8211; Ein Jahr der geopolitischen Entspannung?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">DNCA :Die globale inflation\u00e4re \u00dcberhitzung scheint hinter uns zu liegen. Doch die Ziele der Zentralbanken werden nicht ohne Druck auf das Wirtschaftswachstum zu erreichen sein.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Von Thomas Planell, Portfoliomanager bei DNCA, einer Tochtergesellschaft von Natixis IM<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im n\u00e4chsten Jahr k\u00f6nnte sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone und in den USA halbieren, und die \u00f6ffentlichen Ausgaben werden zu einem wichtigen Motor werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf seine Weise beteiligt sich selbst China an den kollektiven Anstrengungen zur Bek\u00e4mpfung der Inflation, obwohl es selbst keine Inflation exportiert. Nach dem spektakul\u00e4ren Aufschwung nach der COVID-Krise sinken die Erzeugerpreise seit Oktober 2021 unter dem Einfluss einer Normalisierung der Rohstoffpreise, staatlicher Beihilfen, die eher auf die Produktion als auf den Verbrauch ausgerichtet sind, und eines schleppenden Immobilienmarktes. Leider hat China zwar sein offizielles Wachstumsziel verfehlt, wird aber in diesem Jahr seinen eigenen CO2-Emissionsrekord brechen: mehr als 3 Milliarden Tonnen pro Quartal. Der Verfall der Kohlepreise und der Temperaturanstieg (der die Wasserkraftkapazit\u00e4ten f\u00fcr die H\u00fcttenindustrie beeintr\u00e4chtigt) haben die Provinzen dazu veranlasst, die rund 1.000 Gigawatt an Kohlekapazit\u00e4ten maximal auszunutzen. Mit einem festen Auftragsbestand von 243 GW, zu dem noch die in Pr\u00fcfung befindlichen Projekte (150 GW) hinzukommen, wird die installierte Kapazit\u00e4t in den kommenden Jahren potenziell um fast 40% wachsen, trotz der Umweltziele des Landes und zum grossen Missfallen der Europ\u00e4ischen Kommission, die Peking diese Woche am Rande des amerikanisch-chinesischen Gipfels in San Francisco zaghaft ihre Beschwerden vortrug.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im derzeitigen Klima ist jeder diplomatische Fortschritt willkommen. Aber wir sind noch weit davon entfernt, dass Biden, der f\u00fcr 2024 kandidiert, die ber\u00fchmte &#8220;China-Card&#8221; des Nixon-Kissinger-Duos ausspielt, die acht Jahre sp\u00e4ter, 1979, zu einer offenen Ann\u00e4herung zwischen Maos Nachfolger und Peking f\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ann\u00e4herungsversuche der beiden Grossm\u00e4chte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Xi Jinping, der seine Macht zunehmend auf einen sklerotischen Totalitarismus st\u00fctzt, k\u00f6nnte von einer Ann\u00e4herung profitieren. Jetzt, da er sich fest der Wirtschaft verschrieben hat, muss er sich dem doppelten Misstrauen der Investoren (zum ersten Mal seit 1998 gingen die ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen im dritten Quartal zur\u00fcck!) und der Verbraucher stellen, deren Vertrauen und Aussichten auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren sind. In einem faszinierenden Artikel des New Yorker-Journalisten Evan Osnos (China&#8217;s age of malaise, 23. Oktober 2023) wird ein lokaler Unternehmer zitiert, der das Leiden, das immer gr\u00f6ssere Teile der Jugend und der Mittelschicht des Landes ergreift, mit einem Wort beschreibt: Trauer. &#8220;Die Trauer um eine aussergew\u00f6hnliche vergangene \u00c4ra&#8221;, das Fehlen von Tr\u00e4umen und Hoffnungen, die an die Qualen der sowjetischen Bev\u00f6lkerung in den 1970er und 80er Jahren erinnern. Doch im Gegensatz zu einem unbeweglichen Leonid Breschnew, der \u00fcber Maos Okzidentalismus erz\u00fcrnt war, verf\u00fcgt Xi Jinping \u00fcber die Mittel, um dem Schicksal des sowjetischen F\u00fchrers zu entgehen, indem er sich von der Br\u00fcsseler Schranke des 3%igen Haushaltsdefizits befreit, um den Konsum anzukurbeln und die Diversifizierung der Ersparnisse des Volkes aus dem Immobiliensektor in die inl\u00e4ndischen Finanzm\u00e4rkte zu f\u00f6rdern&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Xis Wege sind undurchdringlicher denn je. Nur die Zeit wird zeigen, ob diese Ann\u00e4herung echt ist, oder ob sie Teil der Breschnew-Strategie ist, wie Kissinger es ausdr\u00fcckte: &#8220;Wir Kommunisten m\u00fcssen uns eine Zeit lang den Kapitalisten ann\u00e4hern. Wir brauchen ihre Technologie. Aber wir werden unsere massiven Milit\u00e4rprogramme fortsetzen&#8230; wir werden bald in der Lage sein, eine aggressivere Aussenpolitik zu fahren.\u201c Dennoch birgt das Jahr 2024 viele Hoffnungen: die Hoffnung auf eine dauerhafte Entspannung der Inflation und der finanziellen Bedingungen, aber vor allem die Hoffnung auf eine geopolitische Entspannung zwischen den beiden wichtigsten M\u00e4chten der Welt, in Osteuropa und im Nahen Osten. Mehr denn je werden die Menschen die M\u00f6glichkeit haben, ihre W\u00fcnsche und \u00dcberzeugungen zu \u00e4ussern. Denn 2024 ist schon jetzt ein historisches Jahr: Die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung wird im n\u00e4chsten Jahr zu den Urnen gerufen, was zum ersten Mal in der Geschichte der Fall ist. Hoffen wir, dass die Menschen in diesen unruhigen Zeiten des demokratischen R\u00fcckzugs der Aufforderung zur Stimmabgabe nachkommen und sich nicht dem Fatalismus des Fernbleibens hingeben&#8230; Nichts ist sicher. Und wie Breschnew einst witzelte: &#8220;Das Problem bei Wahlen ist, dass man nie weiss, wer gewinnen wird&#8221;&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DNCA :Die globale inflation\u00e4re \u00dcberhitzung scheint hinter uns zu liegen. 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