{"id":16816,"date":"2023-11-24T16:24:50","date_gmt":"2023-11-24T15:24:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=16816"},"modified":"2023-11-24T16:28:09","modified_gmt":"2023-11-24T15:28:09","slug":"allianz-gi-rueckenwind-fuer-asien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-rueckenwind-fuer-asien\/","title":{"rendered":"Allianz GI : \u201eR\u00fcckenwind f\u00fcr Asien?\u201c"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Die j\u00fcngsten geldpolitischen Straffungsschritte mancher Zentralbanken in <strong>Asien<\/strong> (z. B. Thailand, Indonesien, den Philippinen) d\u00fcrften eher eine Reaktion auf die Gefahr einer <strong>Ausweitung der Zinsdifferenzen zwischen Asien und den USA<\/strong> sowie auf die <strong>Schw\u00e4che ihrer W\u00e4hrungen<\/strong> sein als der Versuch, einen unkontrollierten Preisauftrieb in der Region zu d\u00e4mpfen.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Christiaan Tuntono Senior Economist, Asia Pacific<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-10 offset-medium-1 u-margin-bottom-m editorial-header\">\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-5 offset-medium-1\">\n<div class=\"author-container\">\n<div style=\"text-align: justify;\">Wenn nach Einsch\u00e4tzung des Marktes die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihren Leitzins weiterhin \u201eh\u00f6her f\u00fcr l\u00e4nger\u201c halten sollte, dann d\u00fcrfte der Druck auf eine Ausweitung der Zinsdifferenzen zwischen den USA und Asien fortbestehen, was wiederum einige asiatische Zentralbanken dazu veranlassen k\u00f6nnte, zur Sicherung der W\u00e4hrungsstabilit\u00e4t vorsorglich ihre Leitzinsen anzuheben.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-grid__row\">\n<div class=\"l-grid__column-medium-8 offset-medium-2 agi-rte\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Einzig die L\u00e4nder, die Kapitalkontrollen verh\u00e4ngen, wie China und Vietnam, k\u00f6nnen an ihren Leitzinss\u00e4tzen festhalten oder sogar weiter lockern, um ihre angeschlagenen Volkswirtschaften zu unterst\u00fctzen. Diese sind nicht dem Zielkonflikt zwischen freiem Kapitalverkehr, flexiblem Wechselkurs und eigenst\u00e4ndiger Geldpolitik ausgesetzt (\u201eTrilemma des Wechselkursregimes\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Asien d\u00fcrften zuk\u00fcnftige geldpolitische Ma\u00dfnahmen in hohem Ma\u00dfe vom Leitzinspfad der <strong>Federal Reserve<\/strong> gepr\u00e4gt sein. Sollte sich am Markt die Ansicht verfestigen, dass die US-Notenbank keine weiteren Zinserh\u00f6hungen vornehmen und, dass die Inflation tendenziell weiter zur\u00fcckgehen wird, dann bliebe f\u00fcr die asiatischen W\u00e4hrungsh\u00fcter nur \u00e4u\u00dferst begrenzter Spielraum f\u00fcr weitere Zinsanhebungen. Eine sich beschleunigende Disinflation in Asien k\u00f6nnte sogar einigen Zentralbanken, wie etwa der Bank Indonesia oder der Reserve Bank of India, die M\u00f6glichkeit bieten, ihre Leitzinsen im Laufe des n\u00e4chsten Jahres noch vor der Fed zu senken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6glicherweise steuert die Fed nun auf die Endphase ihres Zinserh\u00f6hungszyklus zu. Sollte das tats\u00e4chlich der Fall sein, so d\u00fcrften die Zinsdifferenzen zwischen den USA und den asiatischen L\u00e4ndern ihren H\u00f6hepunkt bereits erreicht haben und sich allm\u00e4hlich wieder verringern. Dies w\u00fcrde sich positiv auf asiatische W\u00e4hrungen auswirken. Die Aussichten f\u00fcr asiatische Aktien und festverzinsliche Anlagen sollten sich mit der einsetzenden Disinflation ebenfalls aufhellen. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrden Anzeichen einer Stabilisierung des globalen Halbleiterzyklus dazu beitragen, die Perspektiven der koreanischen und taiwanesischen Tech-Exporte zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den in der kommenden Woche anstehenden Meldungen finden sich der Index des Institute of Supply Management (ISM) f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe in den <strong>USA<\/strong>, die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) f\u00fcr <strong>China<\/strong> sowie die Stimmungsindikatoren im <strong>Euroraum<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Auftakt der Woche am <strong>Montag<\/strong> werden in den <strong>USA<\/strong> die Verkaufszahlen neuer Eigenheime f\u00fcr Oktober ver\u00f6ffentlicht. Der Markt rechnet hier mit einem R\u00fcckgang von 4,5% im Monatsvergleich gegen\u00fcber einem Anstieg von 12,3% im Vormonat. Zudem erscheint der Aktivit\u00e4tsindex der Dallas Federal Reserve Bank f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe f\u00fcr den Monat November, der Aufschluss \u00fcber die j\u00fcngste Dynamik im US-amerikanischen verarbeitenden Gewerbe geben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den <strong>Mittwoch<\/strong> stehen die Vertrauensindizes f\u00fcr die Konjunktur, die Industrie und den Dienstleistungssektor im Euroraum auf dem Programm. Diese werden vom Markt als Gradmesser zur Einsch\u00e4tzung der aktuellen Konjunkturst\u00e4rke im Euroraum herangezogen. Ferner wird in den USA die zweite Sch\u00e4tzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) f\u00fcr das dritte Quartal (im Vergleich zum Vorquartal, annualisiert) ver\u00f6ffentlicht, f\u00fcr die der Markt eine leichte Korrektur auf 5% gegen\u00fcber der vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzung von 4,9% erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am <strong>Donnerstag<\/strong> wird dann das National Bureau of Statistics (NBS) in <strong>China<\/strong> die Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr das verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe f\u00fcr November bekannt geben. Marktteilnehmer werden mit Spannung die neueste Entwicklung der chinesischen Konjunkturerholung beurteilen. Am gleichen Tag ver\u00f6ffentlicht <strong>Japan<\/strong> die Daten zum Wachstum der Einzelhandelsums\u00e4tze und der Industrieproduktion f\u00fcr Oktober sowie den Index f\u00fcr das Verbrauchervertrauen f\u00fcr November. Aus dem <strong>Euroraum<\/strong> kommen die Daten zum Gesamt- und Kern-VPI (Verbraucherpreisindex) f\u00fcr November, die einen Hinweis auf die Best\u00e4ndigkeit des Inflationsdrucks in der Region geben werden. Aus den <strong>USA<\/strong> werden aktuelle Daten zu den Erst- und Folgeantr\u00e4gen auf Arbeitslosenunterst\u00fctzung sowie der Gesamt- und Kern-PCE-Deflator (Personal Consumption Expenditure) f\u00fcr Oktober vorliegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die November-Zahlen zum Caixin-Index f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe in <strong>China<\/strong> runden die Woche am <strong>Freitag<\/strong> ab. Hier geht der Markt davon aus, dass sich der Index in Richtung der 50er-Marke stabilisieren wird, was sich mit den Erwartungen des NBS (National Bureau of Statistics) decken w\u00fcrde. Au\u00dferdem werden aus den <strong>USA<\/strong> die Bauinvestitionen im Oktober sowie der ISM-Index f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe f\u00fcr November gemeldet. Bei Letzterem erwartet der Markt einen leichten Sprung auf 47,7 von 46,7 im Vormonat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die USA niesen, bekommt der Rest der Welt einen Schnupfen. Die m\u00f6gliche Erreichung des Zinsgipfels in den USA k\u00f6nnte durchaus den Aufbruch der asiatischen Schwellenl\u00e4nder einl\u00e4uten.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Die j\u00fcngsten geldpolitischen Straffungsschritte mancher Zentralbanken in Asien (z. B. 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