{"id":17134,"date":"2023-04-04T11:39:29","date_gmt":"2023-04-04T09:39:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=17134"},"modified":"2023-04-04T11:39:29","modified_gmt":"2023-04-04T09:39:29","slug":"blackrock-stagflation-bleibt-ein-thema","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-stagflation-bleibt-ein-thema\/","title":{"rendered":"BlackRock : Stagflation bleibt ein Thema"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock :\u00a0<\/strong>Das Stagflationsgespenst hat uns das Jahr 2022 gr\u00fcndlich vermasselt. Schwaches Wachstum liess Unternehmensgewinne stagnieren und sorgte f\u00fcr fallende Aktienkurse.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Dr. Martin L\u00fcck , Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine von Angebotsknappheiten getriebene Inflation resultierte in steigenden Zinsen, was Anleiheinvestoren historische Verluste beibrachte. In der Kombination ergab sich damit f\u00fcr die meisten gemischten Portfolios, die nun mal zu grossen Teilen aus Aktien und Anleihen bestehen, eine grauenhafte Jahresperformance. Wenigstens, so verhiess es zum Jahresende mit Blick auf 2023, w\u00fcrde sich diese unselige Konstellation nur noch in den ersten Monaten des neuen Jahres in Form von schwachen Assetpreisen niederschlagen. Schon bald, so die Aussicht, w\u00e4ren Rezession und Zinsgipfel eingepreist, und der Blick auf ein wieder erfreulicheres Anlageumfeld w\u00fcrde sich \u00f6ffnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher bestand in dieser Situation ihre Reaktion darin, auf die Bremse zu treten. Der derzeitige Zinsanstieg war der schnellste und st\u00e4rkste seit 1980. Aktuell sehen wir bereits die Verlangsamung auf dem Immobilienmarkt, aber die Verbraucher geben immer noch Geld aus. Sie haben w\u00e4hrend der Coronavirus-Krise riesige Geldsummen angespart und geben sie weiterhin aus. Gleichzeitig verursacht eine derart starke monet\u00e4re Bremsung fast notwendigerweise Belastungen im Finanzsystem. Der Zusammenbruch der SVB ist eine fast direkte Folge der Massnahmen der Zentralbanken, vor allem der stark gestiegenen Zinsen. Das konkrete Problem dort wurde zwar durch das Bank Term Funding Programme (BTFP) gel\u00f6st, aber der mit der Krise verbundene Vertrauensverlust d\u00fcrfte sich negativ auf die Kreditversorgung der Industrie auswirken. Das Vertrauensproblem ist auch in Europa angesichts der Turbulenzen um verschiedene Grossbanken zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wir nach Ablauf eines turbulenten Q1 2023 inzwischen wissen, kam es anders. Die \u00fcberraschende Erleichterungsrally &#8211; bis dato hatte es kein Zeichen von Rezession gegeben, daf\u00fcr eher die Aussicht auf nachlassende Zinsanhebungen der Zentralbanken \u2013 wich schon Anfang Februar einer skeptischeren Einsch\u00e4tzung. Vor allem die Inflation erwies sich als hartn\u00e4ckig, und dass die Notenbanken bald mit ihren Zinsschritten aufh\u00f6ren w\u00fcrden, erschien nun weniger wahrscheinlich. Nach einer Ansprache von Fed-Chairman Jerome Powell im US-Kongress Anfang M\u00e4rz schossen die Zinserwartungen bez\u00fcglich der Fed auf neue H\u00f6chstst\u00e4nde, der Abstand zwischen zwei- und zehnj\u00e4hrigen US-Renditen erreichte spektakul\u00e4re 110 Basispunkte. Wenige Tage sp\u00e4ter kamen dann, ausgehend von Kalifornien und \u00fcberschwappend auf die Schweiz, die Turbulenzen im Bankensektor dazu. Sp\u00e4testens jetzt wurde auch eingefleischten Rezessionsskeptikern klar, dass die brutalste Zinsanhebung seit 1980 in den USA nicht ohne Folgen bleiben w\u00fcrde. Nur dass diese Folgen sich nicht \u00fcber die traditionellen Wirkungskan\u00e4le der Geldpolitik ihren Weg in die Realwirtschaft suchten, sondern mit den schwersten Turbulenzen im Finanzsystem seit 2008 an einer eher unerwarteten Stelle auftraten, n\u00e4mlich im Bankensektor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sagt uns das? Im Grunde wird durch den bisherigen Jahresverlauf \u00fcberdeutlich, dass es die gleichen Unsicherheiten wie 2022 sind, die uns nach wie vor umtreiben. Nur eben in etwas anderer Form. So ist der Schreck angesichts zweistelliger Inflationsraten inzwischen der Schwierigkeit gewichen, das Inflationsbild dieses Jahres (und dar\u00fcber hinaus) richtig zu lesen. Denn schon bald k\u00f6nnten steil fallende Gesamtinflationsraten h\u00f6heren und langsamer sinkenden Kernraten gegen\u00fcberstehen. Und beim Wachstum setzt sich wieder die Erkenntnis durch, dass eine Fed Funds Target Rate, die rund 2,5% im restriktiven Bereich steht, h\u00f6chstwahrscheinlich doch zu einer Rezession f\u00fchren wird, nur eben sp\u00e4ter und auf andere Art als erwartet. Die Schlussfolgerung aber bleibt: Es sind die Unsicherheiten um Inflation und Wachstum, welche Marktteilnehmer auch in diesem Jahr intensiv besch\u00e4ftigen. Das Stagflationsgespenst ist munter wie eh und je.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> Geopolitik wirkt direkt auf Wachstum und Inflation <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es daf\u00fcr einer Erinnerung bedurft h\u00e4tte, dann haben wir in der neuen Post-Covid-Realit\u00e4t gelernt, dass geopolitische Ver\u00e4nderungen direkten Einfluss auf Makrovariablen wie Wachstum und Inflation haben. So hat die russische Invasion in der Ukraine via steigende Energiepreise den Post-Covid-Inflationsschock intensiviert und damit zu st\u00e4rker steigenden Zinsen beigetragen. \u00c4hnlich direkt war der Einfluss, den die Post-Covid-Neu\u00f6ffnung der grossen ostasiatischen Volkswirtschaften auf die Wachstumsaussichten unserer Region hatte. In der mittleren Zukunft d\u00fcrften es Fragen etwa des Einflusses geopolitischer Spannungen auf den Welthandel und die Lieferketten sein, die sowohl Wachstums- und Inflationsperspektiven beeinflussen. Dazu vermutlich die dringend notwendigen Investitionen in eine ver\u00e4nderte Sicherheitsarchitektur angesichts einer als bedrohlicher wahrgenommenen Welt, in Verbindung mit dem globalen Streben nach Klimaneutralit\u00e4t, welches ebenfalls enorme Investitionen erfordern wird. \u00dcber das Wirken auf Staatsausgaben ergibt sich hier ein schnell identifizierbarer Wirkungskanal Richtung Zinsen und Inflation einerseits, Wachstum und Gewinnpotenzialen andererseits. Klar wird: Das Stagflationsgespenst f\u00fchlt sich in einer unsicheren, von Angebotsknappheiten gepr\u00e4gten Welt pudelwohl. F\u00fcr uns als Kapitalmarktteilnehmer bedeutet dies die Aussicht auf weiter spannende, aber anstrengende Zeiten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock :\u00a0Das Stagflationsgespenst hat uns das Jahr 2022 gr\u00fcndlich vermasselt. Schwaches Wachstum liess Unternehmensgewinne stagnieren und sorgte f\u00fcr fallende Aktienkurse.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12776,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147,318],"class_list":["post-17134","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock","tag-stagflation"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17134"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17134\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}