{"id":1716,"date":"2015-07-28T07:00:00","date_gmt":"2015-07-28T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/07\/28\/nnip-global-high-yield-trends-im-energiesektor\/"},"modified":"2015-07-28T07:00:00","modified_gmt":"2015-07-28T07:00:00","slug":"nnip-global-high-yield-trends-im-energiesektor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/nnip-global-high-yield-trends-im-energiesektor\/","title":{"rendered":"NNIP : Global High Yield: Trends im Energiesektor"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">Der Verfall des &Ouml;lpreises in der zweiten Jahresh&auml;lfte 2014 hatte ernste Folgen. Die Produzenten von Schiefer&ouml;l fuhren ihre Investitionst&auml;tigkeit drastisch zur&uuml;ck, w&auml;hrend die Erd&ouml;lkonzerne kostspielige Projekte einstweilen storniert haben&#8230;.<\/div>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><strong><strong><strong><strong>Dowling Tim<br \/><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Struktur des Erd&ouml;lmarktes hat sich grundlegend ge&auml;ndert. Tim Dowling, Lead Portfolio Manager der NN (L) Global High Yield Strategie, geht davon aus, dass die Ausfallraten im Energiesektor in den n&auml;chsten Jahren steigen werden. Doch mit einem Spread von gut 4&nbsp;% gegen&uuml;ber der Global High Yield-Benchmark d&uuml;rften diese Ausf&auml;lle nicht allzu sehr ins Gewicht fallen und die Wertentwicklung nicht wesentlich beeintr&auml;chtigen. Hinzu kommt, dass viele angeschlagene Anleihetitel mit einem Wert nahe der Erl&ouml;squote notieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Leichte &Uuml;bergewichtung bei Energie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Emittenten aus dem Energiesektor machen 10,56&nbsp;% der Benchmark des NN (L) Global High Yield aus. Wir sind im Energiesektor leicht &uuml;bergewichtet, wobei die Best&auml;nde die Benchmark-Gewichtung derzeit um knapp 1&nbsp;% &uuml;bersteigen. In diesem Sektor dominieren nordamerikanische Unternehmen, darunter auch Unternehmen, die sensibel auf einen Anstieg der Rohstoffpreise bzw. Mengenver&auml;nderungen reagieren, wie etwa Erd&ouml;lkonzerne und Pipeline-Betreiber. Auf die mengenempfindlichen Teilm&auml;rkte &bdquo;Midstream&ldquo; und &bdquo;Refining&ldquo; entfallen 3,24&nbsp;% der Benchmark und auf die preissensiblen Segmente &bdquo;Independents&ldquo;, &bdquo;Integrated Companies&ldquo; und &bdquo;Oil Field Services&ldquo; insgesamt 7,32&nbsp;%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einbruch der Investitionst&auml;tigkeit f&uuml;hrt zu Verfall der &Ouml;lpreise<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Erd&ouml;lmarkt steht immer noch unter dem Eindruck der &Uuml;bersch&uuml;sse, die ihrerseits durch den massiven Anstieg des Fracking in Nordamerika bedingt sind. Nicht zuletzt hat dazu auch Saudi-Arabiens Entscheidung beigetragen, durch eine Steigerung der F&ouml;rderung Marktdisziplin wiederherzustellen. In den USA und Kanada hat der dramatische Verfall des &Ouml;lpreises die Produzenten zur drastischen Beschneidung ihrer Investitionsausgaben gezwungen: Im Ergebnis ist die Zahl der Bohrplattformen f&uuml;r Erd&ouml;l und -gas in den USA von ihrem h&ouml;chsten Stand im September (1.931) auf 863 in diesem Monat gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in den USA und Kanada angelegten Schieferquellen k&ouml;nnen binnen drei Monaten in Betrieb genommen werden, was im weltweiten Vergleich sehr schnell ist. Doch ist die Nutzungsdauer dieser Quellen tendenziell k&uuml;rzer als bei konventionellen Quellen, wobei die Ausbeute in den ersten beiden Jahren am h&ouml;chsten ist. Der niedrige &Ouml;lpreis hat zudem dazu gef&uuml;hrt, dass Erd&ouml;lkonzerne wie Chevron und Shell* kostspielige Langzeitprojekte erst einmal auf Eis gelegt haben. Einige dieser Projekte, wie zum Beispiel die in der Arktis, sind nur bei einem &Ouml;lpreis von &uuml;ber 100 US-Dollar pro Barrel profitabel. Viele &auml;ltere &Ouml;lfelder in der Nordsee und Alaskas North Slope sind nahezu ersch&ouml;pft. Wir wissen zwar nicht, wie die Pl&auml;ne der OPEC f&uuml;r die k&uuml;nftige F&ouml;rderung aussehen, doch ausserhalb der OPEC scheint die Produktion herabzusinken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Preiserholung wahrscheinlich, jedoch nicht auf US-Dollar 100<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vermutlich infolge der niedrigeren Preise ist die Nachfrage gestiegen. Im Ergebnis d&uuml;rften Preisanstieg und sinkendes Angebot zu h&ouml;heren Preisen f&uuml;hren. Sch&auml;tzungen zufolge bel&auml;uft sich die L&uuml;cke zwischen Angebot und Nachfrage auf 1 bis 2&nbsp;%. Wir erwarten daher eine heilsame Wirkung der niedrigen Preise, die mittelfristig zu festeren Preisen f&uuml;hren sollte. Doch auch bei einem Schliessen der Angebots-Nachfrage-L&uuml;cke ist nicht mit einer R&uuml;ckkehr zu Preisen von 100 US-Dollar pro Barrel zu rechnen. Aufgrund der schwachen Preise sind die Dienstleistungsaufwendungen deutlich gefallen und liegen jetzt pro Barrel rund 10 US-Dollar unter den Preisen von vor einem Jahr. Das kommt den Gewinnspannen zugute. Im preissensiblen Segment des Energiesektors sind wir bei Exploration &amp; Produktion im &Ouml;l- und Gasbereich &uuml;bergewichtet, und untergewichtet bei Bohrunternehmen, die Leistungen f&uuml;r dieses Segment erbringen. Der Energiesektor sollte im weiteren Verlauf &uuml;berdurchschnittlich abschneiden, vor allem die niedriger bewerteten &Ouml;lpreis-sensiblen Emittenten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>J&uuml;ngster Preisverfall hat verschiedene Gr&uuml;nde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Verfall der &Ouml;lpreise sind auch die Kurse der Anleihen von &Ouml;lkonzernen unter Druck geraten. Unserer Einsch&auml;tzung nach hat der Preisverfall verschiedene Ursachen. Zun&auml;chst einmal sind die weiterhin gut gef&uuml;llten &Ouml;llager zu nennen, die selbst in den verbrauchsstarken Sommermonaten nicht wesentlich schrumpften. Zweitens belasten die Sorgen um die Wachstumsentwicklung in China alle Rohstoffe. Drittens fand im Zuge der sich versch&auml;rfenden Griechenlandkrise eine Verlagerung weg von Risikowerten statt. Viertens spielt auch die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran eine Rolle. Das Atom-Abkommen mit dem Iran wurde vom Markt erwartet und d&uuml;rfte weitgehend eingepreist sein. F&uuml;r die meisten Marktbeobachter ist das Abkommen gleichbedeutend mit einem 1 %igen Anstieg der weltweiten &Ouml;lproduktion. Damit ist indes fr&uuml;hestens in einem Jahr zu rechnen. Daneben gibt es noch weitere geopolitische Faktoren, die den &Ouml;lpreis beeinflussen. So herrschen in vielen erd&ouml;lproduzierenden L&auml;ndern bereits jetzt b&uuml;rgerkriegs&auml;hnliche Zust&auml;nde; das mag sich in Zukunft noch versch&auml;rfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Struktur des Erd&ouml;lmarktes grundlegend gewandelt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unserer Einsch&auml;tzung nach hat sich die Preisentwicklung am Erd&ouml;lmarkt strukturell grundlegend gewandelt. Die OPEC und andere L&auml;nder mit niedrigen Produktionskosten maximieren jetzt das F&ouml;rdervolumen und versuchen nicht mehr, die Preise &uuml;ber die F&ouml;rdermenge zu steuern. Kostenintensive Projekte, wie in der Arktis oder in Meeresbereichen, die unterhalb einer Tiefe von 800 Metern liegen, wurden storniert. Das sogenannte &bdquo;Marginal Barrel&ldquo;, d. h. das zus&auml;tzliche Fass, das den Unterschied zwischen knappem und ausreichendem Angebot ausmacht, wird jetzt von Schiefer&ouml;lproduzenten in den USA und Kanada gef&ouml;rdert. Im Gegensatz zu Phasen mit Preisen um die 100-Dollar-Marke wie vor einem Jahr bohren diese Unternehmen nur dann, wenn sie ihre Ertr&auml;ge durch die Vereinbarung von Fixpreisen am Futures-Markt sichern k&ouml;nnen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Unternehmen mit den besten Projekten bei Preisen um die 60 US-Dollar die Bohrt&auml;tigkeit aufnehmen. Bei grenzwertigen Projekten ist das nicht unbedingt der Fall. Die Produktion von Schiefergas in den USA macht rund 6&nbsp;% der weltweiten F&ouml;rdermenge aus, insofern sind die Auswirkungen begrenzt. Nach unserem Daf&uuml;rhalten sind die Zusammenh&auml;nge in der Erd&ouml;lproduktionswirtschaft jetzt so weit bekannt, dass es wohl nicht zu einem erneuten Preiseinbruch wie in der zweiten H&auml;lfte 2014 kommen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Keine wesentlichen Ausfallfolgen zu erwarten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was die Unternehmen selbst betrifft, so konzentrieren wir uns auf jene mit Qualit&auml;tsprojekten und ausreichend Liquidit&auml;t, um Niedrigpreisphasen zu &uuml;berstehen. Die Ausfallrate k&ouml;nnte im Energiesektor in den n&auml;chsten beiden Jahren auf durchschnittlich 1,5&nbsp;% der Benchmark ansteigen. Doch mit einem Spread von gut 4&nbsp;% gegen&uuml;ber der Benchmark und unter Ber&uuml;cksichtigung der Tatsache, dass viele angeschlagene Anleihetitel mit einem Wert nahe der Erl&ouml;squote notieren, d&uuml;rften diese Ausf&auml;lle nicht allzu sehr ins Gewicht fallen und die Wertentwicklung nicht wesentlich beeintr&auml;chtigen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>M&amp;A-Aktivit&auml;ten zwischen &Ouml;lkonzernen d&uuml;rften zunehmen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Erzeugung von US-Schiefer&ouml;l jetzt weltweit die Rolle der Grenzproduktion erf&uuml;llt und die Erd&ouml;lkonzerne nicht mehr wie fr&uuml;her kostspielige Projekte umsetzen k&ouml;nnen, d&uuml;rften Fusionen und &Uuml;bernahmen (M&amp;A) zunehmen. Die Ausrichtung der &Ouml;lkonzerne auf umfangreiche, kostspielige und langfristig orientierte F&ouml;rderprojekte stellt sich jetzt &ndash; angesichts r&uuml;ckl&auml;ufiger Produktion, steigender Schulden und Aktion&auml;ren mit Wunsch nach hohen Dividenden &ndash; als Fehlentscheidung dar. Somit bleibt ihnen nur die M&ouml;glichkeit, ihr Gesch&auml;ft proaktiv im Hinblick auf die Just-in-Time-F&ouml;rderung im US-Schiefer&ouml;lsektor umzugestalten. Unserer Einsch&auml;tzung nach werden wir die ersten Fusionen und &Uuml;bernahmen dieser Art noch in diesem Jahr sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">*Die in dieser Publikation genannten Firmen dienen allein der Veranschaulichung. Firma, Erl&auml;uterung und Argumente dienen nur als Beispiel und sind keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Wertpapieren. Der entsprechende Titel kann jederzeit ohne Ank&uuml;ndigung aus bzw. ins Portfolio genommen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verfall des &Ouml;lpreises in der zweiten Jahresh&auml;lfte 2014 hatte ernste Folgen. 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