{"id":1719,"date":"2015-07-28T05:00:00","date_gmt":"2015-07-28T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/07\/28\/ob-die-vernunft-siegt\/"},"modified":"2015-07-28T05:00:00","modified_gmt":"2015-07-28T05:00:00","slug":"ob-die-vernunft-siegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/ob-die-vernunft-siegt\/","title":{"rendered":"Ob die Vernunft siegt?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am vergangenen Montag knab-berte der Schweiz Marktindex SMI an seinem Allzeith&ouml;chst von 9530 Punkten, drehte dann aber wieder nach unten ab&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am gest-rigen Montag nun gab der Schweizer Leitindex weiteres Terrain preis und tummelte sich in bester Gesellschaft im Mittel-feld der europ&auml;ischen M&auml;rkte, die alle kr&auml;ftig Federn lassen mussten. Auch in den USA schnupperte der Dow Jones nur kurz die H&ouml;henluft von &uuml;ber 18&lsquo;000 Punkten, schaff-te es aber zum wiederholten Mal nicht, sich dort zu hal-ten. In China kam es nach dem schwindelerregenden H&ouml;henflug sogar zu einer ziemlich unsanften Landung. Gestern erlitt die B&ouml;rse in Shanghai einen crash&auml;hnlichen Kurszerfall von 8.5%. Seit 2007 ist die dortige B&ouml;rse an einem Tag nicht mehr dermassen eingebrochen. Der Absturz in China liess gestern auch die Kapitalm&auml;rkte beben. Deutsche und eidgen&ouml;ssische Staatspapiere wa-ren sehr gefragt, &Ouml;l und selbst Gold wurden aber gemie-den. Die Angst ging mal wieder um. Irgendwie scheint der Elan &ndash; mit ganz wenigen Ausnahmen &#8211; draussen zu sein aus den B&ouml;rsen. Wie so oft im Sommer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sieht derzeit in der Tat nicht danach aus, dass die B&ouml;rsen ihren nun schon gut sechs Jahre dauernden Auf-stieg im bisherigen Tempo fortsetzen. Das ist aber gar nicht ungew&ouml;hnlich, denn die Erwartungen der M&auml;rkte waren die vergangenen Jahre stets ambiti&ouml;s, ohne dass es zu allzu starken Korrekturen kam, wenn die hochge-steckten Erwartungen einmal nicht erf&uuml;llt wurden. Seit M&auml;rz 2009 kannte der Markt praktisch nur eine Richtung, auch oder weil er sich stets in geldpolitischer Sicherheit w&auml;hnte. Selbst die Schuldenkrise 2011\/12 in Europa wurde dank der EZB nicht zum Spielverderber der B&ouml;r-senhausse. Die Aktienm&auml;rkte setzten dort auf breiter Front zu einer Aufholjagd an, nachdem Mario Draghi versprochen hatte, alles zu unternehmen um das &Uuml;berle-ben des Euros zu sichern. Bis das kleine Griechenland erneut eine Z&auml;sur der M&auml;rkte herbeif&uuml;hrte. Und seitdem ist irgendwie der Wurm drin. Kein Wunder muss man dazu sagen. Es scheint als ob Vernunft einkehrt an den M&auml;rkten. Nicht dass die heutigen Kurse vollends unge-rechtfertigt w&auml;ren. F&uuml;r weitere Kursavancen braucht es aber neue Munition. Doch die scheint den M&auml;rkten aus-zugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geldpolitik ersch&ouml;pft <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ist zun&auml;chst die Geldpolitik, deren Potenzial als Kata-lysator der Kurse global ausgesch&ouml;pft scheint. Dies gilt exemplarisch auch f&uuml;r China, wo sich die chinesische Notenbank vielleicht sogar gezwungen sehen k&ouml;nnte, die Aktienm&auml;rkte noch diese Woche mittels K&auml;ufen von Wertpapieren zu stabilisieren. Wie in Europa &uuml;bernimmt die Geldpolitik aber auch dort &bdquo;lediglich&ldquo; die Rolle der Absicherung nach unten und nicht die eines Beschleuni-gers. Auch wenn die Kurse nach unten angesichts der Alternativlosigkeit von Aktieninvestments einigermassen abgesichert scheinen, ist nach oben deshalb eindeutig weniger Luft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Improvisation geduldet <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Weiteren ist da Europa. Die M&auml;rkte haben die Tatsa-che, dass man sich im Falle Griechenlands auf die Varian-te eines weiteren Durchwurstelns geeinigt hat, zwar mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, mehr aber nicht. Die Euphorie dar&uuml;ber ist l&auml;ngst verflogen. Denn dass die europ&auml;ische Politik mit ihren laufenden Improvisationen einen geh&ouml;rigen Gesichtsverlust in Kauf genommen und der Stabilit&auml;t der Eurozone vielleicht sogar einen B&auml;ren-dienst erwiesen hat, haben die M&auml;rkte auch zur Kenntnis genommen. Es d&uuml;rfte zwar nur eine Frage der gekauften Zeit sein, bis sich die Finanzm&auml;rkte wieder mit Hellas besch&auml;ftigen. Doch immerhin ist der Blick des Marktes nun wieder etwas weiter in die Zukunft gerichtet ist, als bis zum n&auml;chsten Gipfeltreffen in Br&uuml;ssel. Jetzt muss sich zeigen, dass die Avancen der letzten Monate und die heutigen Kurse gerechtfertigt waren und sind. Das wird sich im Sommer kaum herausstellen. Die Unternehmen m&uuml;ssen in Europa jedenfalls gut nachlegen, um die heute eingepreisten Erwartungen nicht zu entt&auml;uschen. Dies gilt f&uuml;r die Schweiz ganz besonders, wo sich bisher wechselkursbedingte Einbussen etwas st&auml;rker in den Quartalsabschl&uuml;ssen niederschlugen, als erwartet worden war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Amerikanische Vernunft <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann w&auml;re da noch Amerika, das im laufenden Jahr zwar nie richtig im Rampenlicht der Finanzm&auml;rkte stand, aber dennoch das zuk&uuml;nftige Marschtempo vorgibt, besser gesagt die amerikanische Notenbank. Die z&ouml;gert nun schon ein ziemliches Weilchen, erstmals wieder seit einer gef&uuml;hlten Ewigkeit an der Zinsschraube zu drehen. Wenn sie dies im September nicht tut, l&auml;uft ihr allerdings zusehends die Zeit weg, denn der amerikanische Kon-junkturzyklus ist schon so weit fortgeschritten, dass es bald zu sp&auml;t daf&uuml;r sein k&ouml;nnte. Etliche Marktakteure fragen sich schon seit l&auml;ngerem, auf was Janet Yellen eigentlich noch wartet. Nach der Sommerpause &#8211; das steht wohl als einziges wirklich fest &#8211; wird der Blick der Finanzm&auml;rkte auf die USA gerichtet sein. Auch wenn die M&auml;rkte auf einen ersten Zinsanstieg im September aus-reichend vorbereitet zu sein scheinen, l&auml;sst sich nur dar-&uuml;ber spekulieren, ob sie den auch entsprechend locker wegstecken werden. Es w&auml;re nur vern&uuml;nftig, denn 25 Basispunkte werden die Konjunktur kaum streifen. Ver-nunft war an den M&auml;rkten allerdings selten der richtige Ratgeber.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Montag knab-berte der Schweiz Marktindex SMI an seinem Allzeith&ouml;chst von 9530 Punkten, drehte dann aber wieder nach unten ab&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1719","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1719","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1719"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1719\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1719"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1719"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1719"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}