{"id":1722,"date":"2015-07-23T05:00:00","date_gmt":"2015-07-23T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/07\/23\/kof-der-anstieg-der-arbeitslosigkeit-in-der-schweiz-welche-grup-pen-sind-besonders-betroffen\/"},"modified":"2015-07-23T05:00:00","modified_gmt":"2015-07-23T05:00:00","slug":"kof-der-anstieg-der-arbeitslosigkeit-in-der-schweiz-welche-grup-pen-sind-besonders-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/kof-der-anstieg-der-arbeitslosigkeit-in-der-schweiz-welche-grup-pen-sind-besonders-betroffen\/","title":{"rendered":"KOF : Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Schweiz: Welche Grup-pen sind besonders betroffen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ergebnisse einer neuen KOF Studie<span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">&#8230;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>KOF <br \/><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend unbemerkt, ist in den letzten Jahren die Arbeitslosig-keit in der Schweiz gestiegen. Eine neue KOF Studie pr&auml;sentiert eine Auslegeordnung m&ouml;glicher Gr&uuml;nde f&uuml;r diesen Anstieg. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Perso-nengruppen besonders von einem steigenden Arbeitslosigkeitsrisiko betroffen sind. Wie die Analyse zeigt, sind dies vor allem M&auml;nner, mittelbezahlte Berufsgruppen, Per-sonen mit tiefem Bildungsgrad und Jugendliche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schweiz hat in den letzten zwanzig Jahren ein regelrechtes &laquo;Jobwunder&raquo; erlebt und die Arbeitslosenquote liegt im internationalen Vergleich auf tiefem Niveau. Dennoch hat sich auch hierzulande die Arbeitslosenquote erh&ouml;ht. Ebenso nahm die Quote der Personen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei diesem Anstieg der Arbeitslosigkeit handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein strukturelles und nicht um ein konjunkturelles Ph&auml;nomen, wie Abbildung 1 illustriert. Die Abbil-dung stellt die Arbeitslosenquote der Schweiz gem&auml;ss International Labour Organization (ILO) der Zahl der offenen Stellen gegen&uuml;ber. Die Idee hinter der Abbildung besteht darin, konjunk-turelle von strukturellen Ver&auml;nderungen in der Arbeitslosigkeit zu unterscheiden. Bewegt sich die sogenannte Beveridge-Kurve vom Ursprung weg, dann nimmt die Arbeitslosigkeit bei glei-cher Zahl offener Stellen zu. Das ist ein Indiz f&uuml;r einen Anstieg der strukturellen Arbeitslosig-keit. Genau dies l&auml;sst sich f&uuml;r die Schweiz um die Jahre 2003&ndash;2005 und 2012&ndash;2014 beobach-ten. Nach 2012 stieg die Arbeitslosenquote sogar an, obwohl gleichzeitig die Zahl der offenen Stellen zunahm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die KOF Studie &laquo;F&uuml;r wen erh&ouml;hte sich das Risiko in der Schweiz, arbeitslos zu werden?&raquo; geht den Gr&uuml;nden f&uuml;r den Anstieg nach. Dazu analysieren die Autoren mit Hilfe von Personendaten der Schweizerischen Arbeitskr&auml;fteerhebung (SAKE), f&uuml;r welche Gruppen von Erwerbsperso-nen das Risiko, arbeitslos oder nicht erwerbst&auml;tig zu sein, in den letzten 20 Jahren besonders stark gestiegen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Auswertungen deuten auch darauf hin, dass Personen mit tiefem Bildungsgrad besonders von einer Verschlechterung ihrer Erwerbssituation betroffen waren. F&uuml;r sie erh&ouml;hte sich in der Periode 2008&ndash;2013 gegen&uuml;ber der Periode 1991&ndash;1998 sowohl das Risiko, arbeitslos zu sein wie auch das Risiko, nicht erwerbst&auml;tig zu sein. Auch f&uuml;r Personen mit einer Matura oder einem Lehrerseminar als h&ouml;chstem Bildungsabschluss erh&ouml;hte sich das Arbeitslosigkeitsrisiko &uuml;ber die Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Arbeitslosigkeitsrisiko Geschlecht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Reduziert hat sich das Arbeitslosigkeitsrisiko von Frauen im Vergleich zu jenem von &laquo;merk-malsgleichen&raquo;, d.h. in Bezug auf z.B. Alter und Ausbildung vergleichbaren M&auml;nnern. Obwohl Frauen auch heute noch ein h&ouml;heres Arbeitslosigkeitsrisiko aufweisen als vergleichbare M&auml;n-ner, haben sie in den letzten 20 Jahren deutlich aufholen k&ouml;nnen. Dies ist auch deshalb be-merkenswert, weil sich Frauen heutzutage deutlich h&auml;ufiger aktiv am Arbeitsmarkt beteiligen, als dies noch in den 1990er Jahren der Fall war. Eine Ausnahme bilden gem&auml;ss den Auswer-tungen der Autoren m&ouml;glicherweise &auml;ltere Frauen. F&uuml;r diese Gruppe k&ouml;nnte die Erh&ouml;hung des Frauenrentenalters von 62 auf 64 Jahre im Zuge der 10. AHV-Revision zu einem erh&ouml;hten Arbeitslosigkeitsrisiko beigetragen haben. Der Grund ist, dass sich die Zahl der Frauen, die eine Stelle suchen, st&auml;rker erh&ouml;hte als die Zahl der passenden Stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/NOTIZIE\/30-07-15_NEWKOF.png\" alt=\"30 07 15 NEWKOF\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Arbeitslosigkeitsrisiken Alter und Berufsstand<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betrachtet man die Arbeitslosigkeit nach Alter, sticht vor allem der Anstieg der Jugendarbeits-losigkeit ins Auge. Waren 1991&ndash;1993 noch weniger als 5% der Jugendlichen arbeitslos, sind es heutzutage rund 7%. Von einem &uuml;berdurchschnittlichen Anstieg des Arbeitslosigkeitsrisikos waren &auml;ltere Arbeitnehmer hingegen nicht betroffen. Ihr Arbeitslosigkeitsrisiko ist heute noch sehr &auml;hnlich wie in den 1990er-Jahren. Heute wie damals besteht f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose ein deutlich erh&ouml;htes Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schliesslich zeigt die Analyse, dass insbesondere B&uuml;roangestellte, Maschinisten und Hilfs-kr&auml;fte einem zunehmenden Arbeitslosigkeitsrisiko ausgesetzt sind. Bei den B&uuml;roangestellten und Maschinisten spiegelt sich dabei eine Entwicklung wider, die auch in anderen Volkswirt-schaften beobachtet werden kann: Mittelbezahlte Jobs, wie es B&uuml;roangestellte und Maschinis-ten sind, gehen zunehmend verloren, w&auml;hrend Jobs f&uuml;r sowohl hoch- als auch schlechtbe-zahlte (insbesondere im Dienstleistungsbereich) Jobs geschaffen werden, wodurch sich die Arbeitsmarktaussichten in diesen Bereichen verbessern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bemerkung zur Messung der Arbeitslosenquote<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In ihrer Studie st&uuml;tzen sich die Autoren auf die Arbeitslosendaten der SAKE und damit auf dieselbe Grundlage, die der Erwerbslosenstatistik des Bundesamt f&uuml;r Statistik (BFS) zugrunde liegt. Die so gemessene Arbeitslosigkeit entspricht den internationalen Vorgaben. Eine alter-native Datenquelle w&auml;re die Zahl der &laquo;registrierten&raquo; Arbeitslosen, die das Staatssekretariat f&uuml;r Wirtschaft (SECO) monatlich auf Basis von Registerhebungen bei den Arbeits&auml;mtern ausweist. Diese Zahlen ber&uuml;cksichtigen allerdings nur rund jeden zweiten Arbeitslosen in der Schweiz, da sie nur diejenigen Arbeitslosen erfassen, welche sich bei einem regionalen Arbeitsvermitt-lungsb&uuml;ro (RAV) registriert haben. Jugendliche sowie Personen, deren Anspruch auf Arbeits-losenentsch&auml;digung erloschen ist (&laquo;Ausgesteuerte&raquo;) sind oft nicht oder nicht mehr auf dem RAV registriert. Auch das gesellschaftliche Stigma, sich bei einem RAV zu melden, hat einen Einfluss darauf, ob man in den Zahlen der registrierten Arbeitslosigkeit auftaucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frauen melden sich seltener als arbeitslos<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autoren zeigen in einem Exkurs, dass beispielsweise Frauen eine deutlich geringere Wahr-scheinlichkeit zu haben scheinen, sich im Falle von Arbeitslosigkeit bei einem RAV zu melden als merkmalsgleiche M&auml;nner. Auch Arbeitslose in der franz&ouml;sischsprachigen Schweiz haben eine deutlich h&ouml;here Neigung als vergleichbare Deutschschweizer, sich bei Arbeitslosigkeit auf dem RAV zu registrieren. Die registrierte Arbeitslosigkeit liefert also ein unvollst&auml;ndiges Bild davon, welche Erwerbspersonen in der Schweiz besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ergebnisse einer neuen KOF Studie&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3645,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[57],"tags":[],"class_list":["post-1722","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kof"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1722"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1722\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}