{"id":17363,"date":"2022-12-16T14:16:34","date_gmt":"2022-12-16T13:16:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=15899"},"modified":"2022-12-16T14:16:34","modified_gmt":"2022-12-16T13:16:34","slug":"dws-studie-a-framework-for-european-transformation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dws-studie-a-framework-for-european-transformation\/","title":{"rendered":"DWS Studie &#8220;A Framework for European Transformation&#8221;"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\">Die <strong>DWS<\/strong> hat ihren ersten Research-Bericht im Rahmen der in der vergangenen Woche kommunizierten Initiative zur Europ\u00e4ischen Transformation ver\u00f6ffentlicht.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Francesco Curto, Global Head of Research DWS<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Studie &#8220;A Framework for European Transformation&#8221; soll dabei helfen, den wachsenden Bedarf an Forschungsergebnissen zur Unterst\u00fctzung der bevorstehenden grundlegenden wirtschaftlichen Transformation des europ\u00e4ischen Kontinents zu bedienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8220;Die Fundamente, auf denen Europas Wohlstand und Sicherheit in den vergangenen siebzig Jahren aufgebaut wurden, sind so nicht mehr zukunftsf\u00e4hig,\u201c <strong>sagte Francesco Curto, Global Head of Research bei der DWS<\/strong> \u201eEuropa steht vor Herausforderungen, die von Ver\u00e4nderungen in der geopolitischen Landschaft \u00fcber die Demografie und die Wettbewerbsdynamik bis hin zum Klimawandel reichen.&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Europa befindet sich schon seit langer Zeit in einem best\u00e4ndigen Wandel. In den kommenden Jahrzehnten wird der Kontinent jedoch erhebliche Investitionen t\u00e4tigen m\u00fcssen, um seine Volkswirtschaften umzugestalten, Abh\u00e4ngigkeiten von au\u00dfen zu verringern und eine nachhaltige Industrielandschaft aufzubauen. Dabei ist es das Ziel, den derzeitigen hohen Lebensstandard zu sichern und die Grundlagen f\u00fcr k\u00fcnftigen Wohlstand zu schaffen. Die \u201egr\u00fcne Ver\u00e4nderung\u201c und die digitale Transformation in der EU erfordern nach Sch\u00e4tzungen der EU-Kommission zusammen mindestens EUR 595 Milliarden an Investitionen pro Jahr in den Bereichen Verkehr, Geb\u00e4ude, Energie und Industrie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die DWS hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie beabsichtigt, eine Familie von Investment-L\u00f6sungen auf den Markt zu bringen, die dabei helfen sollen, Finanzierungsl\u00fccken in der europ\u00e4ischen Transformation zu schlie\u00dfen. Dar\u00fcber hinaus wird die DWS ein &#8220;Centre for European Transformation&#8221; an der Frankfurt School of Finance &amp; Management f\u00f6rdern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Francesco Curto weiter:<\/strong> &#8220;Die europ\u00e4ische Transformation erfordert einen erheblichen Kapitaleinsatz. Dabei wird es entscheidend darauf angekommen, dass privates Kapital die Rolle \u00fcbernimmt, diesen Wandel voranzubringen. Wir sehen es als eine unserer Aufgaben an, dazu einen Beitrag zu leisten. Die privaten M\u00e4rkte sind bereits weitgehend in der Lage, die europ\u00e4ische Transformation zu erm\u00f6glichen. F\u00fcr die \u00f6ffentlichen M\u00e4rkte ist das eine gr\u00f6\u00dfere Herausforderung, weil sowohl die politischen Entscheider als auch Anleger ihre Ans\u00e4tze ver\u00e4ndern und eine bessere Balance zwischen kurzfristiger Dynamik und langfristiger Perspektive finden m\u00fcssen.&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der heute ver\u00f6ffentlichte Research-Bericht soll dazu beitragen, das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Aufgabenstellung zu sch\u00e4rfen und Denkanst\u00f6\u00dfe daf\u00fcr zu liefern, welche politischen, regulatorischen und kapitalmarktbezogenen Schritte notwendig sind, um die europ\u00e4ische Transformation m\u00f6glich zu machen. Zugleich soll er informierte Entscheidungsprozesse in Politik und Wirtschaft zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vier Schwerpunktthemen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die DWS hat vier Schwerpunktthemen identifiziert, in denen privates Kapital unmittelbar f\u00fcr die europ\u00e4ische Transformation mobilisiert werden kann. Grundlage der \u00dcberlegungen ist die \u00dcberzeugung, dass die l\u00e4ngerfristige Natur privater M\u00e4rkte derzeit besser geeignet ist, diesen Wandel voranzutreiben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 EU Green Transition: Ein Teil des gr\u00fcnen Wandels wird von der EU und den Mitgliedstaaten finanziert werden, aber es wird immer noch ein erhebliches j\u00e4hrliches Finanzierungsdefizit bestehen, um die Ziele der \u201eGr\u00fcnen Transition Europas\u201c zu erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Transforming European Corporations: Ein Teil der Umgestaltung europ\u00e4ischer Unternehmen wird erhebliche Investitionen in Bereichen wie Batterien und der Entwicklung des Stromnetzes ben\u00f6tigen. Dabei sind besonders Regulierungsbeh\u00f6rden gefordert, um Partnerschaftsstrukturen zu schaffen, mit denen nach Asien ausgelagerte Aktivit\u00e4ten zur\u00fcck nach Europa geholt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Transforming European Commercial &amp; Residential Real Estate: Gewerbe- und Wohnimmobilien spielen eine zentrale Rolle bei der europ\u00e4ischen Transformation. Von der Verringerung der CO2-Emissionen \u00fcber die Modernisierung und Verbesserung der Qualit\u00e4t des Geb\u00e4udebestands bis hin zur Ber\u00fccksichtigung der Luftqualit\u00e4t, der Artenvielfalt, des Wasserproblems und des physischen Klimarisikos: Immobilieninvestitionen sind sowohl diesen Risiken ausgesetzt \u2013 k\u00f6nnen aber auch Teil von deren L\u00f6sung sein. Dar\u00fcber hinaus wird die Verf\u00fcgbarkeit von bezahlbarem Wohnraum in Ballungsr\u00e4umen vieler europ\u00e4ischer L\u00e4nder zu einem immer dr\u00e4ngenderen gesellschaftlichen Problem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Transforming European Infrastructure: Die Umgestaltung Europas kann nicht erfolgen, ohne dass die grundlegende Infrastruktur, auf die sich die Wirtschaft und die Gesellschaft im weiteren Sinne st\u00fctzt, im Mittelpunkt des Wandels steht. Der Kapitalbedarf betrifft hier Bereiche wie Energie, Industrie, Mobilit\u00e4t und Infrastruktur, bei denen alte Best\u00e4nde \u00fcberholt und neue Anlagen gebaut werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sechs Fragestellungen, die angegangen werden m\u00fcssen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Research-Bericht zeigt auch die Hindernisse auf, die Europa bei der Finanzierung von Transformationsprojekten \u00fcberwinden muss, und skizziert die Notwendigkeit einer transformativen Gestaltung von Politik. In Bezug auf nachhaltige Investitionen, die einen wesentlichen Teil der Finanzierung ausmachen, hat die DWS sechs Fragestellungen identifiziert, die im Rahmen der europ\u00e4ischen Politik f\u00fcr eine nachhaltige Finanzierung angegangen werden m\u00fcssen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.<\/strong> Unklarheiten zu ESG und Nachhaltigkeit aufl\u00f6sen: Anleger verbringen viel Zeit damit, ESG-Daten zu verstehen, die mittlerweile mehr als 10 Millionen Daten von \u00fcber 35.000 Emittenten enthalten und operationale Risiken aufzeigen. DWS Research empfiehlt, diese Daten zu vereinfachen und in die Finanzberichterstattung zu integrieren, damit sich die Anleger auf das wichtigere Thema der Nachhaltigkeit konzentrieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.<\/strong> Sicherstellen, dass Anleger in Public Markets gegen\u00fcber privaten Anlegern oder Finanzinvestoren nicht strukturell benachteiligt werden: Public Markets k\u00f6nnen eine wesentliche Rolle spielen bei der Allokation von Kapital f\u00fcr eine nachhaltigere Zukunft, indem sie sicherstellen, dass &#8220;in Schwierigkeiten geratene&#8221; Unternehmen \u00fcber eine angemessene Governance verf\u00fcgen und im Einklang mit den sich entwickelnden Anforderungen nachhaltiger Investoren arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.<\/strong> Eine nachhaltige Rechnungslegung entwickeln, die von einer unabh\u00e4ngigen Stelle organisiert wird: DWS Research ist der Meinung, dass Nachhaltigkeitsstandards erforderlich sind, die wissenschaftliche Forschung in die Finanzwelt einbeziehen, anstatt die Finanzwelt zu fragen, was Nachhaltigkeit bedeutet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.<\/strong> Angleichen von Geb\u00fchren f\u00fcr Produkte, die nur auf die finanzielle Rendite ausgerichtet sind, und f\u00fcr Produkte, die von Natur aus nachhaltig sind: Nach \u00dcberzeugung von DWS Research w\u00fcrde eine solche Ma\u00dfnahme sicherstellen, dass Nachhaltigkeitsgesichtspunkte bei Entscheidungen \u00fcber die Kapitalallokation nicht benachteiligt werden. Die zus\u00e4tzlichen Geb\u00fchren k\u00f6nnten dazu genutzt werden, vertrauensw\u00fcrdige Strukturen zu schaffen, die den \u00dcbergang in eine nachhaltige Zukunft begleiten. So ben\u00f6tigt Europa dringend ein Europ\u00e4isches Zentrum f\u00fcr Klimawandel, das nach dem Vorbild des CERN (Europ\u00e4ische Organisation f\u00fcr Kernforschung) geschaffen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.<\/strong> Entwickeln eines Rahmens zur Klassifizierung von Emittenten, deren wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten als systemisches Risiko f\u00fcr die Umwelt eingestuft werden: \u00c4hnlich wie im Bankwesen sollten Unternehmen, deren wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten potenziell das Risiko einer Destabilisierung der \u00d6kosysteme bergen, als &#8220;systemisches Risiko&#8221; erkannt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6.<\/strong> Entwickeln eines Investitionsrahmens f\u00fcr die Beschaffung von Ressourcen, die wichtig f\u00fcr den Umstieg auf den Klimaschutz sind: Wenn wir ignorieren, dass wir ohne Investitionen in Bergwerke, Stahl, Zement oder Gas den \u00dcbergang zu Net-Zero nicht erreichen k\u00f6nnen, f\u00fchrt das dazu, dass Europa in globale Abh\u00e4ngigkeiten ger\u00e4t, w\u00e4hrend andere L\u00e4nder ihre strategischen Ressourcen ausbauen. Die EU muss dringend eine entsprechende Beschaffungsstrategie entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weitere Ma\u00dfnahmen und Beobachtungen im DWS Research-Bericht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Europa muss an Dynamik zulegen. Venture Capital macht auf dem gesamten Kontinent sch\u00e4tzungsweise nur 0,1 % des EU-BIP aus. Das Fehlen gro\u00dfer IT-Unternehmen in europ\u00e4ischen Aktien ist ein klarer Indikator daf\u00fcr, dass Tr\u00e4gheit die Investoren in den letzten zehn Jahren teuer zu stehen gekommen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Europas Gro\u00dfunternehmen sollten neue Formen von Partnerschaften mit Verm\u00f6gensverwaltern eingehen, um ihre Lieferketten zu dekarbonisieren und Kohlenstoff dauerhaft zu binden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Nicht nur die Transformation von Gewerbeimmobilien, sondern auch die entsprechenden Lieferketten sollten k\u00fcnftige geopolitische Ver\u00e4nderungen beachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die europ\u00e4ische Infrastruktur bietet angesichts der Vielzahl von Projekten, die mit der Schaffung einer klimavertr\u00e4glicheren Wirtschaft verbunden sind, \u00fcberzeugende M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Transformationsprojekte und Partnerschaften in Schwellenl\u00e4ndern sollten darauf abzielen, bei Investitionen den Fokus auf Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette zu legen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die DWS hat ihren ersten Research-Bericht im Rahmen der in der vergangenen Woche kommunizierten Initiative zur Europ\u00e4ischen Transformation ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":15902,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[49],"tags":[177,424],"class_list":["post-17363","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten","tag-dws","tag-francesco-curto"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17363"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17363\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}