{"id":1738,"date":"2015-09-02T05:00:00","date_gmt":"2015-09-02T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/09\/02\/mehr-als-eine-korrektur\/"},"modified":"2015-09-02T05:00:00","modified_gmt":"2015-09-02T05:00:00","slug":"mehr-als-eine-korrektur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/mehr-als-eine-korrektur\/","title":{"rendered":"Mehr als eine Korrektur"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die vergangene Woche endete an der B&ouml;rse insgesamt gesehen vers&ouml;hnlich. Aber der Handel verlief sehr nerv&ouml;s..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man wurde den Eindruck nicht los, dass der Minicrash manchen die Lust auf Aktien verdorben hat. Kein Wunder, ist es doch nach dem Oktober 2014 und dem Januar 2015 der dritte, die Nerven aufreibende R&uuml;ckfall, der gerade verraucht. Und da fragt sich der Anleger zu Recht, ob er das weiter mitmachen m&ouml;chte. Dazu kommt die ernstzu-nehmende Auseinandersetzung der Finanzm&auml;rkte mit der Konjunkturlokomotive der Weltwirtschat China. Auch wenn jetzt die Finanzwelt gebannt auf die neusten Kon-junkturdaten aus China wartet, sind die im Grunde nicht so wichtig wie die Frage, ob es der chinesischen Zentral-regierung gelingt, mit ihren fragw&uuml;rdigen Eingriffen Ruhe in die M&auml;rkte zu bringen. Naheliegend, dass man sich in Peking auch &uuml;ber ein Konjunkturprogramm Gedanken machen wird, wenn das Wachstum sich zu weit von den angepeilten 7% nach unten entfernt. Die Glaubw&uuml;rdig-keit der Regierung ist nicht nur im Fokus der M&auml;rkte, sondern auch im eigenen Land auf dem Pr&uuml;fstand, nach-dem die geldpolitische Bazooka eher skeptisch aufge-nommen wurde und die Explosionen in Tianjin Fragen aufwarfen. Ein hohes Wachstum hat das Land in jedem Fall n&ouml;tig. Nur wenn die Regierung den versprochenen Wohlstand steigert, kann sie die politischen Freiheiten seiner B&uuml;rger weiter tief halten. Auch die chinesische Wirtschaft strebt nach mehr unternehmerischem Spiel-raum. Schon jetzt will China nicht mehr die Rolle der Werkbank der Welt spielen. Die Lohnkosten steigen der-art, dass dies bald Tatsache sein d&uuml;rfte. Das sind grandio-se Herausforderungen, vor denen das chinesische Zen-tralregime steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweifellos hat auch eine schw&auml;chelnde Konjunktur in China seine T&uuml;cken f&uuml;r die Weltwirtschaft. Der Anteil der Exporte nach China (inkl. Hong Kong) an den schweizeri-schen Gesamtexporten betr&auml;gt beispielsweise 8%. Das sind immerhin 2.9% des BIP. &Auml;hnlich sehen die Gr&ouml;ssen-ordnungen f&uuml;r Deutschland aus. S&uuml;dkorea hingegen liefert ein Drittel seiner Exporte nach China, 13.6% seines BIP. Australien ist Spitzenreiter unter den G20 Staaten mit einem China-Anteil an den Exporten von 36.1%. Mit anderen Worten: das China Gesch&auml;ft ist f&uuml;r manche ele-mentar, f&uuml;r einige wichtig, f&uuml;r viele das Z&uuml;nglein an der Waage und nur f&uuml;r wenige vernachl&auml;ssigbar. Im Falle Deutschlands korrigierten die Aktien zum Beispiel deshalb so hart, weil 13% des Umsatzes der DAX Unternehmen in China erwirtschaftet werden. F&uuml;r Volkswagen etwa mit einem Chinagesch&auml;ft von 33% ist es h&ouml;chst elemen-tar, wieviel weniger denn aus China nachgefragt wird, f&uuml;r BWM (18.7%) und Daimler (10.2%) zumindest wich-tig. Trotzdem, die Realwirtschaft der Industriestaaten, allen voran die USA ist robust genug, um ein leicht tiefe-res Wirtschaftswachstum Chinas zu verkraften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schw&auml;cheanfall der B&ouml;rsen ist denn auch eher den grunds&auml;tzlicheren Fragen um die Stabilit&auml;t der chinesi-schen Wirtschaft und Gesellschaft geschuldet, als den j&uuml;ngeren Konjunkturindikatoren. Die BRIC-Staaten, Brasi-lien, Russland, Indien und China, einst grosse Hoffnungs-tr&auml;ger der Weltwirtschaft werden mehr und mehr zu Sorgenkindern, im Falle Russlands oder Brasiliens, die nicht aus der Rezession raus finden, oder Unruheherden wie eben China. Das sind nun die Schattenseiten der Globalisierung, sozusagen deren Nebenwirkungen. Mit dem m&uuml;ssen die M&auml;rkte erst noch umzugehen lernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/NOTIZIE\/02-09-15chef.png\" alt=\"02 09 15chef\" \/><\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vergangene Woche endete an der B&ouml;rse insgesamt gesehen vers&ouml;hnlich. 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