{"id":1748,"date":"2015-09-11T08:00:00","date_gmt":"2015-09-11T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/09\/11\/qe-qt-quo-vadis-fed\/"},"modified":"2015-09-11T08:00:00","modified_gmt":"2015-09-11T08:00:00","slug":"qe-qt-quo-vadis-fed","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/qe-qt-quo-vadis-fed\/","title":{"rendered":"\u201eQE, QT, Quo vadis Fed?\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach den deutlichen Abgaben zum Vorwochenausklang verzeichneten die B&ouml;rsen in Europa, aber auch die Wall Street, zur Wochenmitte eine sp&uuml;rbare Kurserholung. Nach wie vor bewegen sich die Weltb&ouml;rsen im Bann des Dreiklangs &bdquo;Schwellenl&auml;nder \/ Rohstoffe \/ Inflation&ldquo; (siehe auch unseren Kapitalmarktbrief)&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ann-Katrin Petersen Assistant Vice President, Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neue Wirtschaftsdaten aus China, die Ank&uuml;ndigung wirtschaftspolitischer Ma&szlig;nahmen und die Interventionen am heimischen Aktienmarkt in H&ouml;he von gesch&auml;tzt 1,5 Bio. Yuan (rund 210 Mrd. Euro) halten die internationalen M&auml;rkte in Atem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Entt&auml;uschende chinesische Importzahlen f&uuml;r August wurden als Zeichen f&uuml;r ein Abk&uuml;hlen der Binnenwirtschaft gedeutet und belasteten zu Wochenbeginn nicht nur die Shanghaier B&ouml;rse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Ein Ausl&ouml;ser f&uuml;r die darauffolgende Aufw&auml;rtsbewegung d&uuml;rfte wiederum gewesen sein, dass das chinesische Finanzministerium zus&auml;tzliche finanzpolitische Stimuli wie Infrastrukturinvestitionen und Steuererleichterungen f&uuml;r kleinere Unternehmen angek&uuml;ndigt hat. An den europ&auml;ischen B&ouml;rsen hat dar&uuml;ber hinaus offenbar das Glattstellen von Short-Positionen eine Rolle gespielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gefallene Rohstoffpreise sprechen f&uuml;r in den n&auml;chsten Monaten weiterhin niedrige Inflationsraten in den Industriel&auml;ndern. W&auml;hrend die Bank of England auf ihrer Sitzung am Donnerstag folglich eine abwartende Haltung einnahm, r&uuml;ckt derzeit aber vor allem eine Frage in den Blickpunkt: &bdquo;Zinswende oder keine Zinswende in den USA?&ldquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis zuletzt herrscht innerhalb des Offenmarktausschusses (FOMC) noch Uneinigkeit &uuml;ber einen ersten Zinsschritt am 17. September (Do) vor &ndash; bei der es sich wohlgemerkt lediglich um den Einstieg in eine graduelle geldpolitische Normalisierung handelt. Ihr duales Mandat stellt die Federal Reserve (Fed) traditionell vor einen Balanceakt zwischen Preisstabilit&auml;t und Besch&auml;ftigung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Inflationsseitig steht die US-Notenbank nicht unter Zugzwang. Die Gesamtinflationsrate lag im August bei nur 0,2% (gg&uuml;. Vj.) &ndash; gesunkene Rohstoffpreise und der starke US-Dollar sind die treibenden Faktoren. Die Kernrate des als wesentlichen Preisindikators der Fed geltenden Deflators der privaten Konsum-ausgaben (PCE) gab im Juli von 1,3% auf 1,2% (gg&uuml;. Vj.) nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bull; Dagegen sprechen die voranschreitende Besserung der Arbeits-marktlage und anhaltende Konjunkturaufschwung f&uuml;r die erste Leitzinserh&ouml;hung seit Juni 2006. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,1% im August bewegt sich die US-Wirtschaft weiter in Richtung Vollbesch&auml;ftigung. Dar&uuml;ber hinaus legte der von der Fed berechnete Arbeitsmarktindikator (LMCI) &ndash; ein auf 19 Kennziffern beruhender Sammelindex &ndash; f&uuml;r August erneut zu (+2,1 Pkte.). Der binnenwirtschaftlichen Kostendruck d&uuml;rfte demnach anziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Vorfeld der FOMC-Sitzung werden die Anleger mit Argusaugen eine Reihe wichtiger Konjunkturindikatoren wie die Industrieproduktion und Kapazit&auml;tsauslastung, den Empire State Index und die Einzelhandels-ums&auml;tze (alle am Di) beobachten. US-Anleiherenditen und der US-Dollar-Wechselkurs d&uuml;rften in den kommenden Tagen besonders stark auf Spekulationen in Bezug auf die Fed-Zinspolitik reagieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterdessen wird unter dem Slogan &bdquo;Quantitative Tightening&ldquo; (QT) &ndash; quantitative Straffung &ndash; diskutiert, ob der Abbau der von weltweiten Notenbanken gehaltenen W&auml;hrungsreserven die F&auml;higkeit der Fed, ihren geldpolitischen Kurs zu straffen, beeintr&auml;chtigen wird. W&auml;hrungsh&uuml;ter aus Schwellenl&auml;ndern haben zuletzt ihre Devisen-reserven reduziert, um Kapitalabfl&uuml;sse auszugleichen und\/oder die heimische W&auml;hrung zu st&uuml;tzen. Da die Zentralbanken zu diesem Zweck u.a. US-Staatsanleihen verkaufen, gehen &ndash; so die Argumentation &ndash; schrumpfende Reserven in der Tendenz mit h&ouml;heren US-Anleiherenditen einher. Und dies ohne ein Zutun der Fed!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Euroraum wiederum hat sich die Marktdiskussion von einer R&uuml;ck-f&uuml;hrung (&bdquo;Tapering&ldquo;) des &bdquo;Quantitative Easing&ldquo; (QE) der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) in Richtung einer m&ouml;glichen Ausweitung oder Verl&auml;ngerung der Anleihek&auml;ufe verschoben. Gleichzeitig lag das QE-Ankaufvolumen im umsatz&auml;rmeren August sp&uuml;rbar unter der Zielmarke von 60 Mrd. EUR. Das im Vorfeld der illiquideren Sommermonate angeh&auml;ufte &bdquo;QE-Polster&ldquo; von 9,1 Mrd. EUR wickelte das Eurosystem damit nahezu vollst&auml;ndig ab (siehe Grafik der Woche). Im Durchschnitt &uuml;ber die sechs Programmmonate liegt die EZB allerdings weiterhin auf Kurs. Auf der j&uuml;ngsten Ratssitzung unterstrich EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi mit der Anhebung des Emissionslimits einerseits die grunds&auml;tzliche Handlungsbereitschaft, das Kauf-programm anzupassen, bewies jedoch andererseits wie erwartet eine ruhige Hand (siehe auch unseren j&uuml;ngsten QE-Monitor).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie es um die Euroraum-Konjunktur bestellt ist, offenbaren in der kommenden Woche die Industrieproduktionsdaten (Mo) f&uuml;r Juli und der ZEW-Index f&uuml;r das EWU-Schwergewicht Deutschland (Di).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Hintergrund r&uuml;ckl&auml;ufiger Inflationsraten wird auch im Falle der Bank of Japan (Sitzung am Di) &uuml;ber eine erneute Ausweitung des seit 2013 w&auml;hrenden QE-Programms spekuliert. Die Inflationsrate liegt nach wie vor nur knapp &uuml;ber der Nulllinie, und damit weit von dem Inflations-ziel von 2% entfernt. Die weiterhin nur moderat anziehende Kredit-dynamik, der Rohstoffpreisverfall und zuletzt st&auml;rkere Yen sprechen weder f&uuml;r einen binnen- noch au&szlig;enwirtschaftlichen Kostendruck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen spannenden Wochenabschluss bilden die Neuwahlen in Griechenland (So), bei denen Alexis Tsipras nach nur acht Monaten im Amt auf ein gefestigtes Mandat hofft. Politische Stabilit&auml;t in Athen ist unabdingbar, um das ambitionierte Reformprogramm zum Erfolg zu f&uuml;hren. J&uuml;ngste Umfragen deuten jedoch auf einen nur knappen Vorsprung seiner Syriza-Partei gegen&uuml;ber der Nea Dimokratia hin. Eine neue, wom&ouml;glich aus mehreren Parteien zusammengesetzte Koalition w&auml;re in diesem Fall wahrscheinlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen weiteren politischen Unsicherheitsfaktor stellen die bevorstehenden Regionalwahlen in Katalonien am 27. September dar &ndash; der Spread zwischen spanischen und italienischen zehnj&auml;hrigen Staatsanleihen war zuletzt so weit wie seit Mitte 2013 nicht mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit erh&ouml;hter Volatilit&auml;t ist daher weiterhin zu rechnen, wenngleich sich die Bullen dies- und jenseits des Atlantiks wieder auf dem Vormarsch befinden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den deutlichen Abgaben zum Vorwochenausklang verzeichneten die B&ouml;rsen in Europa, aber auch die Wall Street, zur Wochenmitte eine sp&uuml;rbare Kurserholung. 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