{"id":17527,"date":"2023-05-09T14:40:56","date_gmt":"2023-05-09T12:40:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=17527"},"modified":"2023-05-09T14:40:56","modified_gmt":"2023-05-09T12:40:56","slug":"blackrock-marktausblick-zentral-banken-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-zentral-banken-im-fokus\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick: (Zentral-) Banken im Fokus"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock : <\/strong>Die amerikanische Notenbank hat in der vergangenen Woche wie erwartet erneut den Leitzins erh\u00f6ht, auf nunmehr 5,0-5,25%.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Dr. Martin L\u00fcck , Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit ist die Fed Funds Target Rate in weniger als 14 Monaten um 500 Basispunkte gestiegen, der bei weitem steilste Pfad seit 1980. Angesichts der notorisch langen Wirkungsverz\u00f6gerungen geldpolitischer Straffung geht die Zentralbank damit ganz bewusst das Risiko einer Rezession in der US-Wirtschaft ein. Dabei haben gerade die Daten der letzten Woche einmal mehr das Dilemma aufgezeigt. Denn w\u00e4hrend der Arbeitsmarkt und die Nachfrage der Konsumenten nach wie vor robust erscheinen, sinken die Inflationsraten zu langsam, um der Geldpolitik hinreichend Entwarnung zu signalisieren. Der Arbeitsmarktbericht am letzten Freitag vermeldete nicht nur mehr neu geschaffene Stellen als erwartet, sondern auch erneut eine sehr niedrige Arbeitslosenquote (mit 3,4% jetzt wieder auf dem tiefsten Wert seit 1969) und einen mit 4,4% (Vormonat 4,2%) unerw\u00fcnscht starken Lohnanstieg. Und w\u00e4hrend einerseits nachlassende Energiepreise das von der Fed beobachtete Inflationsmass (den sogenannten Deflator der pers\u00f6nlichen Konsumausgaben \u2013 PCE) auf zuletzt 4,2% sinken liessen, h\u00e4ngt die tr\u00e4gere Kernrate, aus der Energie- und Nahrungsmittelpreise herausgerechnet werden, bei 4,6% fest. Die Finanzm\u00e4rkte haben dennoch diese starken Arbeitsmarktdaten, anders als in der j\u00fcngeren Vergangenheit, positiv bewertet. Good news is good news again. Der Grund f\u00fcr diese \u2013 auf den ersten Blick \u00fcberraschende \u2013 Interpretation d\u00fcrfte sein, dass die Payrolls just an dem Tag herauskamen, der auf die de facto-Ank\u00fcndigung einer Zinspause durch die Fed folgte. Damit preiste der Markt eher die Erleichterung \u00fcber die robuste Wirtschaft als Angst vor h\u00f6heren Zinsen ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei alledem k\u00f6nnte allerdings die Erleichterung verfr\u00fcht sein. Denn die seit M\u00e4rz zu beobachtenden Spannungen im Bankensystem, genauer: bei den Regionalbanken, sind keineswegs beendet. Die vom Staat gerettete Silicon Valley Bank und die von JP Morgan \u00fcbernommene First Republic sind noch in frischer Erinnerung, in der vergangenen Woche kamen Turbulenzen um eine weitere Regionalbank an der US-Westk\u00fcste, PacWest, dazu. Dass bei diesem Institut zuletzt der Einlagenabfluss gestoppt werden konnte und Cash sowie liquide Aktiva mehr als ausreichen, um die unversicherten Einlagen (also jene \u00fcber 250.000 Dollar) abzudecken, zeigt, dass es beim Risiko einer Bankenkrise stets mehr um Vertrauen geht als um fundamentale Daten. Und so hat der Index der Regionalbanken letzte Woche erneut um 7% nachgegeben. Seit Beginn der Unsicherheiten um die US-Regionalbanken betr\u00e4gt der Kursr\u00fcckgang mehr als 40%, verglichen mit einem Anstieg des breiten S&amp;P 500 um rund 6% im gleichen Zeitraum. Es wird also deutlich, dass der 500 Basispunkte-Blindflug der Fed sehr wohl Folgen hat, wenn auch \u2013 noch \u2013 nicht in Arbeitsmarkt und Konsum, sp\u00fcrbar aber bereits auf der Ebene der regionalen Kreditinstitute. Dass die Fed zwischen den St\u00fchlen Inflation und Finanzstabilit\u00e4t sitzt, wird immer offensichtlicher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher mutet es wie Pfeifen im Walde an, wenn Fed-Chairman Jerome Powell vom \u201agesunden und widerstandsf\u00e4higen Bankensystem\u2018 spricht, wie am vergangenen Donnerstag geschehen. Immerhin \u00fcbersteigen die Aktiva der bisher gescheiterten drei Banken (PacWest wohlgemerkt nicht eingeschlossen) mit 552 Mrd. Dollar bereits jetzt jene der in den Jahren 2008 und 2009 zusammen pleite gegangenen Institute (535 Mrd.). An der Tatsache, dass vor 15 Jahren 165 Banken zusammenkommen mussten, um diese enorme Summe zu erreichen, w\u00e4hrend diesmal drei gen\u00fcgen, kann man erkennen, dass es im Jahr 2018 keine gute Idee der Trump-Administration war, grosse Institute wieder weitgehend von Regulierungsauflagen zu befreien, sofern sie weniger als 250 Mrd. Dollar Bilanzsumme aufwiesen. Und f\u00fcr Jerome Powell bedeutet all dies, dass er erstens angesichts dieser Risiken die Zinsen nicht viel weiter erh\u00f6hen kann, obwohl die Inflation noch mehr als doppelt so hoch ist wie der Zielwert. Und zweitens, dass er wegen der massiv versch\u00e4rften Kreditbedingungen f\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte doch noch mit einer ausgewachsenen Rezession rechnen muss und daher auch mit seiner am Donnerstag wiederholten Ank\u00fcndigung, die Zinsen nicht so bald zu senken, m\u00f6glicherweise falsch liegen k\u00f6nnte. Die M\u00e4rkte jedenfalls rechnen weiter mit deutlichen niedrigeren Leitzinsen bis Jahresende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Endlich sieht die EZB mal cooler aus als die Fed<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EZB d\u00fcrfte gerade mehrere Seufzer der Erleichterung dar\u00fcber ausstossen, dass man anders als die US-Regulierer nicht einen wichtigen Teil des Bankensystems wieder von der Regulierungskette gelassen hat. Denn obwohl ein \u00dcberspringen auf europ\u00e4ische Kreditinstitute nicht ausgeschlossen werden kann \u2013 wie gesagt: es geht bei Banken um Vertrauen, nicht um Fakten &#8211; d\u00fcrften Verwerfungen wie jene, die wir bei den US-Regionalbanken beobachten, auf dem alten Kontinent weniger wahrscheinlich sein. Die EZB hat damit die M\u00f6glichkeit, die Zinsen noch weiter anzuheben, ohne \u00fcberm\u00e4ssige Angst vor einem Banken-Crash zu haben. Und das d\u00fcrfte sie auch tun. Zumindest im Juni, eventuell dann sogar noch einmal Ende Juli, bevor man die Sommerpause nutzen k\u00f6nnte, um der Inflation weitere Zeit zur Entspannung zu geben. Daf\u00fcr spricht auch, dass die europ\u00e4ische Geldpolitik sich bisher nur moderat im restriktiven Bereich befindet, um etwa 125 Basispunkte, verglichen mit einem doppelt so hohen Abstand von der neutralen Rate in den USA. Die Zeichen stehen damit also auf weiter kernige EZB-Rhetorik und einen eher festeren Euro.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : Die amerikanische Notenbank hat in der vergangenen Woche wie erwartet erneut den Leitzins erh\u00f6ht, auf nunmehr 5,0-5,25%.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12776,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147,197,675],"class_list":["post-17527","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock","tag-fed","tag-notenbank"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17527\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}