{"id":17569,"date":"2023-05-11T12:01:57","date_gmt":"2023-05-11T10:01:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=17569"},"modified":"2023-05-11T12:01:57","modified_gmt":"2023-05-11T10:01:57","slug":"raiffeisen-schweizer-immobilienmarkt-abkuehlung-hier-erhitzung-dort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/raiffeisen-schweizer-immobilienmarkt-abkuehlung-hier-erhitzung-dort\/","title":{"rendered":"Raiffeisen &#8211; Schweizer Immobilienmarkt : Abk\u00fchlung hier, Erhitzung dort"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Raiffeisen : <\/strong>Der robuste Schweizer Immobilienmarkt l\u00e4sst sich durch die sp\u00fcrbaren Folgen der j\u00fcngsten Krisen weiterhin kaum aus der Ruhe bringen.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef\u00f6konom von Raiffeisen Schweiz<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">\u00a0Am Eigenheimmarkt steigen die Preise zwar noch immer, die Zeichen einer anstehenden Abk\u00fchlung werden aber immer deutlicher<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der sich weiter akzentuierenden Wohnungsknappheit steigt am Mietwohnungsmarkt hingegen die Anspannung<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem bisher vor allem die Finanzm\u00e4rkte im Umfeld von hohen Inflationsraten und deutlich steigenden Zinsen ordentlich Federn lassen mussten, sch\u00fcren jetzt auch in der Schweiz Sorgen um die Gesundheit des Finanzsystems gewisse \u00c4ngste. Aber auch in der Realwirtschaft wird der Gegenwind immer sp\u00fcrbarer, denn die h\u00f6heren Zinsen entfalten immer mehr ihre d\u00e4mpfende Wirkung. \u00ab<strong>Der vermeintlich \u00e4usserst zinssensitive Immobilienmarkt l\u00e4sst sich dagegen \u2013 zumindest in der Schweiz \u2013 von diesen Turbulenzen bisher weiterhin kaum aus der Ruhe bringen. Weder am Eigenheimmarkt noch am Markt f\u00fcr Renditeliegenschaften kann bisher ein gr\u00f6sserer Preisdruck festgestellt werden<\/strong>\u00bb<strong>,<\/strong> so Martin Neff, Chef\u00f6konom von Raiffeisen Schweiz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Abk\u00fchlungszeichen am Eigenheimmarkt mehren sich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz Inflationssorgen und Zinswende steigen die Preise am Schweizer Eigenheimmarkt weiter. Im Vorjahresvergleich haben sich Einfamilienh\u00e4user um 6,1 Prozent und Eigentumswohnungen um 7,5 Prozent verteuert. Nun mehren sich allerdings die Zeichen einer anstehenden Abk\u00fchlung an diesem zuletzt heiss gelaufenen Markt. Mit dem Attraktivit\u00e4tsverlust von Wohneigentum gegen\u00fcber dem Wohnen zur Miete kann eine sp\u00fcrbare Abnahme der Nachfrage festgestellt werden. Seit dem H\u00f6hepunkt mitten in der Covid-19-Pandemie ist die Menge der Suchabonnements f\u00fcr Eigentumswohnungen um rund 36 Prozent und f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user um 39 Prozent zur\u00fcckgegangen. Die Zahl der aktiven Abonnements ist mittlerweile sogar sp\u00fcrbar unter das Vor-Corona-Niveau gefallen. Aber auch angebotsseitig hat sich der w\u00e4hrend der Pandemie v\u00f6llig ausgetrocknete Markt zuletzt wieder etwas erholt. Im Vergleich zu den Tiefstst\u00e4nden w\u00e4hrend der Coronapandemie werden aktuell wieder 17 Prozent mehr Einfamilienh\u00e4user und 16 Prozent mehr Eigentumswohnungen, mehrheitlich aus dem Bestand, auf Onlineportalen zum Verkauf angeboten. Damit schliesst sich langsam die Schere zwischen Angebot und Nachfrage, die in den letzten Jahren f\u00fcr das Preiswachstum verantwortlich war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00ab<strong>F\u00fcr mehr als eine Abschw\u00e4chung der Preisdynamik d\u00fcrfte es am Eigenheimmarkt aber nicht reichen. Gr\u00f6ssere Preisr\u00fcckg\u00e4nge oder gar ein Crash bleiben aufgrund der weiterhin grossen Angebotsknappheit sehr unwahrscheinlich. Die Zeichen am Eigenheimmarkt stehen auf sanfte Landung<\/strong>\u00bb, erkl\u00e4rt Martin Neff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Mietwohnungsmarkt erhitzt sich weiter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend sich am Eigenheimmarkt eine Abk\u00fchlung ank\u00fcndet, hat der Wind am Mietwohnungsmarkt in die Gegenrichtung gedreht. S\u00e4mtliche Indikatoren zeugen hier von einem deutlichen Anstieg der Markttemperatur. Immer mehr Haushalte sind auf der Suche nach den immer knapper werdenden Mietwohnungen. So hat die Zahl der online ausgeschriebenen Mietwohnungen im Vorjahresvergleich um stattliche 33 Prozent abgenommen. Damit einher geht auch eine deutlich k\u00fcrzere Vermarktungsdauer. Im ersten Quartal 2023 mussten Mietwohnungen im eidgen\u00f6ssischen Schnitt nur noch 28 Tage ausgeschrieben werden. Das ist rund eine Woche oder 20 Prozent weniger als der Durchschnittswert von 35 Tagen, der sich in den letzten Jahren etabliert hat. Eine Besserung der vielerorts bereits angespannten Marktlage ist nicht in Sicht. Weder von der Angebots- noch von der Nachfrageseite kann in n\u00e4chster Zeit mit Entspannungsimpulsen gerechnet werden. Eine dynamische Zuwanderung wird die Nachfrage hochhalten. Gleichzeitig planen Investoren trotz sinkender Leerst\u00e4nde und bald deutlich steigender Mieten bisher keine Ausweitung der Wohnbaut\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00ab<strong>Im Umfeld steigender Baupreise, erh\u00f6hter Finanzierungskosten, immer h\u00f6herer administrativer H\u00fcrden und deutlich gestiegener Opportunit\u00e4tskosten reichen die Erhitzungszeichen nicht, um die Attraktivit\u00e4t neuer Bauprojekte gen\u00fcgend zu steigern<\/strong>\u00bb, erkl\u00e4rt Neff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Herrscht wirklich schon Wohnungsnot?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der in immer mehr Regionen sp\u00fcrbar werdenden Wohnungsknappheit ist in den letzten Monaten viel mediale und politische Aufmerksamkeit entgegengekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00ab<strong>Die \u00f6ffentliche Debatte hat bisher aber weder \u00fcber die Dringlichkeit und die Schwere des Problems noch \u00fcber m\u00f6gliche L\u00f6sungswege einen breiten Konsens hervorgebracht. Tats\u00e4chlich verleitet ein Blick auf die wesentlichen Indikatoren auf nationaler Ebene dazu, die Situation als nicht besonders dramatisch zu bewerten<\/strong>\u00bb, so Martin Neff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So liegt etwa die Leerwohnungsziffer mit 1,31 Prozent noch deutlich \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Schnitt von 1,07 Prozent seit den 1980er Jahren. Solche Durchschnittsbetrachtungen verdecken aber, dass der Markt in einigen Regionen bereits v\u00f6llig ausgetrocknet ist. Die noch leerstehenden Wohnungen sind meist nicht am richtigen Ort. Zudem stehen alle Anzeichen in diesem Markt auf eine weitere deutliche Anspannung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00ab<strong>Die akute Wohnungsknappheit wird sich in immer mehr Regionen ausbreiten. Sp\u00e4testens n\u00e4chstes Jahr d\u00fcrfte die Leerwohnungsziffer den genannten langfristigen Mittelwert bereits deutlich unterschreiten<\/strong>\u00bb, ist Neff \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Wohnraumverknappung wird Wohnen f\u00fcr immer mehr Haushalte bald deutlich teurer. Zudem zeichnen sich bereits dieses Jahr zwei Erh\u00f6hungen des Referenzzinssatzes ab. Auch dadurch werden die Wohnkosten f\u00fcr viele Mieterhausalte in absehbarer Zeit kr\u00e4ftig steigen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wege zur Linderung der Wohnungsknappheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar d\u00fcrften steigende Wohnkosten zweifelsohne zu Verhaltensanpassungen der Markteilnehmer f\u00fchren, was beispielsweise den zuletzt stark steigenden Fl\u00e4chenbedarf pro Kopf etwas ausbremsen d\u00fcrfte. Im aktuellen Marktumfeld weist aber vieles darauf hin, dass der Markt aus strukturellen Gr\u00fcnden zumindest kurzfristig die sich akzentuierenden Probleme nicht von selbst l\u00f6sen kann. Die Politik k\u00f6nnte tats\u00e4chlich an einigen Stellschrauben drehen, um Angebot und Nachfrage am Wohnungsmarkt wieder etwas st\u00e4rker ins Gleichgewicht zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00ab<strong>Von Nutzungseinschr\u00e4nkungen von Ferienwohnungen \u00fcber die F\u00f6rderung von Wohnungstauschb\u00f6rsen bis hin zum \u00dcberdenken des Denkmalsschutzes und einer Verfl\u00fcssigung des Baulandes sind viele, durchaus unkonventionelle L\u00f6sungsideen denkbar. Klar ist aber, dass es zur Linderung der Schwierigkeiten am Wohnungsmarkt keine einfachen Rezepte gibt. Ohne schmerzhafte G\u00fcterabw\u00e4gungen und einschneidende Kompromisse ist der Wohnungsnot nicht beizukommen<\/strong>\u00bb, h\u00e4lt Martin Neff abschliessend fest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raiffeisen : Der robuste Schweizer Immobilienmarkt l\u00e4sst sich durch die sp\u00fcrbaren Folgen der j\u00fcngsten Krisen weiterhin kaum aus der Ruhe bringen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9356,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[472],"tags":[84,486],"class_list":["post-17569","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-real-estate","tag-raiffeisen","tag-schweizer-immobilienmarkt"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17569"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17569\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}