{"id":1760,"date":"2015-09-25T05:00:00","date_gmt":"2015-09-25T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/09\/25\/potenzial-erschoepft\/"},"modified":"2015-09-25T05:00:00","modified_gmt":"2015-09-25T05:00:00","slug":"potenzial-erschoepft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/potenzial-erschoepft\/","title":{"rendered":"Potenzial ersch\u00f6pft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Unter Wachstumspotenzial ver-steht man den langfristigen m&ouml;glichen Wachstumspfad einer Volkswirtschaft, den diese bei hoher, aber nicht &uuml;bertrie-bener Auslastung der Kapazit&auml;-ten beschreiten kann&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konjunk-turell bedingt positive oder ne-gative Abweichungen von die-sem Pfad waren in der Vergan-genheit die Regel. In j&uuml;ngster Zeit hat die &#8220;great moderation&#8221; dazu gef&uuml;hrt, dass die Konjunkturzyklen geh&ouml;rig gegl&auml;ttet wurden. Die typi-schen Schwankungen im Konjunkturverlauf, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen, sind seit den Neunziger-jahren seltener geworden. Dies wird gern auch der Glo-balisierung zugeschrieben. Unabh&auml;ngig davon konsoli-diert in den hochentwickelten Volkswirtschaften das Wachstumspotenzial mit zunehmender Prosperit&auml;t der Wirtschaft und S&auml;ttigung der Konsumenten. Die damit einher gehende Wachstumsmalaise der Industriel&auml;nder ist Realit&auml;t. In Europa ist sie besonders augenscheinlich. Nur die Finanzm&auml;rkte wollen sich damit nicht abfinden. F&uuml;r die ist Wachstum nach wie vor das einzige, was z&auml;hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch es steht ausser Frage, dass sich Wachstumspoten-ziale in sehr reifen Industriel&auml;ndern, allen voran europ&auml;i-schen wie der Schweiz ersch&ouml;pfen, vorwiegend aus de-mographischen Gr&uuml;nden aber nicht nur. Gestreng der volkswirtschaftlichen Theorie sch&ouml;pfen wir unser Wachs-tumspotenzial aus, wenn wir tagein tagaus m&ouml;glichst viel, aber nicht ganz alles aus uns herausholen. Wir sind gem&auml;ss Lehrbuch auf nichts Anderes aus, als unseren Nutzen zu optimieren und um das zu erreichen, versu-chen wir, unser Potenzial optimal einzusetzen. Die Praxis sieht aber anders aus. Wer von uns ist tagein tagaus so fokussiert und diszipliniert wie ein Spitzenathlet bei sei-nem t&auml;glichen Training oder im Wettkampf? Wohl kaum jemand, denn es besteht auch keine Notwendigkeit dazu. Wenn man Wachstumspotenzial rein quantitativ defi-niert, in Form von Wachstumsraten oder Mengen von Waren, sind wir da nicht l&auml;ngst an einem Punkt ange-langt, an dem wir nicht mehr zwingend auf Wachstum angewiesen sind &ndash; sprich satt? Viele streben gar nicht zwingend nach mehr materiellem Wohlstand, gerade auch junge Menschen. Das wird immer offensichtlicher und daher gab es zum Gl&uuml;ck China &ndash; bis zuletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Superlativ hinkt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In China begegneten wir in den letzten Jahrzehnten dem Superlativ. Begeistert berichteten Chinareisende davon, mit welch horrendem Tempo dort St&auml;dte aus dem Boden gestampft wurden und &uuml;berall neue Betriebe entstanden. Von emsigen Chinesen war die Rede, die alle nur ein Ziel vor Augen h&auml;tten, reich und wohlhabend zu werden, die Wachstumsstory war perfekt und liess sich anhand leb-hafter Bilder schildern. China und andere aufstrebende Volkswirtschaften war es mitunter zu verdanken, dass die globale Rezession 2009 nicht ganz so heftig ausfiel, wie bef&uuml;rchtet wurde. Und China bescherte manchem Unter-nehmen auf beide Seiten des Atlantiks ein sattes Um-satzplus und sprudelnde Gewinne. China war schlicht der Garant daf&uuml;r, dass die Wachstumsgeschichte in der Welt weiter geht. Wenn nicht im Westen, dann wenigstens im Osten. Doch nun das.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konjunktur ist nicht das Sorgenkind<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht nicht um die chinesische Konjunktur, wenn sich die Finanzm&auml;rkte besorgt zeigen. Urpl&ouml;tzlich keimen Zweifel auf, dass auch in China die ersten Spuren einer S&auml;ttigung sp&uuml;rbar werden k&ouml;nnten. Und schon beginnt an den Finanzm&auml;rkten das Zittern. Denn wenn China als letzte Bastion zuverl&auml;ssig hohen Wirtschaftswachstums jetzt wegbricht, w&auml;re das auch das Ende der fast nimmer endenden Wachstumsstory der modernen Welt. Afrika mag zwar Potenzial f&uuml;r hohes Wachstum haben, ist aber v&ouml;llig atomisiert und bringt daher nie die geballte Masse auf die Waage wie China oder auch Indien. Und daher besch&auml;ftigt es die Finanzm&auml;rkte so intensiv, ob Chinas Wirtschaft tats&auml;chlich &#8220;nur&#8221; noch sechs oder weniger Prozent j&auml;hrlich w&auml;chst. Beunruhigend ist dazu, dass China auf dem besten Weg ist, die gleichen Fehler zu machen wie Japan Ende der Achtziger Jahre, n&auml;mlich den Boom um jeden Preis am Leben erhalten zu wollen, ob-wohl die demographische Wende schon vollzogen und die Erwerbst&auml;tigenzahl r&uuml;ckl&auml;ufig ist. Auch die chinesi-sche Bev&ouml;lkerung beginnt zu altern und sieht sich schon vor denselben soziodemograhischen Herausforderungen stehen wie die reifen Industriel&auml;nder. Die chinesische Regierung reagiert darauf mit einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik und umstrittenen Eingriffen in die Finanz-m&auml;rkte, Massnahmen mit kurzer Wirkung, die in keiner Weise dazu beitragen, das Wachstumspotenzial der Ver-gangenheit zu reaktivieren. China wird die M&auml;rkte in Zukunft folglich noch viel intensiver besch&auml;ftigen als in der Vergangenheit und dabei nicht mehr ausschliesslich Euphorie hervorrufen. Was das heisst, haben wir j&uuml;ngst erlebt. Kaum Potenzial f&uuml;r Kursavancen an den M&auml;rkten.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter Wachstumspotenzial ver-steht man den langfristigen m&ouml;glichen Wachstumspfad einer Volkswirtschaft, den diese bei hoher, aber nicht &uuml;bertrie-bener Auslastung der Kapazit&auml;-ten beschreiten kann&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1760","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1760"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1760\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}