{"id":1767,"date":"2015-10-15T05:00:00","date_gmt":"2015-10-15T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/10\/15\/migration-thema-auf-malle\/"},"modified":"2015-10-15T05:00:00","modified_gmt":"2015-10-15T05:00:00","slug":"migration-thema-auf-malle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/migration-thema-auf-malle\/","title":{"rendered":"Migration: Thema auf \u201eMalle\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich verbrachte eben eine Woche auf der Insel, auf der eigentlich fast jeder deutsch spricht und sich im Mittel &uuml;ber das Jahr verteilt mehr Deutsche aufhalten als Mallorquiner. Keine Frage, auch Mallorca ist migrationsge-plagt, Ballermann l&auml;sst gr&uuml;ssen&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber aus &ouml;konomischer Warte ist es dies sicherlich in positiver Hinsicht. Denn die Deutschen sind die besten Kunden der Insel und lassen Jahr f&uuml;r Jahr sehr viel Geld dort liegen. Das stellt auch kein Mallorqui-ner ernsthaft in Frage, unabh&auml;ngig davon, was er von den Deutschen halten mag. Im Gegenteil: manche Ent-gleisung wird den Deutschen leider nicht einmal mehr nachgetragen; sie geniessen eine hohe Toleranz in ihrem 17. Wunschbundesland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Migration wird von der Bev&ouml;lkerung der Ziell&auml;nder aus zwei Gr&uuml;nden in hohem Masse akzeptiert. Erstens, wenn sie &ouml;konomischen Nutzen stiftet. Das trifft auf Mallorca, wo das Pro-Kopf-Einkommen dank der Dauerbesetzung durch Deutsche und selbstverst&auml;ndlich auch Touristen aus anderen L&auml;ndern hoch ist, eindeutig zu. Sprich die Mallorquiner profitieren wirtschaftlich von der allj&auml;hrli-chen Masseneinwanderung. Zweitens wird Migration dann akzeptiert, wenn humanit&auml;re Not vorliegt, wie ak-tuell im Falle Syriens. Diese humanit&auml;re Motivation hat aber &ouml;konomische Grenzen, die allm&auml;hlich greifbar wer-den.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Frau Merkel sagt(e) &bdquo;wir schaffen das&ldquo;, mag sie aus humanit&auml;rer Sicht Recht haben. Auch sie hat das Bild von dem kleinen Aylan gesehen und damit viel emotiona-les Momentum auf ihrer Seite. Ob &bdquo;wir&ldquo; das aber auch &ouml;konomisch und gesellschaftspolitisch verkraften, ist fraglich. Auf Dauer wird keine Belastung von einer Na-tion altruistisch hingenommen, wenn sie neben Dank-barkeit am weiten Horizont kein Qu&auml;ntchen wirtschaftli-chen Erfolg verspricht. Mit der Zeit schwindet dann die Hilfsbereitschaft. Der Widerstand aus Bayern gegen die Praxis der offenen Grenzen mag politisch forsch sein, indem Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer den Angela Merkel entgegengesetzten Standpunkt &#8220;mehr geht nicht&#8221; vertritt. Extrem ist dieser Standpunkt hingegen keines-wegs. Zumindest habe ich viele Deutsche gesprochen, die exakt diesen Standpunkt offen vertraten. So grundg&uuml;-tig wie in der ersten Aufnahmeeuphorie war die Stim-mung keineswegs mehr. Nicht dass die Bildzeitung das Mass der Dinge w&auml;re, aber just letzte Woche haben von &uuml;ber 200&#8217;000 Bildlesern 86% den &#8220;mehr geht nicht&#8221; Standpunkt unterst&uuml;tzt. Angela Merkel, sonst stets um-sichtig und eher z&ouml;gerlich unterwegs, f&auml;hrt einen fast unverr&uuml;ckbaren Kurs in der Fl&uuml;chtlingsfrage und geht dabei politisch ein f&uuml;r ihre Verh&auml;ltnisse hohes Risiko ein. So entschieden ist ihr Kurs, dass sich das deutsche Han-delsblatt in der Wochenendausgabe fragte: wer ist Ange-la Merkel &ndash; Traumt&auml;nzerin oder Friedensengel?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&Ouml;konomisch nicht zu rechtfertigen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur breite Kreise der Bev&ouml;lkerung, sondern auch die Wirtschaft hegen Zweifel, ob der momentane Kurs in Deutschland der richtige ist. Und so verblasst die humani-t&auml;re Aufnahmebereitschaft zusehend neben der n&uuml;chter-nen Frage nach der langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Machbarkeit. Wohl auch deshalb wird jetzt intensiver &uuml;ber die Integration der Fl&uuml;chtlinge und Fl&uuml;chtigen diskutiert und ihre beruflichen Qualifikationen. Es steckt durchaus ein Investitionskalk&uuml;l dahinter, wenn die Fl&uuml;chtlingsfrage mit dem Fachkr&auml;ftemangel am Ar-beitsmarkt verkn&uuml;pft wird. Denn &#8220;schaffen&#8221; kann auch f&uuml;r Frau Merkel nicht heissen, auf Dauer zu teilen, son-dern &uuml;ber die erfolgreiche Integration der Menschen am Ende sogar etwas f&uuml;r die Wirtschaft zu tun, um nachhal-tige Wohlstandseinbussen aller zu vermeiden. Problema-tisch ist aber, dass die Qualifikationen der neu ange-kommenen Menschen Deutschlands Arbeitsmarktprofil eher schw&auml;chen. Dass darunter beruflich &uuml;berdurch-schnittlich Qualifizierte sein m&ouml;gen, gerade auch Syrer, ist unbestritten, doch auch hier ist es wieder die Masse, welche den Schnitt nach unten zieht. Eine selektive Zu-wanderung ist aber aus naheliegenden Gr&uuml;nden nicht m&ouml;glich und daher wird das Pro-Kopf-Einkommen beein-tr&auml;chtigt. Auch wenn das empirisch nur schwer nach-weisbar ist, d&uuml;rfte der &ouml;konomische Wert der Zuwande-rung (jeglicher Form) in hochentwickelten Volkswirtschaf-ten eher negativ sein. Gewiss ist aber der &ouml;konomische Schaden der Zuwanderung f&uuml;r die L&auml;nder, aus welchen die Menschen fliehen, egal aus welchen Motiven. Dieser Aspekt wird viel zu wenig diskutiert. Denn selbst wenn unser Humankapital migrationsbedingt zun&auml;hme, was keineswegs erwiesen ist, nie w&uuml;rde es &ndash; auch nur ann&auml;-hernd &#8211; den Verlust desselben in den L&auml;ndern aufwiegen, denen die Menschen meist f&uuml;r immer den R&uuml;cken zukeh-ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verbrachte eben eine Woche auf der Insel, auf der eigentlich fast jeder deutsch spricht und sich im Mittel &uuml;ber das Jahr verteilt mehr Deutsche aufhalten als Mallorquiner. Keine Frage, auch Mallorca ist migrationsge-plagt, Ballermann l&auml;sst gr&uuml;ssen&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1767","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1767"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1767\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}