{"id":1782,"date":"2015-11-18T06:00:00","date_gmt":"2015-11-18T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/11\/18\/gift-fuer-die-maerkte\/"},"modified":"2015-11-18T06:00:00","modified_gmt":"2015-11-18T06:00:00","slug":"gift-fuer-die-maerkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/gift-fuer-die-maerkte\/","title":{"rendered":"Europa der Statements, gleichg\u00fcltige M\u00e4rkte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">W&auml;hrend wir in der Schweiz noch von einem nicht enden wollenden Altweibersommer ge-streichelt werden, ist es auf der Balkanroute bitter kalt gewor-den. &#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon jetzt fliegen uns t&auml;glich Meldungen von frieren-den und ersch&ouml;pften Fl&uuml;chtlin-gen um die K&ouml;pfe und die Bilder dazu machen sprachlos. Es ist also keine Zeit mehr &uuml;brig, zu lamentieren. Es muss gehandelt werden in der sogenann-ten Europ&auml;ischen Union. Doch wer sagt &uuml;berhaupt, was Europa tun soll? Wer in Europa, in welchem Europa? Und wer ist Europa? Ungarn oder Deutschland? Europa funk-tioniert nicht, wie sich das die Funktion&auml;re in Br&uuml;ssel vorstellen. Man muss sich in diesen Tagen sogar ernst-haft fragen, ob Europa als Begriff einer wie auch immer gearteten Einheit &uuml;berhaupt existent ist, ausser dass alle auf demselben Kontinent leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man denke zur&uuml;ck an den Stabilit&auml;tspakt, eine Begriff-lichkeit, die die verschiedenen Mitglieder des besagten Paktes nicht nur ad absurdum gef&uuml;hrt haben. Sie haben es sogar geschafft, ihn dermassen zu strapazieren, dass nur noch die Europ&auml;ische Zentralbank die Pleite in Europa abwenden konnte und seitdem bekanntlich das Zepter schwingt. An der ersten grossen Herausforderung ist die W&auml;hrungsunion kl&auml;glich gescheitert. Die Schuldenkrise 2011 und die &#8220;Griechenlandrettung&#8221; im Sommer dieses Jahres haben die Unf&auml;higkeit Europas unter Beweis ge-stellt, rasch und wirksam zu reagieren, wenn es mal rich-tig brennt. Erinnern wir uns zur&uuml;ck, wie Europa agiert. In der Eurokrise zeigte man sich zun&auml;chst &uuml;berrascht &uuml;ber die Wucht der Geschehnisse und begann zu &#8220;gipfeln&#8221;. Vom Gipfel der Finanzminister &uuml;ber den Gipfel der Regie-rungschefs und zur&uuml;ck war Europa nie verlegen, mit staatsm&auml;nnischen Statements Einheit zu demonstrieren. Und so verplemperten die Exekutiven Europas Zeit und Geld mit Statements zum Festhalten an der Einheitsw&auml;h-rung und am gemeinsamen Weg bis sie das Feld unver-richteter Dinge verliessen und Mario Draghi aufboten. Der sprang noch so gern in die Rolle des Super Mario.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Griechenlandkrise 2015 bewies Br&uuml;ssel vermeintli-che Geduld mit den Eskapaden des damaligen griechi-schen Finanzministers Varoufakis und dessen Regierungs-chef Tsipras, obwohl man l&auml;ngst damit am Ende war. Auch hier musste die EZB der z&ouml;gernden und straucheln-den Exekutive schliesslich die Stange halten, sonst w&auml;re Griechenland Mitte Juli wohl gezwungen gewesen, aus der W&auml;hrungsunion auszuscheiden. Es gab einige, die einem Ausscheiden Griechenlands aus dem W&auml;hrungs-verbund nicht gross nachgetrauert h&auml;tten. Der nur mit Hilfe der EZB ausgefeilschte faule Kompromiss, als Durchbruch gefeiert und als Griechenlandrettung hoch gespielt, vertagte das Problem lediglich, aber weit genug, um sich mit dessen L&ouml;sung nicht mehr besch&auml;ftigen zu m&uuml;ssen und sie kommenden Generationen zu &uuml;berlassen. Vertagen mit Statements, das ist das aktuelle Modell der Krisenbew&auml;ltigung in der Europ&auml;ischen Union. Was du heute musst besorgen, das, k&uuml;ndige an, machst du mor-gen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Milliarden f&uuml;r Menschlichkeit? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das funktioniert nun aber nicht mehr. Das Fl&uuml;chtlings-problem l&auml;sst sich nicht mehr l&auml;nger verschieben. Doch stattdessen beargw&ouml;hnen sich die Staaten und halten Gipfel ab. Sie sind nicht bereit, auf eine europ&auml;ische L&ouml;-sung hinzuarbeiten, denn jeder hat auf dem Weg nach Br&uuml;ssel nur Statements im Gep&auml;ck. Der Europ&auml;ische Ge-danke erodiert an den Eigeninteressen der Staaten. Die Verzweiflungstat Angela Merkels, die Grenze zu &ouml;ffnen ist eigentlich der Anfang des Bankrotts des europ&auml;ischen Gedankens. So wie Maastricht, sind auch die Abkommen von Schengen oder Dublin ausgehebelt. Dabei darf es nun gar keine Rolle mehr spielen, auf welchem (nationa-len) Boden sich das Fl&uuml;chtlingselend abspielt. Es ist ein europ&auml;isches Elend, dem gemeinsam zu begegnen ist. Wenn es nicht gelingt, alle von der Strasse zu holen, die sich auf dem beschwerlichen Weg in die wenigen L&auml;nder mit einer sich jedoch ersch&ouml;pfenden Willkommenskultur befinden, hat Europa als Ganzes wohl verloren. Es kann auch nicht sein, dass Forderungen mit der Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen verbunden worden, geschweige denn finan-zielle. Aber so weit wird es bald sein. Aus dem grossen Honigtopf in Br&uuml;ssel werden Milliarden fliessen, f&uuml;r etwas mehr Menschlichkeit im europ&auml;ischen Gedanken. F&uuml;r einmal kauft die EU nicht nur Zeit, sondern rettet mit ihrem Geld Menschenleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>M&auml;rkte unber&uuml;hrt <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Finanzm&auml;rkte? Kein Zucken wegen der Fl&uuml;chtlin-ge und nicht die Spur einer Korrektur nach den Massa-kern von Paris am vergangenen Wochenende. Die Fi-nanzm&auml;rkte gehen gew&ouml;hnlich recht nonchalant und unsensibel mit humanit&auml;ren Fragen um. Das weiss man. Sie haben auch nie das Gesp&uuml;r f&uuml;r geopolitische Umbr&uuml;-che, denn diese betreffen eine Zukunft, die &uuml;ber den (Anlage)Horizont von H&auml;ndlern oder Investoren hinaus-gehen. Umbr&uuml;che sind f&uuml;r die M&auml;rkte solange irrelevant, wie sich die Perspektiven nicht verd&uuml;stern. Dabei sagt die Ohnmacht Europas, in der Fl&uuml;chtlingsthematik geeint aufzutreten, sehr viel &uuml;ber die Perspektiven dieser Union. Die waren auf jeden Fall schon mal besser und das ist gar nicht so einfach.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend wir in der Schweiz noch von einem nicht enden wollenden Altweibersommer ge-streichelt werden, ist es auf der Balkanroute bitter kalt gewor-den. &#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1782","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1782"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1782\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}