{"id":1791,"date":"2015-10-30T09:00:00","date_gmt":"2015-10-30T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/10\/30\/kontraste\/"},"modified":"2015-10-30T09:00:00","modified_gmt":"2015-10-30T09:00:00","slug":"kontraste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/kontraste\/","title":{"rendered":"\u201eKontraste\u201d"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Kursrallye in Erwartung weiterer Lockerungsschritte der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) behaupteten sich die Weltb&ouml;rsen zu Wochenbeginn nur knapp&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ann-Katrin Petersen Assistant Vice President, Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die nach wie vor durchwachsene Berichtssaison zum dritten Quartal und die Zur&uuml;ckhaltung der Anleger im Vorfeld der US-Notenbanksitzung d&uuml;rften ebenfalls eine Rolle gespielt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kontraste scheinen derzeit ein weit verbreitetes Ph&auml;nomen zu sein:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Konjunkturdynamik:<\/strong> Bis in die Herbstmonate hinein blieb die globale Konjunkturentwicklung uneinheitlich. Einem etwas h&ouml;heren Wachstumstempo in der Gruppe der Industriel&auml;nder, das vornehmlich von der fortschreitenden Erholung im Euroraum profitiert, steht eine Wachstumsverlangsamung in den Schwellenl&auml;ndern gegen&uuml;ber. Innerhalb der Gruppe der Schwellenl&auml;nder sollte jedoch differenziert werden: W&auml;hrend beispielsweise der R&uuml;ckgang des Bruttoinlands-produkts (BIP) in Brasilien und Russland anh&auml;lt, kommen positive Wachstums&uuml;berraschungen aus Indien, das in diesem Jahr schneller als China wachsen d&uuml;rfte, und vor allem aus Osteuropa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Wachstumstreiber:<\/strong> Angesichts des schwierigen au&szlig;en-wirtschaftlichen Umfelds ruhen in einer Reihe von L&auml;ndern die Hoffnungen weniger auf der Exportnachfrage, sondern vielmehr auf der Binnennachfrage, insbesondere seitens der privaten Haushalte. So wird die US-Wirtschaft ma&szlig;geblich vom privaten Konsum getragen, welcher u.a. durch den Anstieg der real verf&uuml;gbaren Einkommen Unterst&uuml;tzung erf&auml;hrt. Auch in Italien stehen die Vorzeichen auf eine weitere Erholung des inl&auml;ndischen Konsums (siehe Grafik der Woche). Ein weiteres Ph&auml;nomen der Divergenz ist eine relative St&auml;rke des Dienstleistungs-sektors gegen&uuml;ber der Industrie. So war etwa das moderatere BIP-Wachstum Gro&szlig;britanniens (+0,5% gg&uuml;. Vorquartal) auch Resultat der entt&auml;uschenden Entwicklung des Verarbeitenden Gewerbes. Auch in China gewinnt der Dienstleistungssektor an Bedeutung und d&uuml;rfte ein Kernbestandteil des n&auml;chsten F&uuml;nfjahresplans der chinesischen Regierung sein, der 2016 in Kraft tritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Berichtssaison:<\/strong> Kontrastreich gestaltet sich auch die verhaltene Entwicklung der Ums&auml;tze gro&szlig;er US-Konzerne einerseits bei nunmehr 73% positiv &uuml;berraschenden Gewinnzahlen (S&amp;P 500) andererseits. Letztere scheinen daher eher auf Kostenreduktion denn Umsatz-wachstum zur&uuml;ckf&uuml;hrbar. In struktureller Hinsicht sollte au&szlig;erdem die Divergenz zwischen den ausgewiesenen Unternehmens- und den gesamtwirtschaftlichen Gewinnen (NIPA) unter Beobachtung bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Gegens&auml;tzlicher erscheint in diesen Tagen auch wieder die Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks.<\/strong> Denn die US-Notenbank (Fed) wies auf ihrer Sitzung ausdr&uuml;cklich auf eine m&ouml;gliche Zinserh&ouml;hung am 15.\/16. Dezember hin, w&auml;hrend Bedenken hinsichtlich weltwirtschaftlicher Risiken wieder abgeschw&auml;cht wurden. Eine gewisse Unsicherheit &uuml;ber Zeitpunkt und Geschwindigkeit einer Normalisierung der US-Geldpolitik bleibt angesichts der nach wie vor unterschiedlichen Einsch&auml;tzungen einzelner Fed-Notenbanker aber bestehen &ndash; ebenso wie das strukturelle Niedrigzinsumfeld. Bei nahezu zielkonformen Werten f&uuml;r die Arbeitslosenquote spiegeln diese Diskrepanzen offensichtlich anhaltende Bedenken hinsichtlich des Inflationsausblicks wider.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Auftakt der neuen Handelswoche stehen eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes f&uuml;r China, die USA, Gro&szlig;britannien und Italien (Mo, Mi) oben auf dem Datenkalender. Sie d&uuml;rften erstens untermauern, dass die Industriel&auml;nder zwar eine langsamere Gangart eingelegt haben, aber nicht vor einem schlagartigen Wachstums-einbruch durch die Schw&auml;che in den Schwellenl&auml;ndern stehen. Bef&uuml;rchtungen hinsichtlich einer regelrechten &bdquo;harten Landung&ldquo; Chinas sollten keinen Auftrieb erhalten. Zweitens d&uuml;rften die Stimmungs-barometer signalisieren, dass der Kontrast zwischen Industrie- und Dienstleistungssektor nicht allein ein britisches oder chinesisches Ph&auml;nomen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar&uuml;ber hinaus wird die kommende Woche erneut im Lichte geldpolitischer Ereignisse stehen, darunter die Sitzung der Bank of England &ndash; sie d&uuml;rfte ihre Geldpolitik unver&auml;ndert belassen &ndash; samt Ver&ouml;ffentlichung ihres Quartalsberichts zur Inflation (Do).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dagegen k&ouml;nnte das Sitzungsprotokoll der Bank of Japan vom 6.\/7. Oktober Hinweise auf eine m&ouml;gliche erneute Ausweitung des seit 2013 w&auml;hrenden QE-Programms geben. Die Zeichen, dass die japanische Wirtschaft im dritten Quartal in die Rezession abgeglitten ist, haben sich zuletzt verst&auml;rkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Euroraum d&uuml;rften die Anleger neben der Herbstprognose der EU-Kommission (Do) mit Aufmerksamkeit verfolgen, ob EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi und weitere Notenbanker in einer Reihe von Reden (Mo, Mi, Fr) die Marktspekulationen hinsichtlich &bdquo;mehr QE&ldquo; und einer Senkung des Einlagensatzes befeuern. Auch die Erzeugerpreise (Mi), die energiepreisbedingt auf niedrigen Niveaus verharren sollten, d&uuml;rften die Erwartung zus&auml;tzlicher EZB-Lockerungsschritte aufrechterhalten. Derweil k&ouml;nnten die Einzelhandelsums&auml;tze (Do) die aufw&auml;rtsgerichtete Konsumnachfrage als Konjunkturmotor unterstreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den geldpolitisch relevantesten Datenver&ouml;ffentlichungen in den USA z&auml;hlen die Produktivit&auml;tszahlen f&uuml;r das dritte Quartal und die Erst-antr&auml;ge auf Arbeitslosenhilfe (Do), deren Vier-Wochen-Durchschnitt zuletzt auf den tiefsten Stand seit Anfang der 1970er Jahre gefallen war, sowie der Arbeitsmarktbericht f&uuml;r Oktober (Fr). Selbst ein moderaterer Besch&auml;ftigungsaufbau &ndash; der Pr&auml;sident der San Francisco Fed John Williams erw&auml;hnte in diesem Kontext eine Gr&ouml;&szlig;enordnung von 100.000 Stellen &ndash; d&uuml;rfte zuk&uuml;nftig f&uuml;r eine weitere Befestigung des US-Arbeitsmarktes ausreichen.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Kursrallye in Erwartung weiterer Lockerungsschritte der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) behaupteten sich die Weltb&ouml;rsen zu Wochenbeginn nur knapp&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3653,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[],"class_list":["post-1791","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1791\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3653"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}