{"id":1818,"date":"2015-12-03T08:00:00","date_gmt":"2015-12-03T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/12\/03\/m-g-es-gab-divergenzen-und-es-wird-sie-auch-in-zukunft-geben\/"},"modified":"2015-12-03T08:00:00","modified_gmt":"2015-12-03T08:00:00","slug":"m-g-es-gab-divergenzen-und-es-wird-sie-auch-in-zukunft-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-es-gab-divergenzen-und-es-wird-sie-auch-in-zukunft-geben\/","title":{"rendered":"M&#038;G : Es gab divergenzen \u2013 und es wird sie auch in zukunft geben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Es mag sich vielleicht nicht so anf&uuml;hlen, doch 2015 haben US- und britische Staatsanleihen eine Baisse-Phase erlebt, in deren Verlauf die Renditen bei einem Grossteil der Laufzeiten um rund 20 bis 30 Basispunkte (BP) angestiegen sind. In deutlichem Gegensatz dazu sind die Anleihenrenditen in Europa in diesem Jahr auf neue Rekordtiefs gesunken&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><strong>Von Jim Leaviss, Head of Retail Fixed Interest Team bei M&amp;G Investments in London<\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der urspr&uuml;ngliche Ausl&ouml;ser daf&uuml;r waren die &Auml;usserungen der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), quantitative Lockerungsmassnahmen (QE) umzusetzen und die Zinsen bis in negatives Terrain zu senken. Doch auch im Vorfeld der im Dezember anstehenden Sitzung der W&auml;hrungsh&uuml;ter, f&uuml;r die man im Allgemeinen eine weitere monet&auml;re Lockerung erwartet, sind die Kreditkosten erneut zur&uuml;ckgegangen. So liegen die Renditen deutscher Bundesanleihen mit Laufzeiten von bis zu sechs Jahren inzwischen im Minus. Gleichzeitig wiesen sogar spanische und italienische Staatspapiere, in deren Renditen noch 2012 hohe Ausfallwahrscheinlichkeiten eingepreist worden waren, am kurzen Ende der Zinskurve negative Renditen auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ansonsten sind die Zinsdifferenzen von Unternehmensanleihen mit Investmentstatus sowohl in Grossbritannien als auch in den USA stabil geblieben, obwohl ein gewisses Ereignisrisiko an den Markt zur&uuml;ckgekehrt ist (so wurden beispielsweise die Spreads von VW-Anleihen durch den Abgasskandal massiv in Mitleidenschaft gezogen). Derweil haben sich die Zinsdifferenzen von US-Papieren mit Investmentstatus in diesem Jahr unterdurchschnittlich entwickelt, weil die Firmen in grossem Stil Anleihen emittiert haben &ndash; vermutlich in Erwartung weiter steigender Renditen, da die US-Notenbank (Fed) damit beginnt, die Zinsen wieder nach oben zu schleusen. Dar&uuml;ber hinaus war am US-Markt aber auch eine grundlegende Verschlechterung der Bonit&auml;tsqualit&auml;t zu beobachten, denn die Verschuldung ist zuletzt angestiegen. Die Ursache daf&uuml;r waren kreditfinanzierte Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe sowie Unternehmens&uuml;bernahmen und -fusionen (M&amp;A). US-Hochzinspapiere tendierten im Jahr 2015 ebenfalls unterdurchschnittlich und setzten damit ihren Abw&auml;rtstrend, der Ende 2014 begonnen hatte, fort. Seinerzeit wurde bei Anleihen aus dem Energieumfeld (z.B. in den Segmenten Bohrplattformen, Pipelines, Exploration und F&ouml;rderung) ein lang anhaltender Preisverfall beim &Ouml;l eingepreist. Da gleichzeitig aber auch die Preise anderer Rohstoffe (etwa f&uuml;r Kupfer oder Eisenerz) k&uuml;rzlich auf ihren niedrigsten Stand seit Jahren zur&uuml;ckgegangen sind, wurden Anleihen aus dem Metall- und Bergbauumfeld ebenfalls von einer Verkaufswelle erfasst. Abgesehen von Energie- und Rohstofftiteln ist die Zahl der erwarteten Nichtbedienungen aber derzeit nach wie vor sehr niedrig.<\/p>\n<p> <strong>Keine einfachen L&ouml;sungen f&uuml;r die Probleme Europas<\/strong><br \/> Welche Aufgaben hat eigentlich ein Notenbank-Pr&auml;sident? Nachdem er die Eurozone mit seiner ber&uuml;hmten &bdquo;Koste es, was es wolle&ldquo;-Rede aus dem Jahr 2012 erfolgreich vor der Krise bewahrt und die eher auf eine restriktive Geldpolitik setzenden Mitglieder des EZB-Rates davon &uuml;berzeugt hat, in diesem Jahr quantitative Lockerungsma&szlig;nahmen in H&ouml;he von 1,1 Bio. Euro umzusetzen, sucht EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi nach wie vor verzweifelt nach einer L&ouml;sung f&uuml;r das Deflationsproblem, mit dem die europ&auml;ische Wirtschaft momentan zu k&auml;mpfen hat. Im November dieses Jahres erkl&auml;rte Draghi den M&auml;rkten, dass die EZB &bdquo;&#8230;das tun wird, was wir tun m&uuml;ssen, um die Inflation so schnell wie m&ouml;glich zu erh&ouml;hen, wie es unser Mandat zur Gew&auml;hrleistung der Preisstabilit&auml;t verlangt.&ldquo;<\/p>\n<p> Im Allgemeinen wird dar&uuml;ber spekuliert, dass die EZB zus&auml;tzliche geldpolitische Lockerungsmassnahmen einleiten wird, um ihrem Mandat zur Sicherung der Preisstabilit&auml;t (das eine Inflation von knapp unter 2 Prozent vorsieht) gerecht zu werden. Zu diesen erwarteten Massnahmen der W&auml;hrungsh&uuml;ter z&auml;hlen sowohl eine Ausweitung als auch eine Aufstockung ihres Wertpapierkaufprogramms, eine Erg&auml;nzung jener Anlageklassen, die f&uuml;r EZB-K&auml;ufe in Frage kommen, sowie eine Reduzierung der Zinsen noch weiter in negatives Terrain. Bisher hatte Draghi stets darauf hingewiesen, dass &bdquo;wir uns bereits am unteren Ende des Korridors befinden&ldquo;. Diese Aussage scheint jedoch etwas voreilig getroffen worden zu sein. So haben die Notenbanken der Schweiz, Schwedens und D&auml;nemarks ihr negatives Zinsniveau mit Blick auf das Jahr 2016 allesamt beibehalten (siehe Grafik 6). Es gibt also keinen Grund, weshalb die Zinsen nicht noch tiefer ins Minus rutschen k&ouml;nnten.<\/p>\n<p> Der Umstand, dass die EZB ihre Wirtschaftswachstumsprognosen f&uuml;r 2016 und 2017 wahrscheinlich nach unten korrigieren wird, macht deutlich, dass die Wirtschaft der Eurozone trotz der Anzeichen f&uuml;r ein wieder anziehendes Verbrauchervertrauen in keinem guten Zustand ist &ndash; zumal ja bereits umfangreiche monet&auml;re Lockerungsmassnahmen umgesetzt worden sind. Die Besorgnisse um ein m&ouml;gliches Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum, die politischen Risiken in Spanien und Portugal sowie das Fehlen konkreter Fortschritte hin zu einer fiskalischen und politischen Union werden die Stimmung der Anleger wohl auch 2016 und dar&uuml;ber hinaus erheblich tr&uuml;ben.<\/p>\n<p> Die Trends, die sich in Europa auf volkswirtschaftlicher Ebene beobachten lassen, haben f&uuml;r die Investoren diverse Folgen. Zun&auml;chst einmal wird der Euro wegen der unterschiedlichen geldpolitischen Ans&auml;tze der EZB auf der einen sowie der Fed auf der anderen Seite vermutlich verst&auml;rkt unter Druck geraten. In der Folge k&ouml;nnte die Gemeinschaftsw&auml;hrung im Laufe des Jahres 2016 schrittweise abwerten, so dass es durchaus zu einer Wechselkursparit&auml;t von Euro und US-Dollar kommen k&ouml;nnte. Dieses Szenario basiert im Wesentlichen auf einem negativen EZB-Depositensatz sowie auf h&ouml;heren US-Leitzinsen. Diese Konstellation sollte n&auml;mlich dazu f&uuml;hren, dass Kapital auf der Suche nach positiven Ertr&auml;gen aus der Eurozone abgezogen wird.<\/p>\n<p> Dar&uuml;ber hinaus werden die Massnahmen der EZB dem kurzen Ende der Zinskurve kurzfristig zugute kommen. Auch die Renditen l&auml;nger laufender Papiere k&ouml;nnten dadurch gest&uuml;tzt werden. Allerdings bieten Investments in europ&auml;ische Staatsanleihen aufgrund der aktuell so niedrigen Renditen kaum noch Anlagechancen. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind die Gefahr einer &uuml;berraschend hohen Inflation sowie das lediglich begrenzte Aufw&auml;rtspotenzial bei den Kapitalertr&auml;gen. Und da ein Drittel des Marktes f&uuml;r europ&auml;ische Staatsanleihen mittlerweile zu negativen Renditen gehandelt wird, erscheint es absurd, diese negativen Ertr&auml;ge hinzunehmen, sofern man nicht davon ausgeht, dass Europa in eine wirtschaftliche Depression abrutscht.<\/p>\n<p> Drittens k&ouml;nnten europ&auml;ische Unternehmensanleihen &ndash; wie etwa forderungsbesicherte Papiere und Unternehmensanleihen &ndash; zunehmend ins Visier der Wertpapierk&auml;ufe der EZB r&uuml;cken, weil die Banken ermutigt werden sollen, wieder Kredite an die Realwirtschaft zu vergeben. Angesichts des aktuellen Umfelds k&ouml;nnten Unternehmensanleihen hoher Qualit&auml;t deshalb die gr&ouml;ssten Nutzniesser sein, falls ein grosser K&auml;ufer wie die EZB an den Markt kommt.<\/p>\n<p> Eine weitere Senkung der EZB-Depositens&auml;tze schliesslich k&ouml;nnte die Profitabilit&auml;t der Banken belasten, weil die Nettozinsspannen durch niedrigere Zinsen noch weiter geschm&auml;lert werden. Ausserdem bef&uuml;rchtet man, dass einheimische Kreditgeber in Spanien gezwungen sein k&ouml;nnten, ihren Kunden, deren Hypothekenvertr&auml;ge auf einem rechtswidrigen Zinsniveau beruhen, Entsch&auml;digungen in Milliardenh&ouml;he zu zahlen. Parallel dazu geraten auch Versicherungsgesellschaften durch ein Umfeld, in dem sich mit risikofreien Anlageformen nur schwer positive reale Renditen erwirtschaften lassen, zusehends unter Druck.<\/p>\n<p><strong>Grafik : Negative Renditen in Europa<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3685\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/03-12-15MG.png\" alt=\"03 12 15MG\" width=\"450\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/03-12-15MG.png 450w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/03-12-15MG-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p> Renditen 2-j&auml;hriger &#8211; Anleihen Quellen: M&amp;G, Bloomberg &#8211; Stand: 18. November 2015<\/p>\n<p style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; text-decoration: none; text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es mag sich vielleicht nicht so anf&uuml;hlen, doch 2015 haben US- und britische Staatsanleihen eine Baisse-Phase erlebt, in deren Verlauf die Renditen bei einem Grossteil der Laufzeiten um rund 20 bis 30 Basispunkte (BP) angestiegen sind. In deutlichem Gegensatz dazu sind die Anleihenrenditen in Europa in diesem Jahr auf neue Rekordtiefs gesunken&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3655,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-1818","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1818"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1818\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}