{"id":18185,"date":"2023-06-14T10:23:40","date_gmt":"2023-06-14T08:23:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=18185"},"modified":"2023-06-14T10:23:40","modified_gmt":"2023-06-14T08:23:40","slug":"blackrock-marktausblick-unschoene-neue-zentralbankwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-unschoene-neue-zentralbankwelt\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick : Unsch\u00f6ne neue Zentralbankwelt"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock :\u00a0<\/strong>In dieser Woche stehen die Zentralbanken wieder mal im Mittelpunkt des Marktgeschehens<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Dr. Martin L\u00fcck , Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<br \/>\n<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Den Anfang macht am Mittwoch die amerikanische Federal Reserve, am Donnerstag folgt die EZB und am Freitag die japanische Notenbank.<\/strong> Bez\u00fcglich der US-Geldpolitik preisen die Fed Funds Futures ungef\u00e4hr zu drei Vierteln eine Zinspause der Fed ein. Zuletzt hatte die Notenbank am 3. Mai die Fed Funds Target Rate um weitere 25 Basispunkte angehoben, als vorerst letzten Schritt in einer ununterbrochenen Reihe von Zinserh\u00f6hungen seit dem 16. M\u00e4rz 2022. Der gesamte Umfang von 500 Basispunkten markiert inzwischen den steilsten Zinsanstieg in Amerika seit 1980. Und am 3. Mai hatte Fed-Chairman Jerome Powell mehr als nur angedeutet, dass mit dem nun vollzogenen Schritt auf eine Bandbreite des Leitzinses von 5,0-5,25% die Notenbank f\u00fcrs Erste ihre Schuldigkeit getan habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Rest, so Powell, werde jetzt vermutlich eine Versch\u00e4rfung der Finanzierungsbedingungen erledigen. Ausserdem w\u00fcrde, so die Vermutung vieler, die Inflation wohl weiter sinken und damit die Notwendigkeit weiterer Zinsanhebungen weniger dringlich erscheinen lassen. Wie wir aber wissen, ist es bez\u00fcglich beider Annahmen anders gekommen. Die Finanzierungsbedingungen haben sich zwar nominell infolge leicht gestiegener kurzfristiger Zinsen und einer geringf\u00fcgigen Abschmelzung der Fed-Bilanzsumme versch\u00e4rft. Entscheidender aber d\u00fcrfte gewesen sein, dass Kursanstiege an den M\u00e4rkten f\u00fcr Aktien und Unternehmensobligationen die Marktfinanzierung der US-Unternehmen, welche anders als in Europa den Grossteil der Fremdfinanzierung ausmacht, eher erleichtert hat. Gleichzeitig zeigt sich vor allem die Kerninflation weiter sehr z\u00e4h. Kein Grund also f\u00fcr die Fed, sich schon jetzt beruhigt zur\u00fcckzulehnen. Die M\u00e4rkte haben diese ver\u00e4nderte Wahrnehmung durchaus zur Kenntnis genommen. In den letzten Wochen wurden nicht nur Erwartungen baldiger Zinssenkungen ausgepreist, sondern auch ein weiterer Zinsschritt nach oben wird f\u00fcr zunehmend wahrscheinlich gehalten. Nur eben nicht f\u00fcr diese Woche. Es verfestigt sich also das Bild einer Fed, die eine \u201ahawkish pause\u2018 einlegt, also eine Unterbrechung auf dem weiteren Weg nach oben. Die Inflationsdaten am heutigen Dienstag, bei denen mit einem kr\u00e4ftigen R\u00fcckgang der Gesamtrate (von 4,9% auf 4,2%), jedoch mit weiter sehr robuster Kerninflation (etwa unver\u00e4ndert bei 5,5%) zu rechnen ist, d\u00fcrften an dieser Marschrichtung wenig \u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anders d\u00fcrfte einen Tag sp\u00e4ter die EZB vorgehen.<\/strong> Da sie sp\u00e4ter mit den Zinsanhebungen begonnen hat als ihr amerikanisches Pendant und der Einlagezins mit zurzeit 3,25% erst moderat im restriktiven Bereich steht (wir verorten den neutralen Zins bei nominal etwa 2%), d\u00fcrfte die europ\u00e4ische Notenbank die Leitzinsen weiter anheben. Wir rechnen mit jeweils 25 Basispunkte f\u00fcr die drei wichtigsten Zinss\u00e4tze. Wie auch in Amerika werden in dieser Woche die Zentralbankvolkswirte neue Sch\u00e4tzungen bez\u00fcglich der makro\u00f6konomischen Situation vorlegen. Die EZB wird sich also an einem aktualisierten Ausblick darauf orientieren k\u00f6nnen, ob und wie die Wirtschaft der Eurozone das aktuelle Umfeld schwachen Wachstums (bzw. der \u201atechnischen Rezession\u2018) wieder wird verlassen k\u00f6nnen und wie sich der mittelfristige Ausblick auf Inflation und Besch\u00e4ftigung gestaltet. Je nach Einsch\u00e4tzung dieser Parameter d\u00fcrfte dann mit mindestens einem weiteren Zinsschritt am 27. Juli zu rechnen sein. Entscheidender als die Frage aber, ob nun noch ein weiterer Zinsschritt folgt oder nicht, ist die Suche der Notenbanken nach der neuen Normalit\u00e4t. Denn Fed, EZB und BoJ haben im vergangenen Jahrzehnt mit immer aggressiveren Mitteln erst gegen zu niedrige Inflation, dann gegen die \u00f6konomische Nahtoderfahrung der Covid-Pandemie gek\u00e4mpft. Nun wird es Zeit, zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckzukehren. Das Dumme ist nur, dass sich die Welt in diesen zehn Jahren ver\u00e4ndert hat, aber kein Mensch weiss, wie. Nicht einmal Zentralbanker, die sonst immer alles wissen, k\u00f6nnen das sagen. Und weil diese Ver\u00e4nderungen im Maschinenraum der Volkswirtschaften stattfinden, vor allem dort, wo die \u00dcbertragungsmechanismen der Geldpolitik in die sogenannte Realwirtschaft vermutet werden, wirken die m\u00e4chtigen Entscheider der grossen Notenbanken in dieser Situation eher wie Zauberlehrlinge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die eigentliche Normalisierung hat noch gar nicht angefangen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine wichtige Rolle spielen dabei die Zentralbankbilanzen. Diese sind bekanntermassen in den vergangenen 15 Jahren enorm gewachsen. Die Fed baute ihre Aktiva nach dem Einstieg in die quantitative Lockerung ab M\u00e4rz 2009 bis Anfang 2022 um rund das Dreieinhalbfache auf knapp neun Billionen Dollar aus. Erst seit April 2022 sinkt die Bilanzsumme. Die EZB vervierfachte diese sogar in einem noch k\u00fcrzeren Zeitraum, n\u00e4mlich seit Mitte 2014 auf \u00fcber 8,8 Billionen Euro bis Mai 2002, wobei diese Expansion gemessen am BIP noch weit massiver ausf\u00e4llt als in den USA. Wie die Zentralbanken aus dieser Geldflutung wieder herauskommen, ohne schwerwiegende gesamtwirtschaftliche Sch\u00e4den anzurichten, d\u00fcrfte das eigentliche R\u00e4tsel zu sein. Ziehen sie sich etwa aus K\u00e4ufen von Staatsoblgiationen komplett zur\u00fcck, k\u00f6nnten die Obligationenzinsen wesentlich st\u00e4rker steigen als bisher beobachtet. Dies gilt umso mehr, als die multiplen Herausforderungen, denen sich die Finanzministerien der Industriel\u00e4nder angesichts von Klimakatastrophe, Krieg, Migration und alternden Bev\u00f6lkerungen gegen\u00fcber sehen, eher zu- als abnehmen d\u00fcrften. Die eigentlich entscheidende Frage f\u00fcr die Notenbanken wird also nicht sein, ob sie in dieser Woche die Zinsen erh\u00f6hen. Sondern jene, ob angesichts der Krisen unserer Zeit eine R\u00fcckkehr zu dem, was wir als Normalit\u00e4t in Erinnerung haben, \u00fcberhaupt noch realistisch ist.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock :\u00a0In dieser Woche stehen die Zentralbanken wieder mal im Mittelpunkt des Marktgeschehens<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12776,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-18185","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18185\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}