{"id":1820,"date":"2015-12-03T06:00:00","date_gmt":"2015-12-03T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/12\/03\/wirtschaftlicher-nutzen-der-flucht\/"},"modified":"2015-12-03T06:00:00","modified_gmt":"2015-12-03T06:00:00","slug":"wirtschaftlicher-nutzen-der-flucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wirtschaftlicher-nutzen-der-flucht\/","title":{"rendered":"Wirtschaftlicher Nutzen der Flucht?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">&Ouml;konomie ist leider keine Wissenschaft, auch wenn sie an der Hochschule als solche gelehrt wird&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/p>\n<hr \/>\n<p><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nobelpreistr&auml;ger widerlegen die Theorie eines vormaligen Preistr&auml;gers und es gibt tats&auml;chlich &Ouml;kono-men, die berechnen, ob es sich lohnt, einen Patienten im Krankenhaus zu behalten oder ihn besser sterben zu lassen &ndash; aus Sicht des Spitals, des Patienten und der Allgemeinheit, der Volkswirtschaft. Immer sind stilisier-te Verhaltensweisen der Akteure und vereinfachte Annahmen daf&uuml;r Bestandteil der verwendeten Modelle und daher nur so viel wert, wie die Pr&auml;missen an diese Akteure erf&uuml;llt sind. Es gibt mittlerweile nicht nur auf der mikro&ouml;konomischen Ebene Ph&auml;nomene, die sich mit der Theorie kaum mehr erkl&auml;ren lassen. Spezifische Konsummuster, hybride Konsumenten, Hipster oder Dinkies, Veganer oder Konsumverweigerer erschweren Erkl&auml;rungsmuster zuk&uuml;nftigen Verhaltens und machen daher Prognosen undicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Finanzmarkt f&uuml;hrt Eigenleben <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der makro&ouml;konomischen Ebene ist ohnehin alles anders als es einmal war, seit die Geldpolitik das Zep-ter schwingt und daf&uuml;r massive Verzerrungen in Kauf nimmt. Eine Ewigkeit waren gute Nachrichten aus der Realwirtschaft, allen voran aus den USA mit &Auml;ngsten verbunden, die Zinsen k&ouml;nnten dort angehoben wer-den. Die Finanzm&auml;rkte reagierten zusehend nerv&ouml;s auf sich aufhellende Konjunkturdaten und heute ist wohl jedem klar, dass dies die amerikanischen Notenbanker verunsichert und sie von ihrer urspr&uuml;nglichen Forward Guidance abgebracht hat, nicht schon bei einer Ar-beitslosenquote von 6.5% die Zinsen anzuheben. Auch bei der EZB findet man eher Gefallen daran, die Fi-nanzm&auml;rkte immer wieder aufs Neue zu beeindrucken als eine Politik der unsichtbaren Hand zu f&uuml;hren, wie sie den Notenbanken einmal zugedacht war. Heute scheint ihren Exponenten nur noch wichtig, wie die Finanzm&auml;rkte auf ihre Massnahmen oder auch nur auf verklausulierte Andeutungen reagieren. Der Applaus der Finanzm&auml;rkte scheint die Motivation der Geldh&uuml;ter zu sein, sich immer noch expansiver zu geben. Der Erfolg der Massnahmen in der Realwirtschaft ist ne-bens&auml;chlich. Der Finanzmarkt f&uuml;hrt l&auml;ngst sein Eigen-leben. Es gibt noch immer Analysten, die auf die Geld-politik schw&ouml;ren und &uuml;bertriebene Erwartungen damit sch&uuml;ren, vor allem in Europa. Dabei hat Europa eigent-lich ein ganz anderes Problem. Es baut sich bekannt-lich gerade ab statt auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hohe Kosten <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Europa hat man die Schuldenkrise verschlafen, dann zu lange ausgesessen und schliesslich vor Griechenland kapituliert. Maastricht, Dublin, Schengen sind inzwi-schen nur noch Orte ohne Verbindlichkeiten und die Fl&uuml;chtlinge drohen Europa vollends zu spalten. In Deutschland ist mittlerweile eine Debatte dar&uuml;ber entbrannt, welchen volkswirtschaftlichen Nutzen Fl&uuml;chtlinge stiften. Zuvorderst sind es wieder Volkswir-te, welche die Argumente z&uuml;nden. Von fast einer Bil-lion Euro Kosten reden die einen. Hans Werner Sinn vom Ifo Institut und Clemens Fuest vom Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung ebenso, wie j&uuml;ngst Bernd Raffelh&uuml;schen vom Forschungszentrum Genera-tionenvertr&auml;ge. Selbst bei einer raschen Integration in den Arbeitsmarkt fallen nach dessen Berechnungen mehr Kosten als Ertr&auml;ge an. Zu ganz anderen Schl&uuml;s-sen kommt der Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel Fratzscher. Nach seinen Analysen werden die Fl&uuml;chtlinge einen positiven Beitrag zur Wirtschaft leisten, wenn sie Arbeit finden, auch wenn sie weniger qualifiziert sind. Gegens&auml;tzli-cher k&ouml;nnten die Standpunkte kaum sein. Sollten die Warner tats&auml;chlich Recht haben, kommen jedenfalls exorbitante Summen auf Deutschland zu. Von mindes-tens 15 Milliarden j&auml;hrlich ist die Rede, was das Fi-nanzministerium in Alarmzustand versetzen m&uuml;sste. Die M&auml;rkte eigentlich auch, denn egal wer letzten Endes recht haben wird, eines ist heute schon gewiss: die Konsolidierung der &ouml;ffentlichen Haushalte in Euro-pa wird weiter aufgeschoben. Die EZB wird die Zinsen daf&uuml;r noch l&auml;nger k&uuml;nstlich tief halten. Das wiederum ist geldpolitischer Segen, Syrien sei Dank.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&Ouml;konomie ist leider keine Wissenschaft, auch wenn sie an der Hochschule als solche gelehrt wird&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1820","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1820","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1820"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1820\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}