{"id":1825,"date":"2015-12-10T06:00:00","date_gmt":"2015-12-10T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/12\/10\/wenn-es-um-geld-geht\/"},"modified":"2015-12-10T06:00:00","modified_gmt":"2015-12-10T06:00:00","slug":"wenn-es-um-geld-geht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wenn-es-um-geld-geht\/","title":{"rendered":"Wenn es um Geld geht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es um Geld geht, speziell um L&ouml;hne, spitzt jeder die Ohren. Es ist immer wieder interessant, wie die Reaktionen ausfallen, wenn Statistiken zu L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern publiziert werden. Die entsprechenden Kommentare und Wertungen sind meist demagogische Evergreens&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immerhin beurteilten letzte Woche sowohl Vertreter von Arbeitgebern als auch solche der Arbeitnehmer einige Gr&ouml;ssen positiv, na-mentlich den Lohnanstieg um 1.2% zwischen den Jahren 2012 und 2014 und dass die Unterschiede zwischen Hoch- und Niedrigl&ouml;hnen etwas abgenom-men haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hochlohnland Schweiz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H&auml;ufig wird die Schweiz ja als Hochpreisinsel bezeich-net. Das mag zutreffen, allerdings nur in der absoluten Betrachtung. Fokussiert man die stattlichen L&ouml;hne, die hierzulande bezahlt werden, w&auml;re die Bezeichnung Hochlohninsel einiges korrekter. Denn selbst nach Ber&uuml;cksichtigung der hohen Preise in unserem Land, verf&uuml;gen die Konsumenten hierzulande &uuml;ber mehr Kaufkraft als in den meisten OECD-L&auml;ndern. Mithalten k&ouml;nnen da lediglich Luxemburg und die USA, bei aller-dings viel gr&ouml;sserem Lohngef&auml;lle. Der Medianlohn in der Schweiz betrug im Jahre 2014 6&lsquo;189 Franken. Auf das Jahr hochgerechnet sind dies 74&lsquo;268 Franken. Der Median besagt: 50% der Vollzeitstelleninhaber ver-dienten mehr, 50% weniger als 74&#8217;268 Franken im Jahr. Die 10% der am wenigsten verdienenden Lohn-empf&auml;nger brachten es auf 4&#8217;178 Franken im Monat, die 10% der am meisten verdienenden auf 10&#8217;935 Franken im Monat. Das sind nat&uuml;rlich Durchschnitts-werte, die wenig dar&uuml;ber aussagen, wie es jedem Einzelnen geht. In der statistisch reichen Schweiz sind trotzdem viele Haushalte auf sogenannte Transferein-kommen angewiesen. Das sind Renten, Sozialleistun-gen oder monet&auml;re Zuweisungen von anderen Haus-halten wie z.B. Alimente. Augenscheinlich ist ferner das Gef&auml;lle zwischen Ausl&auml;ndern und Schweizern im mittleren bis oberen Kader. 11&#8217;217 Franken monatlich verdienten Personen ausl&auml;ndischer Herkunft, Schwei-zer hingegen &#8220;nur&#8221; 9&#8217;732. Ausl&auml;nder mit Ausweis B, also einer Mehrjahresbewilligung, erzielten einen Mo-natslohn von 12&#8217;760 Franken, solche mit Ausweis L, d.h. ein Jahr Arbeitsbewilligung mit Option auf Ver-l&auml;ngerung 10&#8217;810 Franken und auch Grenzg&auml;nger verdienten mit 10&#8217;293 Franken monatlich mehr als Schweizer in vergleichbarer Position. Und noch immer zahlen die Banken die h&ouml;chsten L&ouml;hne, aber nur un-wesentlich mehr als die Pharmaindustrie. &Uuml;bersetzt heisst dies: Finanzdienstleister und die Pharmaindustrie besch&auml;ftigen &uuml;berdurchschnittlich viel ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte. Genauso wie &uuml;brigens die pers&ouml;nlichen Dienstleister (Coiffeur, Reinigung etc. ) und das Gast-gewerbe, dort aber exakt aus dem anderen Grund. In nicht Kaderpositionen sind schweizerische Arbeitneh-mer teurer als ausl&auml;ndische. Doch damit genug mit dem aktuellsten verf&uuml;gbaren Stand, viel interessanter ist die Dynamik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Spitze gebrochen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab 2008 hat sich der Abstand zwischen dem oberen und unteren Ende der Lohnpyramide verkleinert, weil seitdem die obersten 10% der Lohnpyramide &#8220;nur&#8221; 3,6% Nominallohnsteigerungen erzielten, die unters-ten 10% dagegen ein Plus von 9,1% und die Mittel-klasse 6,8%. Das ist zweifelsfrei darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;h-ren, dass die Finanzbranche und alle ihr zudienenden Unternehmen seit der Finanzkrise kleinere Br&ouml;tchen backen mussten. Die harte Rezession 2009 im Verbund mit der Frankenaufwertung danach setzten aber auch Gastgewerbe und Industrie hart zu. Was dort aber offensichtlich weniger Lohndruck ausgel&ouml;st hat als in den hochbezahlten Branchen. Das Lohngef&auml;lle ist seitdem messbar geringer geworden, gesunken vom Faktor 2.8 auf 2.6. Gemeint ist damit, wievielmal mehr Lohn die 10% Topverdiener im Vergleich zu den 10% am tiefsten bezahlten beziehen. Daraus kann man schliessen, dass vor allem die Finanzdienstleister auf die Lohnbremse treten mussten und tendenziell Bran-chen, die h&ouml;heren L&ouml;hne entrichten, was sich sogar in einem R&uuml;ckgang der absoluten Topmanagersal&auml;re manifestierte. Auch die Bedeutung der Boni hat deut-lich abgenommen. Damit l&auml;sst sich wohl ein guter Teil des &#8220;bescheidenen&#8221; Lohnzuwachses der Topverdiener erkl&auml;ren. Der Schub am unteren Ende der Lohnskalen d&uuml;rfte vor allem auf die Diskussionen um Mindestl&ouml;h-ne oder Tarifbindungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein und da-rauf, dass der Anteil Tieflohnstellen deutlich r&uuml;ckl&auml;ufig war. Es zeigt sich, dass Diskussionen &agrave; la Minderinitia-tive in der Schweiz mehr fruchten als Gesetze. Die Spitze der Lohnpyramide br&ouml;ckelt jedenfalls. Und &uuml;bri-gens: die Frauen holen am meisten auf trotz Gesetz.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es um Geld geht, speziell um L&ouml;hne, spitzt jeder die Ohren. Es ist immer wieder interessant, wie die Reaktionen ausfallen, wenn Statistiken zu L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern publiziert werden. 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