{"id":18306,"date":"2023-06-22T18:25:23","date_gmt":"2023-06-22T16:25:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=18306"},"modified":"2023-06-22T18:25:23","modified_gmt":"2023-06-22T16:25:23","slug":"carmignac-ausblick-auf-das-2-halbjahr-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/carmignac-ausblick-auf-das-2-halbjahr-2023\/","title":{"rendered":"Carmignac \u2013 Ausblick auf das 2. Halbjahr 2023"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Carmignac<\/strong> : Die widerstandsf\u00e4higen Volkswirtschaften und die hartn\u00e4ckige Inflation haben zur Folge, dass die Zentralbanken im 2. Halbjahr 2023 keine Kehrtwende vornehmen werden.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Kevin Thozet, member of the investment committee Carmignac<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielmehr werden sie das Zinsniveau solange anheben, bis aus den Daten eine eindeutige Rezessionsdynamik hervorgeht.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Ihre Entschlossenheit d\u00fcrfte aber Anfang 2024 auf den Pr\u00fcfstand gestellt werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bei festverzinslichen Anlagen zeigen sich die nominalen und realen Renditen sowie Unternehmensanleihen attraktiv.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Im Aktiensegment d\u00fcrften die Aktienm\u00e4rkte weiterhin einen Balanceakt vollziehen, solange sich die Wirtschaft verlangsamt, aber nicht einbricht, und solange die Disinflation die Zinsen und damit auch Aktien bremst. Vor dem Hintergrund der langsameren Konjunkturentwicklung geben wir defensiven Titeln und Sektoren den Vorzug.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/67313a6be07ff6e45c4a28c6bc14c7ae.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18310 alignleft\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/67313a6be07ff6e45c4a28c6bc14c7ae.jpg\" alt=\"Gallardo Rapha\u00ebl Carmignac\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/a>Konjunkturperspektiven \u2013 Rapha\u00ebl Gallardo, Chef-Volkswirt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Une image contenant personne, b\u00e2timent, complet, homme Description g\u00e9n\u00e9r\u00e9e automatiquement\u201eDer reale Zyklus in den Industriel\u00e4ndern hat sich angesichts der geldpolitischen Straffung bislang als robust erwiesen. Dies ist den durch die Pandemie hervorgerufenen Ver\u00e4nderungen bei der Corporate Governance und der Fiskalpolitik zu verdanken. Die im privaten und im lokalen \u00f6ffentlichen Sektor angeh\u00e4uften Liquidit\u00e4tspuffer, die Auftragsbest\u00e4nde und der Lageraufbau sowie die industriepolitischen Massnahmen d\u00e4mpften die Auswirkungen der massiven geldpolitischen Straffung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztere ist in den G10-L\u00e4ndern aber noch nicht abgeschlossen. Die hartn\u00e4ckige Lohninflation, das r\u00fcckl\u00e4ufige Potenzialwachstum und die niedrige Aktienrisikopr\u00e4mie halten die Zentralbanken davon ab, das Ende des Straffungszyklus in diesem Jahr zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem scheinbar \u201aungehinderten\u2018 Inflationsr\u00fcckgang auf 3% in den n\u00e4chsten 12 Monaten d\u00fcrfte die R\u00fcckkehr zum Zielwert von 2% dann nicht ganz so reibungslos vonstattengehen. Daf\u00fcr w\u00e4re ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf ein f\u00fcr eine Rezession typisches Niveau erforderlich. Da Risikoanlagen weder ein Rezessionsszenario noch eine Margenerosion einpreisen, die mit einer R\u00fcckkehr zum Inflationsziel vereinbar w\u00e4re, k\u00f6nnte die Konjunkturabk\u00fchlung durch die Volatilit\u00e4t an den Finanzm\u00e4rkten noch verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2024 wird die Bereitschaft der Zentralbanken, den Volcker-Lehren zu folgen, auf die Probe gestellt. Da die Arbeitslosenquote durch die Massnahmen der Zentralbanken in die H\u00f6he getrieben wird, werden sich diese steigenden Risiken in Bezug auf die finanzielle Stabilit\u00e4t sowie zunehmendem politischen Druck gegen\u00fcbersehen. Sollte die Rezessionsdynamik aus dem Ruder laufen, d\u00fcrfte ihre Hauptsorge 2025 der Dominanz der Fiskalpolitik gelten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In China wird die Wirtschaftsentwicklung von der Geopolitik \u00fcberschattet. Das Wachstumsmodell hat nicht l\u00e4nger Bestand, doch anstatt es wiederherzustellen, legen die politischen Entscheidungstr\u00e4ger den Fokus darauf, die Wirtschaft auf \u201aextreme Szenarien\u2018 vorzubereiten. Die Lockerung der Geldpolitik und der Regulierung werden nicht ausreichen, um das Risiko einer Schuldendeflation in diesem Jahr abzuwenden. Wir rechnen im 4. Quartal mit einer st\u00e4rkeren Lockerung der Haushaltspolitik, die Anfang 2024 f\u00fcr einen Aufschwung im globalen Handel sorgen d\u00fcrfte.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unsere Anlagestrategie \u2013 Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees<\/strong><\/p>\n<p><b>Festverzinsliche Anlagen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eF\u00fcrs Erste bevorzugen wir Kernanleihen mit langen bis mittleren Laufzeiten (5 bis 10 Jahre).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Zentralbanken ihre Politik von der Datenlage abh\u00e4ngig machen, ist es wichtig, auf eine Vielzahl von Szenarien vorbereitet zu sein. Sobald die Daten den Konjunkturabschwung best\u00e4tigen, wird dies zusammen mit der Disinflation durch die Bank weg zu deutlichen Zinsr\u00fcckg\u00e4ngen f\u00fchren. Zeigt die Wirtschaft dagegen noch st\u00e4rkere Widerstandsf\u00e4higkeit, w\u00fcrde dies die Zentralbanker veranlassen, die Leitzinsen weiter anzuheben, was wiederum die Renditen langfristiger Anleihen belasten w\u00fcrde, da eine st\u00e4rkere Straffung der Geldpolitik die Wahrscheinlichkeit eines drastischen Konjunktureinbruchs erh\u00f6ht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die realen Renditen fallen ebenfalls attraktiv aus, da einerseits auf absehbare Zukunft kaum bis gar keine Lockerungsma\u00dfnahmen eingepreist sind und andererseits die Inflationserwartungen zu optimistisch sind.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kreditmarkt: Mind the gap!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie strengeren Kreditvergabebedingungen infolge der restriktiveren Geldpolitik und das langsamere Wirtschaftswachstum d\u00fcrften einen Anstieg der Ausfallquote nach sich ziehen. Dennoch erkennen sowohl Anh\u00e4nger von Schumpeter als auch umsichtige Anleihenanleger langfristige Vorteile.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kredit-Spreads preisen h\u00f6here Ausfallquoten als zu Zeiten der globalen Finanzkrise und der Euro-Schuldenkrise ein. Dies stellt eine reizvolle Divergenz dar, da die Risikokosten wieder gestiegen sind. Anleihen d\u00fcrften attraktive Ertr\u00e4ge erzielen, die mit den langfristigen Ertr\u00e4gen an den Aktienm\u00e4rkten vergleichbar sind.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie M\u00e4rkte vollf\u00fchren einen Balanceakt. W\u00e4hrend sich die Wirtschaft verlangsamt (aber nicht einbricht) und die Disinflation Bestand hat, blieben die Zinsen und Aktienkurse unter Kontrolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der durch die Korrelationskomponente bedingte R\u00fcckgang der Volatilit\u00e4t (der VIX bewegt sich auf einem Drei-Jahres-Tief) kommt der Titelauswahl besonders stark zugute. Und der Konjunkturabschwung spricht f\u00fcr einen Schwerpunkt auf defensive Aktien und Sektoren. Chancen sehen wir in folgenden Bereichen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">\u00a0Gesundheitswesen: zeichnet sich durch kurzfristige Resilienz und langfristige Wachstumsaussichten aus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Konsumg\u00fcter: die Aufmerksamkeit d\u00fcrfte sich auf die niedrigere Kostenbasis sowie darauf verlagern, wie von einer Kehrtwende bei der Geldpolitik zu profitieren ist (sobald sie denn endlich eintritt). Doch eine Umschichtung von Basiskonsumg\u00fctern in Nicht-Basiskonsumg\u00fcter liegt noch in weiter Ferne. Die entscheidende Frage lautet, wie sich die Disinflation und der Konjunkturabschwung zusammen mit dem Risiko von Preiskriegen im Einzelhandel auf die Konsumausgaben auswirken werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Technologie: die Fortschritte im KI-Bereich und die Hinwendung zu einer orthodoxen Ausgabenpolitik verleihen dem Sektor, der sich im aktuellen, von r\u00fcckl\u00e4ufigen Langfristzinsen und einem langsameren Wachstum gepr\u00e4gten Konjunkturumfeld in der Regel gut behauptet, mehr Tiefe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Gold: das Entstehen einer multipolaren Welt stellt zusammen mit dem Risiko einer Vorherrschaft der Fiskalpolitik einen langfristigen Positivfaktor f\u00fcr Gold dar, das vor dem Hintergrund der geopolitischen Unw\u00e4gbarkeiten und der zunehmenden Rezessionssorgen eine potenziell attraktive Anlage ist.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weitere Diversifikationsquellen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLokalw\u00e4hrungsanleihen aus den Schwellenl\u00e4ndern zeichnen sich angesichts des nominalen Renditeniveaus durch einen hohen Carry sowie angesichts der H\u00f6he der realen Renditen durch ein attraktives Kapitalwachstum aus, sollte sich das Wachstum als \u00fcberraschend schwach erweisen. Hinzu kommen die langfristigen Positivfaktoren f\u00fcr das Wachstum. Dar\u00fcber hinaus ist das Segment relativ immun gegen zwischen Risikobereitschaft und Risikoaversion hin und her wechselnde M\u00e4rkte.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carmignac : Die widerstandsf\u00e4higen Volkswirtschaften und die hartn\u00e4ckige Inflation haben zur Folge, dass die Zentralbanken im 2. 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