{"id":1831,"date":"2015-12-15T08:00:00","date_gmt":"2015-12-15T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/12\/15\/schweizer-wirtschaft-2016-ein-jahr-negativzinsen\/"},"modified":"2015-12-15T08:00:00","modified_gmt":"2015-12-15T08:00:00","slug":"schweizer-wirtschaft-2016-ein-jahr-negativzinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/schweizer-wirtschaft-2016-ein-jahr-negativzinsen\/","title":{"rendered":"Schweizer Wirtschaft 2016: Ein Jahr Negativzinsen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Die &Ouml;konomen der Credit Suisse revidieren ihre Wachstumsprognosen f&uuml;r die Schweizer Wirtschaft f&uuml;r 2016 leicht nach unten (neu: 1 Prozent bisher 1,2 Prozent)&#8230;&#8230;.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><strong><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Credit Suisse<\/span><\/span><\/span><\/span>&nbsp;<br \/><\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der starke Franken lastet auch 2016 auf der Exportwirtschaft und das Wachstum der Binnenwirtschaft verliert deshalb weiter an Schwung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Winterausgabe des &laquo;Monitor Schweiz&raquo; zieht ein Fazit knapp ein Jahr nach Ank&uuml;ndigung der Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Die Negativzinsen beginnen gem&auml;ss Einsch&auml;tzung der &Ouml;konomen die von der SNB gew&uuml;nschte Wirkung auf CHF-Anleger und ausl&auml;ndische Banken zu erzielen. An Hand von Umfragedaten zeigen die &Ouml;konomen aber auf, dass die Negativzinsen die KMU-Investitionen in der Schweiz nur bedingt befl&uuml;geln. Der durch die Negativzinsen verursachte Anlagenotstand verst&auml;rkt hingegen die Investitionen in Renditeimmobilien. Die Staatsausgaben werden dank der Negativzinsen gem&auml;ss Einsch&auml;tzung der &Ouml;konomen mit j&auml;hrlich rund einer Milliarde Franken pro Jahr entlastet. Dem stehen langfristige Risiken bei der Finanzierung der Altersvorsorge und damit eine potentielle Mehrbelastung des Staatshaushalts gegen&uuml;ber.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Schweizer Wirtschaftswachstum f&auml;llt gem&auml;ss Einsch&auml;tzung der &Ouml;konomen der Credit Suisse auch im n&auml;chsten Jahr verhalten aus. Mit einer Prognose von 1 Prozent d&uuml;rfte das Wachstum 2016 erneut deutlich unter seinem langfristigen Potential liegen und pro Kopf angesichts der steigenden Einwohnerzahl sogar negativ sein. Immerhin wirken die weiterhin rege Zuwanderung, die nach wie vor steigende Kaufkraft sowie die g&uuml;nstigen Kreditzinsen stabilisierend, weshalb eine Rezession gem&auml;ss Einsch&auml;tzung der &Ouml;konomen unwahrscheinlich erscheint. Die Schweizer Wirtschaft bleibt angesichts der schwachen Wachstumsdynamik jedoch anf&auml;llig auf wirtschaftliche Schocks. Insbesondere w&auml;re eine weitere Aufwertung des Frankenkurses nur schwer zu verkraften. Entsprechend wird die SNB noch mindestens bis Ende 2016 gezwungen sein, die Zinsen negativ zu halten und diese allenfalls weiter zu senken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Negativzinsen schmerzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Negativzinsen sollen die Zufl&uuml;sse in den &laquo;sicheren Hafen&raquo; Franken reduzieren &ndash; was durchaus der Fall zu sein scheint. Gem&auml;ss den &Ouml;konomen der Credit Suisse haben insbesondere ausl&auml;ndische Banken ihre Franken-Best&auml;nde reduziert. Weiter sollen die Negativzinsen Anreize f&uuml;r Schweizer Anleger schaffen, ihre Franken-Liquidit&auml;t abzubauen und vermehrt im Ausland zu investieren. Tats&auml;chlich haben die Pensionskassen gem&auml;ss Daten der Credit Suisse mit einer Reduktion ihres Liquidit&auml;tsanteils reagiert. Jedoch schichten sie ihre Portfolios bisher vor allem in Immobilienanlagen und weniger in Fremdw&auml;hrungsanlagen um. Die von der SNB gew&uuml;nschte Wirkung der Negativzinsen wird damit noch nicht vollumf&auml;nglich erzielt. Der durch die Negativzinsen verursachte Anlagenotstand scheint weiterhin Anlagen in Renditeimmobilien deutlich zu st&uuml;tzen: Aufgrund der h&ouml;heren Baut&auml;tigkeit d&uuml;rften die Leerst&auml;nde gem&auml;ss den &Ouml;konomen der Credit Suisse auch im kommenden Jahr weiter ansteigen. Des Weiteren beintr&auml;chtigen die Negativzinsen nach wie vor die Rentabilit&auml;t des Finanzsektors.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das offensichtlichste Risiko der Negativzinsen ist aber, dass Anleger ihre Bankeinlagen in Bargeld umschichten. Der Zinssatz, bei dem dieses geschieht &ndash; die &laquo;effektive Zinsuntergrenze&raquo; &ndash; ist zwar schwer zu identifizieren. Dieser d&uuml;rfte aber in der Schweiz noch nicht erreicht sein. So hat die Nachfrage nach Banknoten gem&auml;ss Statistiken der SNB zwar zugenommen, diese &laquo;&uuml;bersch&uuml;ssige&raquo; Nachfrage liegt aber nach wie vor deutlich unter den Niveaus, welche die Wirksamkeit negativer Zinsen beeintr&auml;chtigt oder die Finanzstabilit&auml;t bedroht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kosten des Niedrigzinsumfelds f&uuml;r den Bund werden sich erst langfristig manifestieren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bund mit Bruttoschulden in der H&ouml;he von rund 100 Milliarden Franken (Stand: 2015) profitiert klar vom aktuellen Tiefzinsumfeld. Dieses bringt ihm im Vergleich zum Beginn dieses Jahrzehnts Entlastungen von j&auml;hrlich rund einer Milliarde Franken. Tiefe Renditen erschweren hingegen die zuk&uuml;nftige Finanzierung der Altersvorsorge, was zu einer starken Mehrbelastung der Steuerzahler, von Unternehmen oder von Mitarbeitern f&uuml;hren d&uuml;rfte. Das Tiefzinsumfeld l&auml;sst gem&auml;ss Einsch&auml;tzung der &Ouml;konomen der Credit Suisse deshalb Reformen bei der Altersvorsorge als noch dringender erscheinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tiefzinsumfeld befl&uuml;gelt KMU-Investitionen nur bedingt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen ihrer KMU-Umfrage 2015 haben die &Ouml;konomen der Credit Suisse die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hierzulande befragt, wie das Tiefzinsumfeld bisher die H&ouml;he ihrer Investitionen beeinflusste. Nur knapp ein Drittel der KMU gab an, dass sich die tiefen Zinsen zwischen 2009 und 2014 positiv oder sehr positiv auf ihre Investitionsvolumina auswirkten. Dabei standen generell Immobilieninvestitionen im Vordergrund, und dies auch ausserhalb der Bauwirtschaft. Die Wirkung der Negativzinsen &uuml;ber den Kreditkanal auf Anlageinvestitionen der KMU ist offenbar ziemlich begrenzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tiefe Zinsen f&uuml;r immer? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nominal- und Realzinsen befinden sich global seit 30 Jahren in einem Abw&auml;rtstrend. Obschon mittelfristig ein leichter Realzinsanstieg absehbar ist, erscheint eine Trendwende hin zu einem signifikant h&ouml;heren Zinsniveau unwahrscheinlich. Gegen eine solche Entwicklung spricht unter anderem, dass aus strukturellen Gr&uuml;nden weiterhin zu viel gespart und zu wenig investiert werden d&uuml;rfte. Bisher kam der Spar&uuml;berschuss vor allem aus den Schwellenl&auml;ndern. In diesen f&uuml;hrten die aufgrund des dynamischen Wirtschaftswachstums erzielten h&ouml;heren Einkommen zu einer erh&ouml;hten Sparquote. Die Verlangsamung des Wachstums der Schwellenl&auml;nder wird gem&auml;ss Einsch&auml;tzung der &Ouml;konomen der Credit Suisse die Ersparnisbildung zwar etwas einschr&auml;nken. Demographische Faktoren werden aber weiterhin einen d&auml;mpfenden Effekt auf das Zinsniveau haben: Zum einen bedeutet die demographische Alterung nicht zwingend einen Ersparnisabbau, denn Personen im Ruhestand weisen zwar eine deutlich geringere, aber nach wie vor positive Sparquote auf. Zum anderen st&uuml;tzt eine alternde Gesellschaft die Tendenz zum Vorsichtssparen und damit die Nachfrage nach sicheren Anlageklassen. Die Investitionst&auml;tigkeit d&uuml;rfte sich hingegen allm&auml;hlich von den Nachwirkungen der Finanzkrise erholen. Die Tatsache, dass das Investitionsniveau in alternden Volkswirtschaften tiefer ausfallen d&uuml;rfte, l&auml;sst jedoch keine Umkehr des langj&auml;hrigen Trends zu sinkenden Investitionsquoten erwarten. F&uuml;r weiterhin tiefe Zinsen spricht schliesslich auch die anhaltend hohe Nachfrage nach Anleihen durch die noch laufenden Anleihekaufprogramme der Notenbanken &ndash; wie zum Beispiel in Europa &ndash;, aber auch durch die zunehmend strengere Finanzregulierung, welche den Kauf sicherer Anleihen durch Banken bevorzugt.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &Ouml;konomen der Credit Suisse revidieren ihre Wachstumsprognosen f&uuml;r die Schweizer Wirtschaft f&uuml;r 2016 leicht nach unten (neu: 1 Prozent bisher 1,2 Prozent)&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3691,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-1831","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1831"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1831\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3691"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}