{"id":18323,"date":"2023-06-26T11:19:33","date_gmt":"2023-06-26T09:19:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=18323"},"modified":"2023-06-26T11:19:33","modified_gmt":"2023-06-26T09:19:33","slug":"alvarez-marsal-anteil-der-angeschlagenen-unternehmen-in-europa-und-der-schweiz-nimmt-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/alvarez-marsal-anteil-der-angeschlagenen-unternehmen-in-europa-und-der-schweiz-nimmt-zu\/","title":{"rendered":"Alvarez &#038; Marsal : Anteil der angeschlagenen unternehmen in europa und der Schweiz nimmt zu"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\">Das weltweit t\u00e4tige Beratungsunternehmen<strong> Alvarez &amp; Marsal<\/strong> (A&amp;M) hat heute seinen halbj\u00e4hrlich erscheinenden Alvarez &amp; Marsal Distress Alert (ADA)1 ver\u00f6ffentlicht, der die Ertrags- und Finanzlage von mehr als 7.0002 Unternehmen in Europa bewertet.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alessandro Farsaci, Managing Director und Head of Restructuring Schweiz bei Alvarez &amp; Marsal<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Untersuchung stellt fest, dass die Zahl, der finanziell angeschlagenen Unternehmen in Europa seit der Zeit vor der Pandemie um 20 % gestiegen ist, wobei fast 7003 Unternehmen (8,4 %) von ernsthaften Problemen betroffen sind, die eine Restrukturierung erforderlich machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Europaweit wurden 2.000 europ\u00e4ische Unternehmen mit schwachen Bilanzen identifiziert, was einem Rekordwert von 27,7 % aller bewerteten Unternehmen entspricht. Hierin spiegelt sich die hohe Verschuldung wider, die Unternehmen w\u00e4hrend einer langen Phase extrem niedriger Zinsen aufgebaut haben, wobei die R\u00fcckzahlungsf\u00e4higkeit aufgrund der steigenden Kapitalkosten unter Druck ger\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl der Anteil der Unternehmen mit mangelnder Leistungsf\u00e4higkeit in der j\u00fcngsten Analyse von 13,3 % auf 12,8 % leicht zur\u00fcckgegangen ist, bestehen weiterhin Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft. Die Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, h\u00f6here Kosten an ihre Kunden weiterzugeben, und es wird erwartet, dass der Druck auf die Margen im Laufe des Jahres steigen wird, was sich negativ auf die Ertragslage auswirken kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alessandro Farsaci, Managing Director und Head of Restructuring Schweiz bei Alvarez &amp; Marsal, sagt:<\/strong> \u201cDas Insolvenzrisiko der Unternehmen nimmt in ganz Europa zu, und die Bilanzen sind so schwach wie seit 2020 nicht mehr. Trotz einer moderaten Verbesserung der Performance in j\u00fcngster Zeit, die unter anderem auf Nachholbedarf und Preissteigerungen in ausgew\u00e4hlten Sektoren zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, m\u00fcssen viele der in unserer Studie untersuchten Unternehmen weiter und konsequent ihre Transformationsprogramme oder umfassende, einschneidende Restrukturierungen umsetzen oder die Kapitalstrukturen anpassen bzw. die Verschuldung senken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Europ\u00e4ische Branchentrends<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Konsumg\u00fctersektor verzeichnete einen deutlichen Anstieg von ca. 25 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei ca. 12% der Unternehmen eine (akut) angespannte Finanzlage aufweisen. Diese Gruppe, zu der Mode-, Elektronik- und M\u00f6belgesch\u00e4fte geh\u00f6ren, ist st\u00e4rker von nicht existenznotwendigen Ausgaben von Konsumenten abh\u00e4ngig, und die angespannte Lage spiegelt das sich verschlechternde makro\u00f6konomische Umfeld und den Druck auf die Haushaltsfinanzen wider.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 2022 zeigte auch der Automobilsektor eine erh\u00f6hte Anf\u00e4lligkeit: 10,5 % dieser Unternehmen befanden sich in Schwierigkeiten, 13 % mehr als im Vorjahr. Dies verdeutlicht die langfristigen Herausforderungen, die sich weiterhin auf die Rentabilit\u00e4t der Unternehmen auswirken, darunter Energiepreise, Probleme in der Lieferkette und Arbeitskr\u00e4ftemangel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Turbulenzen auf dem europ\u00e4ischen Energiemarkt haben sich auf die Energieversorger ausgewirkt: 39 Energie- und Versorgungsunternehmen (oder 11,1 %) befinden sich in einer angespannten Situation, was einem Anstieg von 39 % entspricht. Insbesondere der Prozentsatz der Gasversorgungsunternehmen, die sich in Schwierigkeiten befinden, stieg von 6,5 % im Jahr 2021 auf 19,4 % im vergangenen Jahr. Aufgrund der zunehmenden Preisvolatilit\u00e4t hatten viele Energieversorger Schwierigkeiten, h\u00f6here Tarife an die Kunden weiterzugeben. Besonders betroffen waren Unternehmen, die ihren Kunden Festpreisvertr\u00e4ge zu einem historischen Wert verkauft hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/7a1affcb12550010e2128483bb45590c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18325 alignleft\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/7a1affcb12550010e2128483bb45590c.jpg\" alt=\"Kirkbright Paul Alvarez &amp; Marsal\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/a>Paul Kirkbright, Managing Director und Head of EMEA Financial Restructuring Advisory bei Alvarez &amp; Marsal, \u00e4ussert:<\/strong> \u201cEnergieintensive Sektoren wie die Automobilindustrie und die Industrie leiden ebenso wie die Energieunternehmen. Auch die konsumentennahen Sektoren k\u00e4mpfen um die Aufrechterhaltung ihrer Ums\u00e4tze, da die Kosten steigen und die Verbraucher den G\u00fcrtel enger schnallen. F\u00fcr diese Unternehmen wird es von entscheidender Bedeutung sein, ihre kurzfristigen Bed\u00fcrfnisse zu ber\u00fccksichtigen und dabei die langfristigen Wachstums- und Investitionsm\u00f6glichkeiten nicht aus den Augen zu verlieren.&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Insolvenzrisiko in der Schweiz bleibt auf tiefem Niveau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Schweiz hat das Insolvenzrisiko der Unternehmen im Jahr 2022 gegen\u00fcber dem Vorjahr zugenommen, bleibt aber im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern auf einem niedrigen Niveau. Dies zeigt sich an einem durchschnittlichen Robustheitswert von 5,1.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus hat das Schweizer Staatshilfepaket die Unternehmen weitgehend vor den negativen Auswirkungen der Pandemie gesch\u00fctzt. Die so genannte Covid-19-Konkursl\u00fccke &#8211; Insolvenzen, die zwischen 2020 und 2022 aufgrund von finanziellen Unterst\u00fctzungsmassnahmen des Staates nicht eintraten &#8211; hat begonnen, sich zu verringern und ist von 2.000 verz\u00f6gerten Insolvenzen im dritten Quartal 2022 auf 1.700 im April 2023 gesunken. Dar\u00fcber hinaus erreichten die Insolvenzen im ersten Quartal 2023 mit rund 1.800 Anmeldungen ein Rekordhoch, dass 22 % \u00fcber dem Durchschnitt des Zeitraums 2017-19 liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sowohl die absoluten Zahlen als auch der europ\u00e4ische Trend zeigen, dass der Non-Food-Sektor in der Schweiz einer der am st\u00e4rksten betroffenen Sektoren ist, der unter starkem Druck steht und in dem 25% der Unternehmen gef\u00e4hrdet sind &#8211; dies spiegelt sich in anderen europ\u00e4ischen M\u00e4rkten wie Spanien und Italien wider, da die diskretion\u00e4ren Konsumausgaben reduziert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alessandro Farsaci, Managing Director und Head of Restructuring Schweiz bei Alvarez &amp; Marsal, h\u00e4lt fest:<\/strong> &#8220;Insgesamt haben die Schweizer Unternehmen eine bemerkenswerte Widerstandsf\u00e4higkeit bewiesen und weisen im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen Unternehmen konservativere Finanzierungsstrukturen auf, einschliessich einer geringeren Verschuldung. Doch die steigenden Zinskosten, der Fachkr\u00e4ftemangel und die allgemeine Stabilit\u00e4t der Weltwirtschaft stellen kurzfristig erhebliche Herausforderungen f\u00fcr Schweizer Unternehmen dar. Auch wenn die St\u00e4rke des Schweizer Frankens aus Sicht der Exporteure genau beobachtet wird, ist die Aufwertung derzeit weniger bedrohlich, da die Inflation in der Schweiz im Vergleich zu ihren gr\u00f6ssten Handelspartnern niedriger ist.&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das weltweit t\u00e4tige Beratungsunternehmen Alvarez &amp; Marsal (A&amp;M) hat heute seinen halbj\u00e4hrlich erscheinenden Alvarez &amp; Marsal Distress Alert (ADA)1 ver\u00f6ffentlicht, der die Ertrags- und Finanzlage von mehr als 7.0002 Unternehmen in Europa bewertet.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":18327,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[745],"class_list":["post-18323","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-alvarez-marsal"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18323"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18323\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}