{"id":1846,"date":"2016-01-07T06:00:00","date_gmt":"2016-01-07T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/01\/07\/2016-jahr-der-wahrheit-nach-dem-frankenschock\/"},"modified":"2016-01-07T06:00:00","modified_gmt":"2016-01-07T06:00:00","slug":"2016-jahr-der-wahrheit-nach-dem-frankenschock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/2016-jahr-der-wahrheit-nach-dem-frankenschock\/","title":{"rendered":"2016 &#8211; Jahr der Wahrheit nach dem Frankenschock"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die &Ouml;konomen von Raiffeisen Schweiz gehen davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr nicht richtig auf Touren kommen wird. Mit einer Wachstumsrate des Bruttoinlandproduktes von 0.9% d&uuml;rfte die Expansion der hiesigen Volkswirtschaft 2016 nur unwesentlich st&auml;rker als 2015 (0.7%) ausfallen&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch 2016 wird die W&auml;hrung Thema Nummer eins in der Schweiz sein. Nach dem Wechselkursschock vor gut einem Jahr ist das Ausmass der sprunghaften Frankenaufwertung h&ouml;chstens in Konturen sichtbar. Zwar gehen die &Ouml;konomen von Raiffeisen davon aus, dass die Wirtschaft langsam wieder auf die Beine kommt, rechnen aber mit einem langwierigeren Anpassungspfad als nach fr&uuml;heren Aufwertungsphasen. &laquo;Erfahrungswerte f&uuml;r einen derart extremen Wechselkursschock sind nicht vorhanden, umso unberechenbarer sind die Folgen&raquo;, h&auml;lt Martin Neff, Chef&ouml;konom von Raiffeisen, anl&auml;sslich der zum Jahresauftakt stattfindenden Raiffeisen Prognosekonferenz in Z&uuml;rich fest. &laquo;Die industrielle Basis der Schweiz ist angeschlagen wie selten zuvor. Nun liegen die Hoffnungen auf der globalen Konjunktur und insbesondere auf Europa, dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz&raquo;.<\/p>\n<p> <strong>Aufw&auml;rtspotenzial &uuml;berschaubar &ndash; Risiken &uuml;berwiegen<\/strong><br \/> Die Perspektiven der Weltwirtschaft sind intakt, aber nicht begeisternd. Die grossen Hoffnungen der Schweiz liegen auf dem globalen Wachstum und der &Uuml;berwindung der Rezession in Europa. Davon k&ouml;nnte sie hinsichtlich Wachstumsimpulse und weniger Druck auf die W&auml;hrung profitieren, wenn sich die globalen Perspektiven aufhellen. Gefahr droht von den Schwellenl&auml;ndern, die deutlich schw&auml;cher wachsen als noch vor Jahresfrist erwartet. Brasilien und Russland finden nur zaghaft aus der Rezession, nachdem der &Ouml;lpreiscrash die Finanzen in Schieflage versetzte und die W&auml;hrungen abst&uuml;rzen liess. Chinas Wachstumsmodell d&uuml;rfte 2016 kritisch verfolgt werden. R&uuml;ckschl&auml;ge sind vorprogrammiert, da es der chinesischen Exekutive immer schwerer f&auml;llt, die komplexe Wirtschaft effizient zu steuern und zu kontrollieren. Und die Eurozone steht vor einer erneuten Belastungsprobe. F&uuml;r einmal werden die Industriel&auml;nder die Zugpferde der globalen Konjunktur sein. Dies jedoch verhalten und nur, wenn die USA nicht zu viel Dynamik verliert. Dort stellt sich die Frage nach der zyklischen Reife des Aufschwungs, da sich die USA inzwischen im siebten Jahr der wirtschaftlichen Expansion befindet.<\/p>\n<p> <strong>Droht die Desindustrialisierung?<\/strong><br \/> In der Schweiz sind die Aufr&auml;umarbeiten nach der Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank vom 15. Januar 2015 nur zaghaft in Gang gekommen. Die Wirtschaft l&ouml;st sich nur langsam aus der Schockstarre und f&uuml;r viele Unternehmen insbesondere in der Zuliefererindustrie, gibt es kaum M&ouml;glichkeiten, die verlorene preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit wieder herzustellen. Zwar wirkt der &Ouml;lpreisverfall d&auml;mpfend, ebenso dass der Franken zum Euro heute n&auml;her bei 1.10 als bei Parit&auml;t liegt. &laquo;Es besteht allerdings die Gefahr, dass die Schweiz einen Teil ihrer industriellen Basis endg&uuml;ltig verliert&raquo;, so Martin Neff. &laquo;Das w&auml;re verheerend, denn diese ist ein wichtiger Schl&uuml;ssel zum Wohlstand des &#8220;Landes der Bastler und T&uuml;ftler&#8221;&raquo;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaft im Stich gelassen<\/strong><br \/> Der stetige, meist moderate Aufwertungsdruck auf den Franken ist eine historische Tatsache, mit der sich die Schweiz arrangieren konnte. Dank der starken W&auml;hrung ist die Wertsch&ouml;pfungsintensit&auml;t der Industrie h&ouml;her als anderswo und auf wenige Branchen und Nischen konzentriert. Eine Schockwelle, wie sie die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar 2015 ausl&ouml;ste, l&auml;sst sich jedoch nicht einfach &nbsp;wegstecken. Sie traf die Wirtschaft heftiger, als sich in den Zahlen bisher zeigte. &laquo;Die Schweiz ist eines der wenigsten L&auml;nder, das seine Wirtschaft einem derart rauen Klima aussetzt, ohne H&auml;rten abzufedern&raquo;, sagt Martin Neff. &laquo;Das ist bedenklich, da die Wirtschaft abgew&uuml;rgt zu werden droht. Erst recht in einer Zeit, in der man noch weit entfernt von einer geldpolitischen Normalisierung ist&raquo;. Die &Ouml;konomen von Raiffeisen pl&auml;dieren daf&uuml;r, dass der Bund die Wirtschaft gezielt selektiv unterst&uuml;tzt, bis der Anpassungsprozess aus eigener Kraft fortgesetzt werden kann. Leichte Entspannung ist 2016 in Sicht, weil sich der Franken gegen den Euro abschw&auml;chen d&uuml;rfte. Auf zw&ouml;lf Monate hinaus prognostiziert Raiffeisen einen Eurokurs von 1.14 Franken.<\/p>\n<p> <strong>Keine Zinserh&ouml;hung in Sicht<\/strong><br \/> Angesichts der w&auml;hrungspolitischen Situation ist in der Schweiz 2016 nicht mit steigenden Zinsen zu rechnen und es zeichnet sich eine gewisse Normalisierung ab. Zumindest am Kapitalmarkt d&uuml;rften bei l&auml;ngeren Laufzeiten wieder positive Renditen erzielt werden. Am Geldmarkt wird der Zins allerdings auch 2016 nicht aus der Minuszone kommen. 2016 wird damit zu einem &Uuml;bergangsjahr f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte. Und f&uuml;r die Schweiz das Jahr der Wahrheit nach dem Frankenschock.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &Ouml;konomen von Raiffeisen Schweiz gehen davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr nicht richtig auf Touren kommen wird. 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