{"id":1855,"date":"2016-01-14T06:00:00","date_gmt":"2016-01-14T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/01\/14\/the-year-after\/"},"modified":"2016-01-14T06:00:00","modified_gmt":"2016-01-14T06:00:00","slug":"the-year-after","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/the-year-after\/","title":{"rendered":"The year after"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Diese Woche begehen wir in der Schweiz das einj&auml;hrige Jubil&auml;um des sogenannten Frankenschocks&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor gut einem Jahr, am 15. Januar 2015 gab die Schweizerische Nationalbank Knall auf Fall bekannt, dass sie die Wechselkursuntergrenze fallen und den Franken wieder frei liesse. Was danach folgte, war in der Tat ein Schock. Der Franken unterschritt vor&uuml;bergehend die Parit&auml;t zum Euro und an der B&ouml;rse kam es zu einem regelrechten Ausverkauf.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gut ein Jahr sp&auml;ter notiert unsere W&auml;hrung gegen &uuml;ber dem Euro bei 1.08 (EUR\/CHF) und konnte sich wenigstens etwas von der Parit&auml;tsmarke absetzen, der man sich zuletzt im Fr&uuml;hsommer 2015 gef&auml;hrlich gen&auml;hert hatte. &bdquo;Frankenschock&ldquo; wurde dennoch von einer Jury aus Finanzexperten zum Finanzwort des Jahres 2015 erkoren &ndash; und das zu Recht. Damit hat es sich aber auch schon. Trotz t&auml;glicher Meldungen vom Frankenschock, gewinnt man den Eindruck, dass sich die Schweiz bereits damit abgefunden hat. Auch weil die Zahlen ja so schlecht nicht sind. Die Exporte legen real zu, die Importe explodieren zumindest in der Statistik nicht, wie das bef&uuml;rchtet wurde. Das insgesamt zaghafte Wachstum wird nicht weiter hinterfragt. Nicht gerade eitel Sonnenschein, aber auch kein Grund zur Sorge.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Starke W&auml;hrung, starke Exportwirtschaft Keine Frage: die Schweizer Wirtschaft hat in der Vergangenheit stets bewiesen, dass sie &uuml;ber eine hohe Anpassungsf&auml;higkeit verf&uuml;gt. Nur deshalb und im Gegensatz zu vielen anderen L&auml;ndern konnte die Schweiz einen &uuml;berdurchschnittlich hohen Anteil ihrer industriellen Wertsch&ouml;pfung im Lande behaupten. Das gelang sonst nur noch Deutschland und auch Deutschland hatte mit der Mark lange Zeit eine &auml;usserst starke W&auml;hrung. Dass eine harte W&auml;hrung dem Industriestandort eher dienlich als sch&auml;dlich ist, demonstriert die Schweiz seit Jahrzehnten eindr&uuml;cklich. Eine starke W&auml;hrung verlangt den Unternehmen viel ab, sichert aber auch deren Wettbewerbsf&auml;higkeit, da sie sich laufend entlang der Wertsch&ouml;pfungskette hocharbeiten m&uuml;ssen. In der Schweiz l&auml;sst sich diese Entwicklung auch exemplarisch gut dokumentieren. Die hiesige Uhrenindustrie ist Marktf&uuml;hrer im globalen Gesch&auml;ft mit hochpreisigen Uhren und nicht etwa im Massengesch&auml;ft. Unsere Exportindustrie weist einen einzigartig hohen Anteil sogenannter immobiler Schumpeterg&uuml;ter auf. Das sind G&uuml;ter, deren Wertsch&ouml;pfungskette nicht so ohne weiteres auseinandergerissen werden kann, weshalb es zu weniger Produktionsverlagerungen ins kosteng&uuml;nstigere Ausland kommt. Man denke an die Pharmaindustrie, wo die N&auml;he von Forschung und Entwicklung zur Produktion sehr viel wichtiger ist, als etwa bei der Produktion von Unterhaltungselektronik. Letztere kann problemlos einen geh&ouml;rigen Teil der Komponenten aus dem Ausland beziehen oder dort selbst kosteng&uuml;nstig anfertigen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Existenzfrage Die &uuml;ber Jahrzehnte aufwertende W&auml;hrung verdankt die Schweiz ihrer Stabilit&auml;t in wirtschaftlicher als auch politischer Hinsicht. Mit kontinuierlichen, aber meist dosierten Aufwertungssch&uuml;ben umzugehen, hat die Wirtschaft hierzulande &uuml;ber die Jahre gelernt. Was wir aber seit der Finanzkrise 2007\/08 erleben, ist auch f&uuml;r die Schweiz Neuland. Einen Aufwertungsschub des Schweizer Frankens in dieser Tragweite hat es historisch betrachtet n&auml;mlich noch nie gegeben. Der Euro ist die W&auml;hrung, mit der die meisten unserer Kunden bezahlen. In der &Auml;ra vor dem Euro gab es mit Mark oder Gulden wenigstens noch einen Hartw&auml;hrungsblock in Europa. Wenn der Euro heute schw&auml;chelt, ist gleich das ganze europ&auml;ische Absatzgebiet in Mitleidenschaft gezogen. Wer sich heute die 1.20 EUR\/CHF Wechselkursschwelle wieder herbeiw&uuml;nscht, vergisst, dass selbst dieser Wert fundamental nicht zu rechtfertigen ist und dass nicht die 1.10 EUR\/CHF Ausgangspunkt der Eurotalfahrt waren sondern die 1.65 im Sommer 2008. Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde schon ein Wert von 1.40 EUR\/CHF als untragbar angesehen. Im Gegensatz zu den Finanzm&auml;rkten, die 2009 dank Notenbanken zu einem &uuml;ber siebenj&auml;hrigen H&ouml;henflug ansetzten, sind die im Auslandsgesch&auml;ft t&auml;tigen Unternehmen der Schweiz seit 2008 im Dauerstress, der noch mit den zwei Schockwellen in den Jahren 2011 und 2015 versetzt war. Das ist keine Herausforderung sondern eine ultimative Bew&auml;hrungsprobe mit ungewissem Ausgang.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schweigen in Bern Nach dem grossen Aktivismus der Nationalbank &#8211; Stichwort Frankenr&uuml;tli &#8211; herrscht seit einem Jahr fast Totenstille. Die Exportwirtschaft ist mit dem Frankenschock g&auml;nzlich auf sich allein gestellt. Im Gegensatz zu anderen Notf&auml;llen der j&uuml;ngeren Schweizer Geschichte ist die Bereitschaft zur Hilfe gering, obwohl namhafte St&uuml;cke unserer Volkswirtschaft existenziell bedroht sind. K&ouml;nnten Exportindustrie und Tourismusbranche sich genauso auf Bern verlassen, wie das seinerzeit Swissair oder UBS durften, m&uuml;ssten sie heute nicht um ihre Existenz f&uuml;rchten. Daf&uuml;r ist es erstaunlich ruhig geworden. Die Ruhe vor dem Sturm?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche begehen wir in der Schweiz das einj&auml;hrige Jubil&auml;um des sogenannten Frankenschocks&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1855","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1855","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1855"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1855\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1855"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1855"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1855"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}