{"id":1865,"date":"2016-01-21T06:00:00","date_gmt":"2016-01-21T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/01\/21\/das-verflixte-siebte-jahr\/"},"modified":"2016-01-21T06:00:00","modified_gmt":"2016-01-21T06:00:00","slug":"das-verflixte-siebte-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/das-verflixte-siebte-jahr\/","title":{"rendered":"Das verflixte siebte Jahr!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Crash im Januar an der B&ouml;rse, nur sagt es noch keiner. Auch die Medien bem&uuml;hen das schlagzeilentr&auml;chtige Wort kaum&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle hoffen wohl, dass es bald schon wieder aufw&auml;rts geht und das Ganze dann in der Retroperspektive nur als &uuml;berf&auml;llige Korrektur in die B&uuml;cher eingeht. In Tat und Wahrheit ist aber schon das bisher Geschehene historisch einzigartig f&uuml;r einen Jahresauftakt. Der B&ouml;rsenzug scheint f&uuml;rs Erste einmal abgefahren. Denn was wir aktuell erleben, d&uuml;rfte mehr als einer der zahlreichen periodischen Betriebsunf&auml;lle sein, an die man sich die letzten Jahre gew&ouml;hnt hatte und die jeweils genutzt wurden, um zuzukaufen. Wie geschehen anl&auml;sslich der Eurokrise 2011 oder nach der Ank&uuml;ndigung Bernankes 2014, das QE zur&uuml;ckzufahren oder nach der Beinahe-Pleite der Griechen. Danach ging es jeweils wieder zackig nach oben &ndash; Geldpolitik sei Dank. Selbst den Wechselkursschock vom 15. Januar 2015 hatte der Schweizer Markt schnell weggesteckt. Ein Kauf direkt danach entpuppte sich sogar als Schn&auml;ppchenjagd &ndash; zumindest vor&uuml;bergehend.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sich im Sommer 2015 abzeichnete, niemand aber richtig wahrhaben wollte, ist jetzt eingetreten. Eine einzigartige und fundamental nur schwer begr&uuml;ndbare B&ouml;rsenrally findet ihr vorl&auml;ufiges Ende &ndash; nach einem siebenj&auml;hrigen H&ouml;henflug. Dar&uuml;ber dass das bald der Fall sein k&ouml;nnte, wurde schon l&auml;nger gemunkelt. Richtig laut sprach das aber kaum jemand aus. Die Heftigkeit der aktuellen Korrektur mag ja &uuml;bertrieben sein. Die Rally davor war dies aber mindestens genauso. Ich w&uuml;rde daher nicht darauf setzen, dass es das schon war mit den Kurseinbussen. Es scheint fast so, dass an den M&auml;rkten allm&auml;hlich Rationalit&auml;t einkehrt. Rationalit&auml;t an den Finanzm&auml;rkten heisst vor allem, sich nicht (mehr) auf andere zu verlassen bzw. auf fremde Hilfe zu hoffen und auf die Fundamentaldaten zu achten. Denn auch die Geldpolitik ist nicht allm&auml;chtig. Das ist wohl die wichtigste Erfahrung, welche die M&auml;rkte jetzt machen m&uuml;ssen. Als Rettungshilfe nach dem Lehman Debakel waren monet&auml;re Massnahmen vielleicht geeignet, nicht aber als Langzeittherapie eines chronisch kranken Patienten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo liegt das &bdquo;Problem&ldquo;? Egal welche m&ouml;gliche Begr&uuml;ndungen f&uuml;r den Crash seit Beginn des Jahres &uuml;ber den Ticker laufen. Sie sind nicht die Ursache f&uuml;r den Stimmungsumschwung an den M&auml;rkten. Es ist nicht der &Ouml;lpreiszerfall. Es ist auch nicht China, ebenso wenig wie der absehbare &bdquo;Haircut&ldquo; in Griechenland (der dann nur nicht so heissen d&uuml;rfte) oder die Gefahr eines zyklischen Abschwungs in den USA. Nicht einmal die unz&auml;hligen geopolitischen Unsicherheiten haben den Markt aus der Bahn geworfen. Denn das sind alles keine Neuigkeiten. Neu ist nur, dass sich die M&auml;rkte jetzt ernsthaft mit all diesen Unw&auml;gbarkeiten auseinander setzen. Obwohl l&auml;ngst absehbar, macht sich aus heiterem Himmel &ndash; wie bei jedem B&ouml;rsencrash &#8211; die Einsicht breit, dass sich eine ziemlich explosive Mischung zusammengebraut hat, die jederzeit detonieren k&ouml;nnte. Und was geschieht dann, wenn die Geldh&uuml;ter nicht mehr ihre sch&uuml;tzende Hand dar&uuml;ber halten? Es ist nicht die Sorge um die globale Konjunktur, sondern die Sorge dar&uuml;ber, was passiert, wenn die aktuelle Skepsis der M&auml;rkte f&uuml;r 2016 best&auml;tigt wird. Die M&auml;rkte verstehen pl&ouml;tzlich: Die Geldpolitik ist komplett ausgeschossen. In den USA h&auml;tte es gerade mal Raum f&uuml;r eine kleine Zinssenkung, falls die Konjunktur stocken sollte, und man w&auml;re wieder im alten Nullregime. Dass das die Konjunktur wieder in Schwung bringt, daran glaubt heute kaum ein Marktteilnehmer mehr. Das ist das Problem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schmerzhaft, aber &uuml;berf&auml;llig Im Grunde ist der jetzige Einbruch durchaus heilsam. So weh er auch tun mag. Er war &uuml;berf&auml;llig. Er bringt die M&auml;rkte ein geh&ouml;riges St&uuml;ckchen n&auml;her Richtung Realit&auml;t und relativiert, was den Markt in den letzten Jahren k&uuml;nstlich hochgehalten hat. Nicht zuletzt die sogenannte Alternativlosigkeit der Aktien im Nullzinsumfeld hat immer wieder dazu gef&uuml;hrt, dass es nach Korrekturen zu K&auml;ufen kam. Diese Alternativlosigkeit ist nach wie vor ein Argument, vor allem f&uuml;r strategische Investoren. Allerdings schmelzen auch Dividendenrenditen wie das Eis im Fr&uuml;hling, wenn die Konjunktur schw&auml;chelt, weshalb aus taktischer Warte noch Vorsicht angebracht scheint. Genau das ist wohl der Grund f&uuml;r die Nervosit&auml;t am Aktienmarkt. Die k&ouml;nnte &uuml;brigens noch l&auml;nger andauern, denn die W&auml;hrung der Weltuntergangspropheten Gold hat gestern die 1100 USD-Grenze per Unze nach oben durchbrochen, was als kleines Panikmass herbeigezogen werden kann. Wirklich alternativlos ist aktuell nur Gold. Und Cash nat&uuml;rlich. Also besser warten, bis die Nervosit&auml;t sich wieder deutlich gelegt hat. Das ist nicht Warten auf Godot, aber vielleicht Warten auf den Fr&uuml;hling. Dann wissen wir mehr, vor allem aus Amerika.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Crash im Januar an der B&ouml;rse, nur sagt es noch keiner. 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