{"id":1873,"date":"2016-01-26T06:00:00","date_gmt":"2016-01-26T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/01\/26\/globales-risiko\/"},"modified":"2016-01-26T06:00:00","modified_gmt":"2016-01-26T06:00:00","slug":"globales-risiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/globales-risiko\/","title":{"rendered":"Globales Risiko"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Christine Lagarde, gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Direktorin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), bezeichnete am Rande des WEF in Davos die Geldpolitik als Gefahr f&uuml;r die Weltwirtschaft&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ein beachtenswertes Votum f&uuml;r eine &ouml;ffentlich exponierte Person, die in den letzten Jahren nie als grosse Kritikerin der Politik der offenen Geldschleusen aufgefallen ist. Aber nur auf den ersten Blick. Denn genau genommen gilt ihre Sorge gar nicht dem expansiven Kurs der Notenbanken sondern der sogenannten Divergenz, dem Auseinanderdriften der Geldpolitik dies und jenseits des Atlantiks. Auch sie reiht sich damit in die Truppe derer ein, die &uuml;bertriebenen Respekt vor der geldpolitischen Normalisierung haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie schon mehrfach in dieser Kolumne ausgef&uuml;hrt, ist es bedenklich, wenn die gesamte Finanzgemeinschaft wegen einem bisschen h&ouml;heren Zinsen in Panik ger&auml;t. Aber bekanntlich reagiert an den Finanzm&auml;rkten nicht die Vernunft und eine Zinssenkung um ein Viertelchen kann ja auch schon mal eine B&ouml;rsenrally hervorrufen. Wieso also nicht auch andersrum? In Tat und Wahrheit geht es um etwas ganz Anderes. Nach &uuml;ber acht Jahren Grosseinsatz ist die Geldpolitik am Ende ihres Lateins. Nur wollen das die Geldh&uuml;ter weder dem Markt geschweige denn sich selbst eingestehen. Der Markt m&ouml;chte davon am liebsten sowieso gar nichts wissen, hat er sich doch nahezu zehn Jahre ausschliesslich auf die Geldpolitik verlassen. Die ber&uuml;hmte Stunde der Wahrheit, sprich die zum GAU hochstilisierte Zinswende in den USA hat nun aber doch mehr bewirkt, als urspr&uuml;nglich angenommen. Nicht wegen des Ausmasses, sondern wegen des Timings. Denn just nach dem kleinen Richtungswechsel der US-Notenbank kamen die M&auml;rkte ins Trudeln wie noch nie zu einem Jahresauftakt. Das ist wohl weniger dem Zinsschritt selbst zuzuschreiben, sondern eher der Sorge, dass die Wirtschaft bald schon wieder alleine laufen soll und die M&auml;rkte ihr das noch nicht oder nicht mehr zutrauen. Das z&ouml;gerliche Vorgehen Janet Yellens in den letzten Monaten, namentlich das st&auml;ndige Aufschieben der l&auml;ngst erwarteten Zinserh&ouml;hung und schier endlose Lamentieren dar&uuml;ber, ob die US-Wirtschaft das Viertelchen verkraften wird, hat mehr verunsichert als beruhigt. So sehr, dass sich nun die halbe Welt Gedanken dar&uuml;ber macht. Das w&auml;re heute kaum der Fall, h&auml;tte die Fed schon fr&uuml;her den Schneid aufgebracht, die Normalisierung einzuleiten. Jetzt ist es zu sp&auml;t daf&uuml;r und darum ist jetzt auch Feuer unterm Dach. Eine Konjunkturschw&auml;che &ndash; so das allgemeine Credo an den M&auml;rkten &ndash; w&auml;re nun Gift, liesse sie sich doch kaum mehr mit monet&auml;ren Mitteln beilegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Super Mario gibt nicht auf Mario Draghi l&auml;sst das alles kalt, genauso wie seinen japanischen Amtskollegen Haruhiko Kuroda. Unbeirrt fahren beide weiter auf Expansionskurs. Draghi hatte Anfang Dezember angedeutet, sein riesiges Anleihenkaufprogramm eventuell auszuweiten. Und er dozierte &#8211; nachdem die M&auml;rkte nach der EZBPressekonferenz Anfang Dezember einbrachen &#8211; die Finanzm&auml;rkte w&uuml;rden seine Politik untersch&auml;tzen. Auch die japanische Notenbank k&ouml;nnte angesichts der Marktverwerfungen und der harschen Korrektur an den B&ouml;rsen versucht sein, nochmals nachzulegen. So ist den beiden wenigstens der kurzfristige Applaus der Finanzm&auml;rkte sicher, egal wie schnell der Stimulus verpufft und darauf legen sie es wohl auch an. Letzte Woche machte der Nikkei in Japan einen Riesensatz, nur allein weil die Hoffnungen einer geldpolitischen Lockerung die Marktteilnehmer blendeten. Dabei w&auml;re es eher angebracht, sich Gedanken dar&uuml;ber zu machen, wieso die Geldpolitik immer mehr auf Granit beisst und in der Realwirtschaft gar nicht richtig ankommt. Die Glaubw&uuml;rdigkeit der Geldpolitik ist angekratzt, weil die Geldpolitik sich zu stark &ndash; um nicht zu sagen ausschliesslich &#8211; auf die Finanzm&auml;rkte konzentriert und sich auf Nebenkriegsschaupl&auml;tzen aufh&auml;lt, auf denen sie nichts bewirken kann. Stichwort Preisniveaustabilit&auml;t bzw. die leidige Diskussion um die Deflation. Wer glaubt denn noch daran, dass es den Geldh&uuml;tern nach achtj&auml;hriger Improvisation gelingt, die Inflation exakt so zu steuern, dass sie bei den jeweiligen Zielwerten landet? Nur sagen tut es niemand, denn die Geldh&uuml;ter sind im Gegensatz zur Exekutive Eminenzen, die zu kritisieren dem Normalb&uuml;rger nicht ansteht. Auch wenn sie erfolglos gegen Windm&uuml;hlen k&auml;mpfen. Das ist der Unterschied zwischen Geldh&uuml;ter und Politiker.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christine Lagarde, gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Direktorin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), bezeichnete am Rande des WEF in Davos die Geldpolitik als Gefahr f&uuml;r die Weltwirtschaft&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1873","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1873"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1873\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}