{"id":19002,"date":"2023-09-04T14:30:22","date_gmt":"2023-09-04T12:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19002"},"modified":"2023-09-04T14:30:22","modified_gmt":"2023-09-04T12:30:22","slug":"st-galler-kantonalbank-unterschaetze-nicht-die-nationalbank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-unterschaetze-nicht-die-nationalbank\/","title":{"rendered":"St. Galler Kantonalbank : Untersch\u00e4tze nicht die Nationalbank"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>St. Galler Kantonalbank<\/strong> : Der Franken hat in den letzten sechs Monaten gegen\u00fcber allen wichtigen W\u00e4hrungen an Wert zugelegt. Der Euro verlor in dieser Zeit fast 4%, der US- Dollar fast 6%.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von <\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Dr. Thomas Stucki<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">CIO der St.Galler Kanto<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">nalbank<\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rohstoffw\u00e4hrungen wie der Australische Dollar sind 10% billiger und der Yen b\u00fcsste als negativer Leader \u00fcber 12% zum Franken ein. Einzig das Britische Pfund konnte die Abwertung mit 1.5% in einem engeren Rahmen halten. Handelsgewichtet wurde der Franken seit Anfang M\u00e4rz um 5% teurer, ohne dass seine Funktion als sicherer Hafen gefragt war. Die Argumente f\u00fcr die Franken-St\u00e4rke sind die im Vergleich zu den anderen W\u00e4hrungsr\u00e4umen tiefere Inflation und die stattlichen Verk\u00e4ufe von Fremdw\u00e4hrungen durch die SNB.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun h\u00e4ufen sich die Kommentare, vor allem aus dem angels\u00e4chsischen Raum, die ein Ende der Franken-Hausse prognostizieren. Bei den CHF\/USD-Futures an der Chicago Mercantile Exchange haben die Nicht-Kommerziellen-Akteure grosse Short-Positionen gegen den Franken aufgebaut und gem\u00e4ss Daten von State Street sind die Short-Positionen von Institutionellen Investoren im Franken so gross wie nie in den letzten f\u00fcnf Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schweizer Besonderheiten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Argument dient wiederum die tiefe Inflation in der Schweiz und ein damit verbundenes Ende der Zinserh\u00f6hungen durch die SNB. Vergessen wird dabei jenseits des Atlantiks, dass die Inflationsberechnung in der Schweiz ein paar Sonderheiten beinhaltet. Das Gewicht der Energiepreise ist im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern geringer, was im letzten Jahr geholfen hat. Aufgrund der h\u00f6heren Mieten und den administrierten Preisen wie dem Strompreis wird die Inflationsrate bis im Januar wieder einen Sprung nach oben machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtiger f\u00fcr die Nationalbank ist jedoch, dass die Binnenteuerung zwar sinkt, aber mit 2.2% immer noch zu hoch ist. Konsumnahe Bereiche wie der Detailhandel oder das Gastgewerbe k\u00f6nnen die h\u00f6heren Kosten verbreitet an die Konsumenten weitergeben und tun dies auch. Eine letzte Zinserh\u00f6hung der SNB im September auf 2.00% ist daher angebracht. Im Gegensatz zu den USA werden danach Zinssenkungen in der Schweiz zumindest bis Ende 2024 kein Thema sein. Von der Zinsseite droht dem Franken somit kein Gegenwind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>SNB bleibt aktiv<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zweite Argument ist ein Stopp der Devisenverk\u00e4ufe durch die SNB als Reaktion auf die schw\u00e4cheren Konjunkturindikatoren. Obschon der Anstieg des Frankens durch die im Vergleich zum Ausland tiefere Inflation und weniger starken Lohnsteigerungen teilweise kompensiert wird, ist er eine Belastung f\u00fcr die exportorientieren Unternehmen. Deren Klagen \u00fcber den Franken nehmen entsprechend zu. Die SNB tut aber gut daran, das ruhige Fenster an den Finanzm\u00e4rkten f\u00fcr die weitere Reduktion ihrer Bilanz zu nutzen. Nur so kann sie die \u00fcbersch\u00fcssige Liquidit\u00e4t im Schweizer Wirtschaftssystem dauerhaft abbauen. Die anderen Hilfsmassnahmen wie die Ausgabe von SNB-Bills oder die Verzinsung von Bankguthaben k\u00f6nnen nur tempor\u00e4re L\u00f6sungen sein, um den Geldmarktzins auf dem gew\u00fcnschten Niveau zu halten. Die Nachfrage nach<br \/>\nFranken durch die SNB wird deshalb anhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass der Franken nicht zur Schw\u00e4che neigen wird und die Short-Seller mit ihren Positionen nicht gl\u00fccklich werden. In den USA gibt es die Regel \u00abDon\u2019t fight the Fed\u00bb. F\u00fcr die SNB gilt das Gleiche: Untersch\u00e4tze nicht die Nationalbank.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Galler Kantonalbank : Der Franken hat in den letzten sechs Monaten gegen\u00fcber allen wichtigen W\u00e4hrungen an Wert zugelegt. 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