{"id":19032,"date":"2023-09-05T12:00:43","date_gmt":"2023-09-05T10:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19032"},"modified":"2023-09-05T12:00:43","modified_gmt":"2023-09-05T10:00:43","slug":"blackrock-marktausblick-themen-fuers-letzte-jahresdrittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-themen-fuers-letzte-jahresdrittel\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick : Themen f\u00fcrs letzte Jahresdrittel"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>BlackRock :<\/strong> W\u00e4hrend sich f\u00fcr die EZB-Sitzung (Europ\u00e4ische Zentralbank) in der kommenden Woche eine weitere Zinsanhebung abzeichnet, k\u00f6nnte die Fed angesichts der leichten Entspannung am US-Arbeitsmarkt sechs Tage sp\u00e4ter auf einen solchen Schritt verzichten.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Dr. Martin L\u00fcck , Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<br \/>\n<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie dem auch immer sei:<\/strong> Nach mehr als einem Jahr, in dem die Kapitalm\u00e4rkte mit Argusaugen vor allem auf die Geldpolitik geschaut haben, k\u00f6nnte sich im letzten Drittel dieses Jahres der Fokus verschieben. Denn ob nun der Zinsgipfel tats\u00e4chlich erreicht ist oder an der einen oder anderen Stelle noch eine weitere Anhebung nachgelegt wird, d\u00fcrfte f\u00fcr den Gesamtblick auf Aktien und Anleihen eher nachrangig sein. Eher schon spielt eine Rolle, dass die Notenbanken wohl l\u00e4nger als urspr\u00fcnglich erwartet an den h\u00f6heren Zinsen festhalten werden, Stichwort \u201ehigher for longer\u201c (also \u201eh\u00f6her f\u00fcr l\u00e4nger\u201c). Aber auch dies d\u00fcrften die M\u00e4rkte weitgehend eingepreist haben, so dass der Blick frei wird f\u00fcr die sonst noch relevanten Themen Richtung Jahresende. Vor allem das Wachstum oder konkreter: die relativen Wachstumsperspektiven verschiedener Regionen d\u00fcrften hier eine Rolle spielen. Ausserdem spricht einiges daf\u00fcr, dass auch die immer deutlicheren Verschiebungen in der geostrategischen Architektur f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte Bedeutung erlangen, vor allem wenn es um die relative Attraktivit\u00e4t einzelner M\u00e4rkte und Regionen geht. F\u00fcr die DACH-Region schliesslich, und allen voran f\u00fcr Deutschland, d\u00fcrfte die anstehende k\u00e4ltere Jahreszeit den Blick erneut auf die Versorgungslage und den Preis f\u00fcr Energie lenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein starker Hinweis auf weitere Zinsschritte erfolgte nicht, wenngleich die US-Notenbank Fed ihren Leitzinsgipfel im Kampf gegen den heftigsten Inflationsschock seit Jahrzehnten m\u00f6glicherweise noch nicht ganz erklommen haben k\u00f6nnte.<\/strong> Wichtiger noch: Mr. Powell versuchte, wie von uns vermutet, den Fokus von der H\u00f6he der Leitzinsen auf die Dauer ihres Verbleibs zu verlagern. Im Nachgang der Rede verschoben sich die Markterwartungen f\u00fcr eine Senkung des US-Leitzinses auf Juni 2024, einen Monat sp\u00e4ter als zu Beginn der letzten Woche erwartet. Der Notenbankchef warnte vor einer weiterhin \u201ezu hohen\u201c Inflation und verlautbare, die Fed beabsichtige, \u201edie Geldpolitik auf einem restriktiven Niveau beizubehalten\u201c, bis der Preisdruck nachlasse bzw. sich die Inflation nachhaltig in Richtung der 2%-Zielmarke bewege. Gleichzeitig signalisierte er, dass die Fed dabei vorsichtig vorgehen werde und wog ab, \u201ezu viel zu tun, k\u00f6nnte der Wirtschaft auch unn\u00f6tigen Schaden zuf\u00fcgen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Neustart aus der Covid-Pandemie hat deutliche Wachstumsunterschiede zwischen den USA, Europa und Asien zutage treten lassen.<\/strong> In den Vereinigten Staaten lag der Schwerpunkt auf einer Normalisierung des Konsums von G\u00fctern zur\u00fcck auf Dienstleistungen, w\u00e4hrend die aggregierte Nachfrage sich dynamisch aus der Covid-Flaute heraus entwickelt und sogar den Schock der massivsten Zinsanhebungen seit 1980 \u2013 zumindest bis dato \u2013 ohne dramatischen Wachstumseinbruch oder gar Rezession \u00fcberstanden hat. Dazu kommt, dass durch expansive Fiskalpolitik, vor allem den Inflation Reduction Act (IRA), die Angebotsbedingungen verbessert und den US-Unternehmen damit, im Wettbewerb mit ihren globalen Pendants, Investitionen erleichtert wurden. In Europa ist im Vergleich die Wachstumsdynamik seit der Pandemie deutlich zur\u00fcckgeblieben. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr waren die schw\u00e4chere direkte Unterst\u00fctzung des privaten Verbrauchs w\u00e4hrend der Lockdowns sowie der z\u00e4here Fluss von Beihilfen f\u00fcr Unternehmen zur Aufrechterhaltung der Investitionst\u00e4tigkeit. Dazu kam, dass Europa erheblich st\u00e4rker von dem zweiten exogenen Schock der j\u00fcngeren Geschichte, Russlands Invasion in der Ukraine, getroffen wurde. Allein die im Vergleich zu den USA gut doppelt so hohe Belastung mit Energieaufwendungen relativ zum BIP (Bruttoinlandsprodukt) stellte eine erhebliche Wachstumsbremse f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen dar. Dazu kamen Ver\u00e4nderungen im Welthandel, von denen Europa ebenfalls st\u00e4rker betroffen ist als die USA. Asien schliesslich, das die Covid-Pandemie als letzte hinter sich liess, hat bisher einen bestenfalls durchwachsenen Neustart hinlegen k\u00f6nnen und ist, was das Wachstum betrifft, hinter den Erwartungen zur\u00fcckgeblieben. Wegen der Bedeutung der Region f\u00fcr die Weltwirtschaft hat dies R\u00fcckwirkungen, vor allem f\u00fcr die vom Handel abh\u00e4ngigen Volkswirtschaften Europas. Und mit Blick auf strukturelle Verschiebungen, etwa im Bereich der Bev\u00f6lkerungsentwicklung, sind perspektivisch weitere Herausforderungen f\u00fcr Ostasien und dessen Handelspartner nicht auszuschliessen. Derartige Ver\u00e4nderungen, die seit dem Fr\u00fchjahr immer klarer zutage treten, d\u00fcrften auch an den Finanzm\u00e4rkten zunehmend Beachtung finden. Eine entscheidende Frage dabei d\u00fcrfte sein, wie Europa darauf reagiert, dass in den anderen Bl\u00f6cken der Triade die Fiskalpolitik angesichts unzureichender wirtschaftlicher Dynamit wesentlich pragmatischer agiert. So hat die US-Regierung mit dem IRA nicht nur einen starken Wachstumsimpuls gesetzt, sondern auch die relative Wettbewerbsf\u00e4higkeit amerikanischer Unternehmen gest\u00e4rkt und damit Europa in Zugzwang gebracht. Von der Bereitschaft zu expansiver Fiskalpolitik in Ostasien ganz zu schweigen. Dagegen scheint auf dem alten Kontinent der Fokus nach wie vor auf einer R\u00fcckkehr zu m\u00f6glichst weitgehender fiskalischer Austerit\u00e4t zu liegen, sei es bei der R\u00fcckkehr zu den Vorgaben des Europ\u00e4ischen Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspaktes f\u00fcr die EU insgesamt, sei es bei der Schuldenbremse f\u00fcr Deutschland. Es besteht dadurch die Gefahr, dass eine Region, die schon jetzt im Wachstum deutlich zur\u00fcckf\u00e4llt und zudem von strukturellen Ver\u00e4nderungen st\u00e4rker betroffen wird als andere Teile der Welt, sich mit einer zu sehr auf Sparsamkeit gerichteten Politik selbst schadet. Auch dies d\u00fcrften Investoren zur Kenntnis nehmen und entsprechend einpreisen.<\/p>\n<p><strong>Energieversorgung im kommenden Winter: zu fr\u00fch f\u00fcr Entwarnung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar sind die deutschen Gasspeicher aktuell zu gut 94% gef\u00fcllt, der Gaspreis mit weniger als einem Viertel des Vorjahrespreises eher entspannt und auch der Verbrauch bis jetzt nahe dem niedrigen Niveau von September 2022, dennoch erscheint es f\u00fcr Entwarnung zu fr\u00fch. Vergessen wir nicht, dass die jetzige entspannte Versorgungslage den g\u00fcnstigen Ausgangswerten am Ende des letzten Winters zu verdanken ist. Einige wenige Monate deutlich k\u00e4lterer Temperaturen k\u00f6nnen das Bild schnell \u00e4ndern. Und wenn dieser ausklingende Sommer eines gezeigt hat, dann ist es doch die Unberechenbarkeit des Wetters. Anleger sollten also in den kommenden Wochen nicht nur das B\u00f6rsenbarometer gut im Blick behalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : W\u00e4hrend sich f\u00fcr die EZB-Sitzung (Europ\u00e4ische Zentralbank) in der kommenden Woche eine weitere Zinsanhebung abzeichnet, k\u00f6nnte die Fed angesichts der leichten Entspannung am US-Arbeitsmarkt sechs Tage sp\u00e4ter auf einen solchen Schritt verzichten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12776,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147,189,197],"class_list":["post-19032","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock","tag-ezb","tag-fed"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19032"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19032\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}