{"id":19063,"date":"2023-09-08T08:35:22","date_gmt":"2023-09-08T06:35:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19063"},"modified":"2023-09-08T08:35:22","modified_gmt":"2023-09-08T06:35:22","slug":"dje-marktausblick-kurzfristige-markttechnische-erholung-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dje-marktausblick-kurzfristige-markttechnische-erholung-moeglich\/","title":{"rendered":"DJE Marktausblick: Kurzfristige markttechnische Erholung m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>DJE<\/strong> : Verschiedene Gr\u00fcnde sprechen f\u00fcr eine kurzfristige markttechnische Erholung im September. Mittelfristig jedoch bleiben wir weiterhin vorsichtig, da nicht zuletzt in Europa die Konjunkturrisiken steigen.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Strategie-Team der DJE Kapital AG<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Potenzial sehen wir u.a. in Japan und bei Unternehmen, die vom \u201eInflation Reduction Act\u201c der USA profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im September halten wir Vorsicht weiterhin f\u00fcr angebracht, auch wenn kurzfristig eine (markttechnische) Erholung m\u00f6glich ist. Daf\u00fcr gibt es verschiedene Gr\u00fcnde: Saisonal gesehen ist der September oft ein eher schwieriger Monat. Monet\u00e4r ist die Situation unver\u00e4ndert als negativ einzustufen. Zwar h\u00e4lt sich die Konjunktur in den USA gut, aber in Europa nehmen die Konjunkturrisiken weiter zu. Markttechnische Indikatoren haben sich die letzten Wochen klar verbessert und offerieren ein gewisses kurzfristiges Erholungspotenzial. Mittelfristig bleibt der allgemeine Marktausblick aber schwierig. Mit einem Fokus auf Sondersituationen (s. Chancen) sollte sich diese Phase gut \u00fcberstehen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Chancen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Japan bietet Potenzial<\/strong><br \/>\nDas Land der aufgehenden Sonne bietet dank der kaum ver\u00e4nderten expansiven Leitzinspolitik ein relativ gutes Geldmengenwachstum. Ausserdem profitiert es aktuell vom \u201eNear shoring\u201c, d.h. vom Auslagern von Produktionen aus anderen L\u00e4ndern der Region nach Japan. Und schliesslich ist der japanische Aktienmarkt in globalen Fonds nicht \u00fcbergewichtet und analytisch nicht teuer.<br \/>\nEnergiesektor mit verbessertem Umfeld<br \/>\nTendenziell sollte sich das fundamentale Umfeld des Energiesektors verbessern. Unter anderem ist die Bohraktivit\u00e4t in den USA r\u00fcckl\u00e4ufig, und es besteht Streikrisiko bei Fl\u00fcssiggas-(LNG)-Produktionsst\u00e4tten in Australien, was zu steigenden Energiepreisen f\u00fchren d\u00fcrfte. Zudem ist der Sektor in globalen Fonds nicht \u00fcbergewichtet.<br \/>\nUS Inflation Reduction Act<br \/>\nUnternehmen aus den USA und solche, die ihre Produktion ganz oder teilweise dorthin verlagern, k\u00f6nnen vom US Inflation Reduction Act profitieren und damit eine fiskalpolitische Sonderkonjunktur erfahren.<br \/>\nVersorger<br \/>\nChancen sehen wir auch bei ausgew\u00e4hlten Unternehmen aus dem Versorgersektor und des Private Equity-Segments<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Risiken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>R\u00fcckl\u00e4ufige Geldmenge<\/strong><br \/>\nIn den USA und Europa sind die Geldmengenaggregate M1 deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Geldmenge M1 setzt sich aus den Sichteinlagen der Nichtbanken und dem Bargeldumlauf im Euro-Raum zusammen. Mit Sichteinlagen sind die Bankguthaben gemeint, f\u00fcr die es keine bestimmte Laufzeit oder K\u00fcndigungsfrist gibt. Nach unserem hausinternen FMM-Modell hat sich das Anlageumfeld zuletzt weiter verschlechtert.<br \/>\nRezession in Deutschland und Europa<br \/>\nIn Deutschland hat die Rezession mit zwei aufeinanderfolgenden negativen Quartalen bereits eingesetzt, in Europa wird sie kommen: eine tiefe und l\u00e4nger anhaltende Rezession. Wir meiden Aktien, die stark vom deutschen bzw. europ\u00e4ischen Binnenkonsum abh\u00e4ngen.<br \/>\nSektoren Automobilindustrie und Chemie<br \/>\nDen deutschen Schl\u00fcsselbranchen Automobile und Chemie d\u00fcrften schwierige Zeiten bevorstehen, da ihre internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit aus verschiedenen Gr\u00fcnden (E-Mobilit\u00e4t dr\u00fcckt auf Verbrenner-Marge und starke E-Auto-Konkurrenz aus den USA und China bzw. hohe Energiekosten) abnehmen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fundamental<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>USA: Rezession oder \u201eSoft landing\u201c?<\/strong><br \/>\n<strong>Japan mit guter Entwicklung<\/strong><br \/>\n<strong>China als \u201eWachstumsbremse\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>Deutschland und Europa in Rezession<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kernfrage ist, ob es in den USA zu einer Rezession kommt oder nicht. Aktuell entwickeln sich die US-Unternehmensgewinne noch \u00fcberwiegend gut, ein \u201eHard landing\u201c ist von den meisten Marktteilnehmern nicht eingepreist, aber negative Konjunktur\u00fcberraschungen k\u00f6nnen wir nicht ausschliessen. Zum Beispiel k\u00f6nnte der Binnenkonsum in den USA sinken, und die Sparquote k\u00f6nnte wieder st\u00e4rker steigen \u2013 inzwischen ist sie von 8% auf 4% gefallen. Eine wichtige Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Konjunktur und den US-Industriesektor bleibt der IRA (Inflation Reduction Act).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Japan bietet dank der kaum ver\u00e4nderten expansiven Leitzinspolitik weltweit mit das beste Geldmengenwachstum. Ausserdem profitiert es aktuell vom \u201eNear shoring\u201c, d.h. vom Auslagern von Produktionen aus anderen L\u00e4ndern der Region nach Japan. Die japanischen Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr den verarbeitenden Sektor und den Dienstleistungssektor liegen beide im expansiven Bereich und signalisieren damit k\u00fcnftiges Wirtschaftswachstum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">China kommt dagegen nicht in Gang und ist derzeit eher \u201eWachstumsbremse\u201c als \u201eWachstumslokomotive\u201c der Weltwirtschaft. Es ist keine gr\u00f6ssere fiskalpolitische Stimulierung in Sicht. Der Immobilienmarkt ist schwer belastet, und es ist ein Vertrauensverlust in Wealth-Management-Produkte wahrnehmbar. Chinesische Aktien erscheinen aktuell sehr g\u00fcnstig. Dennoch sprechen die Rahmenbedingungen, auch politisch, aus unserer Sicht gegenw\u00e4rtig eher f\u00fcr den Aktienmarkt der USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland hat die Rezession mit zwei aufeinanderfolgenden negativen Quartalen bereits eingesetzt, in Europa wird sie kommen: eine tiefe und l\u00e4nger anhaltende Rezession. Die Konjunkturrisiken nehmen weiter zu, zum Beispiel ist der Einkaufsmanagerindex f\u00fcr die Industrie im Euroraum tief im rezessiven Bereich, und der Index f\u00fcr den Dienstleistungssektor ist in den rezessiven Bereich gerutscht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Monet\u00e4r<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Positiv: Sentiment eingebrochen<\/strong><br \/>\n<strong>Negativ: Fallende Advance-Decline-Linie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurzfristig ist der grosse Optimismus an den M\u00e4rkten verschwunden bzw. das Sentiment ist eingebrochen. Deutlich wird dies beim Anstieg des Put-Call-Ratios, d.h., es werden mehr Puts als Calls gekauft, und der \u201eFear&amp;Greed\u201c-Index tendiert in Richtung Furcht (fear) und nicht in Richtung Gier (greed). Ausserdem verzeichnete der NAAIM-Index (National Association of Active Investment Managers = Nationaler Verband aktiver Investment-Manager) einen deutlichen R\u00fcckgang. Dieser Indikator gibt an, wie stark die Mitglieder dieses Verbandes (u.a. Verm\u00f6gensverwalter und Fondsmanager) derzeit in Aktien investiert sind. Diese Anzeichen zusammengenommen sprechen antizyklisch f\u00fcr eine kurzfristige Erholung des Marktes<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der anderen Seite ist die sogenannte Advance-Decline-Linie gefallen. Diese AD-Linie ist ein Indikator der Charttechnik f\u00fcr die Ermittlung des Trends in einem Gesamtmarkt. Zu seiner Berechnung werden alle Aktien eines Marktes mit Tagesverlust von den Aktien mit Tagesgewinn abgezogen. In der Vergangenheit waren fallende bzw. schlechte AD-Linien ein Vorl\u00e4ufer f\u00fcr Aktienbaissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DJE : Verschiedene Gr\u00fcnde sprechen f\u00fcr eine kurzfristige markttechnische Erholung im September. 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