{"id":19086,"date":"2023-09-11T12:06:35","date_gmt":"2023-09-11T10:06:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19086"},"modified":"2023-09-11T12:06:35","modified_gmt":"2023-09-11T10:06:35","slug":"carmignac-wirtschaft-und-maerkte-europa-auf-der-ueberholspur-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/carmignac-wirtschaft-und-maerkte-europa-auf-der-ueberholspur-2\/","title":{"rendered":"Carmignac: Es lebe der August!"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Carmignac<\/strong> :Die gr\u00f6sste \u00dcberraschung der vergangenen Quartale war gewiss die Widerstandsf\u00e4higkeit der US-Wirtschaft.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Fr\u00e9d\u00e9ric Leroux, Mitglied des Strategic Investment Committee von Carmignac<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie konnte sie den Schock, den die US-Notenbank mit ihrer Anhebung der Leitzinsen um 500 Basispunkte in nur 17 Monaten ausgel\u00f6st hatte, derart unbeeindruckt \u00fcberstehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hatten durchaus die wesentlichen Faktoren ihrer m\u00f6glichen Widerstandsf\u00e4higkeit ermittelt. Dies waren zus\u00e4tzliche, w\u00e4hrend der Pandemie gebildete Sparguthaben, die starke Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Konsum leisten sollten, ein durch die gute Entwicklung von Finanz- und Immobilienwerten verst\u00e4rkter Reichtumseffekt, Lohnerh\u00f6hungen, die den privaten Haushalten nach und nach erm\u00f6glichen, mit der Inflation fertigzuwerden, usw. Und dennoch mussten wir wie viele andere Quartal f\u00fcr Quartal das Datum des Beginns einer Konjunkturschw\u00e4che in den USA, mit der wir immer noch rechnen, weiter in die Zukunft verschieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese noch nicht eingetretene Konjunkturschw\u00e4che hat sich in einem Anstieg der Zinsen auf amerikanische und europ\u00e4ische Anleihen auf den h\u00f6chsten Stand des Zyklus niedergeschlagen, der im M\u00e4rz 2020 begann, obwohl die US-Gesamtinflation paradoxerweise von 9% im Juni 2022 auf 3,2% im Juli dieses Jahres zur\u00fcckging. Dieser Druck auf die langfristigen Zinsen hat letztendlich die Aktienm\u00e4rkte geschw\u00e4cht. W\u00e4hrend sie den Juli auf ihren Jahreshochs schlossen, mussten sie im August zwischen 5% und 9% wieder abgeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Steht zu bef\u00fcrchten, dass diese vorhersehbare Schw\u00e4che mit hohen Zinsen einhergeht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte man sich nicht vielmehr f\u00fcr die kommenden Monate von dieser Konjunkturschw\u00e4che eine \u201emakellose Disinflation\u201c erhoffen, also eine durch die Zinsanhebungen erm\u00f6glichte Disinflation, die keine Rezession nach sich zieht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um diese Frage zu beantworten, ist es zun\u00e4chst einmal hilfreich zu wissen, ob die zu beobachtende Divergenz zwischen Inflation und Zinss\u00e4tzen anormal ist. Unsere Recherchen zeigen eindeutig, dass die Zinsen in der letzten langen Inflationsphase (1965-1980) erst nach einem Abflauen der Inflation zur\u00fcckgingen, und das mit einem zeitlichen Verzug von sechs bis achtzehn Monaten. Umgekehrt ging einem Anstieg der Inflation systematisch ein Anstieg der Zinsen voraus. In diesem langen Zeitraum der Inflation, die sich wellenf\u00f6rmig entwickelte, haben die Anleihenm\u00e4rkte richtigerweise damit gerechnet, dass die Inflation l\u00e4nger anhalten w\u00fcrde. Deshalb dauerten im Vergleich zur Inflation ihr Anstieg l\u00e4nger und ihr R\u00fcckgang k\u00fcrzer an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das in den vergangenen Quartalen beobachtete Verh\u00e4ltnis zwischen Preisen und Anleihenzinsen folgt mit zeitlicher Verz\u00f6gerung dem R\u00fcckgang der Inflation, was \u201enormal\u201c ist, wenn man die M\u00f6glichkeit von anhaltendem Inflationsdruck einr\u00e4umt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es schliesst hingegen nicht die M\u00f6glichkeit eines bevorstehenden R\u00fcckgangs der Anleihenzinsen aus, solange die Glaubw\u00fcrdigkeit der Zentralbanken in ihrem Kampf gegen die Inflation nicht infrage gestellt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor diesem Hintergrund sollte man auf das h\u00f6ren, was gute \u00d6konomen sagen. Ihre Botschaft ist klar: Die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt und die M\u00f6glichkeit einer schon baldigen Erholung des verarbeitenden Gewerbes in den USA werden die Fed dazu veranlassen, ihre Leitzinsen solange wie m\u00f6glich auf hohem Niveau zu belassen, die dann letztendlich f\u00fcr den erwarteten Konjunkturr\u00fcckgang sorgen werden. Denn die zus\u00e4tzlichen Ersparnisse schmelzen so schnell dahin wie der Schnee in der Sonne. Sie bieten nur noch ein recht d\u00fcnnes Sicherheitspolster f\u00fcr die Verbraucher, die die Wirtschaft doch stark gest\u00fctzt haben. Auch die Effekte der geldpolitischen Straffung werden immer erst zeitverz\u00f6gert in der Wirtschaft sp\u00fcrbar. In diesem Fall war diese Straffung auf einen so kurzen Zeitraum konzentriert, dass sich ein guter Teil der Auswirkungen wahrscheinlich \u00fcberhaupt erst noch einstellen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist es daher durchaus denkbar, dass der August der Monat sein wird, in dem die Zinss\u00e4tze zum ersten Mal seit M\u00e4rz 2021 \u00fcber der Kerninflation (ohne Lebensmittel und Energie) liegen werden. Da saisonale Effekte weiterhin einen Preisr\u00fcckgang beg\u00fcnstigen, d\u00fcrfen wir zudem hoffen, dass die Zinsen auf 10-j\u00e4hrige US-Anleihen von ihrem H\u00f6chststand im August von 4,36% allm\u00e4hlich wieder auf 3,5% sinken werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dieser Annahme gibt es keinen besonderen Grund, von einer Verschlimmerung der j\u00fcngsten Korrektur der Aktienm\u00e4rkte auszugehen. Ganz im Gegenteil gibt es viele Gr\u00fcnde anzunehmen, dass Anleihenanlagen zu einer guten Entwicklung unserer Portfolios beitragen werden. Growth-Aktien mit hoher Transparenz und guter Qualit\u00e4t, die von den M\u00e4rkten hoch bewertet werden, werden dann, beg\u00fcnstigt vom R\u00fcckgang der langfristigen Zinsen,, ihren Kursanstieg fortsetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00e4rkte haben wie viele von uns im August eine Pause eingelegt. Sie scheinen den Wunsch zu hegen, nach dieser Sommerpause ihre neu getankte Kraft unter Beweis zu stellen. Wir sollten jedoch weiterhin ein hohes Ma\u00df an Wachsamkeit walten lassen, denn vielleicht zeigen uns die Zinsen, dass die Hydra der Inflation noch nicht niedergestreckt ist. Unsere Aufgabe ist es daher, einen Teil unserer Anlagen rechtzeitig in Verm\u00f6genswerte umzuschichten, die damit am besten umgehen k\u00f6nnen. Die R\u00fcckkehr des Konjunkturzyklus erfordert Wendigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carmignac :Die gr\u00f6sste \u00dcberraschung der vergangenen Quartale war gewiss die Widerstandsf\u00e4higkeit der US-Wirtschaft.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":16727,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[140],"class_list":["post-19086","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-carmignac"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19086"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19086\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}