{"id":19158,"date":"2023-09-19T14:39:18","date_gmt":"2023-09-19T12:39:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19158"},"modified":"2024-01-23T11:34:08","modified_gmt":"2024-01-23T10:34:08","slug":"blackrock-marktausblick-investieren-am-zinsplateau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-investieren-am-zinsplateau\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick : \u201cInvestieren am Zinsplateau\u201d"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR-LU\"><strong>BlackRock<\/strong> : Der US-Aktienmarkt, gemessen am S&amp;P 500, trat in der vergangenen Handelswoche auf der Stelle, w\u00e4hrend die europ\u00e4ische B\u00f6rse, gemessen am EuroStoxx50, im Nachgang des Zinsentscheids der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) Zuw\u00e4chse von rund 1,4% verzeichnete.<br \/>\n<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von Ann-Katrin Petersen CFA BlackRock Senior Kapitalmarktstrategin<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Euro-Wechselkurs notierte per Wochenabschluss um knapp 0,5% schw\u00e4cher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer knappen Entscheidung hatten die Notenbanker im Frankfurter Ostend am Donnerstag ihre Leitzinsen zwar erneut um 25 Basispunkte angehoben und damit auf seit Gr\u00fcndung des Euroraums 1999 nie gesehene Niveaus bef\u00f6rdert. Allerdings handelte es sich um einen \u201etaubenhaft\u201c anmutenden Zinsschritt: EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde signalisierte, dass dies wahrscheinlich die letzte Zinserh\u00f6hung in einem wohlgemerkt aussergew\u00f6hnlich scharfen geldpolitischen Straffungszyklus sein werde (\u201e&#8230;dass die EZB-Leitzinsen ein Niveau erreicht haben, das \u2013 wenn es lange genug aufrechterhalten wird \u2013 einen erheblichen Beitrag zu einer zeitnahen R\u00fcckkehr der Inflation auf den Zielwert leisten wird.\u201c). Seit Juli 2022 haben die W\u00e4hrungsh\u00fcter die Leitzinsen damit im Kampf gegen Inflationsrisiken zehnmal um insgesamt 450 Basispunkte angehoben, auf einen Einlagenzins von 4,0% und Hauptrefinanzierungssatz von 4,5%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun verlagert sich der Fokus von der Frage der H\u00f6he der Leitzinsen hin zur Frage, wie lange diese auf restriktiven Niveaus verharren. Unsere Einsch\u00e4tzung: Auf den Leitzinsgipfel d\u00fcrfte ein Zinsplateau folgen, kein baldiges Zur\u00fcckrutschen ins Tal der Niedrigzinsen. Zweifelsohne wurden Fortschritte bei der Inflationsbek\u00e4mpfung erzielt, die 2%-Preisstabilit\u00e4tsmarke der EZB ist allerdings noch nicht erreicht. Wir gehen davon aus, dass der (unterliegende) Inflationsdruck im Euroraum angesichts eines angespannten Arbeitsmarkts und ged\u00e4mpfter Produktivit\u00e4t auf absehbare Zeit weiterhin hartn\u00e4ckig so hoch ausf\u00e4llt, so dass die EZB erst weit ins Jahr 2024 eine Zinssenkung wagen wird. So signalisierten die j\u00fcngsten makro\u00f6konomischen EZB-Projektionen, dass die durchschnittliche Inflation im Jahr 2025 immer noch leicht \u00fcber der Zielmarke liegen k\u00f6nnte (2,1%), nach 5,6 % in diesem und 3,2% im Jahr 2024. Mit anderen Worten: Der Kampf gegen die zu hohe Inflation im Euroraum ist noch nicht g\u00e4nzlich gewonnen. Erkenntnisreich wird sein, ob die im Dezember ver\u00f6ffentlichten EZB-Projektionen f\u00fcr das Jahr 2026 \u201eendlich\u201c wieder zielkonform ausfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konjunktur: Euroraum-Fr\u00fchindikatoren fortgesetzt tr\u00fcbe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vollst\u00e4ndigkeit halber sei angemerkt, dass ein weiteres \u201eFinetuning\u201c am Zinsplateau m\u00f6glich w\u00e4re. Pr\u00e4sidentin Lagarde schloss eine weitere Anhebung im Falle \u00fcberraschender Daten zu Inflationsaussichten, der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und St\u00e4rke der geldpolitischen Transmission nicht vollst\u00e4ndig aus (Stichwort \u201eDatenabh\u00e4ngigkeit\u201c). Dieser erwartbare Disclaimer f\u00e4llt jedoch in die Kategorie \u201egute Zentralbankerpflicht\u201c, denn die Messlatte f\u00fcr ein noch h\u00f6her liegendes Zinsplateau h\u00e4ngt \u00e4usserst hoch. So senkten die EZB-Experten ihre Wachstumsprognosen zwar deutlich, rechnen aber nach wie vor nicht mit einer Rezession. Dabei tritt die Bremswirkung der beispiellosen geldpolitischen Straffung immer sp\u00fcrbarer zutage. Die Finanzierungsbedingungen haben sich weiter versch\u00e4rft und d\u00e4mpfen zunehmend die Binnennachfrage. Gepaart mit einem anhaltenden Lagerabbau und der nachlassenden Wachstumsdynamik im wichtigsten Exportmarkt Ostasien verdichten sich die Hinweise auf eine Konjunkturdelle in den kommenden Quartalen. Bereits die Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr den Monat August hatten wenig Interpretationsspielraum dar\u00fcber zugelassen, wie es um die Wirtschaft in der Eurozone steht. Nach der Industrie wies auch Dienstleistungsgewerbe Rezessionssymptome auf (der Index sank im August zum vierten Mal in Folge auf 48,3 Punkte). Beide Stimmungsbarometer d\u00fcrften im September (am Freitag ver\u00f6ffentlicht) deutlich unterhalb der Expansionsmarke von 50 Z\u00e4hlern verharren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick auf die Zukunft k\u00f6nnte die EZB ihren Policy-Mix anpassen und versuchen, ihre Geldpolitik zunehmend mithilfe bilanz- statt zinspolitischer Instrumente restriktiv auszurichten: Sie k\u00f6nnte die quantitative Straffung beschleunigen (d.h. ihr 1,7-Euro- Billionen schweres Obligationenportfolio schneller abschmelzen lassen), indem sie das Ende der Reinvestitionen im Rahmen des sog. PEPP-Programms (Pandemie-Notfallankaufprogramm; Pandemic Emergency Purchase Programme) vorzieht. Eine geringere Zentralbanknachfrage nach Staatsobligationen w\u00e4re von Belang nicht zuletzt in einem fiskalpolitischen Umfeld, in dem die G\u00fcrtel ab dem kommenden Jahr wieder enger geschnallt werden sollen. Fast vier Jahre lang waren vor dem Hintergrund von Pandemie und Energiekrise die strikten EU-Fiskalregeln ausser Kraft gesetzt worden, um es den Finanzministern zu erm\u00f6glichen, die Konjunktur zu st\u00fctzen. Nun stehen die in Berlin, Paris, Rom, Madrid und anderen Hauptst\u00e4dten festgezurrten Haushaltspl\u00e4ne wieder verst\u00e4rkt unter der kritischen Beobachtung Br\u00fcssels. Und aktuell verzeichnet etwa die H\u00e4lfte der EU-Mitgliedsl\u00e4nder Neuverschuldungsquoten oberhalb der Schwelle von 3% der Wirtschaftsleistung. In Italien verdichteten sich zuletzt die Hinweise auf eine merkliche Aufw\u00e4rtsrevision der Defizite. Gleichzeitig ist die geplante Reform der EU-Fiskalregeln, die mit einer gr\u00f6sseren Flexibilit\u00e4t einhergehen soll, was laut Beobachtern insbesondere Frankreich, Italien und Spanien zugutek\u00e4me, noch nicht in trockenen T\u00fcchern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geldpolitik: Vom Zinsgipfel zum Zinsplateau, mit Ausnahme Japans<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kommenden Woche richtet sich das Augenmerk auf die Zinsentscheidungen weiterer grosser Zentralbanken, darunter die US-Notenbank Fed (Mittwoch), Bank of England und Schweizerischer Nationalbank (Donnerstag) und Bank of Japan (BoJ) (Freitag). Mit Ausnahme Japans scheint der Zinsgipfel in allen Regionen zu nahen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Anpassung des japanischen Leitzinses von derzeit &#8211; 0,1% k\u00e4me \u00fcberraschend. Laut einer Bloomberg-Umfrage rechnen alle teilnehmenden 46 BoJ-Beobachter mit einer ruhigen Hand. Allerdings k\u00f6nnte die BoJ eine m\u00f6gliche mittelfristige \u00c4nderung ihrer Negativzins-Politik in Aussicht stellen. Auf die Goldwaage sollte daher gelegt werden, welche Worte Gouverneur Kazuo Ueda in der Pressekonferenz w\u00e4hlt. In den letzten Wochen hatte am Markt eine gewisse Verwirrung \u00fcber die Absichten Uedas geherrscht. Denn in einem Interview mit der Zeitung Yomiuri schien der Notenbankchef anzudeuten, dass das Potenzial f\u00fcr einen Anstieg der L\u00f6hne und Preise hinreichend klar sei, um \u00fcber die Abschaffung der Negativzinsen nachzudenken. Aber \u201emit der Angelegenheit vertraute Personen\u201c teilten anschliessend \u00fcber die Presse mit, dass es sich dabei um allgemeine Kommentare gehandelt habe, die nicht als Marktorientierung verstanden werden sollten. Daher ist die Sitzung am Freitag wichtig \u2013 um die klarstellenden Bemerkungen zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA wiederum liegt nach kr\u00e4ftigen Zinserh\u00f6hungen von insgesamt 525 Basispunkten der Leitzinskorridor von 5,25-5,50% mittlerweile zumindest ungef\u00e4hr dort, wo er nach Ansicht der US-Notenbanker hingeh\u00f6rt. Mit einer Verschnaufpause im Juni, gefolgt von einem erneuten Zinsschritt in H\u00f6he von 25 Basispunkte im Juli hat die Fed das Straffungstempo bereits zur\u00fcckgenommen. Der Geldmarkt preist die Chance f\u00fcr eine letzte US-Zinserh\u00f6hung dieses Jahr allerdings noch bei etwa 40%. Aufschlussreich sollte einmal mehr der \u201eDot Plot\u201c sein, also die Einsch\u00e4tzung der US-Notenbanker hinsichtlich des angemessenen Leitzinspfades. Eine unver\u00e4nderte Median-Einsch\u00e4tzung von 5,6% per Ende 2023 entspr\u00e4che einer weiteren Zinserh\u00f6hung von 25 Basispunkten bei nur noch zwei weiteren Entscheiden in diesem Jahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweifelsohne war die j\u00fcngste Abschw\u00e4chung des Inflationsdrucks in den USA eine gute Nachricht. Die j\u00fcngsten Kerninflationswerte sind aus dem aufw\u00e4rtsgerichteten Muster der letzten zwei Jahre ausgebrochen. Die Teuerung unter Ausschluss von Nahrung und Energie fiel im August weiter auf 4,3%. Dies stellt einen echten Fortschritt dar und zeigt, dass der pandemiebedingte Schock bei den Konsumausgaben f\u00fcr Waren und Dienstleistungen nachl\u00e4sst. Weitgehend unbemerkt befindet sich die US-Wirtschaft bereits seit eineinhalb Jahren in der Stagnation, gemessen am Durchschnitt g\u00e4ngiger Wachstumsmassst\u00e4be. Sollte die US-Wirtschaft wie von uns erwartet ein weiteres Jahr lang weitgehend stagnieren, handelte es sich, abgesehen von der globalen Finanzkrise 2008\/09, um die schw\u00e4chste zweij\u00e4hrige Wachstumsphase in der Nachkriegszeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig rechnen wir mit einem schwankungsreichen US-amerikanischen Inflationspfad, was wiederum zu erratischen Zinserwartungen beitragen k\u00f6nnte. Denn w\u00e4hrend ein Schock nachl\u00e4sst, scheint ein zweiter \u2013 die alternde Erwerbsbev\u00f6lkerung \u2013 bereit, das Zepter schrittweise zu \u00fcbernehmen. Dies wiederum k\u00f6nnte die Inflation auf eine Achterbahnfahrt schicken. Denn es entstehen immer noch mehr Arbeitspl\u00e4tze, als Personen neu auf den Arbeitsmarkt dr\u00e4ngen. Eine alternde Erwerbsbev\u00f6lkerung bedeutet unseren Sch\u00e4tzungen zufolge, dass die US-Wirtschaft bald voraussichtlich nur noch in der Lage ist, die Schaffung von rund 70.000 zus\u00e4tzlichen Arbeitspl\u00e4tzen pro Monat aufrechtzuerhalten, ohne die Inflation anzuheizen. Daher gilt unseres Erwachtes: Sofern sich das Besch\u00e4ftigungswachstum von hier aus nicht weiter deutlich abschw\u00e4cht oder es zu einem \u00fcberraschenden Anstieg der Produktivit\u00e4t oder der Einwanderung in den USA kommt, k\u00f6nnte der Arbeitskr\u00e4ftemangel Ende dieses oder Anfang n\u00e4chsten Jahres zu einem erneuten Lohndruck f\u00fchren und sich zu einer Quelle anhaltender Inflation entpuppen. Das best\u00e4rkt uns in der Ansicht, dass auch in den USA auf den Zinsgipfel ein Zinsplateau folgen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Taktische Positionierung: Investieren am Zinsplateau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bedeutet all dies f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ende der Zinserh\u00f6hungszyklen der EZB und Fed scheint erreicht oder naht. Doch halten die Notenbanken die Z\u00fcgel im Kampf gegen den hartn\u00e4ckigen unterliegenden Inflationsdruck straff. Dies stellt eine grundlegende Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber dem Niedrigzinsumfeld vor der Pandemie dar. Die Attraktivit\u00e4t von Zinseinkommen in Portfolios ist vor diesem Hintergrund gestiegen, wobei es auch am Rentenmarkt zu differenzieren gilt. Gleichzeitig ist nach wie vor mit geldpolitischen Bremsspuren f\u00fcr Konjunktur und Unternehmensgewinne in den USA und Europa zu rechnen. Wohlgemerkt in einem Marktumfeld, in dem steigende Bewertungen seit Jahresbeginn mehr als 80% der weltweiten Aktienrenditen ausmachen und das Gewinnwachstum nur etwa 4% betrug.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Rentenmarkt bevorzugen wir nach wie vor Staatspapiere mit k\u00fcrzeren Laufzeiten. Bei l\u00e4ngeren Laufzeiten bonit\u00e4tsstarker Zinspapiere m\u00f6gen wir taktisch, d.h. mit Blick auf die kommenden sechs bis zw\u00f6lf Monate, europ\u00e4ische gegen\u00fcber US-Staatsobligationen und haben erstere j\u00fcngst auf ein moderates \u00dcbergewicht heraufgenommen. Unserer Ansicht nach ist die Marktbepreisung des langfristigen Leitzinspfads im Euroraum und in Grossbritannien im Vergleich zu den USA \u00fcberzeichnet \u2013 bei einem gleichzeitig untersch\u00e4tzten anhaltenderen und volatileren Inflationsdruck in den USA. Unsere Untergewichtung langfristiger US-Staatsobligationen, die das BlackRock Investment Institute (BII) seit rund drei Jahren vertritt, als die Renditen noch unter 1% lagen, hat gute Dienste geleistet. Letzten Monat kletterten die 10-j\u00e4hrigen Renditen auf 16-j\u00e4hrige H\u00f6chstst\u00e4nde von \u00fcber 4%. Wir gehen unver\u00e4ndert davon aus, dass die von Investoren geforderten Laufzeitpr\u00e4mien noch weiter steigen k\u00f6nnten. Bei bonit\u00e4tsstarken Unternehmensobligationen wiederum nutzen wir engere Spreads f\u00fcr Gewinnmitnahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei risikoreicheren Anlageklassen mag das schwankungsreichere Umfeld, gepr\u00e4gt von hohen Zinsen, abgebremstem Wirtschaftswachstum in Europa und den USA und hartn\u00e4ckigem Inflationsdruck den Anschein haben, nur wenige Renditechancen zu bieten. Dennoch sehen wir zahlreiche, auch in einem Umfeld weniger rosig daherkommender gesamtwirtschaftlicher Perspektiven.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum einen erfordert dieses Umfeld, in dem mitunter gilt \u201emacro is not your friend\u201c (auf Beta ist weniger Verlass), differenziertere Einsch\u00e4tzungen, gezieltere Engagements und eine h\u00f6here Flexibilit\u00e4t, w\u00e4hrend gleichzeitig die h\u00f6here Streuung am Markt Fingerspitzengef\u00fchl bei der Anlage entlohnt. Beispielsweise hat der gleichgewichtete S&amp;P 500 in diesem Jahr nur etwa 4% zulegt, w\u00e4hrend der \u201eklassische\u201c S&amp;P 500 dieses Jahr um knapp 16% gestiegen ist. Mit anderen Worten weist lediglich eine Handvoll von hochkapitalisierten US-amerikanischen Unternehmen eine bemerkenswerte Marktperformance auf. Innerhalb des Aktienuniversums der Industriel\u00e4nder stehen wir dem japanischen Aktienmarkt konstruktiv gegen\u00fcber dank eines sp\u00fcrbar aktion\u00e4rsfreundlicheren Ansatzes japanischer Unternehmen, gepaart mit vergleichsweise attraktiven Bewertungen und der Erwartung, dass die Normalisierung der ultra-lockeren Geldpolitik der BoJ nur allm\u00e4hlich vonstattengehen wird. Nicht zuletzt k\u00f6nnten die geplanten Steueranreize ab Januar 2024, die die japanische Sparer dazu ermutigen sollen, ihr liquides Verm\u00f6gen von Bargeld in Investitionen umzuschichten, Investoren im Inland als n\u00e4chsten wichtigen K\u00e4ufer auf die Bildfl\u00e4che katapultieren. Wir stufen Japan weiter auf eine \u00dcbergewichtung hoch. Aktien aus Schwellenl\u00e4ndern setzen wir angesichts einer kurzfristig weniger \u00fcberzeugenden Wachstums- und Gewinndynamik auf eine taktisch neutrale Positionierung herab und bevorzugen Schwellenl\u00e4nderobligationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum anderen bieten strukturelle \u201eMegaforces\u201c aus unserer Sicht spannende regionen- und sektoren\u00fcbergreifende Anlagechancen. Zu diesen strukturellen Verschiebungen, die mit merklichen Rentabilit\u00e4tsverschiebungen einhergehen d\u00fcrften, z\u00e4hlen digitale Disruption und k\u00fcnstliche Intelligenz (KI), ein aus unserer Sicht spannendes, mehrj\u00e4hriges Investmentthema.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : Der US-Aktienmarkt, gemessen am S&amp;P 500, trat in der vergangenen Handelswoche auf der Stelle, w\u00e4hrend die europ\u00e4ische B\u00f6rse, gemessen am EuroStoxx50, im Nachgang des Zinsentscheids der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) Zuw\u00e4chse von rund 1,4% verzeichnete.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":23262,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-19158","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19158"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19158\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23275,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19158\/revisions\/23275"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}