{"id":1917,"date":"2016-03-01T06:00:00","date_gmt":"2016-03-01T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/03\/01\/vontobel-schlittert-die-weltwirtschaft-in-eine-rezession\/"},"modified":"2016-03-01T06:00:00","modified_gmt":"2016-03-01T06:00:00","slug":"vontobel-schlittert-die-weltwirtschaft-in-eine-rezession","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/vontobel-schlittert-die-weltwirtschaft-in-eine-rezession\/","title":{"rendered":"Vontobel : Schlittert die Weltwirtschaft in eine Rezession?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Die Finanzm&auml;rkte f&uuml;rchten sich vor einer Rezession. Doch wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario? Die Marktteilnehmer sind unseres Erachtens zu pessimistisch, sofern die Entscheidungstr&auml;ger das Vertrauen wieder herstellen k&ouml;nnen&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Christophe Bernard Chefstratege Vontobel<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein unvoreingenommener Leser, der in der Finanzpresse bl&auml;ttert und Brokerberichte liest, k&ouml;nnte leicht zum folgenden Schluss kommen: Die Weltwirtschaft steckt mitten in einer Rezession oder befindet sich kurz davor. Diverse Verm&ouml;genswerte wie erstklassige Staatsanleihen notieren zu Preisen, die eine Rezession vorwegnehmen. Die Renditen vieler erstklassiger Staatsanleihen sind auf Rekordtiefs gesunken oder in den negativen Bereich gerutscht. Zugleich haben zyklische Verm&ouml;genswerte seit Jahresanfang scharf korrigiert. <\/p>\n<p> Wie sieht die Realit&auml;t aus? Fest steht, dass die globale Konjunkturschw&auml;che anh&auml;lt und nahezu alle Marktbeobachter ihre Prognosen erneut zur&uuml;ckgenommen haben. Vor Kurzem hat die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Wachstumsprognosen f&uuml;r die Weltwirtschaft von 3.3 Prozent auf 3.0 Prozent reduziert. Rohstoffexporteure wie Brasilien und Russland befinden sich in einer schweren Rezession und auch verwandte Sektoren wie Energie und Bergbau werden in Mitleidenschaft gezogen. Chinas Konjunkturabk&uuml;hlung und der Zusammenbruch der Investitionen im Rohstoffsektor haben zu einer Verlangsamung der globalen Industrieaktivit&auml;t gef&uuml;hrt. Die Vereinigten Staaten sind wegen des starken US-Dollar besonders betroffen. Die Marktteilnehmer f&uuml;rchten, dass die Schw&auml;che auf den Konsum und den Dienstleistungssektor &uuml;bergreifen und die Weltwirtschaft somit in eine Krise st&uuml;rzen k&ouml;nnte. <\/p>\n<p> <strong>Was uns keine Sorgen bereitet<\/strong><br \/> Wir erachten eine Rezession in den USA nach wie vor als h&ouml;chst unwahrscheinlich. Die Arbeitsmarktdaten sind robust, die neu geschaffenen Stellen und das Lohnwachstum befeuern den Konsum. Die j&uuml;ngsten Zahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe wie die Industrieproduktion oder die Kapazit&auml;tsauslastung im Januar deuten auf eine Stabilisierung hin. Der ISM-Einkaufsmanagerindex f&uuml;r das verarbeitende Gewerbe d&uuml;rfte kaum unter den aktuellen Stand von 48.2 fallen. Nach wie vor ist alles im gr&uuml;nen Bereich, denn Rezessionen in den USA gehen immer mit einem R&uuml;ckgang des Indexes auf 45 oder darunter einher (siehe Grafik 1). Historisch betrachtet ging einer US-Rezession fast immer ein sprunghafter Anstieg des &Ouml;lpreises oder eine deutliche Straffung der Geldpolitik durch die amerikanische Notenbank Fed voraus &ndash; gegenw&auml;rtig ist offensichtlich weder der eine, noch der andere Faktor auszumachen. <\/p>\n<p> <strong>Was uns weniger Sorgen bereitet<\/strong><br \/> In Bezug auf die aufstrebenden Volkswirtschaften lassen wir seit geraumer Zeit Vorsicht walten. Infolge der Konjunkturabk&uuml;hlung in China und des Preiseinbruchs auf den Rohstoffm&auml;rkten sind sowohl die Unternehmensgewinne als auch die generelle Kreditqualit&auml;t unter Druck geraten. Der massive Wertverfall der Schwellenl&auml;nderw&auml;hrungen hat jedoch zu sinkenden Leistungsbilanzdefiziten gef&uuml;hrt und die Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessert. Die Situation ist alles andere als rosig. Doch nach unserem Daf&uuml;rhalten haben die Anleger dies bereits ausreichend ber&uuml;cksichtigt, wie auch die extrem hohen Abfl&uuml;sse aus den &laquo;Emerging Markets&raquo; in den vergangenen drei Jahren beweisen. Eine Stabilisierung der Rohstoffpreise sollte helfen, das Abw&auml;rtsrisiko von nun an zu mindern. <\/p>\n<p> <strong>Was uns Sorgen bereitet<\/strong><br \/> Die Entwicklung in der Eurozone ist zuweilen besorgniserregend: W&auml;hrend die portugiesische Regierung versucht, die Reformen r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, hat Spanien noch immer keine Regierung und der Ausgang der Wahlen in Irland ist offen. Hinzu kommen die Fl&uuml;chtlingskrise und die reelle M&ouml;glichkeit, dass Grossbritannien die Europ&auml;ische Union verl&auml;sst und so das 28-Staaten-Gebilde in seinen Grundfesten ersch&uuml;ttert. Die Wirtschaft zeigt sich bislang widerstandsf&auml;hig, doch ein Vertrauensverlust k&ouml;nnte &auml;ussert nachteilige Folgen haben. <\/p>\n<p> Grafik 1: ISM-Index: Ein Abgleiten unter die 45er-Marke fiel stets mit einer US-Rezession zusammen <br \/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vontobel.com\/CH\/MediaLibrary\/fa6873a2-c71e-4c43-b851-b778166365d8\/chart1-marktkommentar-2016-03.gif\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Quelle: Institute for Supply Management (ISM), Thomson Reuters Datastream, Vontobel Asset Management <\/p>\n<p> <strong>Vertrauen wieder herzustellen ist zentral<\/strong><br \/> Insgesamt sind wir der Meinung, dass die Weltwirtschaft in keine Rezession f&auml;llt. Aus diesem Grund halten wir an unserer &laquo;leichten &Uuml;bergewichtung&raquo; von Aktien und Hochzinsanleihen fest. Die Anleger gehen unseres Erachtens von einem zu pessimistischen Szenario aus. Die Furcht auf den Finanzm&auml;rkten kann jedoch in Form von restriktiveren Finanzbedingungen, beispielsweise einer Ausweitung der Zinsdifferenzen und sinkenden Aktienm&auml;rkten, auf die Realwirtschaft durchschlagen. Es ist daher entscheidend, dass die W&auml;hrungsh&uuml;ter und wirtschaftspolitischen Entscheidungstr&auml;ger mit vertrauensbildenden Massnahmen die negative R&uuml;ckkoppelungsschleife durchbrechen. Wir erwarten keine Rezession, doch die Weltwirtschaft wird weiter unter dem Gewicht der &Uuml;berschuldung, den &Uuml;berkapazit&auml;ten in vielen Branchen und dem fehlenden Wachstum der Gesamtnachfrage leiden. Dies bedeutet, dass die Notenbanken nahezu keine andere Wahl haben, als ihre expansive Geldpolitik bis auf Weiteres fortzusetzen. Kein Wunder also, entdecken die Anleger Gold neu (siehe Grafik 2). <\/p>\n<p> Grafik 2: Deutlich anziehende Nachfrage nach b&ouml;rsengehandelten Gold-Fonds (Gold-ETFs) <br \/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vontobel.com\/CH\/MediaLibrary\/01b5e1fd-b966-4a8d-9d3c-b4ecae5f60e7\/chart2-marktkommentar-2016-03.gif\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Feststellbare Positionen von Gold in b&ouml;rsengehandelten Fonds (ETFs) in Millionen Feinunzen <\/p>\n<p> Quelle: Bloomberg, Vontobel Asset Management<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Finanzm&auml;rkte f&uuml;rchten sich vor einer Rezession. Doch wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario? 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