{"id":1918,"date":"2016-03-03T06:00:00","date_gmt":"2016-03-03T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/03\/03\/bitte-bitte-europa\/"},"modified":"2016-03-03T06:00:00","modified_gmt":"2016-03-03T06:00:00","slug":"bitte-bitte-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bitte-bitte-europa\/","title":{"rendered":"Bitte, bitte Europa"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Es keimt ein kleiner Funken Hoffnung auf an der B&ouml;rse. Die arg gebeutelten Finanz-m&auml;rkte scheinen nach zwei Monaten erstmals in diesem Jahr ein bisschen Halt gefun-den zu haben&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Verlauf der letzten Tage konnten sich die weltweiten B&ouml;rsen etwas erholen, bei allerdings nach wie vor sehr hoher Volatilit&auml;t. F&uuml;r eine gr&ouml;ssere Aufholjagd fehlen dem Markt wohl konkrete Anhaltspunkte. Noch immer suchen die An-leger nach Antworten auf die Frage, wieso die Korrek-tur so unerwartet einsetzte und so heftig ausfiel. Ent-sprechend traut man dem kleinen Rebound der j&uuml;ngs-ten Vergangenheit auch nicht so richtig. Denn der ist genau so wenig nachvollziehbar wie die Korrektur davor. Die einfachste Erkl&auml;rung f&uuml;r den j&uuml;ngsten Kurs-auftrieb ist wohl, dass sich diese Erkenntnis auch am Markt durchgesetzt hat, sprich die Einbr&uuml;che seit dem Jahresauftakt vielleicht doch etwas &uuml;bertrieben waren und nun teilweise r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden. Da-rauf w&uuml;rde ich aber noch nicht wetten. Positiv ist si-cher, dass sich der &Ouml;lpreis wieder etwas erholt hat, was die M&auml;rkte dahingehend interpretierten, dass die Konjunktur&auml;ngste vielleicht doch etwas &uuml;bertrieben gewesen sein k&ouml;nnten. Doch allein diese verquere Argumentation zeigt das Dilemma der M&auml;rkte. Wieso sollten die Player an den Rohstoffm&auml;rkten mehr wissen als die B&ouml;rsianer selbst?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Technischer Markt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wieder etwas gestiegene &Ouml;lpreis ist aus funda-mentaler Sicht sicherlich keine Begr&uuml;ndung f&uuml;r die j&uuml;ngsten Kursavancen. Die zu Grunde liegenden Daten liefern aber auch sonst wenige Indizien, welche Rich-tung der Markt eigentlich einschlagen sollte. So haben die gestern erschienenen Einkaufsmanagerindizes f&uuml;r Euphorie gesorgt, obwohl sie sowohl positiv &uuml;ber-raschten als auch entt&auml;uschten, je nachdem auf wel-ches Land und welchen Sektor man fokussiert. Augen-scheinlich orientiert sich der Markt aber in den letzten Wochen und Tagen entlang der Entwicklung des &Ouml;l-preises. Steigende &Ouml;lpreise werden beim inzwischen erreichten tiefen Niveau vom Markt &auml;usserst positiv aufgenommen und das ist schon ziemlich paradox. In meiner Jugend schaffte es die OPEC noch, die ganze Weltwirtschaft in den Abgrund zu ziehen. Heute ist das ehemalige Kartell nur noch ein Haufen zerstritte-ner und zahnloser Greise, die vergeblich versucht ha-ben, die unliebsamen Fracker aus dem Markt zu wer-fen und sich damit selbst an den Rand des Abgrunds man&ouml;vriert haben. Normalerweise l&ouml;sten steigende Rohstoffpreise jeweils &Auml;ngste an den Finanzm&auml;rkten aus. Heute tun dies fallende &Ouml;lpreise, weil diese nicht als willkommenes Konjunkturprogramm interpretiert werden, sondern als Vorl&auml;ufer eines bevorstehenden tiefen konjunkturellen Einbruchs. Das zeigt uns einer-seits wie wenig weit wir seit der Finanzkrise fortge-schritten sind und andererseits, dass die Zeiten wirklich andere sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kein Fortschritt seit dem Lehman Debakel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass wir fast zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise noch immer an deren Folgen nagen, ist h&ouml;chst be-denklich. Dies ist auch ein Zeichen von Politversagen. Nach der Fiskal- versagt nun auch die Geldpolitik, einen nachhaltigen Aufschwung zu generieren. Das werden Draghi und Co. zwar nie zugeben, aber die aufgebl&auml;hten Zentralbankbilanzen stehen l&auml;ngst in keiner Relation mehr zum bescheidenen Wachstum, das damit angekurbelt werden sollte. Zu viel verpufft an den Finanzm&auml;rkten, das billige Geld erreicht(e) die Realwirtschaft gar nie. Es sieht nur ganz danach aus, dass das den Marktteilnehmern allm&auml;hlich auch klar wird. Von einer Konsolidierung der Staatsfinanzen, die im Nachgang zum Finanzmarktcrash endg&uuml;ltig aus dem Ruder liefen, sind wir heute weiter entfernt denn je. Die Finanzindustrie ist die zweite grosse Baustelle, denn der marode Bankensektor ist noch dermassen labil, dass es unendlich anmutender monet&auml;rer St&uuml;tze bedarf, um die kranken Institute einigermassen &uuml;ber Wasser zu halten. Daneben zahlen etliche Institute wieder Boni, als h&auml;tte es nie eine Finanzkrise gegeben. Das ist wohl ein Grund daf&uuml;r, dass die Bankentitel am meisten Federn lassen mussten. Kommt drittens hinzu, dass die Hochkonjunktur in den USA gerade einmal f&uuml;r eine Minizinserh&ouml;hung ausreichte, die mittlerweile am Markt schon wieder v&ouml;llig verpufft ist. Ein Blick auf die Rendite der 10 j&auml;hrigen Eidgenossen kann viertens keine Zweifel mehr offen lassen, dass da etwas schief l&auml;uft. Nicht mehr die Null regiert die Welt, sondern Negativzinsen sind nun der Weisheit letzter Schluss. Verschuldet sich der Bund heute f&uuml;r zehn Jahre, so erh&auml;lt er j&auml;hrlich ein halbes Prozent Zins von seinen Gl&auml;ubigern. Das ist alles nur nicht normal. Und dann w&auml;re da noch die ganze geopolitische Unsicherheit, die jederzeit eskalieren k&ouml;nnte, kein Wunder ist die Stimmung nicht berauschend. Drum k&ouml;nnen wir alle nur inst&auml;ndig darum bitten, dass uns Europa nicht auch noch entt&auml;uscht. Das Europa, das in den vergan-genen 12 Monaten gerade mal einen zaghaften und sehr uneinheitlichen Aufschwung hingekriegt hat. Das Europa, auf dem heute sehr viele Hoffnungen ruhen &ndash; nicht nur die der Fl&uuml;chtlinge, sondern auch der Inves-toren. Schwer vorstellbar, dass das zerstrittene und &uuml;bers&auml;ttigte Europa diesen Erwartungen gerecht wird. Da hilft auch lieb bitten nur sehr wenig, vielleicht aber beten?<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es keimt ein kleiner Funken Hoffnung auf an der B&ouml;rse. 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