{"id":1947,"date":"2016-03-24T06:00:00","date_gmt":"2016-03-24T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/03\/24\/m-g-ist-die-ezb-mit-ihrer-geldpolitik-mittlerweile-an-ihre-grenzen-gestossen\/"},"modified":"2016-03-24T06:00:00","modified_gmt":"2016-03-24T06:00:00","slug":"m-g-ist-die-ezb-mit-ihrer-geldpolitik-mittlerweile-an-ihre-grenzen-gestossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-ist-die-ezb-mit-ihrer-geldpolitik-mittlerweile-an-ihre-grenzen-gestossen\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Ist die EZB mit ihrer Geldpolitik mittlerweile an ihre Grenzen gesto\u00dfen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Um die Frage kurz zu beantworten: Nein. In seinem Gast-Blogbeitrag hat Eric Lonergan bereits die Vermutung widerlegt, dass die Notenbanken bereits eine wirkliche Nullzinspolitik betreiben&#8230;..<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span class=\"byline\">von <span class=\"author vcard\">Stefan Isaacs<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seitdem ist am Markt die Zuversicht gestiegen, dass die EZB auf ihrer morgigen Sitzung den Depositensatz noch weiter in negatives Terrain schleusen wird. Und dazu hat sie ja auch allen Grund. Schlie&szlig;lich werden die Inflation und das Wachstum hinter den Prognosen, welche die W&auml;hrungsh&uuml;ter vor noch nicht einmal drei Monaten abgegeben haben, zur&uuml;ckbleiben. Dar&uuml;ber hinaus werden auch die Inflationserwartungen lediglich m&auml;&szlig;ig ausfallen.<\/p>\n<div class=\"entry-content\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/03\/Inflationserwartungen.png\" alt=\"Inflationserwartungen \" width=\"450\" height=\"338\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3275\" \/> <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei&szlig;t aber nicht, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik keine negativen Konsequenzen haben wird. Denn in der Tat sind viele der Probleme, mit denen die Eurozone momentan zu k&auml;mpfen hat, struktureller Natur. Und das wei&szlig; nat&uuml;rlich auch die EZB. Ich kann mich kaum an eine Pressekonferenz erinnern, auf der Mario Draghi nicht betont hat, wie dringend man diese Probleme in den Griff bekommen m&uuml;sse. Das ist auch keine wirkliche &Uuml;berraschung, wenn man ber&uuml;cksichtigt, dass Litauen der einzige Mitgliedsstaat des Euroraums ist, der sich in der &bdquo;Ease of doing business&ldquo;-Studie der Weltbank unter den besten 20 platzieren konnte. Derweil rangieren L&auml;nder wie Frankreich (27), Spanien (33), Italien (45) und Griechenland (60) abgeschlagen auf den hinteren Pl&auml;tzen.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/03\/Ease-of-doing-business.png\" alt=\"&bdquo;Ease of doing business&ldquo;-Studie\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3276\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der EZB ist absolut klar, vor welchem Dilemma sie steht, wenn sie die Probleme der Eurozone allein mittels monet&auml;rer Ma&szlig;nahmen zu l&ouml;sen versucht. Und da die W&auml;hrungsh&uuml;ter ja verpflichtet sind, ein Inflationsziel von knapp unter 2% sicherzustellen, stehen sie au&szlig;erdem wieder einmal vor dem unvermeidlichen Spagat, diese schwere Aufgabe auch noch gr&ouml;&szlig;tenteils allein zu l&ouml;sen. Deshalb werden die Depositens&auml;tze am Donnerstag wohl in einer gewissen Staffelung nach unten geschleust werden, um so einige jener Herausforderungen anzugehen, vor denen das Bankensystem aktuell steht<strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><\/span><\/strong>. Dar&uuml;ber hinaus wird man das PSPP (QE)-Programm im Hinblick auf seinen Umfang und seine Laufzeit vermutlich noch ausweiten. Die EZB k&ouml;nnte sogar eine gr&ouml;&szlig;ere Bereitschaft zeigen, bestimmte Unternehmensanleihen zu erwerben. F&uuml;r die meisten Mitglieder des EZB-Rates d&uuml;rfte dies allerdings einen Schritt zu weit gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Wirklichkeit bedarf es aber dringend einer Steigerung der Produktivit&auml;t sowie mehr Innovationskraft, um die Wirtschaft in der Eurozone wieder anzukurbeln. Das veraltete Insolvenzsystem muss unbedingt grundlegend reformiert und die B&uuml;rokratie abgebaut werden. Dar&uuml;ber hinaus muss das Bankensystem in Zukunft f&uuml;r Kreditverluste, f&uuml;r die es zurzeit noch R&uuml;ckstellungen bildet, auch selbst geradestehen. Diese Ver&auml;nderungen lassen sich jedoch nicht so einfach umsetzen, zumal man daf&uuml;r kurzfristig gewisse Schmerzen in Kauf nehmen muss, wof&uuml;r die Politiker auf lange Sicht in der Regel nicht belohnt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nehmen wir beispielsweise Italien. Seit der globalen Finanzkrise hat der italienische Immobilienmarkt von seinem Zenit rund 19% an Wert verloren. In Verbindung mit den rezessiven Phasen, die das BIP Italiens im Vergleich zu 2008 um etwa 10% haben schrumpfen und die Arbeitslosigkeit auf circa 12% ansteigen lassen, hat dies dazu gef&uuml;hrt, dass es in Italien derzeit Not leidende Kredite in einem betr&auml;chtlichen Volumen von rund 200 Mrd. Euro gibt. Denn sowohl die Privathaushalte als auch die Unternehmen haben Probleme, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zu anderen Peripheriestaaten des Euroraums wie etwa Portugal und Spanien schreiten die Restrukturierung des Bankensektors sowie die Eliminierung Not leidender Kredite aus den Bilanzen der Banken in Italien aber lediglich schleppend voran. Deshalb stuft man das italienische Bankensystem auch als schwach ein, so dass es dort j&uuml;ngst sogar bei renommierten Banken zu einer Pleitewelle und anschlie&szlig;enden &bdquo;Bail-ins&ldquo; kam. Vor diesem Hintergrund haben die italienischen Beh&ouml;rden ein Programm zur Gr&uuml;ndung von Verm&ouml;gensverwaltungsgesellschaften auf den Weg gebracht, die diese Not leidenden Kredite absichern sollen. In der Theorie verringert sich dadurch das Bilanzvolumen der Banken, was den entsprechenden Instituten mehr Spielraum verschafft, Kredite an die Wirtschaft zu vergeben. Da dieses Programm zurzeit aber noch in den Kinderschuhen steckt, bleibt abzuwarten, ob es wirklich den gew&uuml;nschten Effekt haben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte es nicht zu einer Fortsetzung des strukturellen Wandels kommen, bin ich davon &uuml;berzeugt, dass die Eurozone unter dem Deckmantel eines niedrigeren potenziellen Wachstums auch weiterhin lediglich &bdquo;herumlaborieren&ldquo; wird. Gleichzeitig d&uuml;rfte es sich als schwierig erweisen, die Investitionsaktivit&auml;ten anzukurbeln, da Anleger ja auch eine attraktive Kapitalrendite verlangen. Nat&uuml;rlich kann die EZB den risikofreien Zins noch weiter senken. Nat&uuml;rlich kann sie auch den Euro abwerten. Und nat&uuml;rlich kann sie dem Bankensystem noch mehr Liquidit&auml;t zur Verf&uuml;gung stellen. Auf kurze Sicht mag das auch alles hilfreich sein. Aber ohne eine wirkliche Reformierung wird der Markt zunehmend bef&uuml;rchten, dass das geldpolitische Arsenal irgendwann ausgesch&ouml;pft ist. Und falls der Markt nicht vom Gegenteil &uuml;berzeugt wird, wird dies dann letztlich auch gravierenden Folgen haben.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quele: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Frage kurz zu beantworten: Nein. 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