{"id":1948,"date":"2016-03-24T06:00:00","date_gmt":"2016-03-24T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/03\/24\/stau\/"},"modified":"2016-03-24T06:00:00","modified_gmt":"2016-03-24T06:00:00","slug":"stau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/stau\/","title":{"rendered":"Stau"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Es ist schon mehr als prek&auml;r, wie es auf unseren Strassen zu und her geht &ndash; ganz besonders zu den Stosszeiten, aber l&auml;ngst nicht nur dann&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wichtigste Verkehrsader der Schweiz, die A1, ist mehr oder weniger das ganze Jahr &uuml;berlastet und der Weg zur Arbeit wird f&uuml;r gut eine Million Pendler im Individualverkehr zur t&auml;glichen Nervenbelastung, l&auml;ngst nicht nur allein auf den Hauptverkehrswegen. Weder wann noch wie man irgendwo ankommt, l&auml;sst sich auch nur ann&auml;hernd voraussagen, es sei denn man plant ein riesiges Sicherheitspolster Zeit ein oder weicht auf Randstunden aus. Wenigstens k&ouml;nnen wir heute mobil kommunizieren und alle dar&uuml;ber informieren, dass wir voraussichtlich Versp&auml;tung haben. Doch das ist nur ein schwacher Trost.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Emotion<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum nur haben wir jeden Tag Stau, obwohl wir ganz genau wissen, wie dem eigentlich beizukommen w&auml;re? Wir m&uuml;ssten doch nur alle gleich schnell fahren, keine willk&uuml;rlichen Spurwechsel vornehmen, Abst&auml;nde konstant halten und nicht exzessiv beschleunigen oder abbremsen. So k&auml;me es erst gar nicht zu dem Stau ausl&ouml;senden Ziehharmonikaeffekt. Doch wir realisieren, dass wir mit ein zwei geschickten Spurwechseln, den Lieferwagen, der noch eben vor uns war, um einige Meter distanzieren k&ouml;nnen. Das wiederum ist Zeichen, dass die Strategie des h&auml;ufigen Spurwechsels zumindest aus individueller Sicht Sinn macht. Ich bewege mich dann &ndash; wenigstens &ndash; etwas schneller als die Masse und registriere nicht, dass mein Verhalten (mit) dazu beitr&auml;gt, dass der Verkehrsfluss harzt. Wir &Ouml;konomen wissen genau, wieso der Egoismus obsiegt, beispielhaft umschrieben im sogenannten Gefangenendilemma. Dieses Konzept der Spieltheorie, die mathematische Methoden anwendet, um das Zustandekommen von individuellen und kollektiven Entscheidungen zu erkl&auml;ren, f&uuml;hrt &uuml;bertragen auf die t&auml;gliche Verkehrssituation dazu, dass wir eher dazu neigen, im Stau nicht so langsam zu kriechen wie unser Nachbar auf der rechten Spur, als gemeinsam alle etwas schneller zu fahren. So wie sich die Ganoven im Gefangenendilemma lieber gegenseitig verpfeifen, obschon Schweigen f&uuml;r beide die beste Strategie gewesen w&auml;re.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ratio<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Wirtschaftstheorie ist die Spieltheorie ein spannender, aber nicht wesentlich vertiefter Zweig von Forschungsaktivit&auml;ten. Der Grund dahinter ist sehr einfach. Die Spieltheorie sagt n&auml;mlich nicht weniger aus, als dass herk&ouml;mmliche mikro-, vor allem aber auch makro&ouml;konomische Modelle daran scheitern, den Individuen Verhaltensweisen zu unterstellen, die schlichtweg nicht der Realit&auml;t entsprechen. Es ist zudem ein Verdienst der Spieltheorie, dass sie zu quantifizieren versucht, wie sich &ouml;konomische Entscheidungen auswirken, wenn wir alle kollektiv und nicht individuell rational handeln w&uuml;rden. Schon allein die Bezeichnung Spieltheorie spricht B&auml;nde. Wer gegen&uuml;ber Theorien tunlichst Abstand bewahrt, wird von einer Spieltheorie wahrscheinlich v&ouml;llig abgeschreckt. Und doch lohnt es sich gerade in den heutigen Zeiten damit zu besch&auml;ftigen auch am Finanzmarkt, wo mehr gespielt, als rational agiert wird. Wieso gerade heute?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Negativ ist nicht gut<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz einfach, weil wir vor wenigen Jahren noch erstaunt dar&uuml;ber waren, dass es tats&auml;chlich Nullzinsen gibt und mittlerweile davor kapitulieren, dass die Gl&auml;ubiger ihren Schuldnern Zinsen bezahlen. Es ist ja nicht allein ein Schweizer Ph&auml;nomen. Japan, Deutschland, Schweden u. a. verlangen heute Zinsen, wenn sie sich Geld leihen. Das ist nicht nur f&uuml;r den Normalb&uuml;rger schwer nachvollziehbar. Es gibt auch keine wohlgefeiten Konzepte in der Theorie, geschweige denn Beobachtungen aus der Praxis, die auch nur ann&auml;hernd den Wirkungsgrad von Negativzinsen auf In- oder Deflation bzw. Wachstum belegen w&uuml;rden. Eigentlich wollen die Verfechter des Minuszinses vor allem krampfhaft vermeiden, dass die eigene W&auml;hrung nicht (weiter) aufwertet, nur birgt das Staugefahr. Dieser Gefahr werden sich die Finanzmarktakteure, aber l&auml;ngst nicht nur die, mehr und mehr bewusst. Den drohenden Stau verursacht haben dann wahrscheinlich die Amerikaner, als Initiatoren der globalen Flutung der M&auml;rkte mit Geld seit 2008. Was in den USA wenigstens f&uuml;rs erste klappte &#8211; Wachstum und ein bisschen Inflation &#8211; erzielt im anpassungsfeindlichen Europa oder auch in Japan nur (noch) bescheidene Wirkung. Aktuell verpuffen dort geldpolitische Massnahmen innert Tagesfrist. Nat&uuml;rlich sehen das die Entscheidungstr&auml;ger in den Zentralbanken ebenso, nur sind sie jetzt im Dilemma. Wer zuerst aussteigt, riskiert einen W&auml;hrungsschock. Nur geschickte Man&ouml;ver, vom Spurwechsel &uuml;ber Ausbremser bis zum Fahren auf dem Pannenstreifen, sichern, nicht abgeh&auml;ngt zu werden bei dem Schneckentempo notabene. F&uuml;r die Masse, welche die Geldpolitik gegenw&auml;rtig stemmt, erzeugt sie extrem wenig Bewegung, geschweige denn Beschleunigung. Dabei steht eine elementare, aber unbeantwortete Frage im Raum, nachdem Nullzinsen j&uuml;ngst lange die Stagnation begleiteten und positive Zinsen traditionell mit wirtschaftlicher Prosperit&auml;t einhergingen: Sind Negativzinsen vielleicht eher Vorboten einer Rezession als Mittel zur Abwendung einer solchen? Den Gedanken, dass etwas Negatives (Zins) etwas Positives (Wachstum\/Inflation) erzeugen soll, kann ich nicht nachvollziehen. Irgendwo ist da einen Haken. Das ahnen auch die M&auml;rkte, f&uuml;r die Negativzinsen &uuml;brigens genauso wenig fassbar sind wie f&uuml;r uns.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon mehr als prek&auml;r, wie es auf unseren Strassen zu und her geht &ndash; ganz besonders zu den Stosszeiten, aber l&auml;ngst nicht nur dann&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3637,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1948","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1948","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1948"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1948\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1948"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1948"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1948"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}