{"id":1962,"date":"2016-04-07T05:00:00","date_gmt":"2016-04-07T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/04\/07\/m-g-eine-kleine-skandinavien-kunde-ein-ueberblick-ueber-die-geldpolitik-der-notenbanken-und-das-negative-zin"},"modified":"2016-04-07T05:00:00","modified_gmt":"2016-04-07T05:00:00","slug":"m-g-eine-kleine-skandinavien-kunde-ein-ueberblick-ueber-die-geldpolitik-der-notenbanken-und-das-negative-zinsumfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-eine-kleine-skandinavien-kunde-ein-ueberblick-ueber-die-geldpolitik-der-notenbanken-und-das-negative-zinsumfeld\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Eine kleine Skandinavien-Kunde: Ein \u00dcberblick \u00fcber die Geldpolitik der Notenbanken und das negative Zinsumfeld"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Im M&auml;rz sahen wir eine Flut an Nachrichten zu den G7-Notenbanken, die vor allem viel Unruhe, insgesamt aber wenig Handlung bewirkte. Die Bank of Japan nahm (nachdem sie&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span class=\"byline\">von&nbsp;<span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\">Anjulie Rusius<\/span><\/span><span class=\"posted-on\"><a href=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/deutsch\/2016\/04\/07\/eine-kleine-skandinavien-kunde\/\" rel=\"bookmark\"><time datetime=\"2016-04-07T08:32:55+00:00\" class=\"entry-date published\"><\/time><\/a><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende Januar &uuml;berraschend eine negative Zinspolitik eingef&uuml;hrt hatte) keine &Auml;nderungen vor, der US-Offenmarktausschuss (FOMC) entschied sich f&uuml;r einen so genannten &bdquo;Dovish Hold&ldquo; (mit unver&auml;nderten Zinsen, aber einer Absenkung der l&auml;ngerfristigen Prognosen) und die Bank of England beschloss in einer einstimmigen Abstimmung, die Zinsen bei 0,5% Prozent zu belassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit die interessanteste Geldpolitik fand sich am Schauplatz Europa, wo die EZB in ihrer j&uuml;ngsten Lockerungsrunde eine F&uuml;lle an Ma&szlig;nahmen bekanntgab, zu denen eine weitere Senkung ihres bereits negativen Einlagezinses geh&ouml;rte. Auch diese Ma&szlig;nahmen wurden von Marktbeobachtern ausf&uuml;hrlich kommentiert. Skandinavien dagegen, wo an einigen M&auml;rkten schon seit geraumer Zeit negative Nominalzinsen bestehen, erfuhr j&uuml;ngst &ndash; zu Unrecht &ndash; weniger Aufmerksamkeit. Falls diese Region in Ihrem geldpolitischen Know-how ein schwarzes Loch darstellt, k&ouml;nnen Sie nachstehend einige interessante Fakten erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/04\/knowing-your-nordics-de.png\" rel=\"attachment wp-att-3308\" title=\"\" data-rel=\"lightbox-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/04\/knowing-your-nordics-de.png\" alt=\"knowing your nordics\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-3308\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Norwegen: Lockerung im M&auml;rz: H&auml;lt der Trend an?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 17. M&auml;rz &ndash; einen Tag nach der FOMC-Sitzung &ndash; senkte die Norges Bank ihren Einlagezins von 0,75% auf den neuen Tiefstand von 0,5%. Das schw&auml;chere externe Wachstumsumfeld, die gelockerte Geldpolitik im Ausland und die erneuten &Ouml;lpreisschwankungen geh&ouml;rten zu den Begr&uuml;ndungen, die f&uuml;r diesen Schritt angef&uuml;hrt wurden. Die Norges Bank hat sich ein Inflationsziel von 2,5% gesteckt und w&auml;hrend zwar die Prognose f&uuml;r die Verbraucherpreisinflation auf kurze Sicht nach oben korrigiert wurde (von 2,6% auf 3,2% f&uuml;r das erste Quartal des Jahres), ist dies gr&ouml;&szlig;tenteils auf den verz&ouml;gerten Einfluss der Abwertung der Krone zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Diese wurde analog zum R&uuml;ckgang des &Ouml;lpreises 2015 verzeichnet. Angesichts der Erholung, die die Krone bisher in diesem Jahr erzielt hat, d&uuml;rfte sich der W&auml;hrungseffekt auf l&auml;ngere Sicht verlieren. In Kombination mit einer m&ouml;glichen Abk&uuml;hlung der globalen Nachfrage und einem nachlassenden Aufw&auml;rtstrend bei den L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern, liegt die Inflationsprognose f&uuml;r Ende 2019 mit 1,6% deutlich unter der Zielvorgabe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie viele andere Industriestaaten freundet sich Norwegen jetzt allm&auml;hlich mit der unteren Nullgrenze an. Besonders interessant ist, dass die Notenbank den Einsatz negativer Nominalzinsen nicht abgelehnt und erkl&auml;rt hat: &bdquo;Sollte die norwegische Volkswirtschaft weiteren gro&szlig;en Ersch&uuml;tterungen ausgesetzt sein, schlie&szlig;t der Vorstand nicht aus, dass der Leitzins negativ werden k&ouml;nnte&ldquo;. Vielleicht ist das Land ein Kandidat, den man bei dem Wettrennen nach unten beobachten sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>D&auml;nemark: Schutz der W&auml;hrungsbindung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zahlreiche Industriestaaten haben das Negativzins-Experiment inzwischen gestartet, doch der Danmarks Nationalbank (DNB) kam dabei die Vorreiterrolle zu. Im Unterschied zu den meisten anderen Notenbanken der Region ist ihr Ziel nicht die Inflation, sondern die abgegebene Verpflichtung, den DKK\/EUR-Wechselkurs innerhalb einer schmalen Bandbreite von &plusmn;2,25% im Bereich des<strong> zentralen ERM II-Leitkurses<\/strong>&nbsp; zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Jahresbeginn hob die DNB die Zinsen von -0,75% auf -0,65% an, um dieses Band zu verteidigen. Mit diesem Schritt zog sie die Zinsschraube zwar an, nahm aber auch Anpassungen an ihrem gestuften Einlagesystem vor, indem sie die geltende Kontogrenze von 63,05 Mrd. DKK auf 32 Mrd. DKK senkte. Durch die Grenze wird die H&ouml;he der Reserven eingeschr&auml;nkt, die eine Gesch&auml;ftsbank zu dem Girokontozinssatz von 0,0% bei der DNB halten kann. Oberhalb dieser Grenze wird der schmerzhaftere Satz f&uuml;r Einlagenzertifikate (-0,65%) berechnet, was die Kreditvergabe der Banken ankurbeln sollte. Es handelt sich also um eine Form der Kreditlockerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der n&auml;chste Zinsschritt ist unklar. Falls es weitere bedeutende Kapitalabfl&uuml;sse und Reservenr&uuml;ckg&auml;nge gibt, d&uuml;rfte die Zentralbank die Zinsen wohl weiter erh&ouml;hen. Falls sich die Kapitalfl&uuml;sse dagegen umkehren und eine Intervention in Form des Verkaufs von DKK erforderlich wird, k&ouml;nnte die Zentralbank den Zinssatz senken oder erneut Devisenreserven ansammeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Finnland: Mitstreiter im Bem&uuml;hen des Euroraums zur Lockerung des finanziellen Umfelds<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 11. M&auml;rz stufte die Ratingagentur Fitch Finnland von AAA auf AA+ herab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte sie die anhaltend schwache konjunkturelle Entwicklung an (BIP-Wachstum f&uuml;r 2015 war 0,4% &ndash; die niedrigste Wachstumsrate innerhalb der EU nach Griechenland). Da auf mittlere Sicht keine deutlichen Belege f&uuml;r eine sp&uuml;rbare Erholung des Wachstumspotenzials zu verzeichnen sind, schw&auml;cht sich die Staatsverschuldungsdynamik kontinuierlich ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Mitglied des Euroraums fungiert Finnland als Stellvertreter f&uuml;r die Geldpolitik der EZB in Skandinavien. In Einklang mit den anderen Euro-Staaten kommt Finnland, seit die EZB auf ihrer Sitzung am 10. M&auml;rz die Senkung des Einlagezins auf -0,4% beschlossen hat, in den Genuss geldpolitischer Lockerungsma&szlig;nahmen. Im Unterschied zu D&auml;nemark besitzt das Land aber kein Stufensystem und die Banken werden f&uuml;r die Inanspruchnahme des Einlageangebots wohl h&auml;rter abgestraft. Zwar d&uuml;rfte der Einlagezins auf kurze Sicht wahrscheinlich eher sinken als steigen, doch scheint die EZB sich verst&auml;rkt auf quantitative Lockerungen und andere au&szlig;ergew&ouml;hnliche Methoden zu konzentrieren. Tats&auml;chlich stellen die Ausdehnung der quantitativen Lockerung auf Unternehmensanleihen mit Investment Grade und die neuen gezielten l&auml;ngerfristigen Refinanzierungsgesch&auml;fte (TLTROs) zwei derartige Ma&szlig;nahmen dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schweden: Einlagezins ist nicht, was er scheint<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Einlagezins der Riksbank liegt mit -1,25% weit im negativen Bereich. Auch wenn diese Fazilit&auml;t kaum genutzt wird, erscheint die Ma&szlig;nahme zum Nennwert hart. In der Praxis nehmen die schwedischen Schuldzertifikate (die w&ouml;chentlich mit Zinsen zum Basis-Reposatz von -0,5% ausgegeben werden) den Gro&szlig;teil der &uuml;bersch&uuml;ssigen Liquidit&auml;t im Bankensektor auf, wobei etwaige verbleibende Mittel in t&auml;glich durchgef&uuml;hrten Feinabstimmungsgesch&auml;ften gehandhabt werden, die zus&auml;tzliche Kosten von -0,1% mit sich bringen (sodass der Zinssatz -0,60% betr&auml;gt). Infolgedessen notiert der schwedische Interbanksatz eher im Bereich seines Basissatzes von -0,5% (nach Absenkung von zuvor -0,35% am 11. Februar), w&auml;hrend er im Euroraum n&auml;her am Einlagesatz liegt. Eine weitere Absenkung des Einlagesatzes w&uuml;rde daher an den Entscheidungen der Banken wenig &auml;ndern. Stattdessen ist der Basis-Reposatz der bedeutendere Orientierungspunkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Aspekt, den man ber&uuml;cksichtigen sollte, ist die Aufwertung der Krone gegen&uuml;ber dem Euro in den letzten Monaten. Falls dieser Trend anh&auml;lt, muss die Riksbank ihr QE-Programm m&ouml;glicherweise &uuml;ber den Juni hinaus ausdehnen, um eine D&auml;mpfung der Inflation zu verhindern. Das derzeitige Programm im Wert von 200 Mrd. SEK entspricht rund&nbsp; 30% der offenen Staatsverschuldung, weswegen dar&uuml;ber spekuliert wird, ob eine dritte quantitative Lockerung, &auml;hnlich dem j&uuml;ngsten Schritt der EZB im Kauf von Unternehmensanleihen bestehen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Island:<\/strong> <strong>Zinsschraube wird angezogen: n&auml;chster Schritt nach oben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vollst&auml;ndigkeit halber besch&auml;ftigen wir uns auch noch mit Island, einem Staat, der das Muster in gewisser Weise durchbricht. W&auml;hrend ein gro&szlig;er Teil der Region mit fehlender Inflation zu k&auml;mpfen hat, verzeichnet Island zunehmende Inflationstendenzen und einen vergleichsweise hohen Einlagezins. Folglich ist die Notenbank auf Zinserh&ouml;hungen ausgerichtet. Die n&auml;chste Zinsbewegung d&uuml;rfte zwar eine Anhebung sein, doch geben die Aufwertung der isl&auml;ndischen Krone und die niedrige globale Inflation der Zentralbank vielleicht Spielraum, um dabei langsamer vorzugehen als sie es zuvor f&uuml;r erforderlich hielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man mag versucht sein, ganz Europa (oder sogar alle Industriestaaten) als von niedriger Inflation geplagt anzusehen und anzunehmen, dass alle Notenbanken mit Sorge auf die Inflationsziele blicken, doch Skandinavien f&uuml;hrt uns vor Augen, wie unterschiedlich die Politik in Wirklichkeit ist. Das Thema ist nicht nur auf die G7-Staaten beschr&auml;nkt. Obwohl die Notenbanken Skandinaviens geografisch nah beieinander liegen, f&auml;llt ihre Politik sehr unterschiedlich aus &ndash; sogar wenn sie teilweise &auml;hnliche Ziele verfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im M&auml;rz sahen wir eine Flut an Nachrichten zu den G7-Notenbanken, die vor allem viel Unruhe, insgesamt aber wenig Handlung bewirkte. 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