{"id":1963,"date":"2016-04-07T05:00:00","date_gmt":"2016-04-07T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/04\/07\/besser-langsam-dafuer-sicher\/"},"modified":"2016-04-07T05:00:00","modified_gmt":"2016-04-07T05:00:00","slug":"besser-langsam-dafuer-sicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/besser-langsam-dafuer-sicher\/","title":{"rendered":"Besser langsam, daf\u00fcr sicher"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Jede(r) kennt das &bdquo;langsam, aber sicher&ldquo;. Die meisten unter uns benutzen diese Redewendung, ohne sich jeweils gross dar&uuml;ber Gedanken zu machen&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei hat sie &ndash; wie so viele &uuml;berlieferte Lebensweisheiten &ndash; weit mehr als einen kleinen Kern Wahrheit, wie uns beispielsweise der Strassenverkehr eindr&uuml;cklich vor Augen f&uuml;hrt. Wer langsam f&auml;hrt, baut weniger Unf&auml;lle, das ist ein Gesetz. Eine etwas neuere Redewendung aus dem Anglizismus birgt &auml;hnlich viel Wahrheit hinter sich und scheint viel zeitgem&auml;sser: &bdquo;quick and dirty&ldquo;. Das ist kaum Lob f&uuml;r eine Lebensphilosophie, auch wenn heute Tempo angesagt ist. Man denke nur an das Internet, das uns nie schnell genug sein kann. Und Dreck ist schon gar nicht angesagt. Man will auch nicht gleich als Raser dastehen, wenn man mal aufs Gas dr&uuml;ckt. Andererseits l&auml;uft man aber Gefahr, als Schleicher zu gelten, nur weil man sich langsam(er) bewegt &#8211; und noch viel schlimmer, als Aussenseiter dazustehen in der heutigen schnelllebigen Welt. Doch was ist nun eigentlich besser?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Weder noch&ldquo; oder &bdquo;alles zu seiner Zeit&ldquo; lautet die ehrliche Antwort. Es spricht nichts gegen langsam oder schnell, beide Adjektive sind schliesslich nicht wertend. Nur sollte man nicht ins Extrem verfallen, sprich weder rasen noch schleichen, denn sonst wird das Tempo tats&auml;chlich auf die Waagschale gelegt. Nat&uuml;rlich gibt es auch eine gewisse Tempof&auml;higkeit. Ein Formel 1-Pilot bewegt seinen Boliden in der Regel recht sicher auf einem Rennparcours.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er kann das erstens, und zweitens stimmen aber vor allem s&auml;mtliche Randbedingungen, denn es herrscht Rennbetrieb und der ist naturgem&auml;ss schnell. Der normale Verkehrsteilnehmer hat hier keine Chance mitzuhalten oder sein Temporausch endet abseits der Piste im Dreck. Geschwindigkeit ist beherrschbar, das hat uns die Evolution von Motoren gezeigt, aber nur, wenn auch die Sicherheitsvorkehrungen tempogerecht sind. Und wenn nicht pl&ouml;tzlich etwas &uuml;ber die Fahrbahn l&auml;uft wie der schwarze Schwan. Ein solches Ereignis, mit dem niemand rechnet und das daher vermeintlich ausgeschlossen werden kann, kann bei hoher Geschwindigkeit zu &auml;usserst schwerwiegenden Sch&auml;den f&uuml;hren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wo ist die Zeit geblieben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute macht es &#8211; zumindest in den hochindustrialisierten L&auml;ndern &ndash; den Anschein, Zeit sei eines der knappsten G&uuml;ter &uuml;berhaupt geworden. Erstaunlich, wenn man bedenkt, wieviel Zeit unsere Vorfahren nur allein schon daf&uuml;r ben&ouml;tigten, t&auml;glich satt zu werden oder wieviele Stunden mehr noch unsere Grosseltern w&ouml;chentlich gearbeitet haben als wir heute. Wo nur ist die gewonnene Zeit geblieben? Im Grunde wissen wir es, sie dient unse-rem Vergn&uuml;gen, unseren Hobbies und der Befriedigung von Bed&uuml;rfnissen, von denen unsere Vorfahren nicht einmal die Spur einer Ahnung hatten. Fakt ist, so viel Zeit vor dem Spiegel zu verbringen wie wir heute, hatte die Menschheit noch nie in ihrer ganzen Geschichte. Und doch ist das Wort Stress, das so eng mit dem Zeitbegriff im Sinne eines Mangels verbunden ist, in aller Munde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schnelldenker Finanzakteure<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass wir uns heute manchmal gehetzt f&uuml;hlen, hat viel mit der Angst zu tun, etwas zu verpassen. Fristen die ablaufen, Aktionen die nur heute gelten, Mails und SMS abarbeiten und dann noch schnell, was auch immer erledigen und alles m&ouml;glichst gleichzeitig, kann auf Dauer aber nicht gut gehen. So lange es sich um Routinen handelt, ist dies unproblematisch, da kann man gut aufs Tempo dr&uuml;cken. Das hat die Industrie vorgemacht mit ihrer Massenproduktion. Kritisch wird es dann, wenn auch die echten oder vermeintlich komplexen Systeme dem Zeitdruck unterliegen und aufwendige Arbeiten im Schnellverfahren durchgezogen werden. Genau dies ist leider am Finanzmarkt gang und g&auml;be. Gestern war wieder so ein Tag, der dies perfekt belegt. Am fr&uuml;hen Morgen tendierten die Futures der europ&auml;ischen Aktienm&auml;rkte stark negativ. Im Sekundenrhythmus gingen derweil Meldungen &uuml;ber die m&ouml;glichen Gr&uuml;nde daf&uuml;r &uuml;ber den Ticker, in einem Tempo, das selbst den oberfl&auml;chlichsten Leser &uuml;berfordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Gl&uuml;ck muss man fast sagen, denn so bleibt einem auch etlicher Mist vorenthalten. Denn offensichtlich ist vielen Spielern an den Finanzm&auml;rkten nicht daran gelegen, treffliche und wohl&uuml;berlegte Statements (besser w&auml;ren Analysen) zu platzieren, zumal auch die Medien daran nicht immer interessiert scheinen. Alle wollen lieber sofort eine Erkl&auml;rung f&uuml;r einen Vorfall, sei sie auch noch so aus der Luft gegriffen als im Ungewissen zu harren. Mit der Masse der Erkl&auml;rungen sinkt aber nicht nur deren Gehalt, sondern es steigt auch deren Halbwertszeit. Gestern gab es viele schnelle Erkl&auml;rungen, die von weiteren schnelleren Erkl&auml;rungen im Sekundentakt relativiert wurden. So musste sich jeder sein eigenes Bild machen, ob es Zins&auml;ngste, &Ouml;lpreis, Konjunkturdaten oder was auch immer waren, die den Kursrutsch verursachten. Nachhallen wird kaum eine dieser Begr&uuml;ndungen, denn heute sind es schon wieder andere. Dennoch sind solche kursrelevant &ndash; wenn manchmal auch nur f&uuml;r Minuten.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jede(r) kennt das &bdquo;langsam, aber sicher&ldquo;. 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