{"id":19659,"date":"2023-11-07T11:11:40","date_gmt":"2023-11-07T10:11:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19659"},"modified":"2024-01-23T11:32:21","modified_gmt":"2024-01-23T10:32:21","slug":"blackrock-marktausblick-marktausblick-bad-news-is-good-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-marktausblick-bad-news-is-good-news\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick : Bad news is good news"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR-LU\"><strong>BlackRock<\/strong> : Dass schw\u00e4cher als erwartet hereinkommende Makrodaten hin und wieder zu positiven Marktreaktionen f\u00fchren, ist eine Binsenweisheit.<br \/>\n<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"h2-dark-blue\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 12pt;\"><span class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von <\/span><\/span><b>Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/b><br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Logik dahinter ist in der Regel simpel: nachlassende Makrodynamik bremst die Notenbank in ihrem Eifer, die Geldpolitik weiter zu straffen. Genau dies scheint sich nun in der gr\u00f6ssten Volkswirtschaft der Welt abzuspielen, wobei gar nicht klar ist, ob es die markante Abk\u00fchlung der \u00f6konomischen Daten wirklich gebraucht h\u00e4tte. Denn die im Zusammenhang mit der erneuten Zinspause artikulierten, unerwartet klaren Andeutungen seitens Fed-Chairman Jerome Powell (Federal Reserve \u2013 US-Notenbank, kurz Fed), aus denen der wahrscheinliche Verzicht auf weitere Zinsanhebungen herauszuh\u00f6ren war, erfolgten bereits am Mittwoch, also zwei Tage vor dem Arbeitsmarktbericht. Letzterer sorgte dann mit schw\u00e4cherem Jobwachstum im Oktober (150.000 neue Stellen statt 180.000 wie erwartet) und vor allem einer Abw\u00e4rtsrevision der Vormonatsdaten f\u00fcr ein nicht mehr ganz so starkes Bild vom US-Arbeitsmarkt. Und weil gleichzeitig die Arbeitslosenquote leicht stieg (von 3,8 auf 3,9%) und das Lohnwachstum sich erm\u00e4ssigte (von 4,3 auf 4,1%), lasen Marktteilnehmer diesen Datensatz zum Wochenausklang als Beleg daf\u00fcr, dass Powells Ank\u00fcndigungen vom Mittwoch voll und ganz durch die Zahlen untermauert wurden. Folgerichtig gaben die Renditen zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen \u00fcber die Woche um rund 30 Basispunkte nach und liegen nun wieder fast einen halben Prozentpunkt unter ihrem im Oktober notierten H\u00f6chststand von \u00fcber 5%. F\u00fcr die Aktienm\u00e4rkte ergaben sich die st\u00e4rksten Wochengewinne seit rund einem Jahr. Der S&amp;P 500 legte um 5,9% zu, Technologiewerte sogar um \u00fcber 7%. Europa profitierte ebenfalls mit starken Kurszuw\u00e4chsen, der DAX schloss zum Wochenausklang wieder \u00fcber 15.000 Punkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die andere Ingredienz f\u00fcr die Aktienpreise, n\u00e4mlich die Unternehmensgewinne, liefert derzeit ein Bild, welches zumindest den konstruktiven Blick Richtung Jahresende nicht st\u00f6rt. Denn die Berichtssaison f\u00fcr das dritte Quartal, die inzwischen in den USA zu \u00fcber drei Vierteln abgeschlossen und in Europa ebenfalls weit fortgeschritten ist, verl\u00e4uft weniger holprig als erwartet. Rund 80% der US-Unternehmen konnten bisher, nach Marktkapitalisierung gerechnet, die Erwartungen \u00fcbertreffen. Dieses Kunstst\u00fcck gelang bei den Umsatzprognosen allerdings nur 61% der Firmen. Dies verdeutlicht einmal mehr, dass es vor allem in schwierigen Zeiten f\u00fcr Unternehmen darauf ankommt, ihre Margen zu sch\u00fctzen bzw. idealerweise sogar auszubauen.<\/p>\n<p><strong>Hohe Unsicherheit bei Makro-Daten, Assetpreisen und Geopolitik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend sich die amerikanische Notenbank, in Begleitung ihrer Pendants etwa in der Eurozone und Grossbritannien, mit ihrem Leitzins nun wohl auf ein l\u00e4nger w\u00e4hrendes Hochplateau begeben hat, d\u00fcrfte sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die Gestalt der Zinsstrukturkurve verlagern. Denn die grosse Frage, auf welche Weise sich die Invertiertheit der Kurve, also eine Situation, in der die kurzfristigen Zinsen die langfristigen deutlich \u00fcbersteigen, aufl\u00f6st, ist keineswegs trivial. Normalerweise sorgt daf\u00fcr eine Rezession, f\u00fcr die eine invertierte Zinskurve genau deswegen als verl\u00e4ssliches Signal gilt. Indem sich dann die Erwartung der Marktteilnehmer auf kr\u00e4ftige Zinssenkungen der Notenbank verfestigt, ger\u00e4t das kurze Ende der Zinskurve ins Rutschen, die Kurve wird wieder steiler. In der aktuellen Situation zeigen sich aber, wie auch hier schon des \u00d6fteren beschrieben, kaum Hinweise auf eine Rezession in den USA, und auch der Markt preist bisher nur sehr moderate Zinssenkungen seitens der Fed (gegenw\u00e4rtig rund 100 Basispunkte f\u00fcr 2024 insgesamt), und dies fr\u00fchestens im Sommer n\u00e4chsten Jahres. Gut m\u00f6glich also, dass die aktuelle Invertierungsphase, die schon jetzt eine der l\u00e4ngsten der US-Wirtschaftsgeschichte ist, sich eher \u00fcber das l\u00e4ngere Ende des Laufzeitenspektrums aufl\u00f6st. Dies w\u00fcrde bedeuten, dass die Renditen lang laufender Obligationen weiter ansteigen, ein Szenario, welches vor allem vor dem Hintergrund strukturell h\u00f6herer Inflation und eines versch\u00e4rften Wettbewerbs um Kapital nicht undenkbar erscheint. Ersteres, n\u00e4mlich auf Sicht oberhalb von 2% verharrende Inflation, l\u00e4sst sich plausibel mit den ber\u00fchmten Ds (Demographie, Deglobalisierung, Dekarbonisierung) begr\u00fcnden und scheint sich immer dauerhafter in den Inflationserwartungen der Marktteilnehmer niederzuschlagen. Letzteres, der Wettbewerb um Kapital, d\u00fcrfte angesichts enormer Platzierungsvolumen des US-Schatzamtes bei gleichzeitig fortgesetztem \u201aQuantitative Tightening\u2018 der Fed auch und vor allem im Wahljahr 2024 zum Tragen kommen. In der vergangenen Woche hat die niedriger als erwartet herausgekommene Refinanzierungsnotwendigkeit des Schatzamtes, zusammen mit der Fed-Kommunikation und den schw\u00e4cheren Makrodaten, f\u00fcr Entspannung an den Zinsm\u00e4rkten gesorgt. Wir sollten aber darauf vorbereitet sein, dass sich mit Blick auf knappe \u00f6ffentliche Kassen, ein anstehendes Wahljahr und schrumpfende Zentralbankbilanzen die Ruhe an den Rentenm\u00e4rkten als tr\u00fcgerisch erweisen k\u00f6nnte. Noch vor einem Jahr w\u00e4ren Prognosen von 5% Rendite auf zehnj\u00e4hrige US-Staatsobligationen als Hirngespinste abgetan worden, im Oktober wurde dieser Wert erstmals wieder erreicht. Und m\u00f6glicherweise ist diese Entwicklung noch nicht zu Ende. Unsere Fantasie ist einmal mehr gefordert.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : Dass schw\u00e4cher als erwartet hereinkommende Makrodaten hin und wieder zu positiven Marktreaktionen f\u00fchren, ist eine Binsenweisheit.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":23265,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-19659","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19659","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19659"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19659\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23268,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19659\/revisions\/23268"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23265"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}