{"id":19801,"date":"2023-11-20T10:04:24","date_gmt":"2023-11-20T09:04:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19801"},"modified":"2023-11-20T10:04:24","modified_gmt":"2023-11-20T09:04:24","slug":"st-galler-kantonalbank-die-verlockungen-hoher-renditen-sind-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-die-verlockungen-hoher-renditen-sind-zurueck\/","title":{"rendered":"St. Galler Kantonalbank: Die Verlockungen hoher Renditen sind zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>St. Galler Kantonalbank<\/strong> :\u00a0 Die Freude, mit sicheren Franken-Obligationen eine ansprechende Rendite erzielen zu k\u00f6nnen, war von kurzer Dauer.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von <\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Dr. Thomas Stucki<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">CIO der St.Galler Kanto<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">nalbank<\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Renditen liegen nicht mehr bei 2% wie noch vor einem Monat, sondern eher im Bereich von 1.5%. Das l\u00e4sst das Anlegerherz nicht mehr jubeln und erf\u00fcllt die erforderliche Rendite vieler institutioneller Anleger nicht. Deshalb sind wieder Alternativen gefragt, mit denen man mehr verdienen kann. An den AT1-Anleihen hat man sich schon die Finger verbrannt, die kommen nicht mehr in Frage. High Yield-Anleihen will man auch nicht, da bei einer Rezession die Ausfallraten der Emittenten steigen. Also greift man bei den Emerging Market Bonds in Hard Currency zu. Entsprechende ETF rentieren weit \u00fcber 8%. Sichert man das US-Dollar-Risiko gegen Franken ab, bleiben immer noch fast 5% Rendite und das bei einer Anlage in Staatsanleihen, nicht in exotischen W\u00e4hrungen, sondern in harten US-Dollars. Kein Wunder, ist diese Anlageklasse bei vielen Investoren so beliebt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht sollte man sich vor dem Kauf aber doch damit befassen, in was man eigentlich investiert. Im Bloomberg Emerging Marktes USD Bond Index hat Saudi-Arabien mit einem Anteil von 9.2% das gr\u00f6sste Gewicht. Die \u00d6ll\u00e4nder rund um den Persischen Golf machen zusammen einen F\u00fcnftel des Portfolios aus. Ob das mit den Nachhaltigkeits-Bem\u00fchungen vereinbar ist, die man so gerne ins Schaufenster stellt, darf zumindest hinterfragt werden. Im Ranking der Gewichtung folgt hinter Saudi-Arabien an zweiter Stelle die T\u00fcrkei mit 8.5% und danach Indonesien mit 7.4%. Beide L\u00e4nder gelten nicht als Hort der wirtschaftlichen Stabilit\u00e4t. Nicht zu vergessen die L\u00e4nder in S\u00fcdamerika, welche wie Venezuela und Argentinien unter einer miserablen Wirtschaftslage leiden und politisch instabil sind.<\/p>\n<p><strong>Schwellenl\u00e4nderanleihen in US-Dollar<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass diese Anleihen in vertrauensw\u00fcrdigen US-Dollars denominiert sind, ist nur Augenwischerei. Im Gegenteil: Die Schulden in fremder W\u00e4hrung sind das grosse Damoklesschwert der Schwellenl\u00e4nder. Wirtschaftliche Krisen werden meistens dadurch ausgel\u00f6st, dass die Zahlungen in US-Dollar nicht mehr geleistet werden k\u00f6nnen, weil die eigene W\u00e4hrung stark an Wert verloren hat. Die Kosten der Zinsen, die sie f\u00fcr die Dollar-Anleihen bezahlen muss, haben sich f\u00fcr die T\u00fcrkei in den letzten f\u00fcnf Jahren aufgrund der Abwertung der T\u00fcrkischen Lira fast versechsfacht. Argentinien muss im Vergleich zu 2018 das neunfache bezahlen.<br \/>\nZumindest konnten die erw\u00e4hnten \u00d6ll\u00e4nder ihre W\u00e4hrung zum US-Dollar in einem engen Band halten. Dazu kommen die politischen Risiken, einerseits durch die oft instabile Lage in den L\u00e4ndern, andererseits durch die latente Gefahr von Sanktionen durch die USA. So wurden die russischen Anleihen nach dem Einmarsch in die Ukraine praktisch wertlos erkl\u00e4rt und aus dem Index gestrichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es bleibt dabei: zus\u00e4tzliche Rendite = zus\u00e4tzliches Risiko<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass man auf einem Teil des Obligationenportfolios mehr verdienen will als auf Franken-Obligationen, ist verst\u00e4ndlich. Dass das nicht ohne zus\u00e4tzliche Risiken geht, scheint aber oft vergessen zu werden. Diese Risiken einzusch\u00e4tzen, ist eine zentrale Aufgabe beim Investieren. Bei den AT1-Anleihen ist es die Konzentration auf den Bankensektor und das Kleingedruckte in den Prospekten. Diese Risiken kann man eingehen wollen oder nicht. Bei den High Yield-Anleihen ist es das Kreditrisiko der Emittenten. Mit einer guten Diversifikation der Schuldner, beispielsweise \u00fcber breit diversifizierte Kollektivgef\u00e4sse, kann das Kreditrisiko in einem vern\u00fcnftigen Rahmen gehalten werden. Bei Anleihen aus den Emerging Markets ist es dagegen schwierig, die \u00dcbersicht \u00fcber die unterschiedlichen Risiken zu behalten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Galler Kantonalbank :\u00a0 Die Freude, mit sicheren Franken-Obligationen eine ansprechende Rendite erzielen zu k\u00f6nnen, war von kurzer Dauer.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9941,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[666],"tags":[98,668],"class_list":["post-19801","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-investment-views","tag-st-galler-kantonalbank","tag-thomas-stucki"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19801"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19801\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}