{"id":1982,"date":"2016-04-21T05:00:00","date_gmt":"2016-04-21T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/04\/21\/m-g-welche-unternehmensanleihen-wird-die-ezb-ankaufen\/"},"modified":"2016-04-21T05:00:00","modified_gmt":"2016-04-21T05:00:00","slug":"m-g-welche-unternehmensanleihen-wird-die-ezb-ankaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-welche-unternehmensanleihen-wird-die-ezb-ankaufen\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Welche Unternehmensanleihen wird die EZB ankaufen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Russische Unternehmensanleihen z&auml;hlten im letzten Jahr zu den leistungsst&auml;rksten Anlageklassen. Der JPM CEMBI Russia Index erzielte eine Gesamtrendite von 26%, obwohl das BIP Russlands aufgrund eines &auml;u&szlig;erst schwierigen Wirtschaftsszenarios und des geopolitischen Gegenwinds um 3,7% zur&uuml;ckging&#8230;..<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span class=\"byline\">von <span class=\"author vcard\">Wolfgang Bauer<\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"top-widget-area\">\n<aside id=\"drew_language_link_widget-2\" class=\"widget drew_language_link_widget\">\n<div class=\"inner\" style=\"text-align: justify;\">Die Anleihem&auml;rkte haben auf das am 10.&nbsp;M&auml;rz bekanntgegebene neue &bdquo;Corporate Sector Purchase Programme&ldquo; (CSPP) der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) zum Ankauf von Unternehmensanleihen heftig reagiert. Die Credit Spreads der auf Euro lautenden Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Status (IG) haben sich durchschnittlich um rund 20&nbsp;BP verringert. &Uuml;ber die Einzelheiten des CSPP wird jedoch noch ger&auml;tselt. Die Ver&ouml;ffentlichung des <strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Berichts &uuml;ber die letzte Sitzung des Geldpolitischen Ausschusses<\/span><\/strong> von gestern hat kaum f&uuml;r Klarheit gesorgt. Bisher wissen wir lediglich, dass die EZB ab Ende des 2.&nbsp;Quartals 2016 damit beginnen wird, auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit IG-Status von Nichtbanken mit Sitz in der Eurozone anzukaufen. Die EZB hat au&szlig;erdem erkl&auml;rt, dass Anleihen, die die Kriterien des Sicherheitenrahmens des Eurosystems erf&uuml;llen, die &bdquo;Grundlage&ldquo; des CSPP-Universums bilden, es k&ouml;nnten aber weitere Regeln und Vorgaben gelten.<\/div>\n<\/aside><\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Detail herrscht aber noch viel Unklarheit. Wie viel wird die EZB jeden Monat kaufen? Wird sie sowohl am Prim&auml;r- als auch am Sekund&auml;rmarkt aktiv werden? Wird es einen Kapitalzuweisungsmechanismus wie beim Staatsanleihenkaufprogramm geben? Welchen Prozentsatz einer in Frage kommenden Unternehmensanleiheemission darf die EZB halten? Ist die EZB zum Verkauf verpflichtet, wenn eine in ihren B&uuml;chern gehaltene Anleihe auf ein Rating heruntergestuft wird, das nicht mehr dem IG-Status entspricht? Die Antwort auf diese und viele weiteren Fragen steht noch aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben unter Anwendung einer Reihe von Filterkriterien das Unternehmensanleihenuniversum nach m&ouml;glicherweise f&uuml;r die EZB in Frage kommenden Wertpapieren untersucht (siehe nachstehende Tabelle). Aus unserer Analyse geht hervor, dass sich die EZB f&uuml;r 971 Anleihen mit einem Gesamtvolumen von ca. 640&nbsp;Milliarden EUR interessieren k&ouml;nnte.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/04\/16.04.08-WB-blog-ger.png\" alt=\"Welche Unternehmensanleihen wird die EZB ankaufen?\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone wp-image-3334 size-full\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Filtereinstellungen sind teilweise ziemlich selbstverst&auml;ndlich (z.&nbsp;B. auf Euro lautend, keine Banken, keine Hybridanleihen oder nachrangige Instrumente), bei anderen handelt es sich aber um pure Annahmen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong>Bonit&auml;tsbewertung:<\/strong> Wir haben alle Unternehmensanleihen aufgenommen, die mindestens von einer der drei gro&szlig;en Ratingagenturen (Moody&rsquo;s, S&amp;P und Fitch) eine IG-Bewertung erhalten haben. Dieser Rahmen k&ouml;nnte zu gro&szlig;z&uuml;gig sein, da Crossover-Titel bzw. &bdquo;Fallen Angels&ldquo; mit erfasst werden, deren Rating nicht dem IG-Status entspricht, so lange ihr bestes Rating BBB- oder h&ouml;her ist. Oder aber er k&ouml;nnte zu eng gezogen sein, da die EZB bei ihrem Sicherheitsrahmen auch Bonit&auml;tsbewertungen von DBRS als vierte externe Agentur akzeptiert.<\/li>\n<li><strong>Land<\/strong>: In der Ank&uuml;ndigung der EZB hei&szlig;t es: &bdquo;Unternehmen (ohne Banken) im Euro-W&auml;hrungsgebiet&ldquo;. Wir wollten uns streng daran halten und haben folglich als Filterkriterium &bdquo;Land des Firmensitzes&ldquo; angegeben. Dies f&uuml;hrt dazu, dass die Niederlande zu stark vertreten sind, da etliche Unternehmen (wie z.&nbsp;B. BMW, DT) Anleihen &uuml;ber in den Niederlanden domizilierte K&ouml;rperschaften ausgeben. Es f&uuml;hrt auch dazu, dass Unternehmen, die eindeutig nicht in der Eurozone ans&auml;ssig sind, erfasst werden, so lange die Gesellschaft, die die Anleihen ausgegeben hat, in der Eurozone gegr&uuml;ndet wurde. Es k&ouml;nnte sinnvoller sein, &bdquo;Land des Risikos&ldquo; als Filtereinstellung (oder als zus&auml;tzlichen Filter) zu verwenden. Wenn jedes Unternehmen, unabh&auml;ngig davon, wo es seinen Hauptsitz hat, seine Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit aus&uuml;bt und seine Ums&auml;tze schwerpunktm&auml;&szlig;ig erzielt, einfach in der Eurozone eine Zweckgesellschaft (&bdquo;Special Purpose Vehicle&ldquo;) gr&uuml;nden kann, um auf EUR lautende Anleihen zu emittieren, w&uuml;rde theoretisch jede Nichtbank mit IG-Status weltweit die EZB-Kriterien erf&uuml;llen.<\/li>\n<li><strong>Sektor:<\/strong> Wir wissen, dass Banken vom Ankaufsprogramm ausgeschlossen sind. Aber was ist mit Finanzdienstleistern? Wir haben Anleihen von Versicherungsgesellschaften (aber keine T1- oder T2-Versicherungen) und REITs in das in Frage kommende Universum aufgenommen.<\/li>\n<li><strong>Weitere Kriterien:<\/strong> Wir haben kleinere Emissionen (unter 200&nbsp;Millionen EUR) und Anleihen mit einer Restlaufzeit von anderthalb Jahren oder darunter ausgeschlossen, da wir von der EZB nicht erwarten, dass sie weniger liquide Emissionen kauft oder die Erl&ouml;se aus f&auml;llig werdenden Anleihen immer wieder reinvestieren m&ouml;chte.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechend dieser wesentlichen Annahmen haben wir ein &bdquo;vermutetes&ldquo; Anleihenuniversum erstellt, das die EZB in Betracht ziehen k&ouml;nnte (siehe nachstehende Grafik). Die gr&ouml;&szlig;ten Nutznie&szlig;er, die potenziell in Frage kommende Anleihen im besonders gro&szlig;en Umfang emittiert haben, sind EDF und Anheuser-Busch InBev, auf die 3,7% bzw. 3,6% des relevanten Universums entfallen. Bez&uuml;glich der Composite-Bonit&auml;tsbewertung besteht das Universum zu mehr als 50% aus mit BBB bewerteten (51,1%), gefolgt von mit A bewerteten (35,8%) Titeln.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/04\/16.04.08-WB-blog-ger2.png\" alt=\"Welche Unternehmensanleihen wird die EZB ankaufen?\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone wp-image-3335 size-full\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus L&auml;ndersicht w&auml;ren franz&ouml;sische Unternehmen die gr&ouml;&szlig;ten Nutznie&szlig;er (31,4%), wie wir bereits 2014 vorhergesagt hatten. Die Niederlande (26,3%), die davon profitieren, dass dort sehr viele Holdinggesellschaften domiziliert sind, und Deutschland (10,5%) stehen an zweiter bzw. dritter Stelle. Versorgungsunternehmen (22,9%) werden wohl der dominante Industriesektor sein, noch vor nicht zyklischen (19,6%) bzw. zyklischen Konsumwerten (12,5%). Die Duration von auf EUR lautenden Unternehmensanleihen mit IG-Status ist relativ kurz verglichen mit der von auf USD lautenden IG-Titeln. Daher &uuml;berrascht es nicht, dass etwa die H&auml;lfte der Titel in unserem potenziell in Frage kommenden Universum (48,5%) innerhalb von 5&nbsp;Jahren f&auml;llig wird.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2016\/04\/16.04.08-WB-blog-ger3.png\" alt=\"Welche Unternehmensanleihen wird die EZB ankaufen?\" width=\"450\" height=\"338\" class=\"alignnone wp-image-3336 size-full\" \/> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M&uuml;ssten wir jetzt in Anbetracht dessen, dass bald ein neuer K&auml;ufer am Markt auftritt, so viele auf EUR lautende Unternehmensanleihen aufkaufen wie nur m&ouml;glich? Nicht unbedingt. Zwar scheinen auf EUR lautende Unternehmensanleihen im Vergleich zu Staatsanleihen ein gutes Preis-Leistungsverh&auml;ltnis zu bieten, die Spreads von auf EUR lautenden Unternehmensanleihen sowohl mit Investment Grade als auch im spekulativen Bereich haben sich aber seit Mitte Februar verringert. Die Rally hat aufgrund der zum Zeitpunkt der Ank&uuml;ndigung durch die EZB am Markt herrschenden Euphorie deutlich zugelegt. Somit sind die erwarteten Vorteile evtl. zum gro&szlig;en Teil schon eingepreist. Die Bewertungen sind wohl im Vergleich zu den zugrunde liegenden Fundamentalwerten des Kreditrisikos und der aktuellen H&ouml;he der Spreads bei bestimmten Emittenten bereits zu hoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Grundlage unserer Marktsondierung und unter der Annahme, dass die EZB jeweils ein Drittel aller in Frage kommender Unternehmensanleiheemissionen aufkaufen kann, bel&auml;uft sich das verf&uuml;gbare Universum auf &bdquo;nur&ldquo; ca. 210&nbsp;Milliarden EUR. Dabei werden sich die Asset-Ank&auml;ufe auf insgesamt 80&nbsp;Milliarden EUR monatlich belaufen, d.&nbsp;h. 960&nbsp;Milliarden EUR im Jahr. Vor diesem Zahlenhintergrund gehen wir eher davon aus, dass der Ankauf von Unternehmensanleihen als Erg&auml;nzung zum Ankauf von Staatspapieren zu sehen ist und eventuell ca. 5&nbsp;Milliarden EUR monatlich betragen wird. Daher ist es durchaus m&ouml;glich, dass das schlie&szlig;lich kommunizierte tats&auml;chliche Kontingent an Unternehmensanleihen die allzu optimistischen Markterwartungen deutlich d&auml;mpfen k&ouml;nnte.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russische Unternehmensanleihen z&auml;hlten im letzten Jahr zu den leistungsst&auml;rksten Anlageklassen. Der JPM CEMBI Russia Index erzielte eine Gesamtrendite von 26%, obwohl das BIP Russlands aufgrund eines &auml;u&szlig;erst schwierigen Wirtschaftsszenarios und des geopolitischen Gegenwinds um 3,7% zur&uuml;ckging&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3661,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[85],"class_list":["post-1982","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-mg-international-investments-ltd"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1982"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1982\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}