{"id":19826,"date":"2023-11-21T17:12:19","date_gmt":"2023-11-21T16:12:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19826"},"modified":"2024-01-22T16:28:57","modified_gmt":"2024-01-22T15:28:57","slug":"nordea-am-klima-engagement-verbessert-fundamentaldaten-der-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/nordea-am-klima-engagement-verbessert-fundamentaldaten-der-unternehmen\/","title":{"rendered":"Nordea AM : Klima-Engagement verbessert Fundamentaldaten der Unternehmen"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Nordea AM<\/strong>: Emissionsintensive Sektoren werden an den B\u00f6rsen seit Jahren abgestraft. Viele dieser Unternehmen h\u00e4tten aber das Potenzial, in einer gr\u00fcnen Zukunft eine Rolle zu spielen.<\/h5>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Alexandra Christiansen,\u00a0 Portfolio Manager Global Climate Engagement Strategy<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das sagt Alexandra Christiansen von Nordea Asset Management, die bei heutigen Verschmutzern auf Verbesserungen pocht \u2013 und damit deren Bewertungen steigern m\u00f6chte.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kapitalflucht aus emissionsintensiven Unternehmen und Sektoren hat sich \u00fcber die vergangenen Jahre beschleunigt. Dieser Trend wird angef\u00fchrt von Europa, aber auch in Nordamerika und im Asiatisch-Pazifischen Raum wurden in den vergangenen Jahren immer mehr Gelder in Sektoren investiert, die \u00fcber ein vorteilhaftes ESG-Profil verf\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dahinter steckten zwar gute Absichten, doch ein positiver Wandel k\u00f6nne so nicht angeregt werden, erkl\u00e4rte Alexandra Christiansen, Portfoliomanagerin des Nordea 1 \u2013 Global Climate Engagement Fund, w\u00e4hrend einer Pr\u00e4sentation in Z\u00fcrich. Sie pl\u00e4diert daf\u00fcr, sich bei den heutigen Verschmutzern zu engagieren. Denn die meisten Unternehmen h\u00e4tten auch in einer gr\u00fcnen Zukunft eine Rolle zu spielen. Dieses Potenzial werde jedoch oft untersch\u00e4tzt und k\u00f6nne freigesetzt werden, wenn an den n\u00f6tigen strategischen und operationellen Stellschrauben gedreht werde. Dabei sei es immer wichtig, dass die Ver\u00e4nderungen nicht nur aus Umweltsicht positiv seien, sondern auch die Fundamentaldaten der Unternehmen verbessert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Markt von Vorteilen der Dekarbonisierung \u00fcberzeugen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gehe beim Engagement darum, die Risiken f\u00fcr die betreffenden Firmen zu reduzieren und Wert zu schaffen. Letzterer \u00e4ussere sich meist in steigenden Bewertungen an den B\u00f6rsen. Um dieses Ziel zu erreichen, m\u00fcssten die Marktteilnehmenden heute von den Vorteilen der Dekarbonisierung \u00fcberzeugt werden. Denn viele der heutigen Investoren werden 2030 oder 2050, wenn etliche Netto-Null-Ziele f\u00e4llig werden, nicht mehr investiert sein.<br \/>\nDoch Christiansen erkl\u00e4rte auch, dass es einige wenige Branchen gebe, die sie als Portfoliomanagerin meide und keine Engagement-Initiativen starte. Als Beispiel nannte sie die Kohleindustrie. Diese m\u00fcsste das gesamte Gesch\u00e4ftsmodell neu definieren, um in einer gr\u00fcnen Wirtschaft \u00fcberhaupt noch relevant zu sein und erf\u00fclle damit das Machbarkeitskriterium nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ganzheitliche Herangehensweise notwendig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige Branchen, die aktuell noch zu den gr\u00f6ssten Emittenten z\u00e4hlen, sind gem\u00e4ss Christiansen sogar zentrale Player bei der Energiewende. Die Stahlindustrie allein st\u00f6sst ungef\u00e4hr gleich viele Treibhausgase aus wie Indien. Ohne Stahl kann jedoch das Elektrizit\u00e4tsnetz nicht modernisiert werden. Ein Offshore-Windpark ben\u00f6tigt im Schnitt rund 250 Tonnen Stahl, um ein Megawatt Strom herzustellen, ein Onshore-Windpark rund 100 Tonnen. Auch Solarparks schlagen mit 40 bis 70 Tonnen Stahl st\u00e4rker zu Buche als Infrastruktur f\u00fcr Erdgas, die f\u00fcr dieselbe Menge Strom lediglich rund 15 Tonnen Stahl ben\u00f6tigt. Dazu kommen Strommasten und -leitungen, die pro Meile 65 Tonnen Stahl ben\u00f6tigen. Es sei daher unabdingbar, sich bei den Managementteams f\u00fcr nachhaltigere Gesch\u00e4ftspraktiken einzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem sei ein ganzheitlicher Ansatz notwendig. K\u00f6nne beispielsweise ein Hersteller von Zahnpasta dazu bewegt werden, auf recycelbare Verpackungen umzustellen, m\u00fcsse auch sichergestellt werden, dass die Zahnpastatuben mit der bestehenden Recyclinginfrastruktur verarbeitet werden k\u00f6nnen. \u00c4hnlich sei es bei sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS), die nahezu nicht abbaubar sind, sich in der Umwelt wie auch in Lebewesen anreichern und im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Aufgrund dieser problematischen Aspekte erw\u00e4gt die EU-Kommission ein beinahe vollst\u00e4ndiges Verbot von PFAS. Gem\u00e4ss Christiansen h\u00e4tte ein solches aber nicht nur positive Auswirkungen, sondern w\u00fcrde die Energiewende auch praktisch unm\u00f6glich machen. Denn noch sind viele Technologien wie W\u00e4rmepumpen und Windturbinen auf Ewigkeitschemikalien angewiesen. Diese Bedenken teilten Christiansen und ihr Team mit der EU-Kommission \u2013 und engagieren sich aber gleichzeitig auch bei Herstellern von PFAS, dass diese an Alternativen arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Genaues Tracking der Fortschritte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In jedem Fall m\u00fcsse der erreichte Fortschritt \u00fcberwacht werden. Auch der Glaubw\u00fcrdigkeit der gemachten Versprechen, der Transparenz und der Zusammenarbeit r\u00e4umt Christiansen einen hohen Stellenwert ein. Entsprechen die gemachten Fortschritte nicht den Erwartungen, bleiben nur zwei Optionen: Entweder das Engagement wird eskaliert, wobei oft kollaborative Engagement-Netzwerke wie Climate Action 100+ ins Spiel kommen, oder alle Aktien des betroffenen Unternehmens werden abgestossen, da das Risiko-Ertrags-Verh\u00e4ltnis f\u00fcr die Portfoliomanagerin nicht mehr angemessen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit der Lancierung des Nordea 1 \u2013 Global Climate Engagement Fund im April 2022 haben Christiansen und ihr Team 121 Meetings mit Managementteams abgehalten und Briefe an das Management verfasst. Die jeweilige Dekarbonisierungsstrategie konnte in vielen Gespr\u00e4chen thematisiert werden. Durch diese Diskussionen konnte der Anteil Unternehmen, deren Dekarbonisierungsstrategie nicht mit den gesteckten Zielen in Einklang stehen, deutlich reduziert werden \u2013 und damit auch die zuk\u00fcnftig ausgestossenen Emissionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nordea AM: Emissionsintensive Sektoren werden an den B\u00f6rsen seit Jahren abgestraft. 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