{"id":19957,"date":"2023-11-29T17:05:53","date_gmt":"2023-11-29T16:05:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=19957"},"modified":"2024-01-23T11:30:42","modified_gmt":"2024-01-23T10:30:42","slug":"blackrock-marktausblick-jahresendrally-alle-jahre-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-marktausblick-jahresendrally-alle-jahre-wieder\/","title":{"rendered":"BlackRock Marktausblick : Jahresendrally? Alle Jahre wieder"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR-LU\"><strong>BlackRock<\/strong> : Der US-amerikanische Feiertag \u201eThanksgiving\u201c ist vorbei, und damit beginnt wie in jedem Jahr f\u00fcr Finanzmarktteilnehmer der Endspurt.<br \/>\n<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"h2-dark-blue\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 12pt;\"><span class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Von <\/span><\/span><b>Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, \u00d6sterreich und Osteuropa bei BlackRock<\/b><br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4testens nachdem Millionen von amerikanischen Truth\u00e4hnen ihr Leben ausgehaucht haben, geht traditionell die Spekulation um eine Jahresendrally an den Aktienm\u00e4rkten los. Dabei ist die heutige Interpretation des Begriffs \u201eJahresendrally\u201c selbst quasi das Eingest\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass Untersuchungen des eigentlich gemeinten Zeitraumes, n\u00e4mlich der letzten f\u00fcnf Handelstage eines Jahres, keine \u00fcberzeugenden Ergebnisse geliefert hatten. So versteht heutzutage unter dem Begriff Jahresendrally jeder etwas anderes. Und genauso divers wie die Interpretationen sind auch die Gr\u00fcnde f\u00fcr oder wider besonders positive Kursentwicklungen an den Aktienm\u00e4rkten gerade am Jahresende. So spricht tats\u00e4chlich die Aussicht auf neue Mittelzufl\u00fcsse im Januar, die etwa bei institutionellen Investoren wie Versicherungen oder Pensionskassen bei Neujahresbeginn zur Veranlagung anstehen, durchaus f\u00fcr einen positiven, liquidit\u00e4tsgetriebenen Grundtrend. Auch die \u00dcberlegung, dass Window Dressing eine Rolle spielen k\u00f6nnte, dass also Unternehmen versuchen k\u00f6nnten, etwa durch R\u00fcckkauf eigener Aktien die Jahresendbewertung in ein gutes Licht zu r\u00fccken, klingt plausibel, l\u00e4sst sich aber \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume bestenfalls anekdotisch nachweisen. Wenig \u00fcberzeugend wirkt dagegen die immer wieder zu h\u00f6rende Erkl\u00e4rung, ein Kursanstieg Richtung Jahresende k\u00f6nne darauf beruhen, dass Angestellte (in der Finanzbranche wie au\u00dferhalb) ihre Jahresboni sofort in frische Aktienengagements investieren. Diese These kann zumindest ich nach \u00fcber 30 Jahren in der Finanzindustrie nicht best\u00e4tigen. Denn noch nie habe ich einen Bonus schon im Dezember erhalten. Wenn \u00fcberhaupt, wurde der stets erst Anfang Februar oder gar M\u00e4rz gezahlt, und dies d\u00fcrfte in den allermeisten Unternehmen \u00e4hnlich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Und dennoch:<\/strong> Immer wieder kommen Untersuchungen langer Zeitr\u00e4ume zu dem Ergebnis, dass die Kursentwicklung von Aktien im Zeitraum November bis April signifikant besser ist als in den restlichen Monaten des Jahres. Allein schon die Tatsache, dass so viele Marktteilnehmer daran glauben und dass jedes Jahr wieder \u00fcber dieses Thema spekuliert wird (wie gerade auch hier in dieser Kolumne), legt nahe, das Ph\u00e4nomen ernst zu nehmen. Denn Aktienm\u00e4rkte sind zu einem erheblichen Ma\u00df von Herdenverhalten getrieben. Und es kann eine teure Erfahrung sein, sich gegen die energisch eingeschlagene Richtung einer gro\u00dfen Herde zu stellen. Marktpsychologie toppt also Fundamentalanalyse? Sicher nicht immer und sicher nicht verl\u00e4sslich. Wenn aber die gesamtwirtschaftlichen Aussichten eher seitw\u00e4rts laufen und \u2013 ganz besonders \u2013 der gr\u00f6\u00dfte Gegenwind f\u00fcr Volkswirtschaft und Unternehmen gef\u00fchlt hinter uns zu liegen scheint, ist selbst ein d\u00fcrftiger Makroausblick kein Grund, die Herde von der Erwartung des \u00fcblichen Jahresendmusters abzuhalten. Will sagen: Zwar bietet der Ausblick auf das Wachstum in den gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt wenig Grund zu \u00fcbersch\u00e4umendem Optimismus. In den USA etwa d\u00fcrfte die 5% BIP-Rate (Bruttoinlandsprodukt) \u00a0des dritten Quartals vor allem auf Sondereffekten beruhen, w\u00e4hrend die ostasiatische Wirtschaft nach entt\u00e4uschendem Post-Covid-Neustart immer noch unter der Schw\u00e4che des Immobiliensektors leidet und in Europa wenig Hoffnung auf einen Aufschwung aus eigener Kraft zu erkennen ist. Zumindest aber droht f\u00fcr die wahrscheinlichsten Szenarien in keiner dieser Volkswirtschaften eine tiefe Rezession, und allein das kann ausreichen, um Aktienanlegern Optimismus einzuhauchen. Denn schlie\u00dflich ist vielen Unternehmen zuzutrauen, auch in Zeiten mauer Ums\u00e4tze ihre Margen auszuweiten. Unserer Einsch\u00e4tzungen nach, liegt genau diese Annahme mit Blick auf die Gewinnerwartungen f\u00fcr die n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monate \u2013 gr\u00f6\u00dfenordnungsm\u00e4\u00dfig rund plus 10% f\u00fcr die amerikanischen Leitindizes \u2013 dem konstruktiven Blick auf das Jahresende und dar\u00fcber hinaus zugrunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wird der R\u00fcckgang der Inflation zur Illusion?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Gutteil der Aktienkursentwicklung seit Oktober ist auf die Hoffnung vieler Marktteilnehmer zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass der Zinsanstieg mehr oder weniger sein Ende erreicht hat. Darauf deuteten auch die in der vergangenen Woche ver\u00f6ffentlichen Protokolle der letzten Sitzungen von der US-Notenbank Fed (Federal Reserve Bank) und EZB (Europ\u00e4ischen Zentralbank) hin, bei letzterer deutlicher als bei ersterer. Nun h\u00e4ngt das weitere Vorgehen der Notenbanken aber an der weiteren Inflationsentwicklung, und hier sind f\u00fcr diese Woche frische Zahlen zu erwarten. W\u00e4hrend in den USA das von der Fed bevorzugte Inflationsma\u00df, die Kernrate des Deflators f\u00fcr pers\u00f6nliche Konsumausgaben, kurz Core PCE (Personal Consumption ), laut unserer Einsch\u00e4tzung weiter von 3,7% auf 3,5% absinken und ihr europ\u00e4isches Pendant ein \u00e4hnliches Bild (von 4,2% auf 3,9%) abgeben d\u00fcrfte, k\u00f6nnte der noch steilere R\u00fcckgang der gesamten (&#8220;Headline&#8221;) Inflationsraten (erwartet werden 3,1% f\u00fcr US-PCE und 2,8% f\u00fcr die Verbraucherpreise in Europa) Investoren zu \u00fcbertrieben positiven Erwartungen veranlassen. Denn mittelfristig spricht einiges, allen voran die oft zitierten strukturellen Ver\u00e4nderungen f\u00fcr wieder anziehende Inflationszahlen. Unserer Einsch\u00e4tzung nach k\u00f6nnte die Inflation tats\u00e4chlich, wie es Fed-Chairman Jerome Powell bereits vor einiger Zeit ank\u00fcndigte, sinken und dann wieder steigen. Wenn dem so ist, k\u00f6nnte sich unserer Einsch\u00e4tzung nach, die Erwartung einer Beruhigung der Inflation auf 2% und entsprechend absehbare Zinssenkungen als Illusion erweisen. Und dann w\u00e4re wieder einmal der Start ins Aktienjahr, anders als in vielen Neujahrsausblicken derzeit verk\u00fcndet besser, die Periode danach jedoch m\u00f6glicherweise schwieriger als heute erwartet. Aus heutiger Perspektive, Ende November 2023, k\u00f6nnte dies unserer Einsch\u00e4tzung nach, tats\u00e4chlich bedeuten, dass die n\u00e4chsten sechs Monate f\u00fcr Aktien nicht so schlecht werden. Mit oder ohne Jahresendrally.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: InvestmentWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : Der US-amerikanische Feiertag \u201eThanksgiving\u201c ist vorbei, und damit beginnt wie in jedem Jahr f\u00fcr Finanzmarktteilnehmer der Endspurt.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":23265,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":null,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-19957","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19957","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19957"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19957\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23264,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19957\/revisions\/23264"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23265"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19957"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19957"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19957"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}