{"id":2011,"date":"2016-05-11T05:00:00","date_gmt":"2016-05-11T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2016\/05\/11\/neuauflage-des-trauerspiels\/"},"modified":"2016-05-11T05:00:00","modified_gmt":"2016-05-11T05:00:00","slug":"neuauflage-des-trauerspiels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/neuauflage-des-trauerspiels\/","title":{"rendered":"Neuauflage des Trauerspiels"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Sie haben nichts gelernt. Obwohl l&auml;ngst absehbar, haben wieder alle so getan, als gehe sie das nichts an. Wie schon im letzten Jahr wird das Griechenlanddilemma m&ouml;glichst lange vor sich hergeschoben &#8211; von der Politik in gewohnter Manier, aber auch von den Finanzm&auml;rkten&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Wann endlich begreifen Merkel und Co endlich, dass Griechenland h&ouml;chstens noch ein Schuldenschnitt retten kann und die Hilfspakete nichts bewirken, ausser einen sehr maroden Bankensektor in einem wirtschaftlich schwachen Land knapp &uuml;ber Wasser zu halten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei L&ouml;sungswege stehen offen und beide sind schmerzhaft. Daf&uuml;r aber ehrlich. Es gibt f&uuml;r Griechenland nur zwei wirklich glaubw&uuml;rdige Auswege: Man erl&auml;sst dem Land einen grossen Teil seiner Schulden oder &#8211; besser w&auml;re sogar und &#8211; gibt den Griechen eine schwache W&auml;hrung (zur&uuml;ck). Da letzteres politisch bekanntlich keine Alternative ist, wird es spannend, ob das die Finanzm&auml;rkte auch so sehen. Von den beiden Hilfspaketen in H&ouml;he von gut 250 Milliarden Euro (1. Hilfspaket 110 Milliarden) wurden 87 Milliarden an Schulden zur&uuml;ckgezahlt, &uuml;ber 50 Milliarden zur Tilgung von Schuldzinsen aufgebracht und 37 Milliarden f&uuml;r Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nde. Fast 30 Milliarden dienten der Rekapitalisierung der Banken in Griechenland. &#8220;Nur&#8221; zehn Milliarden flossen offenbar dem griechischen Haushalt selbst zu. Wenn diese Zahlen stimmen und eine Studie*, welche die Zahlungen genau analysierte, kommt offenbar zu dem Schluss, ist klar wem die Rettungspakete wirklich dienten. Vornehmlich wurde dem Finanzsektor geholfen und nicht etwa Griechenland. Die Banken Griechenlands sind aber bereits wieder angeschlagen, ihre B&ouml;rsenkapitalisierung ist heute 90% tiefer als nach der Rekapitalisierung. Mit anderen Worten: man steht wieder da, wie vor einem Jahr, vor einem Tr&uuml;mmerhaufen. Die Schulden Griechenlands belaufen sich immer noch auf &uuml;ber 300 Milliarden Euro. Das entspricht 177% des BIP. Und die R&uuml;ckkehr zu Wachstum wurde auf 2017 vertagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gut m&ouml;glich, dass sich die Finanzm&auml;rkte dieses Mal nicht mit weniger desselben zufrieden geben werden. Die Stundungen und Laufzeitenverl&auml;ngerungen auf eine gef&uuml;hlte Ewigkeit hinaus m&ouml;gen sich letzten Juni &#8220;bew&auml;hrt&#8221; haben. Obige Bilanz spricht allerdings eine andere Sprache und das wiederum gegen ein weiteres Durchwurs- teln. Aber wird sich Br&uuml;ssel dazu durchringen k&ouml;nnen, und erst noch in n&uuml;tzlicher Frist? Es w&auml;re w&uuml;nschenswert. Wenn die wichtigen Akteure in der griechischen Trag&ouml;die wieder auf Zeit spielen, werden wir schon innert Jahresfrist vor demselben Problem stehen und die EZB kann auf Dauer auch nicht als Erf&uuml;llungsgehilfe dieses Zeitspiels herhalten. Das wird den Finanzm&auml;rkten auch nicht sonderlich gut bekommen. Die sind zuletzt wahrscheinlich genau deshalb anf&auml;llig, weil sie auf mehr hoffen als die &uuml;blichen Gipfeltreffen mit aufgeriebenen Fronten und schalen Kompromissen, die nur der Symptombek&auml;mpfung dienen. Und dazu r&uuml;ckt die Brexit Abstimmung n&auml;her, die wohl auch erst noch verdaut werden muss &ndash; vor allem im Vorfeld, von den amerikanischen Wahlen ganz zu Schweigen. Viel Sprengstoff also und daher wird sich die Volatilit&auml;t von den M&auml;rkten nicht so bald wieder verabschieden. Hoffnung besteht, dass sich der zarte Aufschwung in Europa beschleunigt und so auch die Gewinnfantasie an der B&ouml;rse wieder etwas in Gang kommt. Das w&auml;re mal etwas Handfestes f&uuml;r die M&auml;rkte, das mehr Halt verspricht als Hinhalten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3771\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/11-05-16_raf.png\" alt=\"11 05 16 raf\" width=\"321\" height=\"198\" \/><\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie haben nichts gelernt. Obwohl l&auml;ngst absehbar, haben wieder alle so getan, als gehe sie das nichts an. 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